Kameras für Sportfotografie: Richtige ISO- Werte und Serienbildfunktion

Wer sich für Sportfotografie interessiert, benötigt eine Kamera mit spezifischen Stärken. Für Profis beschränkt sich der Markt auf die Modelle zweier Hersteller. Die Kaufpreise liegen im deutlich vierstelligen Bereich. Ambitionierte Hobbyfotografen sollte dies nicht entmutigen, denn es gibt auch für sie Möglichkeiten, in die Sportfotografie einzusteigen.

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Wichtige Eigenschaften einer Kamera für Sportfotografie

Solange es nicht um Golf, Schach oder Snooker geht, herrscht auf dem Spielfeld oder der Rennstrecke rasche Bewegung. Wenn du das Motiv im Sucher hast, sollte nach dem Auslösen ein scharfes Bild das Resultat sein. Ein schnelles Autofokus-Modul und entsprechend hohe ISO-Werte sind unabdingbar. Für gute Aufnahmen sollte auch bei hohen ISO-Einstellungen kein störendes Bildrauschen auftreten.

An Beispielfotos im Internet anderer Nutzer kannst du erkennen, welche Qualität die Fotos bei hohen ISO-Werten aufweisen. Auch in Testberichten ist das Bildrauschen ein zentrales Thema. Wichtig ist vor allem, dass das Bildrauschen nicht einfach von der Software innerhalb der Kamera unterdrückt wird. Das Ergebnis ist eine Berechnung und Umfärbung von Pixeln, bei der die Konturen verloren gehen können.

Da das Motiv in der Bewegung bleibt, ist die Serienbildfunktion ebenfalls spannend. Die Leistungsfähigkeit der Serienaufnahme kannst du in den Angeboten der Hersteller vergleichen. Für Verarbeitung der Aufnahmen brauchst du eine schnelle Speicherkarte – sonst bremst diese die Serienbilder unnötig aus. Die Speicherkarte sollte eine hohe Anzahl an Bildern in guter Qualität fassen können. Optimal ist, wenn die Kamera einen zweiten Steckplatz (Slot) für eine weitere Speicherkarte aufweist.

Wenn es zur Sache geht, sollten wichtige Einstellungen nicht im Menü versteckt sein. Eine gute Kamera für Sportfotografie weist daher Knöpfe auf, die sich gut und schnell greifen lassen. Sie liegt zudem gut in der Hand. Das verhindert, dass sie dir im Eifer des Gefechts entgleitet. Bei Aufnahmen im Außenbereich ist ein Spritzwasserschutz gegen Regen ideal. Generell solltest du bei einer Kamera für Sportfotografie auf eine robuste Verarbeitung und Haptik achten.

Sportfotografie im Hobby- und Profibereich

Alle oben genannten Eigenschaften finden sich vereinigt bei Kameras der obersten Preisklasse. Da die meisten Kamerahersteller den Massenmarkt ansprechen möchten, finden professionelle Sportfotografen die Modelle ihrer Wahl bei den Marken Canon und Nikon. Hobbyfotografen können diese Modelle ebenfalls erwerben, sollten sich aber bewusst sein, dass sie hier in reinen Luxus investieren. Du solltest also über das entsprechende Budget verfügen oder vom Thema über alle Maßen begeistert sein, damit sich diese Investition rechnet. Die Top-Modelle weisen mit bis zu 250.000 Fotos eine längere Lebenszeit gegenüber normalen Kameras auf. Du kannst daher guten Gewissens eine solche Kamera gebraucht kaufen, wenn du auf die Top-Leistung nicht verzichten möchtest.

In der Regel benötigen Hobbyfotografen aber viele Eigenschaften der teuren Profi-Geräte nicht. Sofern du nicht bei Wind und Wetter perfekte Aufnahmen liefern musst, ist der Spritzwasserschutz verzichtbar. Auch muss es nicht die schnellste Serienbildfunktion sein. Denn anders als bei Sportjournalisten hängt dein Einkommen nicht davon ab, eine bestimmte Szene hundertprozentig im Kasten zu haben.

Fehler und Ausschuss ist erlaubt. Diese Toleranz kann die Preisklasse der Kameras, die für dich in Frage kommen, bereits deutlich senken. Als Einsatz für die Sportfotografie eignen sich somit auch Modelle anderer Hersteller, wenn sie starken Autofokus, rasche Bildfolgen und hohe ISO-Werte mit niedrigem Bildrauschen bieten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, auch wenn sie nicht tausende Euro kosten und die Titelseite eines Sportjournals zieren müssen.

Sowohl Profis als auch ambitionierte Hobbyfotografen finden für Sportfotografie passende Kameras. Mit etwas Recherche und der Bereitschaft zu einem Kompromiss kannst du eine Menge Geld sparen. Insbesondere für Sportfotografie ist die Wahl des Objektivs deutlich wichtiger als die der Kamera.

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