Lifestyle-Fotografie: Vintage, Blütenblatt oder Seidendecke? Der Künstler entscheidet

Lifestyle als Fotomotiv? Das können Stimmungen, Outfits, Mode sein – eben Motive direkt aus dem Leben, die wiederspiegeln, wie sich der Fotograf oder sein Fotomodel fühlen, was ihnen gefällt, worauf sie Wert legen. Es geht hierbei sowohl um das Was als auch das Wie. Inspiration und Hintergründe, Farben und Formen können als Komposition für eine gelungene Lifestyle-Fotografie dienen.

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Das Objekt der Lifestyle-Fotografie nach eigener und beabsichtigter Stimmung auswählen

Lifestyle-Fotografie ist Grundwerkzeug der Werbebranche. Jeder künstlerisch ambitionierte Fotograf wird sich damit automatisch zwischendurch beschäftigen. Die einen bevorzugen Fotos von Gebäuden, andere mögen Menschen oder Landschaften. Aber auch ein Ring, ein Hut oder ein gedeckter Tisch symbolisieren Lifestyle und eignen sich für stimmungsvolle Fotografien. Zwei Fragen sollte sich der Fotograf bei der Objektauswahl stellen:

1. Welche Stimmung erzeugt das Objekt bei ihm selbst?

Alles, was einen selbst inspiriert, erfreut oder romantisch anregt, ist grundsätzlich auch ein geeignetes Motiv für die Lifestyle-Fotografie. Diese Eigenstimmungen können goldene Manschettenknöpfe auf einer gehäkelten Vintage-Decke ebenso erzeugen wie ein puristischer Schwingsessel auf einem warmen Holz-Fußboden. Die besseren Lifestylefotografien sind immer die, mit denen der Fotograf sich selbst ausdrückt und nicht die Vorbilder von Hochglanzmagazinen nachahmt.

2. Welche Stimmung möchte der Fotograf mit seinem Objekt zum Betrachter transportieren?

Eine Blüte voller Morgentau, vielleicht direkt im ersten Morgenlicht, transportiert eine andere Stimmung als die gleiche Blüte am Abend, vielleicht mit einem abgefallenen Blütenblatt, vielleicht auf einer Seidendecke drapiert. Solche Überlegungen zur Stimmung können als Szenario für ein Objekt vorab geplant und ausprobiert werden.

Hintergründe in die Stimmung des Fotos einbeziehen

Wer häufiger Lifestyle-Fotos macht, beispielsweise für soziale Netzwerke, bekommt mit der Zeit eine private Kleinkulisse für seine Hintergründe zusammen. Holzbretter, ein bestimmtes Tuch als Unterlage, gläserne Tischplatten oder sogar Kleidungsstücke eignen sich für die optimale Betonung eines Objekts. Es gilt hierbei, die eigene Stimmung anhand einiger Fotoproben zu hinterfragen. Wie wirkt das Bild – ist es überfrachtet, hat es zu viele Lichtreflexe oder wirkt es gar mit dem Hintergrund „schwer“?

Das Optimum ist wiederum am besten gefunden, wenn sich der Lifestyle-Fotograf mit der Wirkung seines Probefotos selbst wohlfühlt. Wem diese Art der Kreativität schwer fällt, der findet auf Fotoportalen wie Pinterest ganz unterschiedliche Anregungen bei banalen Objekten mit dramatisch-schöner Wirkung nur wegen deren sorgfältig gewählter Hintergründe.

Licht und Requisiten um das Objekt herum komponieren

Ein paar trockene Streublüten auf einem Seidentuch können als Hintergrund für ganz verschiedene Lifestyle-Fotos verwendet werden. Besteck, vielleicht nur die Zinken oder der Griff einer Gabel, der Deckel einer Porzellankanne, für Landhausmotive auch einfach ein kariertes Tischtuch, das alles sind beliebte Requisiten, die jeder auch privat parat hat. Für Lifestyle-Fotografien im Freien eignen sich Grashalme, Ährenbündel, auch einzelne Blüten gut, um so beispielsweise eine freie und natürliche Sommerstimmung zu schaffen. Winterfotos wirken mit einem wie zufällig platzierten Handschuh oder einem ein wenig gewölbt platzierten Schal in harmonischer Farbe gleich viel erwärmender.

Fazit: In der Lifestyle-Fotografie sind dem Künstler keine Grenzen gesetzt
Lifestyle ist alles, was als Fotoobjekt eine lebendige, alltägliche Stimmung transportiert. Geeignet sind dafür kleine und große Dinge des Alltags, Aufnahmen im Zimmer ebenso wie im Freien. Neben der eigenen Stimmung sollte der Lifestyle-Fotograf bei der Komposition des Objekts und der Hintergründe auch die beabsichtigte Stimmung des Betrachters in seine Planung einbeziehen.

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