Jeff Bezos Privatjet: Zwei Gulfstream G650ER – Die 150-Millionen-Flotte des Amazon-Gründers
Jeff Bezos hat nicht einen Privatjet. Er hat zwei – beide Gulfstream G650ER, das gleiche Modell, das auch Kim Kardashian, Oprah Winfrey und mehrere europäische Königshäuser fliegen. Für einen Mann mit 150 Milliarden Dollar Nettovermögen ist das fast schon bescheiden. Oder strategisch: Bezos ist bekannt für Meetings an mehreren Orten an einem Tag – da reicht ein einziger Jet schlicht nicht.
Gulfstream G650ER: Das beste Langstrecken-Businessjet der Welt
Der G650ER (Extended Range) ist die Langstrecken-Version des G650. Bei Gulfstream ist er das Meisterstück:
- Reichweite: 13.890 km (London nach Los Angeles non-stop ohne Tankstopp)
- Geschwindigkeit: Mach 0,925 (schnellster Businessjet seiner Klasse)
- Kabine: 19 Passagiere max., 16 Liegesitze in VIP-Konfiguration
- Kabinenlänge: 16,19 m, Kabinenhöhe: 1,88 m
- Triebwerk: 2x Rolls-Royce BR725 A1-12
- Listenpreis: 72 bis 75 Millionen Dollar
Für Bezos‘ Anforderungen – regelmäßige Transatlantik-Flüge, Seattle-Miami-Washington-Routen, Reisen zu Blue Origin-Testgeländen in Texas – ist der G650ER der logische Kompromiss zwischen Reichweite, Kabinengröße und Betriebskosten.
Warum zwei identische Jets?
Die Antwort liegt in der Betriebslogistik. Wenn Bezos an einem Tag von Seattle zu einem Blue-Origin-Launch in Texas fliegt und am nächsten Tag nach Washington für ein Senatsmeeting muss, braucht er Flexibilität. Ein Jet muss möglicherweise noch in Texas sein, während er schon zurückfliegt. Zwei identische G650ER erlauben parallelen Betrieb ohne Qualitätsabstrich.
Dazu kommt: Bezos besitzt seit 2022 auch eine Ketch-Yacht im Wert von 500 Millionen Dollar (Y721) und einen Begleithafen-Catamaran. Die Logistik dieser Flotte – Crew-Transporte, Equipment-Shuttles – erfordert Air-Support. Ein einzelnes Flugzeug reicht da nicht.
Bezos und die Demokratisierung des Privatfliegens
Für normale Menschen ist ein G650ER im Charter möglich – aber teuer: 14.000 bis 20.000 Euro pro Stunde, je nach Operator und Buchungszeitpunkt. Für eine Strecke Frankfurt–New York (rund 8 Stunden) wären das 112.000 bis 160.000 Euro.
Wer Longhaul-Komfort auf europäischen Strecken sucht – Frankfurt nach Dubai, München nach London, Berlin nach Nizza – findet aktuelle Optionen im Gulfstream G650ER Charter und vergleichbaren Heavy Jets.
Was Bezos‘ Jets erzählen, geht über Luxus hinaus: Sie zeigen, dass auf einer bestimmten Vermögensstufe Zeit die knappste Ressource ist. Kein Umsteigen. Kein Wartebereich. Kein Sicherheitscheck der normalen Kategorie. Das ist der eigentliche Wert eines Privatjets – nicht der Champagner an Bord, sondern die Stunden, die man nicht verschwendet.
Wer den direkten Vergleich sucht: Elon Musks Gulfstream G700 kostet mit 78 Millionen Dollar zwar mehr als ein einzelner Bezos-G650ER, bietet dafür fünf Wohnzonen und die größten Kabinenmaße seiner Klasse. Warum der Gulfstream G650ER zum Privatjet der Stars wurde – von Kim Kardashian bis zu europäischen Königshäusern – zeigt ein weiterer FIV-Artikel im Detail.











