Fotografie-Basics: Die Blende

Die Blende ist eine in das Objektiv integrierte Vorrichtung, mit der die Menge des auf den Sensor einfallenden Lichts kontrolliert werden kann. Große Blendenzahlen bedeuten dabei kleine Lichtmengen und kleine Blendenzahlen sorgen dafür, dass viel Licht auf den Sensor fällt. Die Blende hat wesentlichen Einfluss auf das gestalterische Mittel der Schärfentiefe. Je größer die Blendenzahl, desto größer ist die Schärfentiefe und umgekehrt.

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Die Blende – Was ist das denn?

Es gibt beim Fotografieren im Wesentlichen drei Parameter, die das Foto beeinflussen. Die Verschlusszeit, der ISO-Wert und die Blende. Die Blende ist eine in das Objektiv integrierte Vorrichtung, mit der die Menge des einfallenden Lichts kontrolliert werden kann. Die Maßzahl der Blende wird als Blendenzahl angegeben. Sie ist das Verhältnis von Brennweite zu Öffnungsweite (Querschnittsfläche, durch welche das Licht einfällt) des Objektivs. Dabei stehen große Blendenzahlen für kleine Blendenöffnungen und kleine Blendenzahlen entsprechend für große Blendenöffnungen (Du kannst Dir merken: je größer die Blendenzahl, desto mehr „Blende ist da“, umso kleiner ist entsprechend die Blendenöffnung und umso weniger Licht geht hindurch).

Eine Blendenzahl von 2,8 bedeutet also eine große Blendenöffnung und entsprechend viel Lichteinfall, eine Blendenzahl von 16 genau umgekehrt. Angegeben wird die Blendenzahl auf Objektiven immer in der Form 1:Blendenöffnung. Steht also auf einem Objektiv 100 mm 1:2,8, dann heißt das, dass Du bei 100 mm Brennweite eine minimale Blendenzahl von 2,8 einstellen kannst. Meistens ist die Blende als sogenannte Irisblende gebaut. Bei ihr werden kreisförmig angeordnete Lamellen so gegeneinander verschoben, dass das einfallende Lichtbündel entweder kleiner (große Blendenzahl) oder größer (kleine Blendenzahl) wird.

Zusammenspiel Blende und Verschlusszeit

Ordnet man die verschiedenen Blendenzahlen der Größe nach an, so entsteht die Blendenreihe: 1 – 1,4 – 2 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32. Entlang dieser Reihe halbiert sich die Menge des einfallenden Lichts mit jedem Schritt. Bei einer Blendenzahl von 5,6 trifft also nur noch halb so viel Licht auf den Sensor wie bei Blendenzahl 4. Der Wert der Verschlusszeit muss also entsprechend angepasst werden: je größer die Blendenzahl, desto länger die Verschlusszeit (bei konstantem ISO-Wert). Der in der Fotografie übliche Sprachgebrauch bezeichnet mit dem Wort Blende meistens die Blendenöffnung. „Große Blende“ heißt im Fachjargon also große Blendenöffnung. Das kann leicht zu Verwirrungen führen, weil einer großen Blendenzahl ja korrekterweise eine kleine Blendenöffnung entspricht.

Die Blende – Was kann ich damit machen?

Das wichtigste gestalterische Mittel, auf das die Blende großen Einfluss hat, ist die Schärfentiefe. Die Schärfentiefe ist ein Maß dafür, wie weit der scharf abgebildete Bereich in das Foto hineinreicht. Es kann zum Beispiel nur der Vordergrund scharf abgebildet sein, während der Hintergrund als eine verschwommene, ggf. farbige Fläche wahrgenommen wird. Diese Möglichkeit der Bildgestaltung würde man etwa bei einem Portrait anwenden (man nennt das auch „freistellen“).

Wenn Du andererseits eine schöne Landschaft fotografieren möchtest, sagen wir einen Bachverlauf, dann möchtest Du, dass dieser Bach möglichst tief in das Foto hinein scharf ist, Du möchtest also eine möglichst große Schärfentiefe erreichen.

Was Du dazu tun musst, ist, die Blende richtig einzustellen! Kleine Blendenzahlen bedeuten geringe Schärfentiefe, große Blendenzahlen bedeuten große Schärfentiefe. Bei unserem Portrait oben würde man also eine sehr kleine Blendenzahl wählen (1 oder 1,4), bei dem Bachverlauf eher 11 oder sogar 16, wenn die Lichtverhältnisse das zulassen; denn wie gesagt, je größer die Blendenzahl, desto länger musst Du belichten. Große Schärfentiefe setzt also meistens den Einsatz eines Stativs voraus. Die entsprechend längeren Verschlusszeiten führen gerade bei fließenden Gewässern aber auch zu sehenswerter Bewegungsunschärfe.

Die Blende ist einer der drei grundlegenden Parameter, mit denen Du Einfluss auf die Bildgestaltung ausüben kannst. Sie steuert die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt und die Größe des Lichtbündels. Sie ist das wichtigste Steuerelement bei der Variation der Schärfentiefe.

Wichtige Teile der Kamera: Die Blende

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