Brennweite und Objektiv – Wann verwende ich welches Objektiv?

Die Brennweite ist der wohl technisch am schwersten zu erklärende Begriff beim Fotografieren und je besser die Erklärung ist, desto weniger verstehen die meisten Menschen, worum es geht. Sie definiert den Abstand eines Brennpunktes, indem sich die Strahlen sammeln, von der Haupt Ebene der Foto Linse, wo die Strahlen parallel zur sichtbaren Achse der Linse eintreffen. Wer das nicht versteht, kann trotzdem ausgezeichnete Fotos machen und soll sich einfach damit zufrieden geben, dass die Brennweite in mm angegeben wird und ein paar andere Fakten:

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Key Facts zur Einstellung der Brennweite

  • Wer eine kurze Brennweite nutzt, muss so nah wie möglich an das Motiv herangehen, damit es komplett auf dem Fotos zu sehen ist
  • Bei einer langen Brennweite kann der Fotograf auch weit weg sein, wenn er das ganze Motiv fotografieren will
  • Durch ein Zoom-Objektiv kann ein Fotograf die Brennweite variabel fixieren
  • Eine Festbrennweite ist eine feststehende Brennweite

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Objektive richtig nutzen

Alle Objektive haben eine bestimmte Brennweite und sind auch nur für diesen Bereich einsetzbar und es gibt kein Objektiv, das alle Brennweiten beinhaltet. Daher haben viele Fotografen mehrere Objektive, die alle eine bestimmte Brennweite aufweisen:

  • Teleobjektiv – 70 mm – 300 mm
  • Fernobjektiv – ab 300 mm
  •  Fisheye-Objektive – ca. 8 bis 10 mm
  • Weitwinkelobjektiv – bis 35 mm
  • Normalobjektiv – 35 mm – 70 mm

Fisheye Objektive von 8-10 mm sind sowieso nur für bestimmte Bereiche der Fotografie tauglich. Weitwinkelobjektive sind ausgezeichnet für Landschaften oder Panoramafotos geeignet, wobei sie auch im Haus gute Dienste leisten können. Normalobjektive sind praktisch für Porträts wie auch beliebige Straßenszenen. Das Teleobjektiv ist ebenfalls gut für Porträts wie auch für alle Sportfotos und ein Fernobjektiv taugt für Tier- und Sportfotografen. Diese Aussagen sind aber nur grobe Anhaltspunkte und ein bisschen herum experimentieren ist niemals verkehrt, um zu lernen und neue Erfahrungen zu machen.

Fisheye-, Teleobjektiv & Co. – Vorzüge der verschiedenen Kamera-Objektive

Das Fisheye-Objektiv ist überaus speziell und macht ausgezeichnete Bilder und ermöglicht einen beinahe 180 °-Rundblick ähnlich einem Fischauge, ist aber eher für ambitionierte Fotografen geeignet. Weitwinkelobjektive sind hervorragend geeignet, wenn Du viel Motiv auf deinem Foto einfangen willst. Du kannst damit von einem erhöhten Standpunkt aus Panorama-Fotos machen oder eine breite Landschaft einfangen, die ein normales Objektiv nicht hergibt.

Allerdings gilt das auch für Innenräume, wo dieses Objektiv möglichst viele Objekte des Raumes aufnehmen kann. Es lichtet detailreiche Bilder von Innenräumen ab. Willst Du jedoch ein Porträt machen, ist es völlig fehl am Platz, da es einige Körperteile größer als nötig erscheinen lassen würde.

Das Normalobjektiv ist das vielseitigste Objektiv, da es die Motive so zeigt, wie sie sind und keinerlei Schnickschnack haben. Für Porträts sind sie wichtig, eignen sich aber auch gut für Landschaften oder auch für Makroaufnahmen. Das Teleobjektiv ist ebenfalls recht vielseitig einsetzbar, wobei es sich auch gut für Porträts eignet. Es ist aber auch gut, wenn Du etwas ablichten möchtest, ohne ganz nahe dran zu sein. Darum ist es gut für Wildtiere oder Naturaufnahmen gedacht. Bei Sport Events werden ebenfalls gern Teleobjektive verwendet. Das extremste Teleobjektiv ist das Fernobjektiv, das allerdings eher von Profis eingesetzt wird. Es ist sehr schwer und extrem kostspielig in der Anschaffung und wird zum Beispiel bei Sportveranstaltungen und Tieraufnahmen verwendet.

Das richtige Objektiv für ein Motiv auszuwählen, ist einfacher als es hier klingt und die meisten Anfänger lernen schnell, das richtige Objektiv zur richtigen Zeit einzusetzen. Und es werden auch nicht alle Objektive gebraucht. Darum reicht es, wenn sich die Anfänger erst mit dem notwendigsten Zubehör versorgen und nur bei echtem Interesse sich zusätzliche Objektive anschaffen, die sie auch nutzen können.

Brennweite, Belichtungszeit und Bewegungsunschärfe – Video Tipps

Fotografie Grundlagen: Blende, Fokus und Schärfentiefe

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