Shudu Gram: Virtuelles Supermodel & Instagramstar

Virtuelle Influencer – In der Modewelt machen sich Veränderungen sichtbar. Im Zeitalter von technologischem Fortschritt und Photoshop konkurrieren echte Models plötzlich mit virtuellen Schönheiten. Die digitalen Models und Influencer haben einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie sind perfekt, können alles tragen, machen was ein Kunde verlangt und geben keine Widerworte. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn hinter einem virtuellen Charakter steht eine Menge Arbeit, viel Kosten und ein Leben. Die Erfinder der neuen Generation von Models geben ihnen ein Leben, eine Vergangenheit und eine Zukunft. Shudu Gram ist eine von ihnen. Die Afrikanerin ist das erste virtuelle Supermodel, dass bereits von großen Labels wie Balmain oder Ellesse engagiert wurde. Zurück zur Übersicht: Digitale Influencer.

Shudu: Das erste digitale Supermodel

Shudu, bekannt als eines der schönsten Models auf Instagram entstand als Antwort auf die Eintönigkeit des Modelbusiness. Der britische Fotograf Cameron Wilson bricht im Jahr 2017 mit seiner Erfindung die traditionellen Regeln der Modebranche und kreierte, inspiriert von Naomi Campbell, Iman und Alek Wek eine schwarze Schönheit. Mehr noch eine südafrikanische Barbie. Shudu hat markelose Haut, eine Traumfigur und erfüllt jedes Supermodelkriterium. Mittlerweile zählt das Supermodel über 206.000 Abonnenten, unter ihnen bekannte Marken und Unternehmen, wie die Vogue, Balmain, Ellesse und viele mehr.

Das Experiment virtuelles Model

In den Anfängen war Shudu ein Experiment, eine Innovation für die die Welt vielleicht noch nicht bereit gewesen ist, denn auch wenn ihre Popularität stieg, glaubten die Leute an ihr physisches Dasein. Wilson fühlte sich bestätigt in seiner Arbeit und fing an seine Kreation zu vermarkten. Bevor der Brite der Welt offenbarte, dass Shudu nur digital existiert, schickte ihm ein Label ein T-Shirt zu, welches Shudu anziehen und vermarkten sollte. Doch wie zieht man einem virtuellen Charakter ein reales Shirt an? Ganz einfach: Man baut das Kleidungsstück am Computer nach und zieht es dem Model an. Natürlich war Wilson nun gezwungen dem Kunden und der Welt Shudus virtuelle Existenz zu erklären.

Shudu Gram: Eckkdaten

  • Erstes virtuelles Supermodel
  • Geburtsmonat: Ende April 2017
  • Herkunft: Afrika
  • Erfinder: Camaron Wilson
  • 206.000 Abonnenten
  • Shudu Gram Instagram

Meet Shudu Gram – World´s first supermodel

Du kannst dir nicht vorstellen wie ein virtuelles Model aussieht?  Dann schau dir im Video an was Shudu in ihren jungen Jahren bereits erreicht hat und wie sie durch ihr makelloses Aussehen überzeugt.

Shudu auf dem roten Teppich der Academy Awards

Shudu Grams Charakter erlangt mit der Zeit immer mehr Popularität, so dass auch große Marken auf die Afrikanerin aufmerksam werden. Doch der Erfinder Cameron Wilson geht noch einen Schritt weiter. Anstatt Shudus Präsens lediglich auf die Sozialen Medien zu beschränken, schickt er sie zu dem British Academy Film Awards. Ein virtueller Charakter, der am Computer gezeugt wurde soll im echten Leben den roten Teppich entlanglaufen? Unmöglich. Ist aber genau so passiert. Wilson erschuf kurzerhand ein original getreues Hologramm des Models und ließ sie so mit anderen Start interagieren.

Referenzen

  • Oscar de la Renta – Schmucklinie
  • Pat McGrath Cosmetics Kampagne
  • Fenty Beauty by Rihanna – Lip Gloss Mattemoiselle
  • Cover für Harpers Bazaar Arabia, gekleidet in Lavie CK
  • Nelly.com
  • Ellesse Kampagne
  • Swarovski
  • Balmain
  • Tiffany & Co.
  • Vogue

Shudu für Balmain: The Virtual Army

Shudu Gram ist ein wahrer Star auf Instagram. Das erkennt auch die Modemarke Balmain und startet 2018 die Pre-Fall Kampagne mit ihr und zwei weiteren virtuellen Models, die ebenfalls aus der Hand des Briten Cameron Wilson stammen. Die virtuellen Ikonen der Balmain-Army sollen die Schönheit, den Rockstil, das Selbstbewusstsein und die Kraft der Marke wiederspiegeln. Normalerweise arbeitet die Marke mit Topmodels wie Gigi Hadid oder Kendall Jenner, doch nun zeigt Creative Director Olivier Rousteing der traditionellen Modebranche die kalte Schulter und kreiert die Virtual Army. Ein Modeltrio bestehend aus Shudu, Zhi und Margot.

„Der Modemarkt ist sehr traditionell geprägt, deshalb sind meine Ideen für Marken wie Balmain interessant.“, sagt Wilson. (Quelle: Handelsblatt)

Was macht ein Supermodel aus?

Supermodels wie Eva Herzigová oder Kate Moss erfüllen in jeder Hinsicht die (äußerlichen) Klischees eines Models. Die perfekten Maße, reine Haut und volles Haar. Doch das Supermodel wie es früher existierte, gibt es heute nicht mehr. Die Ansprüche an das Model, wie es auszusehen hat, generell wie es in der Welt agiert haben sich geändert. Herzigová geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet die Aktivistin Greta Thunberg als Supermodel. Der Stellenwert eines Models und dessen Definition befinden sich an einem Wendepunkt. Ein Model ist nicht mehr nur eine leere Leinwand, sondern eine Person mit Stimme.

„Models bekommen heute mehr Beachtung für das, was sie sind – und was sie sagen“, sagte Eva Herzigová (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Virtuelle Influencer: Die Zukunft von morgen?

Lil Miquela, Zoe, Ella, Bermuda, Daisy Page, Shudo. Was haben diese sechs Personen miteinander gemeinsam? Sie sind erfolgreiche Influencer und Models auf Instagram und Co. Sie gelten als die Neuentdeckung in den Sozialen Medien. Aber was macht sie so besonders? Sie sind nicht lebendig. Die Pixel-Geschöpfe existieren nur online und führen so den ein oder andren hinters Licht. Ihre ganzes Erscheinungsbild wirkt so real, dass sogar große Modemarken die Influencer für Shootings und Modenschauen buchen.

Blogger, Influencer und nun digitale Models

Der Trend der virtuellen Influencer ist ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Nach Facebook und Instagram kamen die Blogger, reale Menschen, die die Plattformen zu ihren Gunsten ausnutzen und ihre Fans auf verschiedenen Themengebieten unterhalten. Spätestes seit es digitale Fotografie und Photoshop gibt, lässt sich der Unterschied von real und falsch ohnehin nicht mehr erkennen. Der Vorteil eines virtuellen Charakters: Er kann alles sein und das sehr schnell! Die Entwickler hinter den Virtualitäten erschaffen eine Antwort auf eine prominente Nachfrage. In aufwendigster Kleinstarbeit wird eine Geschichte um die Person erfunden, Charakterzüge gepflegt und Pixel für Pixel neue Möglichkeiten der Vermarktung geschaffen. Auf diesem Weg eröffnen sich der Modewelt neue Chancen.

Kontroversen und Gefahren

Wenn Menschen bereits in der Lage sind virtuelle Menschen, denen man ihre Fiktion nicht einmal ansieht, entwerfen können, wo liegen dann die Grenzen und beeinflusst dieser Wandel die traditionelle, ohnehin schon kritisch beäugte Modelwelt? Sind die digitalen Newcomer Models eine Konkurrent für die realen Supermodels der 90er Jahre, wie Naomi Campbell oder Heidi Klum, sowie den angesagten Models des 21. Jahrhunderts Gigi Hadid oder Hailey Bieber? Der Aufwand eines virtual Models darf aber nicht unterschätzt werden. Denn hinter dem perfekten Aussehen und dem markellosen Leben stecken etliche Stunden harte Arbeit. Außerdem sind digitale Influencer nicht günstiger als echte ihrer Art. Neben den Entwicklungskosten, darf das Team, welches hinter allen Schritten von Shudu und Co. sitzt, nicht vergessen werden. It-ler, Design Spezialisten, Marketingmanager und und und. Eine Gefahr stelle diese Entwicklung jedoch nicht für die Nachfrage an realen Models da, so Cameron Wilson.

Influencer Marketing

Das Wort Influencer ist keine moderne Erfindung des Marketings, sondern ein seit Jahrtausenden funktionierendes Geschäftsmodell, auch bekannt als „Empfehungsmarketing„. Eine Empfehlung bedeutet, dass Menschen (mit Einfluss) auf andere Personen wirken, durch positive Meinungsbildung. Personen die die Empfehlung erhalten, werden sich in der Regel auch daran halten, ist die Kaufbereitschaft einmal gegeben.  Ziel eines erfolgreichen Marketings ist es einer zuvor bestimmten Zielgruppe Produkte oder Dienstleistungen durch interessante und kreative Inhalte näherzubringen und die Zielgruppe zum handeln zu bewegen.

Vorteile virtueller Influencer im Überblick

  • Sie sind verewigt, die Karriere könnte, Jahrzehnte gar Jahrhunderte dauern
  • Unternehmen können ihre eigenen virtuellen Models / Influencer bauen
  • Markenimage steuern
  • Botschaften welche der Zielgruppe vermittelt werden wollen, können besser kontrolliert werden
  • Aussehen und Persönlichkeit können Branchenspezifisch zugeschnitten werden
  • Jeder beliebige Hintergrund kann montiert werden
  • unerschöpflicher Arbeitsbereich
  • kein kurzfristiger Hype –  siebenstellige Finanzierungsgrunde in das Tech-Start-Up Brud ( Creator von Lil Miquela )
  • in Zukunft bevölkern mehr Kunstfiguren aus den unterschiedlichsten Branchen die sozialen Medien

Virtuelle Influencer buchen

Virtuelle Influencer erlangen an immer mehr Popularität, dass sie in eine paar Jahren evt. den gesamten Modemarkt einnehmen könnten. Doch wo gehe ich als Label hin um einen digitalen Influencer zu buchen? Mittlerweile gibt es diverse Agenturen, die sich auf virtuelle Avatare und Models bzw. Influencer spezialisiert haben.

Cocaine Models ist die erste Modelagentur in Europa mit virtuellen Influencern. Angesagte digitale Influencer wie Ella und Zoe können dort gebucht werde. Ella ist das erste digitale Model der Agentur und steht in den Startlöchern einer aufstrebenden Karriere. Ihr folgten gleich zwei Schönheiten: Zoe und Linda. Während Zoe bereits ihre erste Fashion Show auf der Russian Fashion Week läuft wird Ella zu einer angesagten Instagram Influencerin.