Julia Blank im exklusiven Interview – später Einstieg in die Kreativbranche, Berufsbild des Fotografen & die Bedeutung von Talent

Ein wirklich spannendes Interview hat unser FIV Magazin mit der Fotografin Julia Blank geführt. Sie ist eine erfolgreiche Beauty-, Mode-  und Porttraitfotografin und arbeitete bereits mit großen Marken aus den verschiedensten Branchen zusammen. Von der italienischen Vogue über Hugo Boss Amazon, haben sie schon zahlreiche renommierte Marken & Konzerne für Shootings gebucht. Sie spricht mit uns über ihren Weg hin zur Kamera und ihren ersten Schritten in der Kreativbranche. Außerdem verrät sie uns wie ihre Familie auf ihre Entscheidung reagiert hat, mit der Fotografie ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Außerdem erzählt sie uns wofür sie Dankbar in ihrem Leben ist und was ihre nächsten großen Ziele auf ihrem Weg sind.

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Später Einstieg, Ausbildung  zur Fotodesignerin & Familienzusammenhalt

FIV: Hast du als Kind schon gerne fotografiert und was waren deine Lieblingsmotive am Anfang?

Julia: Ich bin relativ spät zur Fotografie gekommen, ca erst mit 20 Jahren…Davor hatte ich keine Kamera in der Hand und habe mich nicht großartig für Fotografie interessiert obwohl mein Vater jahrelang bei KODAK gearbeitet hat.

FIV: Wie verlief dein Werdegang zur Fotografin? Woher hast du deine Fotografie Skills?

Julia: Nach dem Abitur wusste ich lange Zeit nicht was ich werden möchte. Dann hatte ich die Möglichkeit bei einem Modefotografen ein Praktikum zu machen und habe da zum ersten mal eine Art Berufswunsch für mich gesehen. Ich habe weiter assistiert, dann eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Fotodesignerin gemacht, danach wieder frei und fest assistiert und mich dann schließlich selbständig gemacht. Meine Fotografie Skills kommen also einmal von der ganz klassischen Ausbildung, ich habe noch analog gelernt und dann natürlich aus der Praxis während der Assistenzzeit. Und natürlich durch viele freie Arbeiten.

FIV: Gab es Menschen in deinem Umfeld die sich sorgen gemacht haben du könntest von deiner Arbeit als Fotografin nicht leben?

Julia: Nein, glücklicherweise nicht, bzw sie haben es nicht ausgesprochen weil sie gesehen habe wie vehement ich meinem Berufswunsch nachgegangen bin und dass ich ein festes Ziel vor Augen hatte. Ich wurde also eher bestärkt und unterstützt.

Julia über Talent, Teamarbeit am Set & Professionalität

FIV: Gibt es beim Fotografieren so etwas wie Talent oder ist Erfahrung das wichtigste?

Julia: Definitiv steht meiner Meinung nach immer noch das Talent an erster Stelle. Aber Talent alleine reicht nicht aus.
Aber auch die Erfahrung kann sehr hilfreich sein, aber das braucht eben seine Zeit.

FIV: Mittlerweile fotografierst du nicht mehr alleine, sondern mit einem großen Team an Visagisten, Beleuchtern und natürlich Models. Wer organisiert das ganze und wie läuft ein Tag mit Shooting bei dir ab?

Julia: Bei den meisten meiner momentanen Jobs darf ich das Team zusammenstellen. Hier bediene ich mich dann aus meinem Pool an erfahrenen und eingespielten Personen die perfekt zu dem jeweiligen Shooting passen.

FIV: Amazon und Hugo Boss haben deine Dienste schon in Anspruch genommen. Bei so großen Kunden gab es bestimmt einige Action rund um die Shootings. An welches erinnerst du dich am liebsten zurück?

Julia: Ich erinnere mich an große und aber auch gerne an kleinere Jobs. Alle Jobs egal wie klein oder groß haben bei mir die gleiche Aufmerksamkeit erhalten, die gleiche intensive Vorbereitung, die Auswahl des Teams etc. Nicht nur die Professionalität, das konzentrierte Arbeiten am Set sondern auch die Menschlichkeit und die Freude während des Jobs spielen für mich eine große Rolle.
Und so ergibt sich aus jedem Puzzlestück ein großes Ganzes.

Beauty Portraits & Ausbildung als Fotograf

FIV: Du fotografierst für unterschiedliche Branchen und machst dementsprechend verschiedene Bilder mit ziemlich verschiedenen Zielvorstellungen. Welche Art von Bildern machst du privat am liebsten?

Julia: Ich fotografiere privat nicht wirklich viel. Meine freien liebsten Arbeiten sind meist die „Beauty-Portraits“. Eine Mischung aus Close-up und Portrait.

FIV: Was würdest du einem jungen Menschen empfehlen, dessen Traum es ist Fotograf zu werden? Sollte man da heute anders vorgehen als früher? Was sind deiner Meinung nach heutzutage die größten Herausforderungen als Fotografin oder Fotograf?

Julia: Für mich persönlich war es noch wichtig die klassische Ausbildung zu machen. Aber das war vor 20 Jahren. Ich durfte als Fotografin noch mit der analogen Technik groß werden.
Ich finde es schön darauf zurückblicken zu können.
Als Grundlage, Aufbau hat mir das damals sehr geholfen um dann irgendwann den Einstieg in die digitale Fotografie zu meistern.

Heute gibt es das klassische Berufsbild des Fotografen so nicht mehr. Der Fotograf ist heute eher „content creator“, es hat sich alles stark verändert im Vergleich zu damals.
Ich möchte das gar nicht bewerten. Der klassische Fotograf von damals muss sich aber definitv heute neu erfinden.
Ich glaube heute tun sich Quereinsteiger oder Autodidakten leichter damit in die Fotografiewelt einzusteigen. Es gibt zahlreiche Hilfsmittel. Meiner Meinung nach braucht es nicht mehr unbedingt die klassische Ausbildung. Persönlichkeit ist wichtig, um sich und seine Skills zu zeigen.

Julias Zukunftspläne: Ausstellung, Buch & Dankbarkeit

FIV: Lass uns zum Schluss über deine Zukunft sprechen. Was sind die größten Ziele die du als Fotografin erreichen möchtest? Was sind deine größten Ziele die du im Leben noch erreichen willst? Steht schon irgendetwas neues vor der Tür?

Julia: Fotografie war für mich schon immer ein Traumberuf, ich bin noch immer sehr dankbar als Fotografin arbeiten zu können.
Eine Ausstellung wäre eine feine Sache. Ein gebundenes Buch mit meinen bisher besten Arbeiten wäre toll. Ansonsten bin ich offen und dankbar für alles was da noch so kommen wird.

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