Landschaftsfotografie – Wie macht man das perfekte Bild von einem Wasserfall

Landschaften zu fotografieren gehört wohl zu den angenehmsten Objekten, da diese sich bekanntlich ja nicht von der Stelle bewegen. Jedoch gibt es auch in der Landschaft Motive, die eine eigen Dynamik haben die vorbeiziehenden Wolken am Himmel, Baumkronen, die sich mit dem Wind hin und her wiegen oder auch Wasserfälle, die viele Meter tief stürzen. Generell gehören Wasserfälle, zu den Motiven die der Landschaftsfotografie Leben einhauchen. Nachfolgend erfährst du interessante Tipps, damit du einen Wasserfall optimal fotografieren kannst.

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6 Tipps für wunderschöne Wasserfall-Aufnahmen

Fotografieren von Wasserfällen mit der richtigen Ausrüstung

Damit deinen Aufnahmen die entsprechende Dynamik und Dramatik bekommen, ist es wichtig, dass du Wasserbewegungen einfängst. Bei Aufnahmen mit dem Smartphone oder einer Kompaktkamera stehst du vor einem großen Problem, denn du hast nicht die Möglichkeit die Verschlusszeit einzustellen. Die Bewegung des Wassers kommt dir so abhanden. Zur Grundvoraussetzung beim Fotografieren von Wasserfällen gehört daher zu aller erst eine Kamera, deren Belichtungszeit die manuell einzustellen ist.

Meistens ist bereits eine halbe Sekunde ausreichend, damit du aus einem scheinbar langweiligen Motiv eine außergewöhnliche Aufnahme wird. Das Wasser wird immer nebliger, umso länger die Belichtungszeit ist. Da es keinem Menschen gelingt eine Kamera über mehrere Sekunden reglos zu halten und auch bei einer halben Sekunde nicht, brauchst du zweitens ein Stativ. Nur so kannst Du den Wasserfall optimal in Szene setzen.

Augenmerk auf das Licht

Hast du deine entsprechende Kamera sowie das Stativ, dann kannst du dir nun am Wasserfall die schönste Stelle mit dem ansprechendsten Licht suchen, um so die richtige Szenerie zu zaubern. Sollte der Wasserfall unmittelbar dem prallen Sonnenlicht konfrontiert sein, ist es das Beste deine Ausrüstung gar nicht erst auszupacken, da in diesem Fall die Kontraste viel zu hart wären. Befindet sich das Licht der Sonne jedoch unter dichten Wolken oder liegt der Wasserfall beispielsweise in einer engen Schlucht ohne direkte Einstrahlung des Sonnenlichts, hast du hervorragende Voraussetzungen. Des Weiteren eignet sich auch die Dämmerung, um einen Wasserfall optimal zu fotografieren.

Aufnahmen von Wasserfällen mit Langzeitbelichtung

Passen das Licht und der Standpunkt, kannst du dich ans Fotografieren machen. Damit du die Bewegungen des Wassers festhalten kannst, ist es wichtig, mindestens eine Viertelsekunde zu belichten. In vielen Fällen ist jedoch besser über mehrere Sekunden zu belichten. Zum Erreichen so einer Belichtungszeit reicht schon, im Falle einer Dämmerung, auf Blende 13 abzublenden. Der Vorteil dieser weit geschlossenen Blende ist die Tatsache, dass das Foto vom Vorder- bis zum Hintergrund scharf abgelichtet wird.

Zum Verlängern der Belichtungszeit kannst du auch ausprobieren, die Blende noch mehr zu schließen, beispielsweise mit Blende 22. Sollte die Belichtungszeit auch mit weit geschlossener Blende immer noch zu kurz sein, kann dir ein Graufilter bzw. ND-Filter weiterhelfen. Mit einem Graufilter ist es dir möglich, die Belichtungszeit maßgeblich zu verlängern, ohne das du dabei die Blende noch weiter verschließen musst.

Einen Graufilter bekommst du in unterschiedlichen Stärken. Beispielsweise verdoppelt sich die Zeit der Belichtung bei einer Stärke von 0.3 und bei 0.6 wird sie vervierfacht. Du kannst die Filter auch miteinander kombinieren. Entsprechende Filter gibt es zum einen aus Kunststoff und zum anderen aus Glas. Glasfilter sind zwar teurer dafür aber weitestgehend farbneutral.

Vermeide Spiegelungen

Du kannst Spiegelungen auf nassen Blättern, Steinen oder auf Wasser minimieren, indem du einen Polfilter verwendest. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass der Einsatz von einem Polfilter sich ebenfalls verlängernd auf die Belichtungszeit auswirkt. Natürlich kannst du hinter her auch mit Photoshop die Bilder entsprechend nach Bearbeiten, allerdings ist es schöner, wenn du direkt beim Ablichten alles richtig machst.

Es ist besser ein Bild mehr zu schießen, als eines zu wenig

Auch wenn du ein Foto mit einer gewissen Belichtungszeit aufgenommen hast, ist es trotzdem lohnenswert, wenn du noch weitere Belichtungszeiten austestest. Besitzt du unterschiedliche Graufilter, dann sind die Belichtungszeiten sehr simpel für dich zu variieren. Wenn du dich jetzt fragst, ob dieser ganze Aufwand überhaupt nötig ist, dann kann dies eindeutig mit Ja beantwortet werden. Deine Bildergebnisse sind auf dem Display deiner Kamera oft nur schwer einschätzbar.

In vielen Fällen siehst du erst auf deinem Computer, welche Aufnahme die tatsächlich Beste ist. Dir wird auffallen, dass jede einzelne Belichtungszeit ihre individuellen Vorzüge hat. Leider gibt es keine Faustregel für die richtige Belichtungszeit. Es ist maßgeblich abhängig von der Fließgeschwindigkeit des Wassers und Motiv.

Verleihe mit einem Eyecatcher deiner Wasserfallaufnahme den gewissen Touch

Damit du deinen Fotos das gewisse Etwas verleihen kannst, ist es sinnvoll, wenn du einen Eyecatcher hinzufügst. Schaum beispielsweise zeichnet attraktive Muster aufs Wasser oder im Herbst sorgen bunte Blätter auf dem Wasser für ein Highlight. Probier auch hier unterschiedliche Belichtungszeiten aus und halte deine Augen stets offen, wenn du in der Natur bist, so wirst du viele tolle Eyecatcher aufspüren.

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