Tierfotografie – 5 Tipps für Kameraeinstellungen, Ausrüstung, Wildtiere & Co.

Die Tierfotografie ist ein sehr beliebter Bereich, dabei ist es völlig nebensächlich, ob es sich bei den Motiven um die eigenen Haustiere, wild lebende Tiere oder Tiere aus dem Zoo handelt. Beinahe zu jeder Zeit und fast überall laufen einem passende Motive über den Weg. Allerdings braucht es zum optimalen Ablichten etwas mehr als nur den Auslöser zu drücken. Nachfolgend erfährst du wichtige Tipps zum Fotografieren von Tieren.

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Die optimale Ausstattung

Tiere sind in den meisten Fällen scheue und unberechenbare Modelle. Ein Schritt zu nah ran und das gewünschte Motiv ist nicht mehr vor der Linse. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei der Tierfotografie, wenn du auf ein Tele-Zoom oder Reise-Objektiv mit einer Brennweite von mindestens 200 Millimetern zurückgreifst. So kannst du den entsprechenden Abstand bewahren und verscheuchst dein tierisches Motiv nicht. Selbiges ist auch gültig, wenn du dein weniger scheues Haustier ablichten möchtest. Wenn du ganz natürliche Bilder haben möchtest, solltest du in jedem Fall unbeobachtet fotografieren.

Die optimale Einstellung

Tiere sind beinahe ständig in Bewegung, und auch wenn es so aussieht, als wenn sie still verhaaren, kann jedes kleinste Geräusch sie aufschrecken lassen und dein Motiv macht sich aus dem Staub und eventuell geknipste Fotos sind aufgrund von Unschärfe nicht zu gebrauchen. Daher solltest du die Blendenautomatik Tv oder S nutzen. Außerdem solltest du die Verschlusszeit mindestens auf 1/125 Sekunden einstellen. Am optimalsten kannst du allerdings arbeiten im vollständig manuellen Modus.

Die Blende solltest du hierzu so weit wie möglich aufreißen (kleine Blendenzahl). Die Schärfentiefe wird so gering gehalten und dein Modell vor einem unscharfen Hintergrund freigestellt. Es wäre außerdem praktisch für die Tierfotografie, wenn deine Kamera über eine ISO-Automatik verfügt und so einer Unter- oder Überbelichtung entgegen steuert.

Die optimale Vorbereitung

Stelle als Erstes bei deinem Objektiv die längste Brennweite ein, sowie rückwärts zoomen. So kannst du entsprechenden Abstand zu dem Tier halten und verscheuchst es nicht. Wenn du in einem Tierpark bzw. Zoo fotografierst, stehen dir zusätzliche Hindernisse bevor. Viele dieser Tiere sind nur durch eine Glasscheibe zu betrachten. Damit du eine störende Spiegelung bei deiner Tierfotografie verhinderst, musst du ganz nah an die Glasscheibe gehen, um dein Objektiv mit aufgesetzter Gegenlichtblende ein schwarzes Tuch wickeln, um so den seitlichen Lichteinfall zu blockieren.

Solltest du kein passendes Tuch parat haben, entferne einfach die Gegenlichtblende und setze vorsichtig die Frontlinse parallel an die Scheibe. Jedoch bist du im Vergleich zur Tuch-Variante weniger mobil. Befindet sich das tierische Modell hinter einem Maschendrahtzaun, hilft dir eine lichtstarke Optik mit einer Blende ab F 2,8. Der Draht wird so komplett aus dem Fokus gehalten.

Die optimale Gestaltung

Tiere solltest du nicht von oben herab fotografieren, steig lieber auf eine Bank oder geh in die Knie. Bleibe wenn möglich, mit dem Tier auf Augenhöhe. Außerdem solltest du versuchen das Motiv zu fotografieren, wenn es in Aktion ist. Spannender als simples Porträt sind Affen, die sich raufen, Pinguine beim Schwimmen oder Bären, die herumtollen. Mit einem Weitwinkel-Objektiv mit einer Brennweite von 24 Millimetern oder kleiner, kannst du beispielsweise mithilfe von der Weitwinkel-Verzerrung ansprechende Karikatur-Effekt erreichen.

Allgemeine Tipps

Wichtig ist, dass du dich beim Ablichten in der Tierfotografie nicht nur ausschließlich auf dein Motiv konzentrierst, du solltest insbesondere in Zoos oder freier Natur auf den Vorder- und Hintergrund achten und ihn weitmöglichst stillhalten. Besucher, Sträucher und Zäune können deine Bilder schnell zerstören. In einigen Fällen ist es auch angebracht, wenn du ein Tier stark ranzoomst, und zeigst nur ein Teil von dem Motiv. Heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass du den Hintergrund immer vollständig ausblenden solltest oder musst. Ein tief hängender Baum kann z.B. ein schöner natürlicher Rahmen sein.

5 Tipps für Tier Fotografie von Wildlife Fotograf Benjamin Jaworskyj

Der erfahrene Abenteurer und Wildlife Fotograf Benjamin Jaworskyj teilt seine Leidenschaft und sein Wissen über die Fotografie sowie wertvolle Tipps aus seiner Zeit in Südafrika.

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