Einführung in die Unterwasserfotografie – so übersteht deine Kamera den nächsten Tauchgang

Die Unterwasserfotografie ist eine kostspielige Angelegenheit. Neben Tauchlehrgängen, einer Taucherausrüstung kommen noch Kosten für das Unterwasser-Equipment hinzu. Doch die meisten Taucher sind fasziniert von der geheimnisvollen Schönheit der Welt unter Wasser. Dann wird es Zeit den nächsten Schritt zu tun und mit dem Abenteuer der Unterwasserfotografie zu beginnen.Gleichgültig, ob Du einfach nur schnorcheln und Menschen im Meer fotografieren oder als Taucher exotische Foto-Paradiese erkunden möchtest – hier sind deine ersten Schritte in die Welt der Unterwasserfotografie.

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Die richtige Ausrüstung für die Unterwasserfotografie

Analoge und wasserdichte Einwegkameras gibt es im Handel schon ab 8,99 Euro. Die Kameras sind bis zu einer Tiefe von 10 m wasserdicht und sind für Kinder oder Gelegenheitsschnorchler geeignet, Unterwasserbilder vom Urlaub an der See oder im Pool zu machen. Wer jedoch Wert auf gute Unterwasserbilder legt, kommt um die Anschaffung einer wasserdichten Digitalkamera nicht herum. So genannte Outdoor-Kameras gibt es schon für 100 Euro, in der Regel besitzen sie einen kleinen Blitz zum Aufhellen der unmittelbaren Umgebung. Bis zu einer Wassertiefe von 10 m lassen sich damit ganz brauchbare Fotos machen.

Zum nächsten Evolutionsschritt gehören kompakte Digitalkameras in Unterwassergehäusen. Diese Kameras sind ein guter Kompromiss, für alle, die sich die teuren Spiegelreflexkameras mit Unterwassergehäuse nicht anschaffen wollen oder können. Angeboten werden die kompakten Kameras von fast allen Herstellern, es lohnt sich auch ein Blick auf das Angebot gebrauchter Modelle. In ihrem Gehäuse lassen sich die Kameras gut bedienen, externe Blitzgeräte, Lampen, Filter oder Objektive sind leicht zu montieren. Der Blitz hat deutlich mehr Power und in der Regel sind diese Kameras für Wassertiefen bis zu 60m geeignet.

Reinigung und Pflege der wasserdichten Gehäuse

Das Gehäuse ist meistens aus Kunststoff oder Aluminium gefertigt und kann durch Gewichte unter Wasser ausbalanciert werden. An den Stellen an den das Gehäuse zu öffnen ist, findet man zum Abdichten Gummiringe. Diese Dichtungsringe müssen sehr gründlich gereinigt und gepflegt und vor jedem Tauchgang auf Schäden untersucht werden. Besonders Salz- oder Chlorrückstände sind penibel zu entfernen. Besonders im Bereich der Makrofotografie müssen sich diese Kameras nicht vor den Spiegelreflexkameras verstecken. Nicht jede Kamera kann als Unterwasserkamera verwendet werden. Achte darauf, dass das Unterwassergehäuse für Deine Kamera geeignet ist. Ein nicht passendes Gehäuse führt nicht nur zu einer schlechten Bildqualität, es kann sogar zu Wasserschäden führen.

Fotografieren: Unterwasser – Profi Tipps

Ganz gleich, ob Du eine preiswerte Kompakt- oder eine teure DSRL-Kamera verwendest, die Regeln der Unterwasserfotografie sind universell. Du machst nichts falsch, wenn Du die Kamera in den Auto-Modus schaltest, manuelle Einstellungen unter Wasser vorzunehmen sind nicht jedermanns Sache. Allerdings eröffnet dir der manuelle Aufnahmemodus unendlich viele Möglichkeiten in der Unterwasserwelt zu fotografieren. Ein häufiges Problem bei der Unterwasserfotografie sind unscharfe Fotos. Die Fische warten normalerweise nicht bis das Foto gemacht ist sondern schwimmen schnell davon, dass der Autofokus Probleme bekommt. Hinzu kommt, dass die Verschlusszeiten wegen des schwachen Lichts oft sehr lang sind. Stell die Kamera so ein, dass die Verschlusszeit Priorität hat. Versuche die Kamera so ruhig wie möglich zu halten, um Verwacklungen zu vermeiden. Die optische Bildstabilisierung sollte aktiviert sein. Wenn Du künstliches Licht zur Verfügung hast solltest Du es benutzen. Auf dem Meeres- oder Seeboden besteht die Gefahr mit jedem Schritt Schlamm aufzuwirbeln. Bewege Dich so vorsichtig wie möglich, damit das Wasser klar bleibt. Fische und andere Meeresbewohner sind sehr schreckhaft, schon deshalb solltest Du dich vorsichtig und langsam annähern. Bei Nahaufnahmen zum Beispiel von Korallen kann der Autofokus Probleme mit der Scharfstellung bekommen. Deshalb solltest Du in den Makromodus wechseln, der diese Nahaufnahmen ermöglicht.

Fazit: Fotos unter Wasser zu machen gelingt nicht immer auf Anhieb, ist definitiv aber ein paar Übungsstunden wert

Coole Aufnahmen von Schiffswracks, Fischen und Korallen erfordert eine Menge Technik und Ausrüstung. Außerdem findet man die besten Tauchreviere nicht unbedingt vor der Haustür. Wer jedoch einmal mit der Kamera unter Wasser spannende Motive fotografiert hat, kommt kaum noch davon los. Wer vorsichtig zu Werke geht und sich an die fotografischen Regeln hält wird mit einer großen Anzahl faszinierender Fotos belohnt.

Unterwasserfotografie: professionell fotografieren

Toby zeigt euch auf was man bei der Unterwasserfotografie beachten sollte und welche Einstellungen wichtig sind.

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