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	<title>Workshop | FIV | Magazin</title>
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		<title>Künstlerische Schriftarten: Hochzeitskarten, Weihnachtskarten, Geburtstagskarten &#038; Co</title>
		<link>https://fivmagazine.de/kuenstlerische-schriftarten-hochzeitskarten-weihnachtskarten-geburtstagskarten-co/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa-Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärvideo]]></category>
		<category><![CDATA[Handlettering]]></category>
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		<category><![CDATA[Text]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Profi-Kalligrafin in Berlin-Mitte verlangt für die Adressierung von 100 Hochzeitscouverts zwischen 480 und 720 Euro netto — und die Auftragsbücher sind sechs bis acht Monate im Voraus ausgebucht. Künstlerische Schriftarten sind längst kein Hobby-Phänomen mehr, sondern ein durchökonomisierter Markt mit klaren Hierarchien, Werkzeug-Standards und einer eigenen Ästhetik-Logik, die sich aus japanischer Pinselkultur, viktorianischer Schreibmeister-Tradition [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Profi-Kalligrafin in Berlin-Mitte verlangt für die Adressierung von 100 Hochzeitscouverts zwischen 480 und 720 Euro netto — und die Auftragsbücher sind sechs bis acht Monate im Voraus ausgebucht. Künstlerische Schriftarten sind längst kein Hobby-Phänomen mehr, sondern ein durchökonomisierter Markt mit klaren Hierarchien, Werkzeug-Standards und einer eigenen Ästhetik-Logik, die sich aus japanischer Pinselkultur, viktorianischer Schreibmeister-Tradition und westlichem Instagram-Hype zusammensetzt. Wer Hochzeitskarten, Weihnachtskarten oder Geburtstagsplakate selbst gestalten will, steht damit vor einer einfachen Entscheidung: schnell ein passables Ergebnis mit Faux Calligraphy oder ein wirklich überzeugendes Werk mit echtem Brush Lettering. Beides geht — aber nur, wenn man die Regeln kennt, die in oberflächlichen Tutorials konsequent verschwiegen werden.</p>
<h2>Die Goldene Regel der Hochzeitskalligrafie — und warum 90 % aller Anfänger sie verletzen</h2>
<p>Der häufigste Fehler bei selbstgemachten Hochzeitskarten ist nicht das Werkzeug, nicht die Tinte, nicht das Papier — es ist das Buchstaben-Verhältnis. Profi-Kalligrafen arbeiten mit der sogenannten <strong>1:2:2-Regel</strong>: x-Höhe (also der Korpus eines kleinen &#8222;a&#8220;) zu Oberlänge (das &#8222;h&#8220;) zu Unterlänge (das &#8222;g&#8220;) im Verhältnis 1 zu 2 zu 2. Wer Anfänger-Lettering im Internet betrachtet, sieht fast immer 1:1:1 — die Buchstaben wirken dann gedrungen, kindlich, nach DIY-Bastelnachmittag.</p>
<p>Die historische Logik dahinter: Die viktorianische Spencerian Script und die daraus abgeleitete moderne Kalligrafie sind auf maximale Eleganz hin optimiert. Lange Ober- und Unterlängen erzeugen optische Spannung, der Text wirkt &#8222;duftig&#8220; statt blockig. Genau dieses Prinzip macht den Unterschied zwischen einer Hochzeitseinladung, die nach Vogue-Cover aussieht, und einer, die nach Kindergeburtstag riecht — eine Logik, die sich auch in den <a href="https://fivmagazine.de/mode-zitate/">Mode-Zitaten von Lagerfeld und Chanel</a> wiederfindet, wenn typografische Kompositionen mit Bildmaterial kombiniert werden.</p>
<h3>Drei Sofort-Korrekturen für besseres Lettering</h3>
<ul>
<li>✓ Zeichne mit Bleistift drei Hilfslinien: Grundlinie, x-Höhe (knapp 1/3 der Gesamthöhe), Oberlinie</li>
<li>✓ Unterlängen über die Grundlinie hinaus genauso lang wie die Oberlängen — nicht kürzer</li>
<li>✓ Buchstabenabstände großzügig: Lieber zu viel Luft als gequetscht — Eleganz entsteht durch Weißraum</li>
</ul>
<h2>Handlettering vs. Kalligrafie: Der Unterschied, der über das Ergebnis entscheidet</h2>
<p>Die beiden Begriffe werden synonym verwendet, sind aber zwei grundverschiedene Disziplinen. Kalligrafie ist <em>geschriebene</em> Schrift — jeder Buchstabe entsteht in einem Zug, mit einer Spitzfeder, einem Pinsel oder einem Brush Pen, und folgt strengen Regeln zu Federwinkel (klassisch 52 Grad bei Copperplate), Anstrich (dünn, beim Aufwärtsstrich) und Abstrich (dick, beim Abwärtsstrich). Handlettering hingegen ist <em>gezeichnete</em> Schrift: Buchstaben werden Strich für Strich aufgebaut, korrigiert, mit Schatten versehen, Serifen variiert.</p>
<p>Praktisch heißt das: Für eine elegante Hochzeitskarte mit kursivem &#8222;Save the Date&#8220; greift man zur Kalligrafie. Für ein verspieltes Geburtstagsplakat mit unterschiedlichen Schriftgrößen, Schmuckelementen und Farbverläufen nimmt man Handlettering. Wer beides beherrscht, deckt die gesamte Bandbreite ab — und kann sich ein zweites Standbein aufbauen, ähnlich wie viele angehende <a href="https://fivmagazine.de/model-werden-voraussetzungen-bewerbung-modelagentur-tipps-fragen-stephan-czaja/">Models, die parallel zum Casting</a> kreative Skills entwickeln, um sich abzuheben. Wer die kreative Seite professionell ausbauen will, findet in den Tipps zur <a href="https://fivmagazine.de/modelbewerbung-model-werden-special-1/">Model-Bewerbung</a> übrigens dieselbe Logik: Erst Handwerk, dann Stil.</p>
<p>Brush Lettering, der westliche Boom der letzten Dekade, ist im Kern keine westliche Erfindung. Der <strong>Pentel Fude Touch</strong> wurde 1963 in Japan als portabler Ersatz für den traditionellen Schreibpinsel (筆, fude) entwickelt — ursprünglich für Geschäftsleute, die unterwegs Kanji-Zeichen für Visitenkarten und Geschäftsbriefe schreiben mussten. Was auf Pinterest und Instagram als &#8222;Modern Lettering&#8220; gefeiert wird, ist eine Re-Adaption ostasiatischer Pinselkultur mit lateinischem Alphabet — eine Tatsache, die in den meisten deutschen Tutorials konsequent übergangen wird. Der eigentliche stilistische Sprung passierte erst, als amerikanische Designerinnen in Kalifornien begannen, die Pinselführung des Sumi-e auf englische Schreibschriften zu übertragen. Auch im Bereich der <a href="https://fivmagazine.de/brillen-fashion-statement-wichtigsten-trends-2025/">Brillen als Fashion-Statement</a> sieht man, wie ostasiatische Designsprachen westliche Ästhetik dauerhaft verändert haben.</p>
<blockquote><p>&#8222;Schrift ist die Kleidung des Wortes.&#8220; — Eine Hochzeitseinladung in Comic Sans signalisiert dasselbe wie ein Flip-Flop zur schwarzen Krawatte.</p></blockquote>
<h2>Hochzeitskarten: Die vier Stile, die wirklich tragen</h2>
<p>Die klassische Kupferstich-Kalligrafie ist auf Hochzeiten unter 40-Jährigen praktisch verschwunden. Was funktioniert, lässt sich in vier klare Stilrichtungen unterteilen — jede mit eigenem Werkzeug, eigener Lernkurve und eigenem Anlassbezug. Die Übungszeit-Angaben gehen dabei von täglich 30 Minuten konzentrierter Praxis aus, nicht von gelegentlichem Probieren.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Stil</th>
<th>Werkzeug</th>
<th>Passt zu</th>
<th>Lernkurve</th>
<th>Materialkosten</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Modern Calligraphy</td>
<td>Spitzfeder Nikko G, Sumi-Tinte</td>
<td>Klassische Hochzeit, Boho</td>
<td>3–6 Monate (täglich 30 Min)</td>
<td>40–80 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Brush Lettering</td>
<td>Tombow Dual Brush, Pentel Fude</td>
<td>Romantische, verspielte Designs</td>
<td>4–8 Wochen</td>
<td>15–30 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Faux Calligraphy</td>
<td>Jeder Filzstift oder Fineliner</td>
<td>DIY ohne Vorerfahrung</td>
<td>Sofort einsetzbar</td>
<td>unter 5 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Serif Lettering</td>
<td>Bleistift HB + Sakura Pigma 0.3</td>
<td>Vintage, Industrial Look</td>
<td>Mittel (2–3 Monate)</td>
<td>10–15 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Faux Calligraphy ist der Geheimtipp für alle, die in zwei Wochen heiraten und keine Zeit für jahrelange Übung haben: Das Wort wird in normaler Druckschrift geschrieben, dann jeder Abstrich (Strich nach unten) doppelt nachgezogen — und zwar parallel zum Originalstrich im Abstand von etwa 1,5 bis 2 Millimetern. Den Zwischenraum füllt man anschließend mit demselben Stift sauber aus. Das Ergebnis ist von echter Kalligrafie auf der fertigen Karte kaum zu unterscheiden — eine Technik, die auch professionelle Designer für eilige Aufträge nutzen. Wichtig: Funktioniert nur mit deckenden Stiften wie Sakura Pigma Micron, nicht mit Faserstiften, die beim Nachziehen sichtbare Striemen hinterlassen. Wer sich bei der Gestaltung inspirieren lassen möchte, findet bei den aktuellen <a href="https://fivmagazine.de/fashion-week-herren-mode-tragbare-trends-was-maenner-wirklich-tragen/">Herrenmode-Trends der Fashion Week</a> interessante Beispiele, wie Typografie und visuelle Identität zusammenspielen.</p>
<h3>Free Fonts statt Handarbeit — die ehrliche Alternative</h3>
<p>Wer ehrlich mit sich ist und keine Zeit für Übung hat, sollte zur digitalen Lösung greifen. Die De-facto-Standards für Hochzeitskarten sind kostenlos auf Google Fonts verfügbar: <strong>Great Vibes</strong>, <strong>Allura</strong>, <strong>Sacramento</strong>, <strong>Parisienne</strong> und <strong>Pinyon Script</strong>. Diese fünf Schriften decken 80 % aller Pinterest-würdigen Hochzeitsdesigns ab. In Kombination mit einer ruhigen Sans-Serif (Montserrat, Lato) entsteht der Doppel-Typografie-Look, den man auch aus den Schaufenstern kleiner Boutiquen bei einem Streifzug durch <a href="https://fivmagazine.de/new-york-investments/">New York und seine Mode-Spots</a> oder beim <a href="https://fivmagazine.de/luxus-shopping-new-york-stores-balmain-givenchy-prada-co/">Luxus-Shopping in Manhattan</a> kennt.</p>
<h2>Tinten und Papiere: Das unterschätzte Geheimnis der Profis</h2>
<p>Während Anfänger über Stifte diskutieren, kämpfen Profis um Tinten. Die drei Klassen, die man kennen muss: <strong>Sumi-Tinte</strong> (japanische Stocktinte, tiefschwarz, leicht glänzend, kompatibel mit Spitzfedern), <strong>Walnut Ink</strong> (warmer Sepiaton, ideal für Vintage-Hochzeiten, fließt aber empfindlich auf saugendem Papier) und <strong>Iron Gall Ink</strong> (Eisengallustinte, historisch korrekt für Spencerian-Schriften, ätzt allerdings auf Dauer durch billiges Papier). Wer es ernst meint, beginnt mit Sumi — sie verzeiht am meisten und liefert die saubersten Haarlinien.</p>
<p>Beim Papier scheitern fast alle Anfänger an einem entscheidenden Detail. Tombow Dual Brush Pens franzen auf normalem Druckerpapier (80 g/m²) bereits nach 30 bis 50 A4-Seiten Übung sichtbar aus. Auf einem <strong>Rhodia Dot Pad</strong> (90 g/m², ultraglatt) halten dieselben Stifte drei- bis viermal so lange. Das ist keine Skill-Frage, das ist reine Materialphysik: Die rauere Oberfläche des Druckerpapiers wirkt wie Schmirgelpapier auf der weichen Filzspitze. Für die finale Karte selbst empfehlen sich Baumwollpapiere ab 250 g/m² (Hahnemühle Britannia, Arches Aquarelle) — sie nehmen Tinte auf, ohne zu bluten.</p>
<h3>Die Pflichtausstattung — kompakt und ehrlich</h3>
<ul>
<li>✓ <strong>Tombow Dual Brush Pen ABT</strong> — Industriestandard, ca. 3,50 € pro Stift, kleine Spitze für Details, Brush-Spitze für Lettering</li>
<li>✓ <strong>Pentel Sign Pen Touch</strong> — härter als der Tombow, ideal für Anfänger, Spitze franzt langsamer aus</li>
<li>✓ <strong>Rhodia Dot Pad A5</strong> — Punktraster statt Linien, der Profi-Standard für Übung und Vorzeichnung</li>
<li>✓ <strong>Bleistift HB + weicher Knetradierer</strong> — wer Vorzeichnungen überspringt, verschenkt 50 % des Endergebnisses</li>
<li>✓ <strong>Sakura Gelly Roll weiß</strong> — Pflicht für Schrift auf dunklem Papier (Weihnachtskarten)</li>
<li>✓ <strong>Pentel Hybrid Metallic Gold</strong> — der bessere Goldstift, deckender als der oft empfohlene Edding</li>
<li>✓ <strong>Nikko G Spitzfeder + Federhalter</strong> — der Einstiegsstandard für Modern Calligraphy, vergibt mehr Druckfehler als die Brause-Federn</li>
</ul>
<p>Worauf man verzichten kann: teure Aquarellpapiere unter 200 g/m² (zu dünn für Tinte), Lichttische (ein helles Fenster reicht), und vor allem digitale Stifte für iPad, solange die analoge Grundlage nicht sitzt. Procreate ersetzt kein Handwerk — es verstärkt nur, was vorhanden ist. Wer sich für Mode und Stil interessiert und den ersten Schritt ins kreative Arbeiten plant, findet in unserer <a href="https://fivmagazine.de/modemarken-chanel-givenchy-hermes-prada-ultimativer-liste-herren-damen/">Modemarken-Übersicht von A bis Z</a> übrigens auch Inspiration für typografische Markenidentitäten — von Logos der <a href="https://fivmagazine.de/modemarken-mit-n-nike-new-balanc-na-kd/">Modemarken mit N</a> bis zu den verschnörkelten Schriftzügen der <a href="https://fivmagazine.de/modemarken-mit-p-prada-puma-und-philipp-plein/">Modemarken mit P</a>.</p>
<h2>Weihnachten und Geburtstag: Andere Anlässe, andere Regeln</h2>
<p>Während Hochzeitskarten von Eleganz und Minimalismus leben, dürfen Weihnachts- und Geburtstagskarten verspielt sein. Hier funktionieren <strong>Mischschriften</strong> — die Kombination einer geschwungenen Hauptschrift mit einer ruhigen Sans-Serif wie Helvetica oder Futura. Genau diese Typografie-Logik findet sich in der Modefotografie wieder: Ein wuchtiger Schriftzug auf einem Editorial wird selten allein gelassen, fast immer steht eine ruhige Bildunterschrift daneben. Die geometrischen Sans-Serifs der 1920er Jahre stammen aus derselben Designbewegung wie die klaren Linien von Coco Chanel — eine Parallele, die sich bis heute durch die gesamte Modewelt zieht, von <a href="https://fivmagazine.de/christian-dior-bahnbrechende-und-zeitlose-designs-gro%ce%b2e-auswahl-von-kleidung-bis-zu-den-vorzueglichsten-dueften/">Dior</a> über <a href="https://fivmagazine.de/gucci-schuhe-guertel-tasche-luxurioese-accessoires-damen-herren/">Gucci</a> bis <a href="https://fivmagazine.de/prada-haute-couture-kollektionen-accessoires/">Prada</a> und <a href="https://fivmagazine.de/dolce-gabbana-parfum-schuhe-tasche-the-one-men-woman/">Dolce &amp; Gabbana</a>. Wer verstehen will, wie sich Schrift als Markenidentität manifestiert, findet in der Analyse von <a href="https://fivmagazine.de/azzedine-alaias-dior-collection-in-paris-die-101-looks-die-modegeschichte-neu-erzaehlen/">Azzedine Alaïas Dior Collection</a> ein faszinierendes Studienobjekt: Hier trifft kalligrafische Eleganz auf visuelle Komposition auf höchstem Niveau.</p>
<p>Für Weihnachtskarten lohnen sich zwei Investitionen: ein weißer Gelstift (Sakura Gelly Roll) für Schrift auf dunklem Papier, und ein Goldmarker für Akzente. Eine schlichte schwarze Karte mit &#8222;Frohe Weihnachten&#8220; in goldener Brush-Schrift wirkt teurer als jede Druckerei-Variante für 4,90 € pro Stück. Bei Geburtstagskarten ist die Spielregel eine andere: Hier sind Layout-Experimente erlaubt, die auf einer Hochzeitskarte wirken würden wie ein Sneaker zum Smoking — etwa Glitch-Schriften, asymmetrische Anordnungen oder die typografischen Codes der Streetwear-Welle, die Marken wie <a href="https://fivmagazine.de/diesel-renzo-rosso-erfolgsstory-designer/">Diesel</a> und <a href="https://fivmagazine.de/nike-sneaker-sportswear-schuhe-hoodie-jogginghose/">Nike</a> zurück ins Zentrum der Popkultur gehoben haben. Wer den Vintage-Vibe sucht und dabei auch an Verpackungsgestaltung oder Geschenkkarten denkt, findet in den verschnörkelten Schriftzügen der <a href="https://fivmagazine.de/sativa-indica-hybrid-ruderalis-unterschied-cannabissorten/">unterschiedlichen Cannabis-Sorten-Labels</a> ein überraschendes Beispiel dafür, wie Kalligrafie und Handlettering heute auch in völlig neuen Produktkategorien als Qualitätssignal eingesetzt werden — ein Beweis dafür, dass künstlerische Schrift weit über klassische Anlässe hinaus an Bedeutung gewonnen hat.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pitch: Was ist ein Pitch? Marketing, Business &#038; Werbung &#8211; Vorbereitung und Ablauf</title>
		<link>https://fivmagazine.de/pitch-was-ist-ein-pitch-marketing-business-werbung-vorbereitung-und-ablauf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa-Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2019 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ablauf]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Pitches bei Kunden, oder bei Projekten für Investoren und potenziellen Geldgebern kommt es heute immer mehr auf die Analyse sozialer Medien an, denn sie sind ein entscheidender Faktor im Marketing. Egal, ob es um die Kooperation mit Bloggern oder Influencern und dessen Instagram-Kanalanalyse, unser mögliches Potenzial im Markt, Zahlen und Fakten geht, diese Dinge [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Pitches bei Kunden, oder bei Projekten für Investoren und potenziellen Geldgebern kommt es heute immer mehr auf die Analyse sozialer Medien an, denn sie sind ein entscheidender Faktor im Marketing. Egal, ob es um die Kooperation mit Bloggern oder Influencern und dessen Instagram-Kanalanalyse, unser mögliches Potenzial im Markt, Zahlen und Fakten geht, diese Dinge sollten in deinem nächsten Pitch auf keinen Fall fehlen!</p>

<h2>Was ist ein Pitch? Definition &amp; Hilfe</h2>
<p>Größere Projekte werden in der Regel ausgeschrieben, sodass sich mehrere potentielle Kooperationspartner für den Job bewerben können. Die verschiedenen Teilnehmer bereiten dann ihr Konzept vor und präsentieren dieses dann. Dabei gibt es verschiedene Formen von Pitches und Darstellungsmöglichkeiten.</p>
<h3>Pitches in Werbeagenturen: So läuft die Präsentation ab</h3>
<p>Insbesondere für kreative Ideen holen sich große Unternehmen und Firmen gerne die Expertise von mehreren Agenturen ein. Egal, ob es um einen Werbefilm geht, die kreative Online Kampagne oder die virale Social Media Kampagnen. Für all diese Marketingmethoden braucht es immer eine Menge guter Ideen. Da Geschmäcker immer unterschiedlich sind, kommen auch die besten Ideen oft nicht beim Kunden an, genauso oft gibt es schlechte Ideen, von denen man wirklich nicht überzeugt ist. Deshalb ist es von Vorteil sich mehrere Kooperationspartner zu einem Pitch einzuladen. Hier stellen sie ihre Konzepte in einer kurzen und übersichtlichen Präsentation vor. Welche Ideen und Strategien stecken hinter unserem Konzept? Wie sieht das Medienpaket aus? Welche Ziele haben wir uns gesetzt und welche Erfolge versprechen wir uns davon? All das wird in einem Pitch präsentiert.</p>
<p>In der Regel gibt es für die Erarbeitungen von solchen ausführlichen Pitches ein gewisses Rahmenbudget. So ein Werbeagentur Pitch lohnt sich oft, da hinter einem Exemplar, mehrere große Jobs stehen. Wenn dann nur drei, oder vier Agenturen ihre Ideen mit einbringen dürfen, schließlich sind die meisten Pitches bezahlt und man kann nicht unendlich Agenturen beauftragen, hat man realistische Chancen die Ausschreibung zu gewinnen und Erfolge zu erzielen.</p>
<p>Neben den gesamten Erfolgsfaktoren und Kennzahlen, zum Beispiel zur potentiellen Verkaufsmenge, führen in der Regel Zahlen, die über Reichweite und Performance Auskunft geben. Hier kommt Social Analytics ins Spiel und die Möglichkeit Instagram-Kanäle ausführlich zu betrachten. Nicht nur in Konkurrenz-Analysen, um sich im Wettbewerb zu positionieren, auch für Werbung und Promotion durch Blogger und Influencer. Hier hilft es sehr aussagekräftige Zahlen und statistische Werte in die Präsentation mit einfließen zu lassen.</p>
<h3>Pitches für Investoren: Vorbereitung für Start Ups</h3>
<p>Auch Investoren erwarten bei ihren Pitches eine ausführliche Vorstellung des Projekts. In der Regel geht es darum, für ein neues Unternehmen das nötige Kapital zusammenzutragen. Wer Kapital bereitstellt, der möchte eine Rendite dafür bekommen. Die Rendite-Aussichten für einen Investor werden in einem Pitch vom Unternehmer oder von der Unternehmerin verdeutlicht. Auch hier spielt insbesondere die Reichweite eine große Rolle, denn je mehr Menschen von einem erfahren, desto mehr kaufen möglicherweise das Produkt. Die Analyse in sozialen Netzwerken, insbesondere Instagram, bekommt auch bei Investoren stärkeres Gewicht, denn auch sie treffen ihre Entscheidung aufgrund von Zahlen und Daten. Natürlich auch aus Glauben an den Unternehmer an sich, letztendlich müssen die Zahlen aber immer stimmen und überzeugen.</p>
<p>Social Analytics hilft dabei die Follower von Bloggern und Influencern auf Instagram zu analysieren, sodass sie aussagekräftige Daten darüber geben können, welches Potenzial in Ihrem Projekt steckt. Sie können aber auch durch Statistiken und Diagramme, sowie CSV-Exporte belegen, wie ihr Wachstum fundiert berechnet werden kann. Instagram spielt eine extrem wichtige Rolle in vielen Branchen, die sich mit dem Privatgeschäft an Personen beschäftigen.. Fast eine Milliarde Menschen nutzen täglich mehrmals ihren Instagram-Account. Marken die hier Präsenz zeigen, profitieren von einer unglaublichen Reichweite, die sich Gründer vor zehn Jahren nicht hätten träumen lassen. Damals musste man sich die Reichweite noch durch teure Aktionen erkaufen, für Start Ups war es meist der Flyer, sehr große Unternehmen schalteten Werbeanzeigen in Zeitungen zu hohen Preisen. Wer heute auf Instagram eine große Anzahl von Fans hinter sich stehen hat, die einen unterstützen, bekommt diese Reichweite jeden Tag kostenlos direkte und indirekte Werbung von Produkten vermittelt. Mit jedem Like der verteilt wird und mit jedem neuen Kommentar sehen neue Personen, die den Leuten folgen, die mit uns interagiert haben, unsere Beiträge. So können wir organisches Wachstum generieren!</p>
<h3>3 Tipps für deine erste Präsentation auf einem Pitch</h3>
<p>Hier haben wir noch drei praktische Tipps für deine erste Pitch Präsentation vorbereitet, die dir gewiss helfen werden.</p>
<h4>Fasse dich kurz</h4>
<p>Investoren sind zwar oft aus einer gleichen, oder ähnlichen Branche, aber haben meist jedoch nicht dieselbe Tiefe, die du für dein Projekt investiert hast. Du solltest also die wichtigen Kennzahlen mit einbringen, aber nicht zu tief in die einzelnen Prozesse einsteigen. Wenn du zum Beispiel eine Software Anwendung pitchst, solltest du auf den Nutzen für die User eingehen, die Einzigartigkeit und Unterscheidungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz und den wichtigsten Zahlen zu Wachstum und Rendite. Welche Büromöbel gekauft werden sollten, oder ob man sich für Mac oder Windows Computer entscheidet, spielt hierbei keine Rolle.</p>
<h4>Halte deine Präsentation schlicht</h4>
<p>Wer zu viele Farben oder Animationen verwendet, der wirkt schnell zu verspielt. Am liebsten sehen die Investoren gute alte Excel-Listen, die sauber und ordentlich strukturiert sind! Hier stehen klare Zahlen und Fakten, belegbar, berechenbar, kalkulierbar. Genauso sollte deine Präsentation aufgebaut sein, verzichte auf allen möglichen Schnickschnack und halte dich an Fakten und belegbare Informationen. Verzichte auf zu viel Farbspiel und Animationen. Viele wollen durch Animation zeigen, dass Sie kreativ sind, doch Investoren suchen Personen, die selber gut kalkulieren können und etwas von ihrem Job verstehen!</p>
<h4>Nimm dein Publikum mit</h4>
<p>Wenn du dein Publikum begeisterst, auch wenn es hier nur um wenige Personen geht, dann hast du schon viel geschafft. Die meisten, die in ein Projekt investieren, investieren nicht direkt in die harten Zahlen, sondern auch zu einem Großteil in das Vertrauen in den jeweiligen Kooperationspartner. Wer es also direkt zu Beginn schafft, seine eigene Idee mit Begeisterung zu vermitteln, der erfährt oft Begeisterung auf gleichem Weg auch zurück. Dabei hilft es zum einen kleine Techniken anzuwenden, z.B. sich kurz vor der Präsentation noch einmal aufzubauen und selbst zu motivieren. Wichtig ist auch, den Menschen mit denen du sprichst in die Augen zu schauen, damit sie sich angesprochen fühlen.Du wirst in der Regel immer eine Person finden, die dir relativ wohlwollend gesonnen ist. Schnapp dir diese Person, vergiss aber nicht die anderen, baue Augenkontakt auf, hole dir zwischendurch Bestätigung und Feedback. Vielleicht hast du sogar Glück und diese Person ist die entscheidende, die am Ende das ja oder nein gibt. Wichtig ist, sei nicht verschlossen, strahle Begeisterung aus, dass du dein Produkt selber liebst.</p>
<p>Wenn du all diese Punkte verinnerlicht hast, dann wirst du deinen Pitch auf jeden Fall gut über die Bühne bringen! Der nächste Schritt: Übung, Übung, Übung!</p>
<p>Darauf solltest du bei der Vorbereitung immer achten:</p>
<ol>
<li>Pitch &#8211; max. 10 Minuten</li>
<li>Elevator Pitch &#8211; 15 bis 45 Sekunden</li>
<li>Warum?<br />
Projekt Freigabe &gt; Intern<br />
Investment &gt; Extern<br />
Auftrag &gt; Kunde</li>
</ol>
<h3>Do’s &amp; Don’ts bei Pitches in Agenturen und vor Investoren</h3>
<p>Viel Theorie &#8211; doch was sagt der Investor in der Praxis? Wie muss ein Pitch sein, damit man als Investor einsteigt? Die Kernaussagen eines sehr interessanten, wenn auch spontanen Interviews mit Investor-Ikone Frank Thelen, bringen es auf den Punkt. Frank Thelen selbst war Tech Gründer und ist jetzt Vollzeit Investor. Dementsprechend investiert er nicht nur in Unternehmen, er kümmert sich aktiv um die Interessen und Belange. Dementsprechend kritisch und selektiv ist er bei der Auswahl der richtigen Unternehmen, schließlich hat man eine ganz andere Verbundenheit, wenn das eigene Geld im Spiel ist! In diesem spontanen Interview am Flughafen beantwortet er zentrale Fragen sehr punktiert. Die wichtigsten Learnings und Kernaussagen solltest du dir unbedingt durchlesen.</p>
<p>Das vollständige Interview ist auf dem Kanal Start Up TV zu sehen, mit dem Titel: “Frank Thelen über: Investments, gute und schlechte Pitches &amp; Die Höhle der Löwen”:</p>
<div class='avia-iframe-wrap'><iframe title="Frank Thelen über: Investments, gute und schlechte Pitches &amp; Die Höhle der Löwen" width="1500" height="844" src="https://www.youtube.com/embed/zkUB4YdZmbE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<h3>Frank Thelens zentrale Aussagen als Investor (Interview Aussagen)</h3>
<p>Was ärgert Sie bei Pitches?</p>
<ul>
<li>“Ich hab 1% Marktanteil und es ist eine Milliarden Geschäftsidee”</li>
<li>Buzzwords wie “Big Data mit Blockchain”, obwohl man nicht weiß, wovon man spricht (Buzzwords ohne Substanz).</li>
<li>Gründer bringen Idee nicht rüber (dabei nimmt man sich extra 3 Minuten Zeit). Ergo: Der Pitch muss vorbereitet sein.</li>
</ul>
<p>Sollen Gründer Probleme ansprechen?</p>
<ul>
<li>Ja, bspw. der CTO fehlt. Das ist viel besser als Defizite zu verheimlichen</li>
<li>Beeindruckend ist: “Das sind meine Stärken, dass sind meine Schwächen, so möchte ich das beheben, da kannst du mir helfen”</li>
</ul>
<p>Was bringen Sie mit ein, wenn Sie investieren?</p>
<ul>
<li>Cash ist der kleinste Teil. Finanzen bis Technik, Server-Skalierung, Design, Vertrieb.</li>
<li>Es helfen 6 Personen als Team plus Netzwerk (und eigene Start Ups; Erfahrungen).</li>
<li>Wir telefonieren 1x Woche, manchmal täglich (PS: Frank Thelen ist nur Investor, dass ist sein Kerngeschäft).</li>
</ul>
<p>Worauf achten Sie, wenn Sie in ein Start Up investieren?</p>
<ul>
<li>Schulden, offene Forderungen, Patente (beantragt oder erteilt), Markt</li>
<li>… Pitches sind Infos auf “Espresso Basis”</li>
<li>Ich will nicht 70% von einem “schlechten Gründer”. Ich will 20% haben, bei gutem Unternehmen, neues Kapital aufnehmen und am Ende gehe ich mit 10% raus</li>
</ul>
<p>Was macht ein gutes Gründerteam aus?</p>
<ul>
<li>Das Team ist die Basis &#8211; Geniale Idee, schwaches Team? Kein Investment</li>
<li>Sind die richtige Leute an Board um das Produkt voranzubringen?</li>
<li>“Unfairer Vorteil”, bspw. 20 Jahre Vertriebserfahrung, weil Vertrieb wichtig ist oder ein Technik-Genie, der den Algorithmus entwickelt, weil das Unternehmen davon lebt hohe Datenqualität zu genieren. Das Team muss zum Produkt passen!</li>
</ul>
<p>Du kennst die Theorie. Du hast die Praxis gehört. Let’s pitch!</p>
<h2>Elevator Pitch: 15 Sekunden für alle Fakten</h2>
<p>Die schnellste Form der Eigenpräsentation ist der Elevator Pitch. Der Elevator Pitch lässt sich aber nicht nur hervorragend für Geschäftsmodelle anwenden, auch für die Präsentation der eigenen Person eignet sich diese schnelle Variante der Vorstellung, besonders nach dem Pitch, wenn es ins Persönlich geht oder als Komponente zur eigenen Vorstellung im vollständigen Pitch.</p>
<p>Für einen Elevator Pitch hast du 15 bis 45 Sekunden Zeit. Deine Aufgabe ist es also, so viele Kernaussagen, wie möglich, in einen begrenzten Zeitraum zu packen. Vergiss also Details, es geht um Aufmerksamkeit und deine USPs. Zunächst hier ein grobes Modell für den schnellen Elevator-Pitch: Aufmerksamkeit / Problem / Geschäftsidee / Qualifikationen. In der aller kürzesten Form bringst du nicht einmal deine Geschäftsidee unter. Diese super kurze Elevator Pitch entsteht z.B. dann, wenn eine bestimmte Person gerade von deinem Geschäftsmodell gehört hat und zwischen Tür und Angel noch schnell erfahren will, wer du bist. Wenn dein Gegenüber schon weiß worum es sich bei deinem Projekt handelt, geht es jetzt nur noch um dich als Person. Die Chance (für dich), auf eine begehrte Visitenkarte, wenn es sich beispielsweise um einen potenziellen Business Agent, oder Investor handelt.</p>
<h3>Elevator Pitch &#8211; Person (Karriere)</h3>
<ol>
<li>Hole dir die Aufmerksamkeit (wer bist du? [Start der Konversation])</li>
<li>Notiere dir vorher deine Karriere Schritte, Ziele und Erfahrungen (wie Photoshop bzw. Design)</li>
<li>Hebe Qualifikationen hervor (wie Kaufmann / Kauffrau)</li>
<li>Hebe (für die Aufgabe) besondere Qualifikationen hervor (wie Auszeichnungen oder 15 Jahre Mutter [bspw. bei Start Up-Onlineshop für Baby Bedarf])</li>
<li>Schließe mit offenen Fragen ab, wie “Wenn Sie Zeit hätten, würde ich gern mehr über Ihr Unternehmen und die Möglichkeiten erfahren”</li>
</ol>
<p>Und dann heißt es wieder: Übung, Übung, Übung. Das Training vor dem Spiegel lohnt sich. Jedes Training lohnt sich, auch mit Mitarbeitern, Freunden oder bereits den ersten potentiellen Interessenten oder Kunden zu sprechen: &#8222;Ach, Sie sind der Gründer von XY, wie kamen Sie auf die Idee?&#8220;</p>
<h3>Elevator Pitch &#8211; Business (Projekt)</h3>
<p>Wenn es um dein Geschäftsmodell geht, dann lohnt es sich auf Schablonen zurückzugreifen. Die Gefahr, dass du zu viel Zeit mit Details verlierst, ist ohne viel Erfahrung und Übung groß. Deshalb habe ich hier ausgezeichnete Templates (Englisch) für den schnellen, ersten Elevator Business Pitch. Such dir die Struktur, die für dein Geschäftsmodell am besten passt und wandle die Textbausteine dementsprechend ab.</p>
<p>In Pitches geht es darum, in jeder Situation zu überzeugen, je sicherer deine Elemente des Pitches sitzen, desto besser ist deine Live-Performance.</p>
<p><i>Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.</i></p>
<p>von Paige Arnof-Fenn, Founder &amp; CEO, Mavens &amp; Moguls</p>
<p><i>For (target customer) who (statement of the need or opportunity), our (product or service name) is (product category) that (statement of benefit). Unlike (our competitors), we offer (main point of differentiation).</i></p>
<p>von Adrian Salamunovic, Co-author, FREE PR Book</p>
<p><i>Sentence 1 (Your name, your title that everyone will understand/what it is you do, and your company affiliation) + Sentence 2 (Identify target client + Identify target client’s desired result + Identify the why, the unwanted or inconvenient steps you help the client avoid so he or she can achieve that desired result).</i></p>
<p>von Bridgett McGowen, Awarded International Professional Speaker, BMcTALKS Academy</p>
<h3>Elevator Pitch &#8211; Beispiel</h3>
<p>Damit wir direkt ein praktisches Beispiel haben, habe ich hier zwei Textbausteine an meinen Unternehmen angewandt. Sehen wir uns jetzt direkt am Beispiel an, wie eine solche Formulierung aussehen kann. Der simple Aufbau, plus eine Brise Entertainment machen dann den Pitch letztendlich aus. Hier das Best Practice nach Paige Arnof-Fenns: <i>“Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.”</i></p>
<p>Beispiel &#8211; Social Media One (Social Media / Influencer Agentur):</p>
<p><i>Wie erreichen Firmen eigentlich Jugendliche mit Werbung &#8211; in Zeiten von Social Media? Wir haben Deutschlands größte Instagram und Tik Tok Influencer Datenbank. Damit können Firmen und Multiplikatoren (Influencern) zusammen bringen und somit beiden Parteien zu Erfolg verhelfen. Die Unternehmen können so günstig Reichweite und Aufmerksamkeit bei Zielgruppen von 12-18 Jahren einkaufen.</i></p>
<p>Beispiel &#8211; Influencer Free:</p>
<p><i>Was kostet ein Influencer für Werbung? Keiner weiß es. Influencer Fee macht Preise für alle transparent. Influence Fee berechnet Preise für Postings auf Instagram mit Reichweite und Interaktion &#8211; 100% kostenlos. Firmen, Agenturen oder Influencer die häufiger Berechnungen braucht, kauft das Premium Modell.</i></p>
<p>Der Elevator Pitch war die kürzest mögliche Zusammenfassung deines Businessplans. Der Mix aus Elevator Pitch und Businessplan ist dann der ganz normale Pitch mit einer durchschnittlichen Dauer von ca 5 bis 10 Minuten. Die Inhalte des Pitches kennst du natürlich durch deine Arbeit am Businessplan. Jetzt geht es für dich darum, die Inhalte deines Businessplans so komprimierend aufzubereiten, dass du sehr viel Information in kurzer Form bringst und natürlich auch zusätzlich Entertainment. Jetzt kommen wir zum großen Finale, wie bereitest du deinen page auf? Die Erfolgsfaktoren für deinen sind der zeitliche Ablauf, das Storytelling und die Themen Fokussierung.</p>
<h3>Wie viel Zeit habe ich für den Pitch?</h3>
<p>Du hast in der Regel maximal 10 Minuten Zeit, aber auch hier gilt:&#8220;Weniger ist manchmal mehr&#8220;.</p>
<p>Viel wichtiger ist jedoch, in vielen Situationen musst du individuell und vor allem spontan reagieren. Vielleicht bringt dein potenzieller Investor viel Zeit mit und du hast 10, oder sogar 12 Minuten Zeit, um dein Geschäftsmodell und die Strukturen dahinter zu erklären. Vielleicht ist der Anschlusstermin aber auch sehr dicht hinter deinem und er oder sie hat nur ein paar wenige Minuten für dich Zeit. Je nachdem musst du dich spontan auf die Situation einrichten und auf dein Gegenüber anpassen, nicht gerade leicht! Eine zweite Chance gibt es bei viel beschäftigten Menschen aber eher selten, deshalb ist es so wichtig, deinen Pitch auf verschiedenen Ebenen, in verschiedenen Zeitfenstern vorzubereiten. Den Pitch solltest du außerdem üben, denn du weißt nie, wann spontan die nächste Situation mit sich bringt, in der eine relevante Person für einen Augenblick Interesse an deinem Geschäftsmodell entwickelt. Erst Regelmäßigkeit gibt dir die gewisse Sicherheit.</p>
<p>Beachte deshalb folgende Zeitfaktoren:</p>
<ol>
<li>Wenn du sagst, “ich brauche 10 Minuten”, sollte der Pitch 9 Minuten dauern; immer 1 Minute weniger als vorhergesagt</li>
<li>Wenn dein Gegenüber sagt, “Sie haben 10 Minuten”, sollte der Pitch 5 Minuten dauern; nur die Hälfte der vorgegebenen Zeit</li>
<li>“Zuletzt wollte ich noch sagen&#8230; “, danach muss dein Ende auch wirklich kommen, denn es wird erwartet</li>
<li>Nicht hetzen, immer ruhig und angemessen in der Geschwindigkeit erzählen, sonst erzielt die gesamte Präsentation nicht seinen Zweck</li>
<li>Bei der Verwendung von Slides, maximal 3 Minuten, pro Slide</li>
</ol>
<h3>Storytelling: Emotionen wecken und Aufmerksamkeit schaffen</h3>
<p>Aufmerksamkeit erregen, das ist dein Ziel beim Pitch. Letztendlich geht es in dieser kurzen Situation niemals darum konkret alle Zahlen und Fakten auf Anhieb zu verstehen. Der Investor will sehen, dass du ein guter Geschäftsmann bist oder eine gute Geschäftsfrau und klar vor Augen hast, was relevant ist. Dementsprechend spielt auch Emotionalität bei der Entscheidung von Investoren eine Rolle. Storytelling kann dein Publikum dementsprechend fesseln. Am einfachsten geht es z.B. mit Geschichten aus der Kindheit, die jedem bekannt vorkommen und Sympatien wecken. Die Geschichte muss nicht unmittelbar etwas mit einem Produkt zu tun haben, sie gibt eine emotionale Einführung für die Personen, die spontan mit deiner Geschäftsidee konfrontiert werden. Die emotionale Bindung vereinfacht die Wahrnehmung und damit auch das Verständnis.</p>
<ol>
<li>Geschichten sorgen für Aufmerksamkeit und halten sie</li>
<li>Nachempfinden viel einfacher möglich</li>
<li>Investoren langweilen Excel-Tabellen und Statistiken</li>
<li>Entwickeln Sie daraus auch den Spirit / Grundgedanken für Ihr Projekt</li>
<li>Jeder liebt eine gute Geschichte</li>
</ol>
<p>Nach dem Storytelling und der emotionalen Einleitung geht es zurück zu den Fakten. Deine Produkt, dein USP, dein Service, deine Zielgruppe, deine Vermarktung, dein Revenue Model. Revenue Model? Was das ist, erfährst du direkt nach den wichtigsten Stichpunkten zum Thema Fokussierung im Pitch.</p>
<h2>Fokussierung auf Kernelemente: Die 6 wichtigsten Schritte</h2>
<ol>
<li>Aufmerksamkeit erregen:<br />
Zeit ist ein knappes Gut, vor allem bei Investoren, deshalb leg den Fokus auf absolute Kernaussagen</li>
<li>Erkläre ganz genau, was dein Produkt, oder Service ist, worauf abgezielt wird<br />
Halte dich an Kernaussagen, das Produkt ist im Endeffekt egal, wenn der Profit stimmt</li>
<li>Erkläre ganz genau, was der USP ist</li>
<li>Erkläre ganz genau, wer die Zielgruppe aussieht</li>
<li>Erkläre ganz genau, wie du Kunden gewinnst</li>
<li>Revenue Model (Geschäftsmodell) und Return of Invest<br />
Beantworte die Frage: “Wie macht meine Firma Sie reich(er)”</li>
</ol>
<h3>Exkurs: Revenue Model</h3>
<p>Wie verdienst du Geld? Hier sind alle wichtigen Fachbegriffe für deinen Businessplan! Hier findest du das Revenue Model lediglich in Form von Stichpunkten erklärt. Warum nur so kurz? Das Thema Revenue Model ist sehr komplex, Einkommen aus Nutzungsrechten durch Bilder, Nutzungsrechte von Musikwerken, Verkauf im Einzelhandel oder auch Abonnenten-Produkte. Die einzelnen Modelle kannst du dir selbst schnell erschließen. Wichtig ist, dass du den ein oder anderen Fachbegriff für dein zukünftiges Leben als Unternehmer, Unternehmerin schon einmal gehört hast. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie genau verdienst du eigentlich Geld?</p>
<ul>
<li>Commerce and Retail</li>
<li>Physikalische Produkte, Digital, Service in Einheiten (Freelancer), sowie Service in vielen Preissegmenten, Future Use Services, Daily Deals</li>
<li>Subscriptions And Usage Fee &#8211; Subscriptions, Usage Fee, Rentals (Vermietung)</li>
<li>Licensing &#8211; Licences Of Usage, Certifications</li>
<li>Auktionen und Wetten &#8211; Auktionen, Dynamic Pricing</li>
<li>Advertising (Werbung)</li>
<li>Advertisements (Banner, Text, etc.), Promoted Content (Sponsored), Sponsorships</li>
<li>Data &#8211; Databases</li>
<li>Transactions &#8211; Brokerage (Handel von Werten), Enablers, Affiliate, Marketplace</li>
<li>Freemium &#8211; Paid version ohne Werbung / Restriktionen, Features, etc.</li>
</ul>
<h2>Pitch Vorbereitung und Ablauf</h2>
<p>Jetzt fassen wir alles auf 2 Fragen zusammen! So wie ein guter Elevator Pitch, vom Gründe, über die Finanzierung, bis hin zum Revenue Model und kommen so in unserem Fazit auf genau zwei Elemente, die jeder Businessplan, jeder Pitch und jeder Elevator Pitch beinhalten muss. Die mentale Komponente und die inhaltliche Komponente müssen angesprochen werden. Entertainment und Fakten. Egal, ob Businessplan oder Pitch, beantworte diese zwei zentralen Fragen für Mitarbeiter, Kunden, Banker und Investoren.</p>
<h4>Wer gibt dafür Geld aus? &#8211; Mental</h4>
<ol>
<li>Bereite dich gut vor<br />
Fakten zum Unternehmen + Fragen (Plan)</li>
<li>Kenne dein Publikum, PS: Storytelling</li>
<li>Prägnante Informationen<br />
Wer, was, warum? Keine technischen Details</li>
<li>Unterhalte das Publikum<br />
Mix: Realismus und Übertreibung<br />
Kapital und Gewinnerwartung</li>
<li>Vergleiche dich<br />
“Das Tinder für Hundebesitzer”</li>
<li>CTA &#8211; Call to action<br />
“Wollen Sie die App testen?”<br />
“&#8230; zusammen den Markt aufmischen”</li>
</ol>
<h4>Wie verdienen wir Geld? &#8211; Inhalt</h4>
<ol>
<li>Vorstellung des Gründerteams</li>
<li>Beschreibung des Grundproblems</li>
<li>Darstellung der Lösung für das Problem</li>
<li>Produktvorstellung</li>
<li>Alleinstellungsmerkmal</li>
<li>Markt samt Wettbewerb</li>
<li>Proof of Concept</li>
<li>Geschäftsmodell</li>
<li>Finanzierungsbedarf und Mittelverwendung</li>
</ol>
<p>Let’s go. Du weißt jetzt alles. Viel Erfolg!</p>
<p><br />
</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FIV Special: CM Model Coaching &#8211; Gewinne 1x Freikarte fürs exklusive Training</title>
		<link>https://fivmagazine.de/special-model-coaching-gewinne-freikarte-training/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Coach]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Freikarte]]></category>
		<category><![CDATA[Model]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[40 Prozent vom Brutto-Honorar verschwinden, bevor das erste Geld auf dem Konto ankommt – und genau das ist der Grund, warum handwerkliches Training in der ersten Karriere-Phase mehr wert ist als jede Sedcard. 99 Euro für einen Tag im Kölner Mediapark, der die Anlaufphase einer Modelkarriere um Monate verkürzen kann – plus eine Wildcard, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>40 Prozent vom Brutto-Honorar verschwinden, bevor das erste Geld auf dem Konto ankommt – und genau das ist der Grund, warum handwerkliches Training in der ersten Karriere-Phase mehr wert ist als jede Sedcard. 99 Euro für einen Tag im Kölner Mediapark, der die Anlaufphase einer Modelkarriere um Monate verkürzen kann – plus eine Wildcard, die wir gemeinsam mit der Agentur <a href="https://www.cmmodels.com">CM Models</a> verlosen. Wer ins Modelbusiness will, scheitert selten an Zentimetern, sondern an leblosen Augen vor der Kamera, falscher Schrittfrequenz auf dem Catwalk und einer Personality, die im Casting verpufft. Das Coaching setzt genau hier an: kein Glamour-Workshop, sondern Handwerk – mit Fotograf <a href="https://fivmagazine.de/fotograf-model-entdecker-oliver-rudolph/">Oliver Rudolph</a> am Set und aktiven Agentur-Models als Trainingspartner:innen.</p>
<p>Das ist die wichtigste Differenzierung gegenüber jeder Model-Schule, jedem Wochenend-Workshop und jeder YouTube-Akademie: Externe Teilnehmer:innen trainieren Schulter an Schulter mit gebuchten Profis. Nirgendwo sonst sieht man so schnell und so ehrlich, wo das eigene Niveau wirklich steht. Wer noch tiefer in die Welt hinter den Kulissen einer <a href="https://fivmagazine.de/internationale-modelagentur-modelagenturen-zusammenarbeiten-blick-hinter-kulissen/">internationalen Modelagentur</a> einsteigen möchte, versteht schnell, warum Agentur-Nähe im Training so entscheidend ist.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=Ie5Mhsl7FLM</p>
<h2>Warum die meisten Castings nicht am Körper scheitern</h2>
<p>Die unbequeme Wahrheit zuerst: Hauptagenturen wie CM Models lehnen die meisten Bewerber:innen nicht wegen zwei fehlender Zentimeter ab. Sie lehnen ab, weil die Personality im Polaroid nicht zündet, der Blick leer wirkt und die Person auf Korrekturen nicht reagiert. Modelagentin <a href="https://fivmagazine.de/modelagentin-louisa-von-minckwitz-bei-spiegel-tv/">Louisa von Minckwitz</a> bringt es auf den Punkt: trainierbar ist fast alles – außer der Mensch dahinter.</p>
<p>Der häufigste Ablehnungsgrund hat einen Namen: &#8222;Dead Eyes&#8220;. Der Körper ist da, das Outfit sitzt, aber im Polaroid passiert nichts. Trainiert wird das mit der Smize-Technik, einem Begriff den Tyra Banks geprägt hat: Lächeln ausschließlich mit den Augen, ohne den Mund zu bewegen. Anatomisch arbeitet dabei der Orbicularis-oculi-Muskel, der bei einem echten Lächeln (Duchenne-Lächeln) automatisch aktiviert wird. Wer ihn bewusst ansteuern kann, hat in jedem Casting einen messbaren Vorteil.</p>
<blockquote><p>Die meisten Bewerber:innen scheitern nicht an Maßen oder Gesicht – sie scheitern an drei Sekunden zu langem Posing und einem Blick, der nichts erzählt.</p></blockquote>
<p>Im Coaching wird dieser Blick nicht abstrakt erklärt, sondern unter Kameralicht trainiert. Wer schon einmal mit Modelinterview-Partner:innen wie <a href="https://fivmagazine.de/interview-internationales-model-corinna-ingenleuf/">Corinna Ingenleuf</a> oder <a href="https://fivmagazine.de/anuthida-ploypetch-topmodel-berlin-fashion-week/">Anuthida Ploypetch</a> gesprochen hat, hört dieselbe Aussage immer wieder: Das Handwerk lernt man am Set, nicht im Spiegel.</p>
<h2>Stundenplan: Was du von 10 bis 18 Uhr lernst</h2>
<p>Der Tag teilt sich in zwei klare Blöcke: Posing und Acting am Vormittag, Catwalk-Training am Nachmittag. Beide Disziplinen haben Regeln, die Außenstehende intuitiv falsch machen – und die im echten Job über Buchung oder Absage entscheiden.</p>
<h3>Posing: Der Drei-Sekunden-Rhythmus und seine Standard-Posen</h3>
<p>Profi-Models wechseln auf Editorial-Shoots ihre Pose alle zwei bis drei Sekunden. Wer länger verharrt, blockiert den Fotografen; wer schneller wechselt, liefert keine sauberen Frames. Trainiert werden die Standard-Bausteine: S-Curve (Hüfte gegen Schulter versetzt), Contrapposto (Gewicht auf einem Bein, andere Hüfte angehoben), Three-Quarter Turn (45 Grad zur Kamera, schlanker im Frame als frontal) und die Power Pose für Kampagnen-Looks. Hinzu kommen Hand-Positionen – nie flach, nie als Faust, immer mit Spannung im Handgelenk – und das Konzept des &#8222;Negative Space&#8220;: der bewusst gelassene Raum zwischen Arm und Körper, der Silhouetten erst lesbar macht.</p>
<p>Was Oliver Rudolph &#8222;Reset zwischen den Posen&#8220; nennt, ist der entscheidende Mikro-Moment: ein winziger Augenblick der Neutralität, in dem das Gesicht entspannt, bevor die nächste Bewegung beginnt. Ohne Reset wirken alle Frames identisch.</p>
<h3>Catwalk: Langsamer als gedacht, härter als gedacht</h3>
<p>Laien laufen im Casting fast immer zu schnell. Standard auf der <a href="https://fivmagazine.de/fashion-week-mailand-ss-23-sommer-2022-alle-termine/">Mailänder Fashion Week</a> sind etwa fünf Schritte in vier Sekunden – mit fixiertem Blickpunkt rund zwei Meter über dem Publikum. Wer ins Publikum schaut, verliert die Show-Präsenz, die Designer buchen wollen. Schrittlänge: rund 70 bis 80 Zentimeter bei Frauen, leicht länger bei Männern – immer auf einer gedachten Linie, nicht parallel.</p>
<p>Regional gibt es klare Unterschiede: Mailand läuft schneller, hüftbetonter, mit mehr Attitude (klassisch <a href="https://fivmagazine.de/dolce-gabbana-parfum-schuhe-tasche-the-one-men-woman/">Dolce &amp; Gabbana</a> oder <a href="https://fivmagazine.de/gucci-schuhe-guertel-tasche-luxurioese-accessoires-damen-herren/">Gucci</a>). Paris läuft neutraler, kontrollierter (<a href="https://fivmagazine.de/christian-dior-bahnbrechende-und-zeitlose-designs-gro%ce%b2e-auswahl-von-kleidung-bis-zu-den-vorzueglichsten-dueften/">Dior</a>, Saint Laurent). New York läuft athletischer, kürzere Pause am Ende des Runways – das Erbe der großen Sportswear-Häuser wie <a href="https://fivmagazine.de/donna-karan-praegte-amerikanische-modewelt-lebenslauf-meilensteine/">DKNY</a>. Wer diese Stile nicht trennen kann, fliegt im Casting raus, bevor die zweite Runde beginnt.</p>
<p>Geübt wird mit Spiegel und Video-Feedback, bis Schrittlänge, Tempo und Blickachse sitzen. Catwalk-Training ist Athletik, nicht Pose – nach drei Stunden brennen die Waden.</p>
<p><strong>Auf einen Blick – die drei großen Walks:</strong></p>
<ul>
<li>Mailand: schnell, hüftbetont, Attitude</li>
<li>Paris: kontrolliert, neutral, ruhige Schultern</li>
<li>New York: athletisch, sportlich, kurze Endpause</li>
</ul>
<h2>Sample Sizes: Warum die Maße kein Schönheitsideal sind</h2>
<p>Bevor jemand 99 Euro investiert, lohnt der nüchterne Blick auf Branchen-Standards. Hauptagenturen arbeiten mit klaren Maßgaben – nicht aus Willkür, sondern weil Sample-Pieces der Designer:innen weltweit identisch geschnitten sind. Ein einziges Sample-Set kostet zwischen 8.000 und 15.000 Euro pro Look. Niemand näht das in fünf Größen. Deshalb existiert die &#8222;Modelmaß&#8220;-Definition überhaupt.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kategorie</th>
<th>Female</th>
<th>Male</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Größe</td>
<td>174–180 cm</td>
<td>185–192 cm</td>
</tr>
<tr>
<td>Konfektion</td>
<td>34–36</td>
<td>46–48</td>
</tr>
<tr>
<td>Maße (Brust-Taille-Hüfte)</td>
<td>ca. 86-60-90</td>
<td>ca. 96-78-94</td>
</tr>
<tr>
<td>Alter Einstieg</td>
<td>14–22</td>
<td>16–28</td>
</tr>
<tr>
<td>Schuhgröße</td>
<td>38–40</td>
<td>42–45</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese Werte sind Orientierung, keine Ausschlusskriterien. Für Commercial-, Fitness-, Plus-Size- und Curvy-Divisions gelten eigene Spielregeln, ebenso für <a href="https://fivmagazine.de/die-herrenmode-von-heute-eleganz-kennt-keine-grenzen/">Herrenmode</a>-Kampagnen, die häufiger über Charakter als über Maße entscheiden. Wer tiefer einsteigen will, findet im Ratgeber <a href="https://fivmagazine.de/model-werden-voraussetzungen-bewerbung-modelagentur-tipps-fragen-stephan-czaja/">Model werden</a> die wichtigsten Wege ins Business, ergänzt durch Hinweise zur <a href="https://fivmagazine.de/modelbewerbung-model-werden-special-1/">Model-Bewerbung</a> und zum Ablauf eines <a href="https://fivmagazine.de/model-casting-model-werden-special-2/">Model Castings</a>.</p>
<h2>Was Models wirklich verdienen – die ungeschönte Rechnung</h2>
<p>Die Zahlen, die in keinem Glamour-Artikel stehen: Mother Agency 20 Prozent plus Booking Agency 20 Prozent ergibt branchenüblich 36 bis 40 Prozent Abzug vom Brutto-Honorar. Hinzu kommen Sedcard-Druck, Agentur-Buchhaltung, Reisekosten-Splits und in vielen Verträgen ein Vorschuss-System für Wohnungen in Paris, Mailand oder beim <a href="https://fivmagazine.de/international-modeln-new-york-london-paris-model-werden-special-4/">internationalen Modeln in New York, London oder Paris</a>. Die ersten ein bis zwei Jahre sind selten profitabel.</p>
<p>Tagesgagen variieren extrem nach Segment: Editorial-Strecken zahlen oft nur 150 bis 500 Euro pro Tag (das Honorar ist das Portfolio, nicht das Geld). Commercial-Shoots liegen bei 800 bis 3.000 Euro pro Tag. Echte Kampagnen mit weltweiten Buy-Out-Rechten erreichen 5.000 bis 50.000 Euro – aber dafür braucht es Reichweite und einen Booker, der hart verhandelt. Buy-Outs (Nutzungsrechte für Print, Online, Out-of-Home, Dauer und Region) verdoppeln das Honorar oft. Wer das nicht in den Vertrag verhandelt, schenkt der Marke Geld. Was Models in Märkten wie New York oder Los Angeles konkret erwarten können, zeigen übrigens die Einblicke aus unseren Interviews zu <a href="https://fivmagazine.de/models-in-new-york-city-voraussetzungen-scouting-castings-jobs-interview/">Models in New York City</a> und <a href="https://fivmagazine.de/models-in-los-angeles-scouting-castings-jobs-in-usa-interview/">Models in Los Angeles</a>.</p>
<p>Genau deshalb ist handwerkliches Training früh so wertvoll: Es verkürzt die Anlaufphase. Wer ab dem ersten Job verwertbare Frames liefert, wird häufiger gebucht – und kommt schneller in den Bereich, in dem Modeln tatsächlich ein Beruf wird statt ein bezahltes Praktikum.</p>
<h2>99 Euro vs. 450 Euro: Warum dieses Coaching anders kalkuliert ist</h2>
<p>Vergleichbare Posing-Workshops mit aktiven Modefotografen kosten regulär zwischen 250 und 450 Euro pro Tag. Reine Catwalk-Coachings bei freien Trainer:innen liegen bei 150 bis 300 Euro – ohne jede Agentur-Anbindung. CM Models verlangt 99 Euro und stellt aktive Agentur-Models als Trainingspartner:innen zur Verfügung. Das ist die wertvollste Komponente, weil man unmittelbar sieht, wo das eigene Niveau gegenüber gebuchten Profis liegt.</p>
<ul>
<li>✓ Training mit aktiven Agentur-Models statt nur mit Anfänger:innen</li>
<li>✓ Direktes Feedback eines arbeitenden Modefotografen</li>
<li>✓ Posing- und Catwalk-Modul am selben Tag</li>
<li>✓ Realistische Selbsteinschätzung in echter Agentur-Umgebung</li>
<li>✓ Keine Vertragsbindung, keine versteckten Folgekosten</li>
<li>✓ Mother-Agency-Kontakt im Anschluss möglich, wenn Eignung erkennbar</li>
</ul>
<h3>Für wen das Coaching nicht das richtige Format ist</h3>
<p>Ehrliche Einordnung gehört dazu: Wer unter 16 Jahren ist und ohne Erziehungsberechtigte:n erscheint, sollte das nicht buchen. Wer ein reines Hobby-Interesse an Fotografie hat, ist in einem klassischen Posing-Workshop besser aufgehoben – das Coaching ist auf Branchen-Einstieg ausgelegt. Und wer bereits zwei Jahre bei einer Hauptagentur unter Vertrag ist, lernt hier wenig Neues. Der Tag richtet sich an die kritische Phase zwischen &#8222;Ich überlege&#8220; und &#8222;Ich bewerbe mich ernsthaft&#8220;. Wer sich dabei fragt, wie Stephan Czaja und sein Team bei CM Models diese Phase strategisch begleiten, findet dazu aufschlussreiche Einblicke im <a href="https://fivmagazine.de/weg-modeln-tipps-einblicke-stephan-czaja-cm-models/">Interview mit Stephan Czaja über den Weg zum Modeln</a>.</p>
<h2>So nimmst du an der Verlosung teil – und so bereitest du dich vor</h2>
<p>Die Mechanik ist bewusst niedrigschwellig: Like die Seite von CM Models und trag dich in den &#8222;CM Academy Newsletter&#8220; ein – damit liegt dein Name in der Lostrommel für die Wildcard. Keine Bewerbungsmappe, keine Sedcard, kein Polaroid-Versand. Wer nicht gewinnt, kann den Tag regulär für 99 Euro buchen.</p>
<h3>Vorbereitungs-Checkliste für den Coaching Day</h3>
<ul>
<li>✓ Eng anliegende, schwarze Basics (Tank-Top, Slim Jeans aus solider Auswahl an <a href="https://fivmagazine.de/jeans-marken-damen-x-herren-mode-von-diesel-armani-cheap-monday/">Jeans-Marken</a>, schlichte <a href="https://fivmagazine.de/high-heels-rote-sohlen-geschichte-hinter-louboutin/">High Heels</a> für Damen)</li>
<li>✓ Haare offen oder zum schnellen Umstecken vorbereitet</li>
<li>✓ Minimaler Make-up-Look – Coaches wollen das echte Gesicht sehen</li>
<li>✓ Wasserflasche, leichter Snack, kein schweres Mittagessen</li>
<li>✓ Notizblock für Feedback, das man später nicht mehr aktiv erinnert</li>
<li>✓ Ein zweites Outfit-Set für den Catwalk-Block</li>
<li>✓ Pünktlichkeit – wer zu spät kommt, verbrennt das Aufwärm-Modul</li>
</ul>
<p>Wer beim Outfit unsicher ist, orientiert sich an der Agentur-Polaroid-Standard-Optik: schwarz oder neutral, kein Logo, keine Muster, keine <a href="https://fivmagazine.de/tiermuster-modetrends-jacke-schuhe-maentel-co/">Tiermuster</a>. Coaches wollen sehen, wie du aussiehst – nicht, was du anhast. Inspiration für Mode-Mindset und Branchen-Sprache liefert übrigens unsere Sammlung an <a href="https://fivmagazine.de/mode-zitate/">Mode-Zitaten</a> von Lagerfeld, Chanel und Co.</p>
<h2>Was Coaches wirklich beobachten – und was sie sofort aussortiert</h2>
<p>In Gesprächen mit Bookerinnen und Models zieht sich ein roter Faden durch alle Aussagen: Trainierbar ist fast alles, außer Persönlichkeit und Lernbereitschaft. Coaches achten weniger auf die ausgeführte Pose als auf die Reaktion zwischen den Anweisungen. Wer Korrekturen nicht aufnimmt, fällt durch – nicht im Coaching, aber im echten Job.</p>
<p>Die Industrie ist klein, Bookings sprechen sich rum, und Models, die auf Set &#8222;schwierig&#8220; sind, werden zweimal gebucht und dann nie wieder. Der Coaching Day simuliert diesen Druck im geschützten Rahmen. Genau das ist sein eigentlicher Wert.</p>
<p>Wer sich parallel mit der medialen Inszenierung des Berufs beschäftigt, sollte die Distanz zwischen Show und Realität kennen: Un</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
