Autofokus oder kein Autofokus? Manuellen Modus bevorzugen?

Der Autofokus ist ein kleines Technik Wunder in einer Kamera und die meisten Menschen sind dankbar für ihn, da er für scharfe Bilder sorgt. Und das ist eine tolle Erfindung und für Anfänger wie auch fortgeschrittene Hobby Fotografen eine große Hilfe. Wer jedoch mehr möchte als nur scharfe Fotos, sollte hin und wieder den Autofokus ausstellen und sich selbst um die Tiefenschärfe kümmern. Es gibt verschiedene Situationen, in denen der Autofokus sowieso von Nachteil ist und ein ambitionierter Fotograf ihn am besten ausschaltet.

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Tipps: Wann sollte der Autofokus der Kamera beim Fotografieren besser aus bleiben

Ein Autofokus funktioniert nur gut, wenn er ausreichend Licht zur Verfügung hat. Willst Du etwas im Dämmerlicht fotografieren oder in einem dunklen Raum, solltest Du besser auf den Autofokus verzichten und die Schärfe selbst einstellen, bevor Du den Auslöser drückst. Wer als Fotograf ein Bild mit einem einfarbigen, kontrastarmen Hintergrund fotografieren möchte, wird schnell merken, dass der Autofokus damit nicht klar kommt.

Darum sollte er in solchen Fällen gleich ausgestaltet werden, zumal derartige Motive immer eine gute Gelegenheit darstellen, dass eigene Auge auf der Suche nach dem bestmöglichen Motiv zu schulen. Die besten Fotos entstehen für Fotografen eigentlich immer bei strahlendem Sonnenschein, da dabei alle Farben hell leuchten und die sonnige Stimmung auf dem Foto den Betrachter glücklich macht.

Allerdings gibt es verschiedene Wetterlagen, die einzigartige Fotos erlauben wie zum Beispiel bei Nebel oder während es schneit. Sogar Regenfotos können außergewöhnliche Stimmungen wiedergeben. Nur kommt der Autofokus mit diesen Bildern selten zurecht und daher sollte er gleich ausgeschaltet werden. Gerade bei Aufnahmen von einem Gesicht ist es überaus wichtig, den Autofokus zu entfernen, da sich der Fokus entweder auf die Nase, das Ohr oder vielleicht die Augen scharf stellt und alles andere leicht unscharf zeigt. Das ist bei jedem Porträt von Nachteil, denn eigentlich bestimmt der Fotograf selbst, wo der Schwerpunkt eines Bildes liegt.

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Manuelle Kameraeinstellung: Bewegliche Motive werden besser ohne Autofokus fotografiert

Ein richtiger Knackpunkt für einen Autofokus ist ein sich bewegendes Motiv und je schneller es sich bewegt, desto schwerer wird der Fokus damit fertig. Aufnahmen von schnellen Sportlern, Autos oder ähnlichem sind sehr schwer herzustellen und ein Autofokus arbeitet zu langsam, um bei diesen Aufnahmen von Nutzen zu sein. In diesem Fall sollte ein ambitionierter Hobby-Fotograf eher auf sein eigenes Gefühl und sein geschultes Auge setzen. Gerade das Fotografieren von beweglichen Bildern ist ein schwieriges Thema in der Fotografie.

Daher kann ein Fotograf mit Ambitionen nur durch nachhaltiges Training mit der Kamera und der Selbsteinstellung schnell genug werden, um bewegliche Fotos von guter Qualität zu schießen. Makroaufnahmen sind ebenfalls eine Kunst für sich und daher sollte der Autofokus bei dieser Art von Kunstfotografie ausgeschaltet bleiben. Bei einer Makroaufnahme ist es immer besser, selbst die Schärfe zu bestimmen und dann im besten Moment den Auslöser zu betätigen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Einstellung des Autofokus macht selbstverständlich ein Geräusch, was ein Fotograf leider viel zu schnell vergisst.

Lautstärke des Autofokus

Aber gerade seltene oder scheue Tiere können durch fremdartige Töne erschreckt werden, wodurch das Foto verdirbt und das Motiv im schlimmsten Fall sogar flüchtet. Da Tiere sich zusätzlich oft noch schnell bewegen, ist ein Autofokus bei Tieren selten nützlich. Du kannst ihn also gleich ausschalten und auf Deine Erfahrungen und Dein Talent vertrauen. Hin und wieder ergibt sich die unglaubliche Gelegenheit, wundervolle Motive abzulichten, indem Du durch eine Glasscheibe oder ähnliches fotografierst. Jedoch kann der Autofokus in diesem Fall nicht wissen, worauf dein Blick zielt und daher musst Du die Schärfeeinstellung selbst übernehmen, um das beste Bild zu bekommen.

Der Autofokus ist für viele Anfänger und selbst für Profis oftmals ein nützliches Feature, aber eben nicht immer. Bei zu wenig Licht, bei beweglichen Motiven oder Porträts kann er doch sehr zum Nachteil sein. Und ohne Autofokus kann ein ambitionierter Hobby Fotograf zusätzlich sein fotografisches Auge schulen.

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