Geld verdienen: Lernen von den Besten – Top 5 Unternehmer

Gute Unternehmer sind immer auch gute Verkäufer. Denn der Verkauf gehört zum absolut essentiellen Teil eines Geschäfts genauso dazu. Es gibt einige Geschäftsbereiche, in denen die Leistung der Produkte absolut zweifelhaft ist, trotzdem gibt es findige Geschäftemacher, die alles verkaufen können. Nicht um sonst gibt es altbewährte Sprichwörter wie „der kann sogar Staubsauger in der Sahara verkaufen“. Natürlich gilt das nicht nur für den Staubsaugervertreter, sondern auch für neue digitale Medien. Heute gibt es einen persönlichen Blick auf Vorbilder!

Wer sind die Topunternehmer, wenn es um Erfolg geht?

Insbesondere das Thema „Geld verdienen“ lockt viele an, die mit dem „Geld verdienen“, Geld verdienen wollen. Die Produkte dahinter sind absolut zweifelhaft und meist nur Standard wissen, zusammen geklaut aus dem Internet. In sogenannten Webinaren (aufgezeichnete Videos die aber so wirken, als ob sie gerade, zufällig heute aufgenommen werden) aber auch in persönlichen Gesprächen werden Methoden versprochen, ganz einfach Geld zu verdienen. Letztendlich ist es Abzocke, der eine “Geld verdienen Coach” empfiehlt die Produkte des anderen “Geld verdienen Coaches” und so verdienen am Ende die Anbieter. Als Gegenleistung bekommt man nichts außer ein paar PDF’s und das besagte Webinar.

Die klassische Heizdecke auf der Kaffeefahrt, vollkommen sinnlos und überteuert. Trotzdem wird sie an den Mann gebracht und es finden sich Abnehmer! Hier liegt auch der Knackpunkt, es gibt Unternehmer die verkaufen und das ohne echtes Geschäftsmodell mit Mehrwert. Das ist allerdings der kleinste Teil der Unternehmer. Ein Großteil der Unternehmer bietet ein großartiges Geschäftsmodell und ist guter Verkäufer zugleich. Der perfekte Mix!

Das Ziel für Selbstständige

Dein Ziel ist es also, ein guter Verkäufer zu sein und zusätzlich ein gutes Geschäftsmodell mit Mehrwert und Nutzen für den Konsumenten zu bieten.

Vorbilder sind wichtig für Jungunternehmer, denn im Freundeskreis findet man natürlich nicht viele, die denselben Lebensstil pflegen. Von den abendlichen Gedanken, die sich weniger um Freizeit drehen, mehr um neue Geschäfte oder Finanzen, bis zu den Arbeitszeiten. Während die meisten einen klassischen Job von 8 bis 17 Uhr haben, bist du entweder wesentlich früher unterwegs oder wesentlich später. Vorbilder sind aber auch deshalb wichtig, um zu sehen, wie es laufen kann. Jeder hat dabei seine ganz eigenen Favoriten.

Darf es ein bisschen „Nerd“ sein?

In meinen Vorträgen habe ich immer ein paar Beispiele dabei uns zu zeigen, wie unterschiedlich Unternehmertypen sind. Von persönlichen Legenden wie Robert Geiss, alles richtig gemacht, von Unternehmertum bis zur Familie, über absolute Größen wie Carsten Maschmeyer bis zu Trendsettern, gut geboren wie Kylie Jenner aber auch den absoluten Nerd Ikonen, wie Elon Musk und meine Lieblings-Geschichte um Raumfahrt, Automobile, Banksysteme und eine Domainnamen x.com.

Von ihnen kann man lernen. Sei es die Vermarktung von Robert Geissen, das Verkaufsgenie von Carsten Maschmeyer, die PR Maschinerie ne um Kylie Jenner oder auch eine der neuen Ikonen unsere aktuellen Zeit, Elon Musk.

Zusätzlich werfen wir einen sehr interessanten Blick auf das Thema scheitern. Elon Musk, Jeff Bezos oder auch Bill Gates. Alle haben sich schon einmal verkalkuliert. Schon gewusst?

Gescheitert und verbessert: Erfolgsgeschichten

  • Amazon wollte ein eigenes Auktionshaus gründen (Vorbild eBay): Gescheitert.
  • Amazon wollte eine Suchmaschine gründen (Vorbild Google): Gescheitert.
  • Bill Gates (Microsoft) erste Software (noch in der Highschool) wollte niemand kaufen, sogar kostenlos wollte sie niemand, deshalb stellte er sie ein. Danach kann „Micro-Soft“

Deshalb schauen wir zum einen auf die Verkäufertypen aber wir werfen auch einen kurzen Blick auf die andere Seite des Mondes, abseits der funktionierenden Geschäftsmodelle, auf Projekte der internationalen top Unternehmer, die gescheitert sind.

5 Vorbilder – Top Unternehmer

Hier ist meine Top 5 der Unternehmer.

Robert Geiss – Mode und Immobilien

Robert Geiss finde ich absolut inspirativ, denn er hat eine tolle Familie, ist schon seit Ewigkeiten mit seiner Frau zusammen, kommt viel herum und verdient dabei auch noch Geld. Am liebsten mag ich die TV Serie, speziell die Szenen in denen sie sich Immobilien anschauen, wie z.B. Inseln. Robert schnappt sich ein Blatt Papier, setzt sich an den Strand und plant direkt die Grundstücke und die Bauten. Wenn ich an meinem Immobilienprojekten arbeite, gibt es keinen bessere Inspiration in visueller Hinsicht.

Robert Geiss startete seine Karriere im Familienunternehmen, ein Karnevalsausstatter. Später gründete er mit seinem Bruder unter anderem die Mode Marke „Uncle Sam“, die er später gewinnbringend veräußert. Heute investiert er vor allem in Immobilien. Wenn ich abends an meinem neue Immobilienprojekt arbeite, gibt es nichts Besseres als nebenbei die Serie des Unternehmers zuschauen. Ein kurzer Abstecher auf die Malediven, kurz ein paar neue Häuser geplant, vielleicht noch selbst eins gekauft, dabei ist sein gesamtes Marketing extrem gut durch getaktet. Die Yacht ist natürlich mit der neuen Modemarke „Geissini“ gebrandet. Das TV-Team begleitet die Reisen und seine Frau produziert nebenbei einen Song namens „Jetset“. Der Song wird wenig später natürlich zu Titelmelodie der Serie. Urlaub, Familie, Marketing, Business, alles in einem.

Carsten Maschmeyer – Finanzprodukte

Carsten Maschmeyer ist einer der interessantesten Selfmade Millionäre. Ein absolutes und echtes Genie im Vertrieb. Sein großes Geld hat er mit Finanzprodukten gemacht, heute investiert er in zahlreiche Unternehmen und ist natürlich immer noch an seinen alten Geschäften beteiligt. In Deutschland wurde Carsten Maschmeyer vor allem durch die Erfolgsserie „Höhle der Löwen“ bekannt. In der Show bewerten drei bis vier Investoren Pitches junger Start-up Gründer. Was ihn auszeichnet ist, dass er ein sehr analytischer und strategisch denkender Mensch ist. Trotz seiner Möglichkeiten hält er sich sehr bedeckt. Wenn man ihn reden und sprechen hört, egal ob mit TV Kameras oder dahinter, spürt man in jedem Wort und in jedem Satz, diesen absoluten Unternehmer. Er hat es geschafft Finanzprodukte (Versicherungen) für den Massenmarkt auf ein vollkommen neues Level zu heben.

Kylie Jenner – Reality TV und Beauty

Kylie Jenner sollte unbedingt erwähnt werden denn sie ist eines der neuen Phänomene. Bekannte Familie, hervorragende Startmöglichkeiten und optimal ausgenutzt. Mit 21 Jahren wurde sie zu jüngsten Milliardären der Welt. Was für eine Leistung! Schließlich hätte sie sich ja auch perfekt auf den Millionen und ausruhen können, trotzdem interessiert sie sich für das Geschäftliche. Ihre Eltern wird es sehr freuen!

Kylie Jenner zeigt dir aber auch, dass Herkunft alles ist. In meinem Leben habe ich auch schon viele Unternehmer getroffen, die ist ohne ihr Elternhaus wahrscheinlich zu nichts gebracht hätten. Wer aber direkt zu Beginn die richtigen Berater an die Seite bekommt und sich finanziell keine Gedanken machen muss, der hat schon gewonnen. Denn diese Person und können sich sofort gute Mitarbeiter leisten und damit müssen Sie selbst nicht viel denken. Womit du klarkommen musst, das wird es immer geben. Die einzige Lösung, du musst immer doppelt so lang laufen, doppelt so schnell sein und doppelt so fleißig. Wenn du das 10 oder 15 Jahre durchziehst, kannst du es vielleicht irgendwann auf ein ähnliches Niveau bringen. Leicht wird es aber nicht. Insbesondere wenn du solche Personen als Konkurrenz hast, kostet es Nerven. Du musst hart arbeiten, die anderen machen Urlaub. Du stellst dir ständig die Frage, wie können sie sich das leisten? Die bittere Erkenntnis, da musst du durch. Unternehmertum ist kein Sozialverein.

Elon Musk – Zahlungssystem und Weltraum-Logistik

Dieser Mann darf in keiner Liste fehlen, wenn es um Vorbilder für Unternehmer geht. Elon Musk ist mit Sicherheit einer der inspirierendsten Personen der Welt. Mit Paypal und anderen Projekten hat alles begonnen, heute ist er einer der Pioniere in der Raumfahrt. Eine unfassbare Karriere.

Kurz beschrieben startete alles mit der Revolutionierung von Bezahlsystemen, namentlich PayPal. Der große kluge war die Symbiose mit Ebay. Heute ist PayPal als Bezahlsystem schon fast Standard. Doch Elon Musk hatte schon vor PayPal gute Ideen und natürlich auch danach. Mit Tesla entdeckte er früh eine der neuen Zukunftstechnologien und stürzte sich als erste auf die Massenproduktion von Elektroautos. Vor wenigen Wochen lief das 100.000 Fahrzeug vom Band. Mittlerweile springen immer mehr Automobilhersteller auf den Trend auf. Natürlich auch durch drohende CO2 Zertifikate aber auch um ein Teil des Kuchens zu bekommen. Sky is the limit! Deshalb ist Elon Musk natürlich auch beim aktuellen Wettrennen in den Weltraum unter den Multimilliardären dabei. Elon Musk versteht aber auch sein eigenes Netzwerk zu verwenden und schoss im vergangenen Jahr einen Tesla mit einer SpaceX Trägerrakete in den Weltraum. Natürlich weltweit mit Live-Übertragung. Wow.

Meine Lieblingsgeschichte ist die von “x.com”. Als Nerd hat es mir besonders diese Geschichte angetan. Damals verkaufte Elon Musk die Domain in einem Package. Jetzt, sehr viel Jahre später, hat er sie sich für drei Millionen zurückgekauft. Die Seite ist leer, kaum Quelltext, ein einfaches X. Nicht einmal ein https Zertifikat hat die Seite. So groß kann die Liebe zu einer Domain sein!

Persönliche Erfahrung

Think big! Eine Inspirationsquelle die ich auch schon immer in mir trage und sogar in Tattoos auf der Haut. große und kleine Sterne, die dafür stehen, dass ich mir immer Ziele setze, die ich wahrscheinlich nie erreichen werde. Warum? Wenn ich mir nur kleine Ziele stecke, habe ich sie schnell erreicht und dann? Motivation ist ein extrem hoher Antrieb. Je höher die Ziele, desto motivierender ist es, Sie als einer der wenigen zu erreichen. Ein Beispiel? Nach meiner Werbeagentur wollte ich unbedingt eine Modelagentur gründen. Der Name „Cocaine Models“ hatte es mir so angetan, da alle Domains frei waren. Gratis PR durch einen etwas anderen Markennamen und das komplette Domain Package. Gesagt,  getan. 24 Monate später war das gesamte Netzwerk (3 Agentur Brandings) auf Seite eins. Nicht nur in Deutsch, auch in Englisch für Keywords wie:

  • Modelagentur Berlin
  • Modelagentur Hamburg
  • Modelling agency Tokyo
  • Modeling agency Chicago
  • Modeling agency Los Angeles

Alles was noch fehlt ist New York und London. Hätte ich mir das Ziel gesetzt, in Deutschland „Nummer 1“ digital zu werden, hätte ich wahrscheinlich alle anderen Schritte nie in Angriff genommen. So war direkt von Anfang an klar, dass die Markenpositionierung international geht und dementsprechend auch alle Systeme und alle Strukturen so entworfen wurden, dass wir das Ziel schnell und effizient verwirklichen können.

Setze dir große Ziele!

„Think big“ oder auch „stay hungry, stay foolish“.

Steve Jobs

Steve Jobs, der legendäre Gründer von Apple, derzeit das teuerste Unternehmen der Welt. Er starb vor wenigen Jahren und ist heute noch fast jedem ein Begriff. Berühmte Zitate wie

„stay hungry, stay foolish“

wurden zehntausendfach zitiert.

Warum scheitern Start Ups? Shit Happens! Persönliche Erfahrungen und Beispiele

Projekte können immer scheitern. Irgendwo habe ich mal den Spruch aufgeschnappt, „Shit happens! Mach ein T-Shirt draus“ – wahre Worte, denn Projekte können immer scheitern. Mehr zum Thema: Warum scheitern Start Ups? 90% scheitern in den ersten 5 Jahren: Top 11 Gründe warum Start Ups scheitern.

Shit happens! Mach ein T-Shirt draus

Projekte scheitern durch innere oder äußere Einflüsse, mit denen du als Unternehmer manchmal gar nicht rechnen kannst. Bei mir war es das bspw. das “Social Analytics” Investment. Wenige Wochen nach Start unserer Software “Social Analytics”, Monitoring und Influencer Management für Instagram, mussten wir den Service wieder einstellen. Unser Fehler, wir hatten das Risiko zu gering eingeschätzt, dass Facebook Zugänge für Drittanbieter einschränken würde. Fast ein dreiviertel Jahr Arbeit und Vorbereitung waren innerhalb von Sekunden für die Katz. Es geht also auch nicht immer nur um Chancen und Risiken, Vorteile und Nachteile, auch Zugriffsbeschränkungen, egal ob von Social Media Networks oder vom Lieferanten, können einen schnell in die Schranken weisen. Immerhin hast du eine schöne Geschichte und lernst aus deinen Erfahrungen!

Viele sind mit einer Geschäftsidee gescheitert

So seltsam es klingt, viele Ikonen aus der Wirtschaft sag(t)en, dass Sie aus ihren Fehlern stets am meisten gelernt haben, manchmal sogar mehr, als aus Erfolgen und den besten Ideen! Bei vielen Gesprächen oder Projekten kannst du dann deine Expertisen mit einbringen. Insofern hast du zwar kein Geschäftsmodell mehr aber deine Geschichte und deine Learnings, die mit Sicherheit auch für andere von Interesse sein werden.

An dieser Stelle will ich noch auf drei Zitate von großen Unternehmern hinweisen, die ich selbst sehr inspirierend finde. Auch Mister Thomas Edison hat die Erfahrung des Scheiterns gemacht, der Mann, dem wir unter anderem die Glühbirne verdanken.

Zitate zum Scheitern

Selbst er hat gern über seine gescheiterten Projekte gesprochen und bis heute prägt er damit Unternehmer weltweit:

Mr. Thomas Edison

“Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben” – Mr. Thomas Edison

Im Bereich der großen inspirierenden Zitate und der großen Unternehmer, lohnt es sich auch wieder einen Blick auf Mister Henry Ford zuwerfen. Der Mann, den ich bereits im Bezug auf die Kalkulation der Marketingaufgaben mit dem Satz: „Für jeden Dollar den du in dein Produkt steckst, musst du einen weiteren bereithalten um das Produkt bekannt zu machen“, erwähnt habe. Henry Ford nahm aber auch häufig Bezug auf das Thema „missglückte Projekte“ und das „Scheitern“ an sich. Das zweite Zitat, dass ich im Rahmen des Buches nennen will, bezieht sich auf den absoluten Anfang, die Gründung. Ein Unternehmen zu gründen, ist wie Fußballspielen mit Freunden als kleiner Junge. Das macht einfach nur Spaß! Wer das nicht berücksichtigt, der gibt schnell auf und das, passiert in den meisten Fällen. Wenn du es alleine schaffst über drei, fünf, oder sogar sieben Jahre im Markt zu bleiben, ist das schon die halbe Miete, denn die meisten deiner anfänglichen Konkurrenten verschwinden ganz automatisch nach einiger Zeit. Du musst dich also gar nicht zu sehr auf die anderen fokussieren. Konzentriere dich auf deinen Erfolg und auf dich selbst als Unternehmer, Unternehmerin. Deshalb sagte auch Henry Ford:

Mr. Henry Ford

“Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern” – Mr. Henry Ford

Damit man all das erreicht, braucht es Liebe zum Detail und Präzision! Deshalb hier mein Lieblingszitat von Konfuzius. Vom spontanen Geräteausfall von mehreren Notebooks im Büro, bis hin zu spontanen Grippewellen in der Winterzeit und hohen Krankheitsstand über anspruchsvolle Kunden und Projekte, bis zum Warten auf den Handwerker.

Konfuzius

“Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern” – Konfuzius

Nicht nur die alten Lehrmeister sind auch gescheitert, natürlich sind auch die jüngeren Ikonen im Business schon ein paar mal mit Projekten auf die Nase gefallen.

Angst vor dem Risiko verlieren

Damit du die Scheu vor dem Risiko weiterhin verlierst, sind hier drei wirklich faszinierende Beispiele aus der Unternehmerwelt. Trial-and-error, das heißt versuchen und scheitern. Das Prinzip gehört sozusagen zum guten Unternehmertum! Wer nicht auch mal scheitert, der wagt im Umkehrschluss zu wenig Neues. Beim Scheitern ist es ähnlich, wie bei den großen Bauwerken der Geschichte: Wir sprechen alle über die Pyramiden, die noch immer noch stehen. Errichtet wurden abertausende von Pyramiden. Damit wir nicht immer nur auf die großen Erfolge schauen, hier auch ein Blick auf die Versuche von großen Unternehmern neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

Scheitern in jungen Jahren: Heutige Ikonen

Jeff Bezos, Gründer von Amazon und aktuell der reichste Mann der Welt – trotz einer Milliarden Scheidung und Kosten von über 35 Milliarden – scheiterte er mit mehrere Projekten von Amazon. Morten Lund, Gründer von Skype, einer der Kommunikationsplattformen für Videotelefonie, rutschte gleich zweimal in die Insolvenz. Dann die Story von Bill Gates, Microsoft Gründer, seine erste Software wollte zunächst niemand haben. Am Ende hat er sie sogar kostenlos angeboten, trotzdem nutzte sie keiner. Kurz darauf gründete er Microsoft. Der Rest ist Geschichte! Diese drei Giganten in der digitalen Industrie sind Freunde von Prinzip Trial-and-error. Ein kleiner Auszug:

Jeff Bezos (Gründer: Amazon)

Neben allen erfolgreichen Projekten, wie einem der größten Online-Shops unserer Zeit oder aktuell und neu der Raumfahrt und die Besiedlung des Mondes, gab es auch ein paar Projekte die nicht so gut bei der Gesellschaft ankamen. Seine Suchmaschine A9 sollte ein Konkurrenzmodell zu Google werden. Marktanteile konnten nicht gewonnen werden und so wurde das Projekt am Ende eingestellt.

Er wollte aber auch ein Konkurrenzmodell zu eBay schaffen. Das heißt, nicht mehr nur den Handel für professionelle Händler ermöglichen, sondern auch Privatpersonen. “Amazon Auctions” hieß dieses Projekt. Ohne Erfolg wurde auch dieses nach kurzer Zeit eingestellt. Daran siehst du, wie schwer es ist gegen gute und etablierte Produkte anzukommen und etwas Neues zu wagen und auf dem Markt zu etablieren. Google, aber auch eBay sind bereits so gut positioniert und funktionieren fast selbständig, dass es schwer ist, Menschen dazu zu bewegen, zu neuen Plattformen und  zu wechseln.

  • Suchmaschine A9 – fail
  • Amazon Auctions – fail

Morten Lund (Gründer: Skype)

Morten Lund, Skype Gründer ist ein hervorragendes Beispiel für ein Stehaufmännchen der heutigen Zeit. Seine erste Insolvenz hatte er bereits in jungen Jahren. Sein erstes Geschäftsmodell: Abitur-Hüte zu verkaufen. In Dänemark sind Abitur-Hüte der absolute Verkaufsschlager für Schulabgänger. Leider hat er es nicht geschafft seine Hütte an den Mann zu bringen, da es ein extrem saisonales Geschäft ist, musste er 1994, direkt nach den Abschlussfeiern, Insolvenz anmelden. Dabei sollte es nicht bleiben! Fünfzehn Jahre später kam er zum zweiten Mal in die Insolvenz, 2009. Tatsächlich hatte er es geschafft, das viele Geld, das durch Skype verdient wurde, die Investition 2003 und den darauffolgenden Wachstumsschub, so zu organisieren, dass er in die zweite Insolvenz kam. Trotzdem hat er nicht aufgegeben und seit 2016 ist er tatsächlich wieder schuldenfrei. Ein tolles Beispiel für ein Vorbild für jemanden, der auch in höheren Sphären scheitert und nicht nur mit einem einzigen Projekt, sondern auch privat.

  • 1994 Insolvenz (Verkauf von Abitur-Hüten in Dänemark)
  • 2003 Invest in Skype, machte Millionen
  • 2009 Insolvenz #2
  • 2016 Schuldenfrei

Von Morten Lunds Geschichte kannst du als Unternehmer, Unternehmerin lernen. Aufgeben? Warum? Wer wirklich an sich glaubt, der sollte immer weitermachen und daran glauben, dass er irgendwann den Durchbruch schafft. Andere haben es schließlich bereits geschafft!

Bill Gates (Gründer: Mircosoft)

Bill Gates ist für mich einer der faszinierendsten Unternehme auf dieser Welt. Nicht nur dass er sein Unternehmen aus einer Garage heraus gegründet hat, er wurde zum reichsten Mann der Welt und gab die Hälfte ab. Was Bill Gates auch hoch anzurechnen ist, er hat den Ausstieg aus seiner eigenen Firma zu einem sehr guten Zeitpunkt geschafft. Viele bleiben in der Firma, bis sie alt sind und finden dann nicht den richtigen Nachfolger. Bill Gates hat sich frühzeitig um eine Struktur gekümmert, die ihn ablöst. Hut ab, Mister Gates! Von der Garage zum reichsten Mann der Welt und zurück zum Privatier. Jeder startet mit seiner ersten Geschäftsidee. Wird sie direkt zur Millionen, oder gar Milliarden Idee?

Seine erste Geschäftsidee entstand damals noch in der Highschool “Traf-O-Data”. Die Software ermöglichte es damals zum allerersten Mal Straßenverkehrszählung automatisiert durchzuführen, nicht mehr durch Personen mit Stift und Zettel. Bei den ersten Präsentationen funktionierte die Demonstration allerdings nicht fehlerfrei. Die Interessenten waren weniger begeistert und so interessierte sich letztendlich keine einzige Behörde für die Software Lösung. Bill Gates hat das frustriert, so sehr, dass er seine Software schlussendlich sogar komplett kostenlos angeboten hat. Trotzdem wollte sie keine Behörde. Ein typischer Moment zu sagen, “ich habe es nicht drauf”.

Aber nein! Kurze Zeit später, entwickelte er in Zusammenarbeit mit seinem Highschool Freund Paul Allen “Microsoft”. Seit Beginn der Computer Ära, das beliebteste Betriebssystem weltweit für Computer und Notebooks.

  • High School: “Traf-O-Data”: Demo funktionierte nicht (Straßenverkehrszählung), später kostenlos, dennoch wollte es keine Behörde
  • Lernte intensives Software schreiben
  • Gründung “Microsoft”

Drei Ikonen, deren Produkte jeder kennt. Amazon, Skype und Mircosoft. Drei Unternehmer, die in ihrem Leben Rückschläge erlebt haben und dennoch standhaft geblieben sind. Der Glaube an dich selbst versetzt Berge, wie du an diesen Beispielen siehst, ist das kein Spruch.

Amazon Gründer Jeff Bezos ist derzeit sogar im Wettstreit mit anderen US-amerikanischen Größen wie Elon Musk oder auch Virgin Gründer Sir Richard Branson. Sie und andere Multimilliardäre wollen gerade den nahen Weltraum erobern. Elon Musk Firma SpaceX fokussiert sich vor allem auf die Logistik zwischen Erde und Orbit. Jeff Bezos will der erste sein, der den Mond dauerhaft kolonisiert und damit eine Zwischenstation für zukünftige Marslandungen stellen. Virgin geht vor allem auf den Weltraumtourismus und Flüge im nahen Orbit..

Think big!

Und schon sind wir weg vom Scheitern und bei den großen Ideen, die die Welt verändern! Die perfekte Überleitung für dich und deine Geschäftsidee.

Warum scheitern Startups? 90% scheitern in den ersten 5 Jahren – Top 11 Gründe

Eines der absoluten Lieblingsthemen der Zuhörern sind die Gründe des Scheiterns. Woran liegt das genau, dass neun von zehn Start Ups es nicht schaffen bestehen zu bleiben? Bei einem Blick auf die Analyse von CB Insight zeigen sich die 20 größten Fehler von Start Ups. Du möchtest mehr zum Thema erfahren? Lies hier: Scheitern – Persönliche Erfahrungen und Beispiele (ua. mit der Story von Jeff Bezos [Gründer: Amazon]).

Scheitern – Top 11 Gründe

Los geht´s! Hier sind die Top 11 Gründe warum so viele Start Ups in den ersten 5 Jahren scheitern:

Platz 1 – Der Markt braucht sie nicht

Das dritte Burger Restaurant in der Straße, eine weitere Marke, die Cola im Getränkehandel anbietet, eine neue Automarke mit Verbrennungsmotor, die ganz vorne mitmischen will. Wer braucht das? Niemand! Deshalb ist der fehlende Markt auch Nummer eins wenn es um das Scheitern von Start Ups geht. Dein Produkt scheitert, weil kein Bedarf dar ist.

Platz 2 – Das Geld geht leer

Der absolute Klassiker und auch hier häufig erwähnt: Finanzen müssen immer solide geplant und natürlich auch im operativen Geschäft gehandhabt werden. Wer Projekte falsch berechnet, der kommt schnell in Zahlungsnot. Wenn dieser Punkt einmal erreicht ist, gibt es anders als bei Privatpersonen, kaum Fristen und erst recht keinen Aufschub. Du hast die Miete nicht bezahlt? Der Gewerbevermieter kann dich quasi sofort verklagen, wenn Zahlungserinnerung und Mahnung durch sind. Mitarbeiter werden nicht bezahlt? Sie sind verständlicherweise schneller weg, als du gucken kannst. Der Lieferant bekommt sein Geld nicht? Dann bekommst du keine Ware mehr. Keine Ware, keine Lieferung, kein Umsatz. Finanzielle Probleme, die Nummer zwei in der Liste der Gründe warum Start Ups scheitern.

Platz 3 – Das falsche Team

In punkto Personal gibt es natürlich viel zu beachten, am Ende kommt es aber auf den Unternehmer an und auf die richtige Entscheidung, wer im Team sein sollte und wer nicht. Wenn diese Entscheidungen schon grundsätzlich falsch getroffen werden und die falschen Personen, ohne die richtigen Kenntnisse, mit fehlender Motivation eingestellt werden, kann ein Projekt auf Dauer scheitern. Schließlich kostet die Person Geld und letztendlich wird nichts erwirtschaftet, deshalb entstehen Folgekosten, durch entgangene Gewinne. Dein Team muss deshalb  gut ausgesucht, eingelernt sein und praktisch Performance liefern können.

Platz 4 – Die Konkurrenz macht dich fertig

Klingt hart, ist aber so! Besonders im Bereich Software sind die Möglichkeiten der Übernahme von Konzepten schnell. Natürlich gilt dies auch für einfache Produkte, durch Produzenten in Fernost lassen sich jegliche Art von Produkten, wenn man das nötige Kleingeld hat, kopieren.

Ein Freund von mir hatte einen erfolgreichen Müsliriegel. Ca. 15 Monate nach Gründung kam dasselbe Produkt von einem großen Hersteller auf dem Markt. Die direkte Konkurrenz stand über Nacht in allen Supermarktregalen. Der Name, fast identisch. Die Zusammensetzung, gleich. Die Aufmachung, gleich. Als Start Up gegen den internationalen Lebensmittelkonzern zu konkurrieren, ist eine große Herausforderung. Konkurrenz kann das Geschäft schnell zerstören, gerade wenn die Geschäftsidee besonders leicht zu übernehmen ist. Deshalb braucht es einen guten Unternehmer, der komplett hinter dem Ganzen steht, Erfahrungen hat und weiß, wie man die eigenen Defizite ausgleicht und die eigene Marke geschickt neben dem Konkurrenzprodukt positioniert. Am Ende auch eine absolute Erfolgsgeschichte, verkauft!

Platz 5 – Scheitern durch Preis und Kosten

Die Preise von Produkten festzulegen ist mit unter nicht einfach! Je schwieriger quantifizierbar ein Produkt ist, desto komplexer wird die Preisberechnung. Eine Schraube beispielsweise lässt sich ziemlich genau quantifizieren. Ein bestimmter Materialpreis, eine bestimmte Produktionszeit, bestimmte Strom- und Personalkosten. Letztendlich steht eine genaue Zahl von 0,37 Euro netto pro Schraube im Verkauf. Wer ein Start Up im Bereich Influencer Marketing eröffnet, der hat es wesentlich schwieriger. Wie genau lassen sich zwei Postings plus eine Story, von einer bestimmten Person, mit einer bestimmten Anzahl an Followern, einer individuellen Anzahl an Interaktionen, berechnen? Jedes Angebot verschlingt dementsprechend sehr viele Kosten und Zeit. Den richtigen Preis zu finden, sodass Kunden zugreifen, dein Job. Letztendlich kann es genau daran scheitern. Im gleichen Teil spielen die Kosten für Beschaffung, z.B. für Material, hinzu. Wer es nicht schafft über die Zeit, die Kosten zu senken, dessen Gewinne werden nicht, oder sehr schleppend steigen. Der Gewinn liegt im Einkauf!

Platz 6 – Dein Produkt ist schlecht

Ehrlich aber wahr, dein Produkt kann auch einfach nur schlecht sein! Die Verarbeitung stimmt nicht, die Qualität, die Dauer der Haltbarkeit ist schlecht, vielleicht erntest du aber auch einfach nur einen Shitstorm, weil dein Produkt aufgrund einer Eigenschaft, die zuvor nicht bedacht wurde, in Verruf gerät. Alles hat gestimmt und am Ende war nur ein Detail ausschlaggebend dafür, dass das gesamte Geschäftsmodell in sich zusammenfällt. Gleiches kann natürlich auch passieren, wenn du in einer bestimmten Zeit nicht mit deinen Konkurrenten mithalten kannst. Wenn z.B. eine neue Branche eröffnet wird, wie damals der Busverkehr in Deutschland oder seit einiger Zeit die E-Roller, dann ist die Entwicklung im Markt extrem schnell. Geschäftsmodelle passen sich innerhalb von wenigen Wochen an, nach ein oder zwei Jahren verschmelzen die ersten Konkurrenten und nach drei oder vier Jahren bereinigt sich der Markt schon von selbst. Wenn dein Produkt nicht schnell genug im Markt mithalten kann, kaufen die Leute bei der Konkurrenz.

Platz 7 – Lücken und Fehler in einem Geschäftsmodell

Hier gibt es ein gutes Best-Practice-Modell aus den Vereinigten Staaten. Ein großes Musikfestival, mit großen Investoren. Location des mega Festivals sollte die Insel des ehemaligen Drogenbarons Pablo Escobar sein. Mit der Familie war alles besprochen, die Insel durfte, unter der Bedingung dass keine Werbung mit dem Namen der Familie gemacht wird genutzt werden. Natürlich wurde genau das gemacht und direkt im ersten Werbespot damit geworben, dass das Festival auf der ehemaligen Privatinsel von Pablo Escobar stattfindet. Spontan war der Vertrag für die Location hinfällig und damit ist das gesamte Festival ins Wasser gefallen. Die Neuorganisation innerhalb von wenigen Wochen somit unmöglich. Schließlich war es (zumindest angekündigt) als das größte Festival der Welt. Mit Millionen finanziert, wurde es jetzt zum absoluten Debakel. Eine Klausel, die alles zum Scheitern brachte.

Genauso kann es aber auch ein Finanzanlage-Produkt sein. Statt Gewinne auf dem Bankkonto bei Nullzinsen zu belassen, willst du sie gewinnbringend anlegen. Marktschwankungen wurden nicht in die Planung miteinberechnet. Plötzlich gibt es eine Delle, weltweit und aufgrund von Handelskonflikten. Der Preis geht kurzzeitig in den Keller. Option A:  Du verkaufst deine Papiere trotzdem, um die Mitarbeiter für diesen Monat bezahlen zu können. Verkaufen willst du aber auch nicht, denn dein Kapital ist an das Finanzprodukt gebunden. Option B: Du hältst die Papiere im Portfolio, denn nächste Woche könnten die Kurse schon wieder steigen. Was jetzt zu tun ist, ist beim besten Willen keine leichte Frage.

Platz 8 – schlechtes Marketing

Schon der legendäre Henry Ford – er revolutionierte damals die Fließbandarbeit und damit die Automobilindustrie – sagte, „für jeden Dollar, den du in dein Produkt steckst, musst du einen weiteren bereithalten, um dein Produkt bekannt zu machen“. Viele investieren Unsummen in das Geschäftsmodell, Logistik, Lagerung und Personal. Dabei vergessen sie, dass sich das Produkt am Ende verkaufen muss – Wie viel Platz und wie viele finanzielle Mittel räumst du deinem Marketing ein? Verkauf findet nur statt, wenn die Menschen mit deinem Produkt, oder deiner Dienstleistung unmittelbar in Berührung kommen und zufrieden sind. Du kannst eine geniale Idee haben aber wenn die richtigen Personen nicht davon hören, wird das ganze Geschäftsmodell scheitern.

Tipp! Insbesondere Multiplikatoren sind wichtig, Experten und Menschen mit einer großen Community. Doch auch diese müssen erreicht werden, überzeugt oder gebucht. Es lohnt sich aber Zeit in solch einzelne, reichweitenstarke Personen zu investieren, denn sie erreichen potenziell wesentlich mehr Menschen, als herkömmliche Marken-Fürsprecher. Im Restaurant ist es das gratis Dessert für den Blogger, im Onlineshop das persönliche Anschreiben für die Bestellung eines Magazins. Denn natürlich gehst du davon aus, dass es sich bei der Bestellung um einen Test handelt. Bei dir bestellt eine prominente Person, oder ein Management? Auch hier sollte ein persönliches Anschreiben dabei liegen oder ein paar gratis Produkte, sonst fühlt sich keiner wirklich angesprochen. Mit etwas Glück erwähnt dich die Person dann z.B. bei Instagram oder wird zum Stammkunden und bestellt regelmäßig bei dir.

Platz 9 – Kunden und Meinungen ignorieren

Kritik, insbesondere konstruktive Kritik, ist für dich als Unternehmer Gold wert. Wenn du Kritik positiv verstehen willst, dann sehe sie doch einfach mal als kostenlose Marktforschung. Personen nehmen sich Zeit um dein Produkt anzuschauen, es zu testen. Am Ende geben sie sogar eine Bewertung ab. Learnings, die man in den gesamten Produktentwicklungsprozess aber auch den Entwicklungsprozess der eigenen Marke und der eigenen Services mit einbeziehen sollte. Die wenigsten Leute bewerten Produkte oder Dienstleistungen nach einer einmaligen Verwendung. In der Regel greift der Konsument beim nächsten Kauf einfach auf ein Konkurrenzprodukt zurück, eine Situation, die es unbedingt zu verhindern gilt. Deshalb ist es so wichtig auf die Meinung der Kunden zu reagieren und diese gegebenenfalls auch in den eigenen Entwicklungsprozess mit einzubeziehen und direkten Kontakt.

Tipp! Reagiere auf jede Bewertung und jeden Kommentar. Egal, ob es der Algorithmus in einer Suchmaschine ist, oder der in einem sozialen Netzwerk, die eigene Interaktion wird gemessen. Je schneller du also auf Anfragen bzw. Bewertungen und Kommentare von Nutzern reagierst, desto höher steigst du im Ranking.

Platz 10 – Der falsche Zeitpunkt

Manche Investitionen können auch zu früh getätigt werden, genauso wie Firmen zu früh gegründet werden können. Trends entstehen und vergehen aber auch innerhalb kürzester Zeit. Wer zum Beispiel auf Amazon mitspielen will und hier Trendprodukte ständig neu platziert, der muss auf der Hut sein, was das Timing angeht. In diesem Jahr wird der „Flamingo für den Swimmingpool“ vielleicht kein Trend mehr sein und du bleibst auf 5.000 Stück sitzen. Unter Umständen war dein Produkt sogar zu Sommerbeginn im Trend, aber durch den ständigen Regen im Hochsommer flaute der Trend und damit der Verkauf wieder ab. Nächstes Jahr wird es vielleicht durch den Post eines Influencers zum ultimativen Trend. Nicht alles liegt in deiner Hand, manches musst du einfach so nehmen, wie es kommt.

Der falsche Zeitpunkt kann zu früh, aber definitiv auch zu spät gewählt sein! Deshalb sind die Marktanalysen und auch deine Einschätzung der Marktentwicklung extrem wichtig. Wenn du über den perfekten Zeitpunkt nachdenkst. Bis die Entwicklung und die Organisation komplett durch sind, sodass du tragfähig im Markt agieren kannst, können von Ideenfindung, über Finanzierung, bis hin zu den ersten Kunden, Monate vergehen. Während ein Produkt heute noch total angesagt ist, kann es in ein paar Monaten schon wieder „out“ sein. Bedenke also auch die zyklische Bewegung von saisonalen Geschäften, Trends und auch Produkt-Halbwertszeiten.

Platz 11 – Du verlierst den Fokus

Bei Punkt Nummer 11 fühle ich mich immer wie zu Hause! Nachdem ich ultimativ die Entscheidung getroffen habe Unternehmer mit Personal, Büros und internationalen Beziehung zu werden, habe ich mich zwei Jahre fokussiert. Vorher habe ich für viele andere Firmen gearbeitet, sozusagen als Ein-Mann-Werbeagentur. Über 100 Projekte habe ich gemacht, dabei spreche ich nur von den größeren, nicht von ca. 100 Pizza Flyern am Anfang und insgesamt wahrscheinlich 400 Logos, von iBeacon Technologie, bis hin zur Pharma Branche, Automobil Tuning und Szene Clubs. Aus dieser vielfältigen Arbeit war es wirklich schwer sich zwei Jahre auf ein Projekt zu fokussieren. Natürlich habe ich nicht nur das, in der Zeit gemacht, nebenbei habe ich direkt noch ein Modemagazin als Satelliten Projekt für die Modelagentur aufgezogen und kurze Zeit später, aufgrund der aufkommenden Anfragen für Influencer Marketing, eine Social Media Agentur. Allein Anfang diesen Jahres, drei Buchveröffentlichungen, Immobilienportal und Investment in die Musikbranche. Am liebsten würde ich direkt noch 20 weitere Projekte machen und Start Ups gründen! Aber Stopp! Hier fällt mir immer Grund Nummer 11 des Scheiterns ein, du verlierst den Fokus.

Das heißt für mich: Weniger neue Baustellen, lieber ein großes Hochhaus, Stein für Stein aufbauen. Mein eigener, täglicher kleiner Kampf! Als kleine Inspiration habe ich mir irgendwann am Abend ein leeres DIN A4 Blatt geschnappt. Darauf stehen nur zwei Buchstaben. Die Kürzel von dem Unternehmen, auf dass ich mich (im Verhältnis, am meisten) fokussieren will. Es klebt seit einem Jahr über meinem Bett, so dass ich es jeden Morgen und jeden Abend sehe und mich jedes Mal aufs Neue dran erinnern kann, worauf mein Fokus liegt.

Die meisten scheitern allerdings an wesentlich grundlegenden Dingen! In der Regel setzten sie die falschen Prioritäten, zu viel Party, zu viel Freizeit, zu wenig aktive Arbeiten. Wer sich zu sehr auf die eigene Freizeit fokussiert und zu wenig auf das Unternehmen, der geht KO.

Pitch: Was ist ein Pitch? Marketing, Business & Werbung – Vorbereitung und Ablauf

Für Pitches bei Kunden, oder bei Projekten für Investoren und potenziellen Geldgebern kommt es heute immer mehr auf die Analyse sozialer Medien an, denn sie sind ein entscheidender Faktor  im Marketing. Egal, ob es um die Kooperation mit Bloggern oder Influencern und dessen Instagram-Kanalanalyse, unser mögliches Potenzial im Markt, Zahlen und Fakten geht, diese Dinge sollten in deinem nächsten Pitch auf keinen Fall fehlen!

Was ist ein Pitch? Definition & Hilfe

Größere Projekte werden in der Regel ausgeschrieben, sodass sich mehrere potentielle Kooperationspartner für den Job bewerben können. Die verschiedenen Teilnehmer bereiten dann ihr Konzept vor und präsentieren dieses dann. Dabei gibt es verschiedene Formen von Pitches und Darstellungsmöglichkeiten.

Pitches in Werbeagenturen: So läuft die Präsentation ab

Insbesondere für kreative Ideen holen sich große Unternehmen und Firmen gerne die Expertise von mehreren Agenturen ein. Egal, ob es um einen Werbefilm geht, die kreative Online Kampagne oder die virale Social Media Kampagnen. Für all diese Marketingmethoden braucht es immer eine Menge guter Ideen. Da Geschmäcker immer unterschiedlich sind, kommen auch die besten Ideen oft nicht beim Kunden an, genauso oft gibt es schlechte Ideen, von denen man wirklich nicht überzeugt ist. Deshalb ist es von Vorteil sich mehrere Kooperationspartner zu einem Pitch einzuladen. Hier stellen sie ihre Konzepte in einer kurzen und übersichtlichen Präsentation vor. Welche Ideen und Strategien stecken hinter unserem Konzept? Wie sieht das Medienpaket aus? Welche Ziele haben wir uns gesetzt und welche Erfolge versprechen wir uns davon? All das wird in einem Pitch präsentiert.

In der Regel gibt es für die Erarbeitungen von solchen ausführlichen Pitches ein gewisses Rahmenbudget. So ein Werbeagentur Pitch lohnt sich oft, da hinter einem Exemplar, mehrere große Jobs stehen. Wenn dann nur drei, oder vier Agenturen ihre Ideen mit einbringen dürfen, schließlich sind die meisten Pitches bezahlt und man kann nicht unendlich Agenturen beauftragen, hat man realistische Chancen die Ausschreibung zu gewinnen und Erfolge zu erzielen.

Neben den gesamten Erfolgsfaktoren und Kennzahlen, zum Beispiel zur potentiellen Verkaufsmenge, führen in der Regel Zahlen, die über Reichweite und Performance Auskunft geben. Hier kommt Social Analytics ins Spiel und die Möglichkeit Instagram-Kanäle ausführlich zu betrachten. Nicht nur in Konkurrenz-Analysen, um sich im Wettbewerb zu positionieren, auch für Werbung und Promotion durch Blogger und Influencer. Hier hilft es sehr aussagekräftige Zahlen und statistische Werte in die Präsentation mit einfließen zu lassen.

Pitches für Investoren: Vorbereitung für Start Ups

Auch Investoren erwarten bei ihren Pitches eine ausführliche Vorstellung des Projekts. In der Regel geht es darum, für ein neues Unternehmen das nötige Kapital zusammenzutragen. Wer Kapital bereitstellt, der möchte eine Rendite dafür bekommen. Die Rendite-Aussichten für einen Investor werden in einem Pitch vom Unternehmer oder von der Unternehmerin verdeutlicht. Auch hier spielt insbesondere die Reichweite eine große Rolle, denn je mehr Menschen von einem erfahren, desto mehr kaufen möglicherweise das Produkt. Die Analyse in sozialen Netzwerken, insbesondere Instagram, bekommt auch bei Investoren stärkeres Gewicht, denn auch sie treffen ihre Entscheidung aufgrund von Zahlen und Daten. Natürlich auch aus Glauben an den Unternehmer an sich, letztendlich müssen die Zahlen aber immer stimmen und überzeugen.

Social Analytics hilft dabei die Follower von Bloggern und Influencern auf Instagram zu analysieren, sodass sie aussagekräftige Daten darüber geben können, welches Potenzial in Ihrem Projekt steckt. Sie können aber auch durch Statistiken und Diagramme, sowie CSV-Exporte belegen, wie ihr Wachstum fundiert berechnet werden kann. Instagram spielt eine extrem wichtige Rolle in vielen Branchen, die sich mit dem Privatgeschäft an Personen beschäftigen.. Fast eine Milliarde Menschen nutzen täglich mehrmals ihren Instagram-Account. Marken die hier Präsenz zeigen, profitieren von einer unglaublichen Reichweite, die sich Gründer vor zehn Jahren nicht hätten träumen lassen. Damals musste man sich die Reichweite noch durch teure Aktionen erkaufen, für Start Ups war es meist der Flyer, sehr große Unternehmen schalteten Werbeanzeigen in Zeitungen zu hohen Preisen. Wer heute auf Instagram eine große Anzahl von Fans hinter sich stehen hat, die einen unterstützen, bekommt diese Reichweite jeden Tag kostenlos direkte und indirekte Werbung von Produkten vermittelt. Mit jedem Like der verteilt wird und mit jedem neuen Kommentar sehen neue Personen, die den Leuten folgen, die mit uns interagiert haben, unsere Beiträge. So können wir organisches Wachstum generieren!

3 Tipps für deine erste Präsentation auf einem Pitch

Hier haben wir noch drei praktische Tipps für deine erste Pitch Präsentation vorbereitet, die dir gewiss helfen werden.

Fasse dich kurz

Investoren sind zwar oft aus einer gleichen, oder ähnlichen Branche, aber haben meist jedoch nicht dieselbe Tiefe, die du für dein Projekt investiert hast. Du solltest also die wichtigen Kennzahlen mit einbringen, aber nicht zu tief in die einzelnen Prozesse einsteigen. Wenn du zum Beispiel eine Software Anwendung pitchst, solltest du auf den Nutzen für die User eingehen, die Einzigartigkeit und Unterscheidungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz und den wichtigsten Zahlen zu Wachstum und Rendite. Welche Büromöbel gekauft werden sollten, oder ob man sich für Mac oder Windows Computer entscheidet, spielt hierbei keine Rolle.

Halte deine Präsentation schlicht

Wer zu viele Farben oder Animationen verwendet, der wirkt schnell zu verspielt. Am liebsten sehen die Investoren gute alte Excel-Listen, die sauber und ordentlich strukturiert sind! Hier stehen klare Zahlen und Fakten, belegbar, berechenbar, kalkulierbar. Genauso sollte deine Präsentation aufgebaut sein, verzichte auf allen möglichen Schnickschnack und halte dich an Fakten und belegbare Informationen. Verzichte auf zu viel Farbspiel und Animationen. Viele wollen durch Animation zeigen, dass Sie kreativ sind, doch Investoren suchen Personen, die selber gut kalkulieren können und etwas von ihrem Job verstehen!

Nimm dein Publikum mit

Wenn du dein Publikum begeisterst, auch wenn es hier nur um wenige Personen geht, dann hast du schon viel geschafft. Die meisten, die in ein Projekt investieren, investieren nicht direkt in die harten Zahlen, sondern auch zu einem Großteil in das Vertrauen in den jeweiligen Kooperationspartner. Wer es also direkt zu Beginn schafft, seine eigene Idee mit Begeisterung zu vermitteln, der erfährt oft Begeisterung auf gleichem Weg auch zurück. Dabei hilft es zum einen kleine Techniken anzuwenden, z.B. sich kurz vor der Präsentation noch einmal aufzubauen und selbst zu motivieren. Wichtig ist auch, den Menschen mit denen du sprichst in die Augen zu schauen, damit sie sich angesprochen fühlen.Du wirst in der Regel immer eine Person finden, die dir relativ wohlwollend gesonnen ist. Schnapp dir diese Person, vergiss aber nicht die anderen, baue Augenkontakt auf, hole dir zwischendurch Bestätigung und Feedback. Vielleicht hast du sogar Glück und diese Person ist die entscheidende, die am Ende das ja oder nein gibt. Wichtig ist, sei nicht verschlossen, strahle Begeisterung aus, dass du dein Produkt selber liebst.

Wenn du all diese Punkte verinnerlicht hast, dann wirst du deinen Pitch auf jeden Fall gut über die Bühne bringen! Der nächste Schritt: Übung, Übung, Übung!

Darauf solltest du bei der Vorbereitung immer achten:

  1. Pitch – max. 10 Minuten
  2. Elevator Pitch – 15 bis 45 Sekunden
  3. Warum?
    Projekt Freigabe > Intern
    Investment > Extern
    Auftrag > Kunde

Do’s & Don’ts bei Pitches in Agenturen und vor Investoren

Viel Theorie – doch was sagt der Investor in der Praxis? Wie muss ein Pitch sein, damit man als Investor einsteigt? Die Kernaussagen eines sehr interessanten, wenn auch spontanen Interviews mit Investor-Ikone Frank Thelen, bringen es auf den Punkt. Frank Thelen selbst war Tech Gründer und ist jetzt Vollzeit Investor. Dementsprechend investiert er nicht nur in Unternehmen, er kümmert sich aktiv um die Interessen und Belange. Dementsprechend kritisch und selektiv ist er bei der Auswahl der richtigen Unternehmen, schließlich hat man eine ganz andere Verbundenheit, wenn das eigene Geld im Spiel ist! In diesem spontanen Interview am Flughafen beantwortet er zentrale Fragen sehr punktiert. Die wichtigsten Learnings und Kernaussagen solltest du dir unbedingt durchlesen.

Das vollständige Interview ist auf dem Kanal Start Up TV zu sehen, mit dem Titel: “Frank Thelen über: Investments, gute und schlechte Pitches & Die Höhle der Löwen”:

Frank Thelens zentrale Aussagen als Investor (Interview Aussagen)

Was ärgert Sie bei Pitches?

  • “Ich hab 1% Marktanteil und es ist eine Milliarden Geschäftsidee”
  • Buzzwords wie “Big Data mit Blockchain”, obwohl man nicht weiß, wovon man spricht (Buzzwords ohne Substanz).
  • Gründer bringen Idee nicht rüber (dabei nimmt man sich extra 3 Minuten Zeit). Ergo: Der Pitch muss vorbereitet sein.

Sollen Gründer Probleme ansprechen?

  • Ja, bspw. der CTO fehlt. Das ist viel besser als Defizite zu verheimlichen
  • Beeindruckend ist: “Das sind meine Stärken, dass sind meine Schwächen, so möchte ich das beheben, da kannst du mir helfen”

Was bringen Sie mit ein, wenn Sie investieren?

  • Cash ist der kleinste Teil. Finanzen bis Technik, Server-Skalierung, Design, Vertrieb.
  • Es helfen 6 Personen als Team plus Netzwerk (und eigene Start Ups; Erfahrungen).
  • Wir telefonieren 1x Woche, manchmal täglich (PS: Frank Thelen ist nur Investor, dass ist sein Kerngeschäft).

Worauf achten Sie, wenn Sie in ein Start Up investieren?

  • Schulden, offene Forderungen, Patente (beantragt oder erteilt), Markt
  • … Pitches sind Infos auf “Espresso Basis”
  • Ich will nicht 70% von einem “schlechten Gründer”. Ich will 20% haben, bei gutem Unternehmen, neues Kapital aufnehmen und am Ende gehe ich mit 10% raus

Was macht ein gutes Gründerteam aus?

  • Das Team ist die Basis – Geniale Idee, schwaches Team? Kein Investment
  • Sind die richtige Leute an Board um das Produkt voranzubringen?
  • “Unfairer Vorteil”, bspw. 20 Jahre Vertriebserfahrung, weil Vertrieb wichtig ist oder ein Technik-Genie, der den Algorithmus entwickelt, weil das Unternehmen davon lebt hohe Datenqualität zu genieren. Das Team muss zum Produkt passen!

Du kennst die Theorie. Du hast die Praxis gehört. Let’s pitch!

Elevator Pitch: 15 Sekunden für alle Fakten

Die schnellste Form der Eigenpräsentation ist der Elevator Pitch. Der Elevator Pitch lässt sich aber nicht nur hervorragend für Geschäftsmodelle anwenden, auch für die Präsentation der eigenen Person eignet sich diese schnelle Variante der Vorstellung, besonders nach dem Pitch, wenn es ins Persönlich geht oder als Komponente zur eigenen Vorstellung im vollständigen Pitch.

Für einen Elevator Pitch hast du 15 bis 45 Sekunden Zeit. Deine Aufgabe ist es also, so viele Kernaussagen, wie möglich, in einen begrenzten Zeitraum zu packen. Vergiss also Details, es geht um Aufmerksamkeit und deine USPs. Zunächst hier ein grobes Modell für den schnellen Elevator-Pitch: Aufmerksamkeit / Problem /  Geschäftsidee / Qualifikationen. In der aller kürzesten Form bringst du nicht einmal deine Geschäftsidee unter. Diese super kurze Elevator Pitch entsteht z.B. dann, wenn eine bestimmte Person gerade von deinem Geschäftsmodell gehört hat und zwischen Tür und Angel noch schnell erfahren will, wer du bist. Wenn dein Gegenüber schon weiß worum es sich bei deinem Projekt handelt, geht es jetzt nur noch um dich als Person. Die Chance (für dich), auf eine begehrte Visitenkarte, wenn es sich beispielsweise um einen potenziellen Business Agent, oder Investor handelt.

Elevator Pitch – Person (Karriere)

  1. Hole dir die Aufmerksamkeit (wer bist du? [Start der Konversation])
  2. Notiere dir vorher deine Karriere Schritte, Ziele und Erfahrungen (wie Photoshop bzw. Design)
  3. Hebe Qualifikationen hervor (wie Kaufmann / Kauffrau)
  4. Hebe (für die Aufgabe) besondere Qualifikationen hervor (wie Auszeichnungen oder 15 Jahre Mutter [bspw. bei Start Up-Onlineshop für Baby Bedarf])
  5. Schließe mit offenen Fragen ab, wie “Wenn Sie Zeit hätten, würde ich gern mehr über Ihr Unternehmen und die Möglichkeiten erfahren”

Und dann heißt es wieder: Übung, Übung, Übung. Das Training vor dem Spiegel lohnt sich. Jedes Training lohnt sich, auch mit Mitarbeitern, Freunden oder bereits den ersten potentiellen Interessenten oder Kunden zu sprechen: „Ach, Sie sind der Gründer von XY, wie kamen Sie auf die Idee?“

Elevator Pitch – Business (Projekt)

Wenn es um dein Geschäftsmodell geht, dann lohnt es sich auf Schablonen zurückzugreifen. Die Gefahr, dass du zu viel Zeit mit Details verlierst, ist ohne viel Erfahrung und Übung groß. Deshalb habe ich hier ausgezeichnete Templates (Englisch) für den schnellen, ersten Elevator Business Pitch. Such dir die Struktur, die für dein Geschäftsmodell am besten passt und wandle die Textbausteine dementsprechend ab.

In Pitches geht es darum, in jeder Situation zu überzeugen, je sicherer deine Elemente des Pitches sitzen, desto besser ist deine Live-Performance.

Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.

von Paige Arnof-Fenn, Founder & CEO, Mavens & Moguls

For (target customer) who (statement of the need or opportunity), our (product or service name) is (product category) that (statement of benefit). Unlike (our competitors), we offer (main point of differentiation).

von Adrian Salamunovic, Co-author, FREE PR Book

Sentence 1 (Your name, your title that everyone will understand/what it is you do, and your company affiliation) + Sentence 2 (Identify target client + Identify target client’s desired result + Identify the why, the unwanted or inconvenient steps you help the client avoid so he or she can achieve that desired result).

von Bridgett McGowen, Awarded International Professional Speaker, BMcTALKS Academy

Elevator Pitch – Beispiel

Damit wir direkt ein praktisches Beispiel haben, habe ich hier zwei Textbausteine an meinen Unternehmen angewandt. Sehen wir uns jetzt direkt am Beispiel an, wie eine solche Formulierung aussehen kann. Der simple Aufbau, plus eine Brise Entertainment machen dann den Pitch letztendlich aus. Hier das Best Practice nach Paige Arnof-Fenns: “Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.”

Beispiel – Social Media One (Social Media / Influencer Agentur):

Wie erreichen Firmen eigentlich Jugendliche mit Werbung – in Zeiten von Social Media? Wir haben Deutschlands größte Instagram und Tik Tok Influencer Datenbank. Damit können Firmen und Multiplikatoren (Influencern) zusammen bringen und somit beiden Parteien zu Erfolg verhelfen. Die Unternehmen können so günstig Reichweite und Aufmerksamkeit bei Zielgruppen von 12-18 Jahren einkaufen.

Beispiel – Influencer Free:

Was kostet ein Influencer für Werbung? Keiner weiß es. Influencer Fee macht Preise für alle transparent. Influence Fee berechnet Preise für Postings auf Instagram mit Reichweite und Interaktion – 100% kostenlos. Firmen, Agenturen oder Influencer die häufiger Berechnungen braucht, kauft das Premium Modell.

Der Elevator Pitch war die kürzest mögliche Zusammenfassung deines Businessplans. Der Mix aus Elevator Pitch und Businessplan ist dann der ganz normale Pitch mit einer durchschnittlichen Dauer von ca 5 bis 10 Minuten. Die Inhalte des Pitches kennst du natürlich durch deine Arbeit am Businessplan. Jetzt geht es für dich darum, die Inhalte deines Businessplans so komprimierend aufzubereiten, dass du sehr viel Information in kurzer Form bringst und natürlich auch zusätzlich Entertainment. Jetzt kommen wir zum großen Finale, wie bereitest du deinen page auf? Die Erfolgsfaktoren für deinen sind der zeitliche Ablauf, das Storytelling und die Themen Fokussierung.

Wie viel Zeit habe ich für den Pitch?

Du hast in der Regel maximal 10 Minuten Zeit, aber auch hier gilt:“Weniger ist manchmal mehr“.

Viel wichtiger ist jedoch, in vielen Situationen musst du individuell und vor allem spontan reagieren. Vielleicht bringt dein potenzieller Investor viel Zeit mit und du hast 10, oder sogar 12 Minuten Zeit, um dein Geschäftsmodell und die Strukturen dahinter zu erklären. Vielleicht ist der Anschlusstermin aber auch sehr dicht hinter deinem und er oder sie hat nur ein paar wenige Minuten für dich Zeit. Je nachdem musst du dich spontan auf die Situation einrichten und auf dein Gegenüber anpassen, nicht gerade leicht! Eine zweite Chance gibt es bei viel beschäftigten Menschen aber eher selten, deshalb ist es so wichtig, deinen Pitch auf verschiedenen Ebenen, in verschiedenen Zeitfenstern vorzubereiten. Den Pitch solltest du außerdem üben, denn du weißt nie, wann spontan die nächste Situation mit sich bringt, in der eine relevante Person für einen Augenblick Interesse an deinem Geschäftsmodell entwickelt. Erst Regelmäßigkeit gibt dir die gewisse Sicherheit.

Beachte deshalb folgende Zeitfaktoren:

  1. Wenn du sagst, “ich brauche 10 Minuten”, sollte der Pitch 9 Minuten dauern; immer 1 Minute weniger als vorhergesagt
  2. Wenn dein Gegenüber sagt, “Sie haben 10 Minuten”, sollte der Pitch 5 Minuten dauern; nur die Hälfte der vorgegebenen Zeit
  3. “Zuletzt wollte ich noch sagen… “, danach muss dein Ende auch wirklich kommen, denn es wird erwartet
  4. Nicht hetzen, immer ruhig und angemessen in der Geschwindigkeit erzählen, sonst erzielt die gesamte Präsentation nicht seinen Zweck
  5. Bei der Verwendung von Slides, maximal 3 Minuten, pro Slide

Storytelling: Emotionen wecken und Aufmerksamkeit schaffen

Aufmerksamkeit erregen, das ist dein Ziel beim Pitch. Letztendlich geht es in dieser kurzen Situation niemals darum konkret alle Zahlen und Fakten auf Anhieb zu verstehen. Der Investor will sehen, dass du ein guter Geschäftsmann bist oder eine gute Geschäftsfrau und klar vor Augen hast, was relevant ist. Dementsprechend spielt auch Emotionalität bei der Entscheidung von Investoren eine Rolle. Storytelling kann dein Publikum dementsprechend fesseln. Am einfachsten geht es z.B. mit Geschichten aus der Kindheit, die jedem bekannt vorkommen und Sympatien wecken. Die Geschichte muss nicht unmittelbar etwas mit einem Produkt zu tun haben, sie gibt eine emotionale Einführung für die Personen, die spontan mit deiner Geschäftsidee konfrontiert werden. Die emotionale Bindung vereinfacht die Wahrnehmung und damit auch das Verständnis.

  1. Geschichten sorgen für Aufmerksamkeit und halten sie
  2. Nachempfinden viel einfacher möglich
  3. Investoren langweilen Excel-Tabellen und Statistiken
  4. Entwickeln Sie daraus auch den Spirit / Grundgedanken für Ihr Projekt
  5. Jeder liebt eine gute Geschichte

Nach dem Storytelling und der emotionalen Einleitung geht es zurück zu den Fakten. Deine Produkt, dein USP, dein Service, deine Zielgruppe, deine Vermarktung, dein Revenue Model. Revenue Model? Was das ist, erfährst du direkt nach den wichtigsten Stichpunkten zum Thema Fokussierung im Pitch.

Fokussierung auf Kernelemente: Die 6 wichtigsten Schritte

  1. Aufmerksamkeit erregen:
    Zeit ist ein knappes Gut, vor allem bei Investoren, deshalb leg den Fokus auf absolute Kernaussagen
  2. Erkläre ganz genau, was dein Produkt, oder Service ist, worauf abgezielt wird
    Halte dich an Kernaussagen, das Produkt ist im Endeffekt egal, wenn der Profit stimmt
  3. Erkläre ganz genau, was der USP ist
  4. Erkläre ganz genau, wer die Zielgruppe aussieht
  5. Erkläre ganz genau, wie du Kunden gewinnst
  6. Revenue Model (Geschäftsmodell) und Return of Invest
    Beantworte die Frage: “Wie macht meine Firma Sie reich(er)”

Exkurs: Revenue Model

Wie verdienst du Geld? Hier sind alle wichtigen Fachbegriffe für deinen Businessplan! Hier findest du das Revenue Model lediglich in Form von Stichpunkten erklärt. Warum nur so kurz? Das Thema Revenue Model ist sehr komplex, Einkommen aus Nutzungsrechten durch Bilder, Nutzungsrechte von Musikwerken, Verkauf im Einzelhandel oder auch Abonnenten-Produkte. Die einzelnen Modelle kannst du dir selbst schnell erschließen. Wichtig ist, dass du den ein oder anderen Fachbegriff für dein zukünftiges Leben als Unternehmer, Unternehmerin schon einmal gehört hast. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie genau verdienst du eigentlich Geld?

  • Commerce and Retail
  • Physikalische Produkte, Digital, Service in Einheiten (Freelancer), sowie Service in vielen Preissegmenten, Future Use Services, Daily Deals
  • Subscriptions And Usage Fee – Subscriptions, Usage Fee, Rentals (Vermietung)
  • Licensing – Licences Of Usage, Certifications
  • Auktionen und Wetten – Auktionen, Dynamic Pricing
  • Advertising (Werbung)
  • Advertisements (Banner, Text, etc.), Promoted Content (Sponsored), Sponsorships
  • Data – Databases
  • Transactions – Brokerage (Handel von Werten), Enablers, Affiliate, Marketplace
  • Freemium – Paid version ohne Werbung / Restriktionen, Features, etc.

Pitch Vorbereitung und Ablauf

Jetzt fassen wir alles auf 2 Fragen zusammen! So wie ein guter Elevator Pitch, vom Gründe, über die Finanzierung, bis hin zum Revenue Model und kommen so in unserem Fazit auf genau zwei Elemente, die jeder Businessplan, jeder Pitch und jeder Elevator Pitch beinhalten muss. Die mentale Komponente und die inhaltliche Komponente müssen angesprochen werden. Entertainment und Fakten. Egal, ob Businessplan oder Pitch, beantworte diese zwei zentralen Fragen für Mitarbeiter, Kunden, Banker und Investoren.

Wer gibt dafür Geld aus? – Mental

  1. Bereite dich gut vor
    Fakten zum Unternehmen + Fragen (Plan)
  2. Kenne dein Publikum, PS: Storytelling
  3. Prägnante Informationen
    Wer, was, warum? Keine technischen Details
  4. Unterhalte das Publikum
    Mix: Realismus und Übertreibung
    Kapital und Gewinnerwartung
  5. Vergleiche dich
    “Das Tinder für Hundebesitzer”
  6. CTA – Call to action
    “Wollen Sie die App testen?”
    “… zusammen den Markt aufmischen”

Wie verdienen wir Geld? – Inhalt

  1. Vorstellung des Gründerteams
  2. Beschreibung des Grundproblems
  3. Darstellung der Lösung für das Problem
  4. Produktvorstellung
  5. Alleinstellungsmerkmal
  6. Markt samt Wettbewerb
  7. Proof of Concept
  8. Geschäftsmodell
  9. Finanzierungsbedarf und Mittelverwendung

Let’s go. Du weißt jetzt alles. Viel Erfolg!

Geschäftsidee entwickeln: Idee finden, Firma gründen – So geht’s

Je detaillierter du planst und organisierst, je komplexer dein Konstrukt und das Gerüst der Firma ist, desto mehr wird darüber gesprochen – am Ende musst du deine Firma, deine Idee, dein Geschäftsmodell binnen 15 Sekunden verständlich vorstellen können!

Geschäftsidee: Damit fängt die Selbstständigkeit an

15 Sekunden, so lang ist die kürzeste Zeit für einen Pitch, ein sogenannter “Elevator Pitch”. Diese Form verwendet man z.B. bei extrem kurzen Begegnungen, im Alltag, auf Events, oder am Flughafen. Nicht viel Zeit verschwenden, das Wichtigste, weiter geht’s. Die längste Form des kurzen “Elevator Pitches” geht dabei 45 Sekunden. Das heißt, für die Präsentation hast du ca. 15 Sekunden, bis 45 Sekunden. Innerhalb dieses kurzen Zeitfensters muss alles Wichtige für den Banker, den Kunden oder den Investoren verständlich erklärt werden.

Was genau ist deine Idee?

Ideen kreieren? Geh offen durch die Welt

Flanieren! Das gute Flanieren! Falls du das Wort noch nicht kanntest, ich habe es auch irgendwo mal aufgeschnappt! Flanieren ist sozusagen “spazieren gehen, ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben”. Mein absoluter Favorit für Ideen, aber auch für einen freien Kopf! Ich selbst laufe gerne Stunden umher und mache nebenbei Skripte für Bücher oder für Reden, manchmal auch für Geschäftsmodelle. Teilweise laufe ich etwa 15 km an einem Sonntag. Flanieren! Das Gute Flanieren.

Ideen kreieren geht aber nicht nur indem du dich aktiv darauf einlässt, natürlich geht es auch passiv. Tägliche kleine Probleme, die dir in der Altstadt begegnen. Herausforderungen im Alltag. Kleine nützliche Erweiterung für deine Mitmenschen. Wenn du jetzt z.B. immer mehr E-Scooter in der Innenstadt siehst, würde es Sinn machen sich über das Phänomen ein paar Gedanken zu machen.

Stelle dir Fragen zu Alltagsproblemen

  • Gibt es schon das passende Schloss für E-Scooter? Gibt es schon einfach installierbare Lichtanlagen?
  • Gibt es schon Soundsysteme und Musik?
  • Was ist mit einer App und einer kleinen Tracking Box, um den Scooter wiederzufinden, z.B. bei Diebstahl?

Wo siehst du Lücken, fehlende Konzepte?

Auch im privaten Umfeld lassen sich solche Ideen finden. Wer Freunde in seinem Umfeld hat, die Kinder haben, könnte hier anknüpfen und sagen, wie könnte man das Leben der Eltern erleichtern? Babys wachsen schnell und brauchen dementsprechend ständig neue Kleidung, aber auch neues Spielzeug, das ihrem Alter entspricht. Vielleicht gibt es noch Potential im Onlinehandel, oder auch Tauschmöglichkeiten. Gibt es vielleicht schon eine Plattform auf der sich Eltern absprechen können und für den Kindergarten abstimmen, Spielzeiten oder auch Babysitting vereinbaren können? Vielleicht ein gemeinsamer Terminkalender mit befreundeten Ehepaar aus dem Kindergarten und der Schule?

Stell dir am Anfang viele Fragen! Die meisten werden natürlich zu der Erkenntnis führen, alles ist schon einmal dagewesen! Aber irgendwann erwischt du ein paar Fragen, die interessant sind und noch kein Konzept haben! Ideen zwanghaft zu kreieren ist möglich, aber erfordert Zeit. Als Unternehmer wirst du wahrscheinlich ständig neue Ideen haben. Du entwickelst erst nach einiger Zeit ein Gespür dafür, was sinnvolle Gedankengänge sind und was nur Zeitverschwendung.

Notizbuch und Smartphone immer griffbereit halten

Deshalb ist meine Empfehlung, stets einen kleinen Notizblock und einen Stift dabei zu haben, bzw. einfach das Smartphone mit passender App für Notizen. Ohne viel Schnickschnack, notierst du dir einfach nur Stichpunkte und sammelst. Wenn du eine gute Idee hast, halte sie schriftlich fest! Denn oft kommen Ideen ganz plötzlich und müssen festgehalten werden. Während du mit Freunden sprichst, während du beim Sport bist oder einfach nur beim Spazieren gehen. Natürlich hast du nicht immer gleich den passenden Gesprächspartner für die Validierung (Prüfung) einer Idee, oder ein Notebook, um selbst ausführlichere Datenanalysen anzufertigen.

Manchmal ist es auch gut, eine Idee liegen zu lassen, wenn sie aber bereits notiert ist, kann sie nicht mehr vergessen werden. Dein Geist erinnert sich also ständig unterbewusst wieder an die Idee. So wirst du über die Zeit auf sinnvolle Ergänzungen kommen, oder zu dem Schluss, dass die Idee doch nicht so gut ist.

In der Zeit, in der deine Notizen gut und sicher verwahrt sind, kannst du dir weitere Fragen stellen. Wie sieht die Marktlage aus? Gibt es Vergleichsangebote im Internet? Gibt es vielleicht auch Konkurrenz die gar nicht bedacht wurde? Wenn du die Leute in der Innenstadt siehst, könntest du sie dir mit deinem Produkt vorstellen? Für manche Ideen existiert natürlich noch kein Markt, versuch dich deshalb in die Menschen hinein zu versetzen. Was sind die täglichen Aufgaben, Herausforderungen und Probleme die auf Sie zukommen? Würde deine Geschäftsidee Zeit, Geld und Aufwand sparen? Die wichtigsten Problemstellung und Antworten notierst du in deinem Notizbuch oder in der App.

Was kannst du? Was willst du – persönliche Wünsche

Du musst Spaß an deinem Job haben! Denn, du bist die einzige Person, die immer verpflichtet sein wird, sich um das Unternehmen zu kümmern. Wenn du dein eigenes Business nicht magst, bist du schnell demotiviert Aufgaben zu erledigen und für Probleme zu lösen. Deshalb solltest du dich auch immer fragen, was kannst du? Was willst du?

Die Frage, was kannst du / was willst du, hilft dir dein Geschäftsmodell und deine Ideen in eine Richtung zu pushen, in der du dich gut auskennst und für die du wichtige Fähigkeiten und Qualifikationen hast. Die Frage erlaubt dir einen Blick in die Zukunft und dementsprechend auch in die nötigen, strategischen Entwicklungen deiner Firma, um deine eigenen Ziele zu erreichen. Du selbst darfst dich als Unternehmer nicht aus den Augen verlieren. Während man als Angestellter in vielen Positionen arbeiten kann, da man nur ein Teilgebiet übernimmt, ist es bei Geschäftsführern anders.

Du musst Generalist sein, nichit Spezialist.

Der klassische Fehler von Jungunternehmern, in großer Zahl, sind Restaurants: “Ich mache ein Restaurant auf!” Ohne Vorerfahrung im Service, ohne Erfahrungen als Koch und ohne irgendwelche Erfahrungen aus der Gastronomie, es klingt ja so einfach. Ein kleiner Onlineshop und schon habe ich Kunden. Dem ist nicht so! Wenn die Welt im Internet so einfach wäre, wäre ich schon lange Milliardär! Egal ob Restaurant oder Onlineshop, du musst mehr liefern als nur eine Plattform besitzen. Deshalb versuche deine Fähigkeiten und Vorlieben mit deiner Geschäftsidee zu verbinden.

Brainstormings und Ideenentwicklung: Validierung

Mit Freunden, oder Teamkollegen an Ideen zu arbeiten, das macht wirklich Spaß! Insbesondere weil jeder seine ganz eigenen Gedanken mit einbringt. Der eine ist Single, der andere lebt in einer Beziehung, der eine ist 18 Jahre alt, die andere 35 Jahre. Wie beim Tennis fliegen die Ideen hin und her! Auch bei guten Gesprächen mit Freunden lassen sich deshalb gute Ideen entwickeln bzw. validieren. Insbesondere weil du eine vollkommen andere Perspektive bekommst, die sich von deinen Ansichten unterscheidet.

Wir selbst denken natürlich vornehmlich an Probleme und Herausforderungen, die wir aus dem eigenen Alltag kennen. Das beschränkt uns im Denken, da wir natürlich in der Regel genau bei dem bleiben wollen, was wir sowieso schon kennen. Höre anderen zu, denn als Unternehmer kannst du die Probleme der Menschen unter Umständen lösen und daraus noch ein gewinnbringendes Geschäft für dich machen. Das können die Wenigsten!

Diese Methode eignet sich also besonders gut, um Einblicke in die Gedanken, Bedürfnisse und Wünsche von anderen Personen zu bekommen. Noch besser, in so einem Brainstorming kann man natürlich wesentlich persönlicher sprechen, als wie beispielsweise mit Kunden in Befragungen. Natürlich sind die Antworten meist auch ehrlicher und direkter. Freunde geben einem meistens eine ehrliche Einschätzung und natürlich auch eine private Perspektive – nutze deshalb Gespräche mit Freunden und engen Mitarbeitern für deine Ideenfindung und Validierung.

Die zündende Idee: Da ist sie ja!

Wenn du dich nicht explizit auf den Ideenfindungsprozess einlässt, kommst die nächste zündende Idee in der Regel ganz spontan und ist auf einmal da. Die zündende Idee erkennt man daran, dass sie profitabel ist, in Relation zu allen anderen einfach zu verwirklichen und dass du selbst davon gefesselt bist, nicht nur für eine Stunde, sondern für ein paar Tage uns sie dich einfach nicht mehr loslässt!

Du hast dich entschieden! Jetzt kannst du deine Idee entwickeln. Wer zu Beginn einfach nur einen Handel eröffnen will, für Produkt XY, der stellt früher oder später fest, dass es sich vielleicht lohnt entweder nur auf Privatkunden oder ausschließlich auf Geschäftskunden zu setzten. Im nächsten Schritt gäbe es natürlich auch verschiedene Branding Methoden, wie wird die Marke dargestellt? Alternativ, jung und cool, seriös und minimal im Design, bunt und laut, viele Möglichkeiten. Wie siehst du deine Geschäftsidee auf die Schnelle?

Jetzt geht es wieder an die Validierung, alle Punkte die wir schon am Anfang erwähnt haben, deine Fähigkeiten und Defizite im Bezug auf das Geschäftsmodell, der Markt, die Kunden, der Wettbewerb, das Marketing, der Preis, und so weiter. Je mehr Übung du hast, desto schneller geht so eine Validierung. Irgendwann reicht dir ein Kaffee, 10 Minuten mit dem Notebook und WLAN, fertig.

Firma gründen: Businessplan in kurz

Jetzt geht es los, jetzt wird gegründet! Egal, wie gut du dein Konzept berechnet hast, am Ende ist es immer trial-and-error. Denn niemand kann die Zukunft vorhersagen. Wie du bei großen Ikonen aus der Wirtschaft siehst, wie Jeff Bezos, dem Amazon Gründer, sind sogar Projekte von absoluten Profis nie zu 100% kalkulierbar (lies hier mehr über die Top 5 Unternehmer). Auch wenn dir der größte Onlineshop der Welt gehört, schaffst du es nicht automatisch eine Suchmaschine zu etablieren, sogar eine noch näher liegende Auktionsplattform hat es nicht geschafft. Obwohl man meinen müsste, das Unternehmen hat die nötige Expertise, das nötige Eigenkapital, sogar schon die eigene Reichweite. Jetzt eine Handelsplattform für professionelle Händler mit einer für private Händler zu ergänzen, hört sich erstmal nicht besonders schwer an. Dennoch ist das Auktionshaus gescheitert! Wenn du also ein Projekt gründest, ohne die Expertise bereits einen Weltmarktführer aufgebaut zu haben, ohne endlose Summen an Eigenkapital, ohne Reichweite, dann sei dir dessen bewusst, dass es genauso auch schief gehen kann.

Das spornt dich dann wieder an, täglich 0,5% mehr zu leisten, als deine Konkurrenten. Zu guter Letzt geht es deshalb, wie immer an die Kosten, die wichtigsten Fragen für dich:

  • Gründer – Wie teuer ist dein Leben?
  • Produkt – Entwicklung und Weiterentwicklung
  • Personal – Welche Qualität / Preisklasse benötigst du?
  • Marketing – Entwicklung und Media Budget
  • Zukunft – Kostenplanung und Abdeckung

Du hast alles gecheckt – deine Geschäftsidee steht? Die Validierung, Bewertung, Einschätzung der Kosten, alles erledigt? Jetzt stellt sich für dich als Gründer die Frage, muss ich einen Businessplan schreiben? Die Frage lässt sich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Je mehr Erfahrung du hast und je kleiner das Projekt, desto eher lautet die Antwort nein. Je kleiner deine Erfahrung und je größer das Projekt, desto eher lautet sie ja.