Monitorkalibrierung – gestochen scharfe Bilder anstatt „Angstthema“

Jeder Fotograf steht spätestens bei der Bildbearbeitung vor Begrifflichkeiten, wie Farbmanagement, Monitorkalibrierung und Farbprofil. Es sind nur drei Worte, die unter Fotografen für Angst und Schrecken sorgen und das Herz höher schlagen, sowie den Schweiß auf die (unerfahrene) Stirn treten lassen. Eigentlich sollte der Monitor des Computers vom Hersteller bereits kalibriert sein. Doch die Realität sieht anders aus und führt oftmals zu einem Ergebnis, das mit farblichen Verfälschungen und weniger attraktiver Bilddarstellung einhergeht. Als Fotograf solltest Du Dich zwingend mit der Thematik vertraut machen und wirst erkennen, dass die Monitorkalibrierung gar kein so schwieriges Thema und schon gar kein „Angstthema“ sein muss.

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Monitorkalibrierung: Wie man die Kontraste anpasst und richtig einstellt

Im Vorfeld solltest Du wissen, dass Dein augenscheinlich im realistischen Farbsegement eingestellter Monitor nur in den wenigsten Fällen tatsächlich den hohen Ansprüchen von Fotografen entspricht. Sobald Du Dich für die Arbeit mit Fotos entscheidest und diese auf dem Bildschirm ins gewünschte Format bringen, sie farbig nachbearbeiten oder nachbelichten möchtest, kommst Du um die professionelle Monitorkalibrierung nicht umhin.

Der Grund für eine mangelhafte Kalibrierung begründet sich nicht nur in unumgänglichen Fehlertoleranzen, sondern liegt nicht selten in der puren Absicht des Herstellers. Schließlich sollst Du Dir doch Gedanken um die richtige Einstellung machen, wenn Du den Bildschirm fehlerfrei in der Farbdarstellung nutzen und gestochen scharfe Bilder erzielen willst. Es gibt ganz einfache Richtlinien zur Erkennung einer fehlerhaften Farbeinstellung. Die meisten Monitore sind sehr hell gehalten, wodurch die Farbe Blau besonders intensiv eingestellt ist. Blau lässt den Bildschirm heller aussehen, während Orange zum Beispiel Wärme und Behaglichkeit suggeriert.

Voreinstellungen bei Laptops und PC’s

Vor allem bei Laptops und Notebooks wird in der Grundeinstellung zu intensivem Blau gegriffen, durch das der Bildschirm strahlend hell aussieht und zum arbeiten einlädt. Bei Desktop Computern und Fernsehern berufen sich Hersteller hingegen auf Orange und kontrastreiches Rot, da diese Farben vor allem beim ersten Blick im Kunstlicht sehr ansprechend wirken und ein gutes Bild suggerieren.

Für eine professionelle Bildbearbeitung ist weder ein zu heller noch ein zu „warmer“ Monitor wirklich geeignet. Denn nur die Einstellung natürlicher Farben kann als Basis für die Bildbearbeitung genutzt werden und schließt aus, dass Du Dich nach der Anfertigung der Abzüge mit dem Labor über die mangelhafte Farbwidergabe streitest. Zu farbstichige oder zu blasse Fotos verlieren ihren Reiz und wirken sich negativ auf Dein Image als professioneller Fotograf aus.

Erfahrung: Vertrautheit mit den Tücken der Technik erzielen

Präsentierst Du am nicht kalibrierten Monitor bearbeitete Fotos einer öffentlichen Community, kann dies der Genickbruch für Deine Fähigkeiten als Fotograf sein. Denn die Bilder wirken auf jedem Monitor anders und müssen nicht zwangsläufig in den Farbnuancen dargestellt werden, die Du auf Deinem Bildschirm erkennst und als „echte“ Farbe definierst. Um den Monitor richtig zu kalibrieren und Dich nicht von hellen oder warmen Farben irritieren zu lassen, solltest Du ein Foto mit möglichst natürlichen und eher blassen Farben zugrunde legen. Dieses nimmst Du als Hintergrund und zielst mit Deinen Einstellungen der Monitordarstellung auf die Verbesserung des Bildes ab. Erscheint Dir das Foto nun echt und authentisch, solltest Du die Farbwirkung auf einem weiteren Gerät checken und Dich nicht darauf verlassen, dass es mit der Kalibrierung so einfach war und Dein Bildschirm jetzt perfekt eingestellt ist.

Je häufiger Du übst und je intensiver Du Dich mit der Natürlichkeit der Farben und ihrer Wirkung beschäftigst, umso besser wird Dir die richtige Kalibrierung des Monitors gelingen und umso authentischer werden Deine Fotos nach der Bearbeitung sein. Weder zu diffuse noch zu grelle Kontraste sind in Deinem Job dienlich und führen zu dem Ergebnis, das Du Dir für gestochen scharfe und lebendig aussehende Fotos von Deinen Indoor- und Outdoor Shootings wünscht.

Online Kurs: Monitorkalibrierung – Einstellungen kostenlos lernen

Hier lernst du in 5 Teilen, wie du deinen Monitor für die Bildbearbeitung kalibrieren musst.

Einführung

Arten der Kalibierung

Farbräume

Kalibieren

Hardwarevorschläge

Öfter updaten

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