Alles über Portraitfotografie: Einstellung, Beleuchtung und Posen

Das Gesicht eines Menschen abzulichten ist noch lange kein Porträt, denn dabei gilt es nicht nur, die Konturen des Gesichts zu erfassen, sondern die komplette Persönlichkeit, den Geist und Esprit wie auch die Seele des Motivs auf das Fotopapier zu bannen.

Im Prinzip ist es ganz einfach und doch ist ein Porträt schwer zu erstellen, wenn der Fotograf nicht verstanden hat, wobei es um diese Kunstform geht. Der Unterschied zwischen dem bloßen Ablichten und der Komposition eines Porträts liegt in der einzigartigen Bildaussage, in der sich der Porträtierte bestenfalls sofort wiedererkennt.

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Portraits fotografieren: Wichtige Tipps für ein gutes Portrait

Während gutes Wetter und Sonnenschein für viele Motive optimal sind, sind sie bei einem Porträt kontraproduktiv, da starkes Licht starke Schatten erzeugt. Wer ein Porträt im Schatten oder zumindest einem schattigen Bereich aufnimmt, hat dadurch ein viel gleichmäßigeres Licht und muss keine krassen Schattenspiele per Photoshop retuschieren, die bei einem Porträt in der Regel unbrauchbar sind. Zudem können große, strahlende Flächen auch von dem eigentlichen Motiv ablenken. Deshalb ist ein schattiger Standort besser geeignet.

Eine gute Lichtquelle dagegen ist ein Fenster und viele Fotografen spielen sehr gern mit diesen beliebten Lichtquellen, wobei ein Vorhang sogar ein besonders weich fließendes Licht erzeugt, was gerade beim Porträt vorteilhaft wirken kann. Ein dunkler Raum bekommt mit einer einzigen Lichtrichtung eine interessante Dramatik. Wenn die Sonne leider unvermeidbar ist, solltest Du auf jeden Fall direkt vor der Person fotografieren, damit das Gesicht einigermaßen gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Zudem bekommt das Haar durch die Sonne im Rücken einen hübschen Glanz.

Portraitfotografie lernen: Originelle Fotos sind gut, aber man sollte nicht komisch werden

Klar, jeder Fotograf möchte seine Modelle für die Porträts mal in ungewöhnlichen Positionen ablichten, doch was eigentlich originell rüber kommen soll, wird schnell zu einem fotografischen Albtraum. Leider wirken komische Positionen im Bild auch genauso komisch wie unnatürlich und dafür finden sich nur selten Liebhaber. Ein alter Aberglaube ist es auch, dass auf einem Porträtfoto möglichst viel von der Person zu sehen sein muss.

Jedoch entstehen oft die besseren Bilder, je näher der Fotograf an das Motiv heranrückt und sich auf das Wesentliche oder ein wesentliches Detail konzentriert. Wer den ganzen Menschen ablichtet, verschenkt dadurch zwischen 70 – 80 Prozent des Bildes und muss zusätzlich auf interessante Details verzichten. Da die Menschen beim Fotografieren oft nervös und angespannt sind, gibt es auch dementsprechende Fotos. Ein lockeres, freundliches Gespräch, vielleicht etwas humorvoll entspannt meist die Person, macht sie locker und das Bild besser. Um eine lockere Atmosphäre zu unterstützen, sollte der Fotograf auch mal ruhig das Motiv aus unterschiedlichen Positionen in den Sucher nehmen.

Variiere die Positionen bei einem Portrait

Nicht alle Portraits müssen direkt von vorn aufgenommen werden, es gibt viele Positionen und ausprobieren ist oft die sicherste Methode, die beste Wahl der Position zum Fotografieren zu finden. Übrigens eignet sich auch für die Portraitfotografie die 2/3 Regel ganz hervorragend. Sie ist für viele Foto-Enthusiasten die wichtigste Regel für den Bildaufbau und hat sich bewährt. Wie alle Regeln kann sie mal gebrochen werden, jedoch ist sie als Faustregel unschlagbar.

Gerade bei einem Portrait sollte der Fotograf Erfahrung und Feingefühl bei der Bildkomposition beweisen, um mehr zu tun, als nur die Person abzulichten. Mit etwas Überlegung und Originalität können sich außergewöhnliche Porträts schaffen lassen, die nicht nur die abgelichtete Person mit Stolz erfüllt. Dafür muss der Fotograf nur ein paar kleine Regeln wie den Schatten- oder die 2/3-Regel einhalten, um ein gutes Porträt zu schießen. Immerhin soll der Fotograf mehr einfangen, als die Gesichtsumrisse oder die Augenfarbe, sondern die Person sich und seine Persönlichkeit in dem Foto entdecken.

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