8 Fehler beim Immobilienkauf: Lage, Eigennutz und Wiederverkaufswert – Unsere Tipps

Fehler beim Immobilienkauf – Fehler schleichen sich immer wieder gerne in den Kaufprozess einer Immobilie ein. Egal ob eine schlechte Lage der Immobilie, Gründe gegen Eigennutz oder einem Kauf aus Emotion – Fehler kosten dich viel Geld. Um das zu vermeiden, haben wir dir hier einen Ratgeber zusammen gestellt, mit dem du garantiert nie wieder ein Fehler beim Kauf deiner nächsten Immobilie machst.

Fehler 1 – Die Lage ist entscheidend

Eine Immobilie in einer schlechten Lage ohne hohe Nachfrage wird schnell zu einem Problem. Deshalb sollte man immer in einer attraktiven Lage kaufen.

Immobilie in schlechter Lage:

  • Geringe Nachfrage
  • Vermietung wird schwer
  • Folge: Leerstand

Deshalb unser Tipp: Auf A- B- und C- Lagen achten!

Immobilien in guter Lage:

  • Kaufen in Großstädten (nicht Metropolen in top A-Lage), Beispiel Bonn oder Leipzig
  • Ballungsräumen, dem berühmten Speckgürtel, mit guter B-Lage wie alles um München, Darmstadt bei Frankfurt
  • Gefragte Städten mit B-Lage, wie Kassel, Braunschweig oder Heidelberg

Fehler 2 – Eine zu spezielle Immobilie

Spezielle Immobilien fordern eine spezielle Käufergruppe – und diese ist nicht leicht zu finden. Deshalb sollte man immer auf Immobilien setzten, deren Nutzen und Gebrauch die Bedürfnisse der breiten Masse abdeckt. In unserem Artikel zu Immobilienarten kannst du alles über Wohnung, Haus und Co. lernen. Was wird also auf dem Immobilien Markt gesucht?

Wovon also die Finger lassen?

  • Loft/ Villa/ Apartment, alles was den normal Verbraucher übersteigt
  • Diese Art von Immobilie muss sich in einer top A- Lage befinden, um es verkaufen/ vermieten zu können.

Unser Tipp: 1-2 Zimmer Wohnung

In allen Lagen, sei es A, B, oder auch C, sind 1-2 Zimmer Wohnungen zu finden und die Nachfrage steigt stetig. Da immer mehr Menschen alleine Leben, lohnt sich ein Blick auf die Singleapartments allemal.

Ein Beispiel für eine Spezial Immobilie in C- Lage: schwer zu verkaufen.

Fehler 3 – Eigennutz statt Investition

Über Eigennutz kannst du viel in unserem Artikel zum Thema nach lesen. Hier erfährst du nochmals in Kürze, warum es nicht Ratsam ist, seine erste Immobilie zum Eigennutz einzusetzen. Deshalb unser Tipp: Kaufe keinen Eigennutz ohne Kapitalanlage, denn du bist für 100% der Betriebskosten zuständig, weder Mieter noch das Finanzamt kommt dir finanziell zur Hilfe.

Gründe gegen Eigennutz

  • Eigennutz ist die teuerste Art des Wohnens
  • Man wird durch laufende Kosten nie ganz mietfrei
  • Man zahlt die Immobilie selbst ab
  • Eigennutz reduziert Bonität
  • Immobilie ist später nicht altersgerecht

Fehler 4 – Ein Haus als Erstimmobilie

Wenn man als Erstimmobilie ein Haus wählt, muss man sich auch im klaren sein, dass dies für dich zu 100% das tragen der Kosten bedeutet. Deshalb unser Tipp: Kaufe als Erstimmobilie eine Eigentumswohnung.

Eigentumswohnung: Kostenverteilung leicht gemacht

Sobald man eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus zu seinem Eigentum erwirbt, wird man Teil einer Eigentümergemeinschaft. Somit teilen sich alle laufenden Kosten, die für Reparatur, Instandhaltung und Modernisierung anfallen, auf alle Parteien des Hauses aufgeteilt.

Hier ein kleines Beispiel:

  • Hauseigentümer (100%): 12.000 Euro
  • 4-Parteien Haus (25%): 3.000 Euro (-9.000 Euro)
  • 8-Parteien Haus (12,5%): 1.500 Euro (-10.500 Euro)

Fehler 5 – Die Emotionen einfließen lassen

Immobilien sollten immer Rational statt Emotional betrachtet werden. Deshalb unser Tipp: Kaufe eine Immobilie nie aus einer Emotion heraus. Auch wenn du die Immobilie auf den ersten Blick wahnsinnig schön findest, denke nochmal gut darüber nach. Oft sind solche Gebäude baufällig oder Modernisierungsbedürftig, wodurch für dich am Ende viel mehr Kosten anfallen, als eigentlich raus springen.

Was soll man also tun?

  • Vermeide Spontankäufe!
  • Prüfung auf kaufmännischer und technischer Ebene
  • Prüfung Rendite, Kauf- und Wiederverkaufswert

Eine typische Immobilie die aus Emotion gekauft wird: Viel Charme, wenig Profit.

Fehler 6 – Keine Acht auf den Wiederverkaufswert

Ein echt toller Kaufpreis! – Und nun? Wie viel springt am Ende dabei raus? Viele achten beim Kauf einer Immobilie nicht auf den Wiederverkaufspreis, was du aber unbedingt tun solltest!

Die entscheidenden Faktoren für den Wiederverkaufswert sind:

Vergleich: Lage und Wertsteigerung

Vergleichen wir die 3 Lagearten und die Wertsteigerung:

  • A- Lage: Wertsteigerung bei 4-6% im Jahr
  • B- Lage: Wertsteigerung bei 1-2% im Jahr
  • C- Lage: keine Wertsteigerung

Als Einsteiger entscheiden sie sich für eine Eigentumswohnung in guter C- Lage oder B- Lage.

Fehler 7 – Top Ausstattung- schlechte Immobilie

Tolle Küche, tolle Möbel, du hast die Immobilie nur auf Grund ihrer tollen Ausstattung gekauft? Schlecht für dich, denn so springt weniger Profit raus. Was du suchst sind renovierungsbedürftige Immobilien, denn so kannst du sie selbst renovieren und dann verkaufen, wodurch Gewinn erzielt werden kann.

Fehler 8 – In riesigen Raten zahlen

Du willst deinen Kredit so schnell wie möglich tilgen und denkst, große Summen helfen dir dabei? Das ist leider falsch. Hier unser Tipp: Vereinbare bei der Bank lieber kleine Tilgungsraten.

  • Der Mieter zahlt die Immobilie ab, alle Überschüsse sind direkter Vermögensaufbau
  • Durch die Inflation reduziert sich das Darlehen auf lange Zeit
  • Je höher man die Tilgung ansetzt, desto weniger bleibt am Monatsende übrig
  • Je schneller eine Immobilie Cashflow bringt, desto höher der Überschuss

Immobilie kaufen: Vermögensaufbau und Geldanlage

Wie kauft man überhaupt eine Immobilie? Was muss ich außer den 8 Fehlern alles beachten? Hier erfährst du alles über Vermögensaufbau und Geldanlagen.

Die Inflation des Geldes ist allgegenwärtig. Wenn du heute Geld anlegst, ist dieses in 30 Jahren nur noch die Hälfte wert. In diesem Artikel wird die klassische Geldanlage auf der Bank mit einer Kapitalanlage in Form von Immobilien verglichen. Eine Immobilie schafft also „echte Werte“. Was das heißt, erfährst du hier!

Eigennutz vs. Immobilie als Kapitalanlage: Vor- und Nachteile des Eigenheims

Der Traum vom Eigenheim ist ein Ziel, das viele Leute vor Augen haben. Doch ist es sinnvoll, als erste Immobilienart ein Haus zum Eigennutz zu wählen? Oder ist es nicht doch vielleicht sinnvoller, vor allem die Erstimmobilie als Kapitalanlage zu nutzen? Im Alter mietfrei wohnen wird sich auch mit einem Eigenheim nie ganz erfüllen, denn du  bist immer zu 100% für alle laufenden Kosten verantwortlich. Deshalb findest du hier in diesem Artikel einen Vergleich zwischen Eigennutz und einer Immobilie als Kapitalanlage, der dir die Entscheidung zum Nutzen deiner Erstimmobilie erleichtern soll.