Tierfotografie: Gutes Equipment und Geduld führen zum Erfolg

Experten werden für professionelle Tierfotografie spontan die Wildkamera empfehlen. Aber ein gutes Tierfoto gelingt auch mit einer normalen Digitalkamera perfekt, wenn diese folgenden Tipps befolgt werden. Letztendlich fängt das Foto sowohl die optische Schönheit eines Tieres als auch die Anmut seiner ganz speziellen Körpersprache ein.

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Tierfotografie und Ausdauer

Das Fotografieren einer Katze gelingt meistens fantastisch. Denn Stubentiger, so der menschliche Glaube, halten ein Kameraobjektiv gerade ausreichend würdig, um sich von diesem anblitzen und somit fotografieren zu lassen. Bei Hunden kann der Pawlowsche Effekt optimal genutzt werden, um sie für den wichtigen Augenblick reglos zu halten. Bei Wildtieren wie Vögeln, Rehen oder Füchsen funktionieren weder das tierische Selbstbewusstsein noch eine (sowieso unmögliche) Konditionierung. Dennoch verhilft die nötige Ausdauer in Verbindung mit Sorgfalt zu fantastischen Tierfotos:

Tipp Eins: Was will das Tier genau in dieser Sekunde?

Tieraugen verraten viel über die aktuelle Stimmung. Zumindest bei Haustieren lässt sich daran ablesen, wie erfolgversprechend der Aufnahmeversuch genau jetzt sein kann. Auch hinsichtlich der Kameratechnik gelingt Tierfotografie mit Fokus auf die Tieraugen am professionellsten.

Tipp Zwei: Der Blickwinkel

Ein Vogel lebt in der Luft. Also ist der Blickwinkel von unten optimal für ein perfektes Foto. Ein Pferd steht auf festem Boden, aber es schaut dennoch erhaben zu dem fotografierenden Menschen herab. Dies sollte für die Perspektive genau dieser Tierfotografie beachtet werden. Sollen Hamster, Goldfisch oder Feldhase fotografiert werden, ist die größengerechte Veränderung des Blickwinkels ein Erfolgsrezept für eine gute Aufnahme.

Tipp Drei: Natur ist perfekt ohne Photoshop

Geschnittene Tierfotografie ist nicht professionell. Egal, welch seltsame Verrenkung ein aufgenommenes Tier macht: Es ist gut, wie es ist. Fotoschnitt ist in der Tierfotografie eher dem Bereich natürliche Karikatur zuzuordnen.

Tipp Vier: Die Aufnahmeumgebung

Bei Haustieren kann auf den Hintergrund bedingt Einfluss auf die Tierfotografie gelingen. Bei Fotos im Wald oder Tierpark gelingt ein fotografisch perfekter Hintergrund nur durch scharfe Beobachtung und Geduld bei der Auswahl von Hintergründen.

Effekte in der Tierfotografie

Sind diese vier weniger technischen Grundregeln beachtet, verbessern die folgenden Tipps eine Aufnahme in jeder Tierfotografie entscheidend.

Tipp Fünf: Es sind halt Tiere

Berechnen, was ein Tier genau jetzt macht, ist zwecklos. Der Fotograf hat bestenfalls die Kamera optimal eingestellt, einen guten Hintergrund gewählt und wartet nur noch auf den perfekten Augenblick. Wieso also nicht fotografieren, wenn Fuchs sich lautlos von Menschen ertappt fühlt oder ein Pferd gerade einen kühnen Yard-Sprung wagt? Der Fotograf sollte allerdings vollkommen auf den Moment einer Bewegung vorbereitet sein, um sich als Profi in der Tierfotografie mit beinahe lebendig wirkenden Fotobeweisen zu etablieren.

Tipp Sechs: Bewegung oder Stillleben?

Actionfotografie nimmt ganz gezielt die Bewegung eines Tieres auf. Der Fokus liegt auf körperlich markanten Merkmalen wie dem Augenausdruck oder der einzelnen Muskelbewegung. Tierportraits dagegen ähneln einem Stillleben. Sie fotografieren ein Tier in einem möglichst stillen Moment, um seine optische Schönheit abseits jeder Bewegung einzufangen. Der Fotograf sollte lange vor dem Abdrücken wissen, welche dieser Varianten seinen Aufnahmewünschen besser entsprechen.

Fazit: den richtigen Moment erwischen und gut vorbereitet sein

Für eine sensationelle Tierfotografie empfehlen Wildhüter oder Jäger gerne die Wildkamera. Dabei liegt aber der eigentliche Reiz darin, die Schönheit des Augenblicks aus anderen, weniger spontanen Blickwinkeln einzufangen. Technische Tricks und persönliche Geduld unterstützen wirklich sensationelle Fotos von Haustieren und sogar Wildtieren in Bewegung.

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