Nachtfotografie: Fotografieren mit Langzeitbelichtung, Fernauslöser und Taschenlampe

Fotografieren muss nicht immer am Tag stattfinden. Auch die Nacht hält spannende Motive, Lichteffekte und Stimmungen bereit. Wenn man bei der Nachtfotografie einige wenige Punkte beachtet, kann nichts schief gehen.

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Nachtfotografie braucht Langzeitbelichtung und die braucht geeignete Hilfsmittel

Wenn Du nachts genügend Licht auf den Sensor bringen willst, damit ein richtig (oder in Deinem Sinne) belichtetes Foto zustande kommt, brauchst Du eine entsprechend lange Belichtungszeit. Nachts sind wir da schnell im Bereich mehrerer Sekunden. So lange kannst Du die Kamera nicht ruhig halten, ergo brauchst Du ein Stativ. Auf einigen Ratgeberwebsites ist zu lesen, ein Stativ brauche nicht unbedingt teuer zu sein.

Lass Dich davon nicht beirren! Kauf Dir ein anständiges Stativ, das auch wirklich etwas taugt. Dazu muss dann schon der ein oder andere Hunderter investiert werden. Ein mieses (billiges) Stativ ist einfach nur ein Ärgernis, das kein Mensch braucht. Beim Fotografieren mit Stativ ist es ratsam, den Bildstabilisator auszuschalten. Erstens braucht man ihn ja mit Stativ faktisch nicht und zweitens generiert er eine leichte Unschärfe.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn Du Dir einen Fernauslöser kaufst oder alternativ mit dem Timer auslöst. Denn auch wenn Du die Kamera berührst, um den Auslöser zu betätigen, kann dies zu Verwackeln führen. Per Fernauslöser, Timer oder auch Smartphone – App kann dies nicht passieren. Wenn Du den Timer benutzen willst, wähle möglichst die 10-Sekunden-Variante. Bis dahin hat sich die Kamera nach dem Drücken des Auslösers wieder beruhigt. Um ganz sicher zu gehen, solltest Du zusätzlich mit der Spiegelverriegelung arbeiten. Denn auch ein umklappender Spiegel sorgt in der Kamera für Erschütterungen, die zu Unschärfe führen können.

Nachtfotografie: Bulb, Fernauslöser, Spiegelverriegelung und eine Taschenlampe

Die Belichtungszeit kannst Du natürlich im Manuell-Modus an der Kamera einstellen; aber nur bis zu einer gewissen Zeit. Für alles, was darüber hinaus geht, gibt es den Bulb-Modus. In diesem Modus startet die Kamera die Belichtung nach Drücken des Auslösers bzw. Fernauslösers und beendet sie erst nach Loslassen. Auf diese Weise kannst du theoretisch die ganze Nacht lang belichten. Eine lange Belichtungszeit bringt eine größere Datenmenge mit sich, daher empfiehlt es sich, eine möglichst schnelle Speicherkarte zu verwenden, die mit den Datenmengen gut und schnell zurechtkommt.

Beim nächtlichen Fotografieren ist ähnlich wie am Tag der ISO-Wert möglichst gering zu halten, um unschönes Rauschen zu vermeiden. Dieses tritt nämlich bevorzugt auf schwarzen Flächen auf, von denen es nachts doch recht viele gibt.

Fokussieren ist nachts schwierig bis unmöglich, weil die Kamera ja nun einmal nichts sieht. Je nach Motiv kannst Du mit einer Taschenlampe nachhelfen, aber am besten ist wohl, du fokussierst manuell. Um die Bildqualität zu überwachen, kannst Du Dich nachts (aber auch am Tag) an das Histogramm halten, das Dir Deine Kamera zu jedem Bild mitliefert. Dort siehst du, ob es über- oder unterbelichtet ist. Zum Umgang mit der Blende in der Nacht gilt das gleiche wie am Tag. Ein größerer Blendenwert bringt mehr Schärfentiefe. Da hängt es dann ganz von Dir ab, was Du haben willst.

Fazit: Tolle Nachtaufnahmen durch kleine Hilfsmittel

Die Nacht bietet zahlreiche schöne Motive. Sich bewegende Lichter, Sterne, der Mond. Aber auch angestrahlte Gebäude wie Kirchen oder Schlösser heben sich hervorragend vom Nachthimmel ab und bieten ggf. einen majestätischen Anblick. Man benötigt für die Nachtfotografie einige wenige zusätzliche Hilfsmittel wie Stativ und Fernauslöser. Dafür aber eröffnet sich eine zusätzliche Dimension des Fotografierens. Es lohnt sich!

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