Maximaler Kaufpreis bestimmen: Bonität, Eigenkapital & Co. – 4 Schritte zur Kreditwürdigkeit

Kaufpreishöhe – Wie viel Immobilie kann ich mir überhaupt leisten? Diese Frage steht zu Beginn des Kaufprozesses der vielleicht ersten Wohnung und hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählt deine Bonität und Selbstauskunft, im Bezug auf Vermögen, die monatliche Vermögensbilanz (Rückzahlung), das Eigenkapital und der Beleihungswert der zu finanzierenden Immobilie. Hier lernst du alles wichtige zur maximalen Kaufpreisermittlung.

Immobilie kaufen: Was kann ich mir leisten?

Um sich eine Immobilie von bestimmtem Wert leisen zu können, muss man meistens zu seinem Teile an Eigenkapital einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Die Bank bestimmt, in welcher höhe sie einen Kredit an bestimmte Personen auszahlt, das wiederum ist an Faktoren gebunden.

Faktoren zum eingrenzen der zur Verfügung stehenden Summe:

  • Bonität & Selbstauskunft
  • Beleihungswert der Immobilie
  • Eigenkapital in Abhängigkeit zur Bonität
  • Monatliche Belastung

Schritt 1: Bonität und Selbstauskunft

Um eine Immobilie zu finanzieren, solle auf der Bank erstmals deine Bonität mit Hilfe einer strukturiert formulierten Selbstauskunft festgelegt werden.

Selbstauskunft: Entscheidungshilfe der Bank

Die Selbstauskunft ist ein Überblick deiner finanziellen Verhältnisse. Der Bank wird somit ein Einblick in die momentane Vermögenssituation gegeben und gilt somit als wichtige Entscheidungsgrundlage. Von ihr hängen die Kredithöhe und Konditionen der Finanzierung ab.

Bonität: Die eigenen Vermögenswerte

Die Bonität muss zuerst von der Bank geprüft werden. Hierzu werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber gestellt. Wichtig: Die Vermögensbilanz muss immer positiv sein! Wenn dieser Fall vorliegt, ist man Kreditwürdig. Sollte das nicht so sein, bedeutet das, je geringer die Kreditwürdigkeit, desto mehr Eigenkapital muss aufgebracht werden.

Bonität heißt also:

  • Je höher die Bonität, desto geringer der Eigenkapitalanteil
  • Je geringer die Bonität, desto höher der Eigenkapitalanteil

Schritt 2: Der Beleihungswert der Immobilie

Es gibt einen Verkehrswert (Marktpreis) und einen Beleihungswert (Verkehrswert abzüglich 20%).

Verkehrswert

Der Verkehrswert beschreibt den voraussichtlich erzielbaren Verkaufspreis einer Immobilie, unter den aktuellen Marktgegebenheiten.

Beleihungswert

Der Beleihungswert liegt meist circa 20% unter dem angesetzten Verkehrswert. Banken bewerten Immobilien, die als Sicherheit (Finanzierung) hinterlegt werden, geringer als den Marktpreis. Einfach gesagt, diesen Betrag würde die Bank, im Falle eines Verkaufs oder sogar einer Zwangsversteigerung, auf jeden Fall bekommen.

Schritt 3: Eigenkapital in Abhängigkeit zur Bonität

Grundsätzlich wird bei der Finanzierung einer Immobilie 20% Eigenkapital verlangt. Dass die Kreditwürdigkeit und die Bonität eine wichtige Rolle spielen, wurde in Schritt 1 bekannt. Allerdings gelten die 20% nicht immer, denn die höhe des Eigenkapitals richtet sich primär nach der Bonität und dem ermittelten Beleihungswert.

  • Standard ist 20% Eigenkapital
  • Bonität: reduziert Eigenkapital
  • Kaufpreis: reduziert Eigenkapital (wenn unter Marktpreis)

Schritt 4: Monatliche Belastung

Hier interessiert sich die Bank für dein monatliches Einkommen und die Ausgaben. Das zur Verfügung stehende Einkommen ist entscheidend, für die Rückzahlung der Zinsen und Tilgung. Ist dies zu gering und die Ausgaben zu hoch, kann dies zu einer schlechteren Kreditwürdigkeit führen.

  • Monatliche Einnahmen und Ausgaben
  • Entscheidend für Rückzahlung von Zinsen und Tilgung

Fazit: Wie viel Immobilie ist es am Ende?

Als Angestellter mit regelmäßigem Einkomme und einer gut strukturierten Selbstauskunft, sollte es kein Problem sein, auf eine Eigenkapitalquote von 10% zu kommen. Die Höhe des Kaufpreises ergibt sich dann aus folgender Rechnung:

  • Eigenkapital x 10 = Kaufpreis der Immobilie

Hier erfährst du noch mehr zum maximalen Kaufpreis einer Immobilie/ Immobilien-Erfahrung.de

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