Wassertropfen – faszinierende Bilder aus einer kleinen Welt – zwischen Dynamik und Ästhetik

Eindrucksvolle Fotos von Wasserspritzern und einzelnen Tropfen bringen viele Menschen zum Staunen. Während in der Makrofotografie spezielle High Speed Stroboskope erforderlich sind, können Wassertropfen ohne eine Spezialausrüstung fotografiert werden. Das einzige, was Du brauchst sind die richtigen Kameraeinstellungen, gutes Licht, natürlich etwas Wasser – und diese Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Was Du zum Fotografieren von Wassertropfen benötigst

Am einfachsten ist das Fotografieren von Wassertropfen draußen an einem sonnigen Tag. Im Gegensatz zu Aufnahmen in Räumen benötigst Du draußen kein zusätzliches Licht. Zu Deiner Ausrüstung sollten gehören: DSLR-Kamera mit Makro- oder Teleobjektiv, ein Stativ, Fernsteuerung, Lebensmittelfarbe, eine medizinische Spritze (Alternative: Gefrierbeutel mit einem kleinen Loch), eine große mit Wasser gefüllte Schüssel und Sonnenlicht. Empfehlenswert ist folgendes Vorgehen:

  • Schritt 1:
    Stelle die Schüssel in das helle Sonnenlicht, am besten auf einen Tisch.
  • Schritt 2:
    Fülle die Schüssel mit Wasser, etwa 3 cm Wassertiefe reichen. Füge eine blaue oder beliebige Lebensmittelfarbe hinzu, bis das Wasser den gewünschten Farbton erreicht hat.
  • Schritt 3:
    Befestige die Kamera auf dem Stativ. Verwendest Du ein Makroobjektiv besteht die Gefahr, dass Wasserspritzer das Objektiv treffen. Schiebe in diesem Fall eine durchsichtige Folie zwischen Schüssel und Kamera. Ein Teleobjektiv kannst Du weiter weg platzieren, deshalb entfällt hier der Auswand. Fokussiere das Bild am besten manuell auf die Mitte der Wasseroberfläche und fixiere die Einstellung. Der Aufnahmewinkel sollte nicht zu steil sein und die Sonne sich hinter der Kamera befinden.
  • Schritt 4:
    Wähle bei einem Makroobjektiv eine Verschlusszeit von mindestens 1/4000 Sekunde bei einer Blende von f16 bis f20, um die notwendige Schärfentiefe zu erhalten. Verwendest Du ein Teleobjektiv (zum Beispiel 100 mm), kannst Du es mit der Blende f2.8 versuchen. Die Werte sind stark von den individuellen Lichtverhältnissen abhängig, deshalb sind einige Probeaufnahmen unerlässlich.
  • Schritt 5;
    Wenn Du keinen Assistenten hast, stehst Du vor der Schwierigkeit, mit der Spritze einen Tropfen zu erzeugen und fast gleichzeitig die Fernsteuerung zu drücken. Deshalb verwenden viele Fotografen einen Gefrierbeutel, der oberhalb der Schüssel fixiert ist. Versehen mit einem kleinen Loch sorgt dieser Beutel für eine konstante Rate an Wassertropfen, so dass Du dich nur um die Fernsteuerung kümmern musst. Wichtig ist, dass der Tropfen immer an der gleichen Stelle auf das Wasser trifft. Je größer die Fallhöhe der Tropfen, umso höher springen die Wassertropfen.
  • Schritt 6:
    Mache ein paar Probeaufnahmen und korrigiere die Belichtung oder die Blende. Danach steht ein paar eindrucksvollen Aufnahmen nichts mehr im Wege. Wenn Du im RAW-Format fotografierst stehen Dir bei der Nachbearbeitung alle Möglichkeiten offen.

Für Aufnahmen im Innenbereich gilt im Grunde der gleiche Aufbau. Nur dass Du dich um zusätzliches Licht kümmern musst. Du kannst dazu eine Lampe oder einen Blitz verwenden. Ganz gut funktioniert das, wenn sich die Lichtquelle vor dem Objekt befindet und ein Reflektor verwendet wird. Die Leistung des Blitzgeräts ist so weit zu drosseln, bis die Wassertropfen scharf abgebildet werden.

In der Nachbearbeitung kannst Du versuchen das Bildrauschen zu reduzieren und die Schärfe zu optimieren. Du hast außerdem die Möglichkeit eine andere Farbtemperatur zu wählen und das Bild zu beschneiden und auszurichten.

Alternativen und weitere Techniken

Damit die Flüssigkeit etwas träger reagiert, kannst Du sie mit einem Verdickungsmittel (zum Beispiel Guarkernmehl) andicken. Dadurch bestehen die Formen der Tropfen wesentlich länger. Auch Experimente mit unterschiedlichen Wasserfarben oder die Verwendung anderer Flüssigkeiten wie zum Beispiel Milch bringen oft gute Ergebnisse. Interessante Effekte sind auch mithilfe von Rauch oder farbigen Hintergründen (Folien) zu erzielen.

Fazit: Durch einfache Tricks können atemberaubende Bilder mit Wassertropfen entstehen

Das Fotografieren von Bildern, die dem menschlichen Auge weitgehend verborgen bleiben ist immer wieder faszinierend. Schon mit einem relativ einfachen Aufbau, lassen sich beim Fotografieren von Wassertropfen immer wieder fantastische Bilder mit viel Dynamik und Ästhetik. Auch das Experimentieren mit verschiedenen Techniken führt oft zu erstaunlichen Bildern aus der Welt der Wassertropfen.

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