Mit Know-how punkten: Diese Tipps machen Sie zum Getränkeexperten

Egal ob Business-Meeting mit wichtigen Geschäftspartnern oder Weihnachtsfeier im Kreise der Kollegen – am Tisch gilt es, sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, wie du mit Wissen rund um Getränke einen guten Eindruck hinterlassen kannst.

Trinken bei Tisch: Die ultimative Knigge

Um sich bei geschäftlichen Veranstaltungen nicht zu blamieren, ist es nie verkehrt, ein paar Basics aus dem Knigge zu kennen. Allein, wenn es um Getränke geht, gibt es vieles zu beachten, zum Beispiel die verschiedenen Gepflogenheiten beim Anstoßen, die Wahl des passenden Weins zum jeweiligen Gericht sowie die Entscheidung für das richtige Glas. Mit unserem Know-how kannst du Fettnäpfchen künftig vermeiden und dich stattdessen als Experte rund um das Thema Getränke outen.

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Dies gilt es zu beachten:

  • verschiedene Gepflogenheiten beim Anstoßen
  • Wahl des passenden Weins zum jeweiligen Gericht
  • Entscheidung für das richtige Glas

Zu jedem Gericht stets der passende Tropfen

Beim nächsten Thema ist Geschmack gefragt, und über den lässt sich bekanntermaßen streiten. Dennoch haben sich ein paar grundlegende Kombinationen etabliert, die einfach besonders gut zusammenpassen, wie etwa ein roter Wein zu kräftigem Rindfleisch oder ein frischer Weißwein zu Fischgerichten. Bei Speisen wie Lamm, die seltener auf den Tisch kommen, fällt es meist schon schwieriger, den passenden Tropfen zu finden. Hier hilft es, sich auf die einzelnen Aromen zu konzentrieren, die sich herausschmecken lassen. Nicht nur die Zubereitungsart bringt hier deutliche Unterschiede hervor, auch die begleitenden Zutaten spielen dabei eine Rolle. Dasselbe gilt für alles, was uns kulinarisch weniger geläufig ist wie verschiedene Meeresfrüchte oder Speisen mit außergewöhnlichen Gewürzen.

Zusammengefasst:

  • Bei Fleischgerichten: Rotwein
  • Bei Fischgerichten: Weißwein
  • Bei Lamm: Auf passende Aromen achten

Tipp! Alkoholfreie Weine bei Geschäftsessen

Noch unsicherer sind sich viele, wenn es um antialkoholische Getränke geht, auf die wir bei geschäftlichen Terminen gerne zurückgreifen. Ein stilles Wasser oder Sprudel ist die sichere Variante, doch auf Dauer auch irgendwie langweilig. Die häufig kredenzten Softdrinks wie Cola oder verschiedene Limonaden harmonieren geschmacklich hingegen meist gar nicht so richtig – egal was dazu verspeist wird.

Alkoholfreie Weine voll im Trend!

Für diese Gelegenheit sind alkoholfreie Weine die perfekte Wahl. So kannst du nämlich auf Alkohol verzichten, aber trotzdem genießen. Da alkoholfreie Weine zurzeit voll im Trend liegen, gibt es eine entsprechend große Auswahl an auserlesenen Tropfen, die den alkoholischen Varianten in Sachen Geschmack, Komplexität und Vielfalt in nichts nachstehen. Wenn du dich bei Business-Meetings durch deine Kenntnisse um alkoholfreie Weine hervortun kannst, wirst du sicherlich den ein oder anderen Business-Partner positiv überraschen. Denn viele Weinkenner sind sich noch gar nicht bewusst, wieviel Genuss auch in alkoholfreien Weinen steckt.

Welcher Wein getrunken wird, hängt vom Essen ab:

Das richtige Glas zum Getränk: Ratgeber

Kaum ist das geeignete Getränk gefunden, kommt die nächste Herausforderung auf uns zu: Welches Glas aus dem Arsenal des Buffets wählen wir bloß dazu? Zunächst können hier ein paar einfache Regeln weiterhelfen, denn so umfangreich wird das Angebot an unterschiedlichen Gläsern meist nicht ausfallen:

  1. Bechergläser
  2. Stielgläser
  3. Henkelgläser

Schauen wir uns die einzelnen Gläser kurz im Detail an:

Bechergläser: Longdrinks & Bier

Schlanke und höhere Bechergläser sind perfekt für Wasser, Erfrischungsgetränke sowie für Longdrinks oder auch spezielle Biersorten wie Kölsch. In der etwas niedrigeren Variante mit massivem Boden werden gerne Aperitifs oder andere Alkoholika auf Eis serviert.

Diese Getränke werden in Bechergläsern serviert:

  • Wasser
  • Erfrischungsgetränke
  • Longdrinks
  • spezielle Biersorten

Stielgläser: Die Form macht den Unterschied

Gläser mit einem eleganten Stiel werden für die verschiedensten Spirituosen eingesetzt. Das Augenmerk liegt hier auf der Form des Bechers – sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Aromen des Getränks. Allein für Wein haben sich zahlreiche unterschiedliche Formen etabliert. Als Faustregel gilt: die etwas kleineren Gläser sind für Aperitifs, Digestifs und Weißweine, größere und bauchige für Rotwein und Weinbrände. Schlanke, hohe Gläser passen zu Sekt und anderen Perlweinen.

Die unterschiedlichen Stielgläser in der Übersicht:

  • Kleine Gläser: Aperitifs, Digestifs und Weißweine
  • Große Gläser: Rotwein & Weinbrände
  • Schlanke, hohe Gläser: Sekt & Perlwein

Henkelgläser: Bier & Heißgetränke

Kleinere Henkelgläser können für Heißgetränke benutzt werden. Höhere und größere Exemplare sind meist für Bier gedacht.

Die Form des Stielglases wirkt sich auf das Aroma des Weins aus:

Peinliche Fettnäpfchen rund ums Catering vermeiden

Auch wer sich noch so achtsam verhält, das eine oder andere Fettnäpfchen lauert bestimmt hinter der nächsten Ecke. Im Falle eines Missgeschicks hilft das passende Vorgehen, um sich dennoch souverän zu zeigen.

Stilgerechtes Entsorgen des Teebeutels

Wird ein Tee bestellt, kommt häufig die Frage auf, was mit dem Teebeutel passieren soll. Auf dem eigenen Unterteller abgelegt wirkt der nicht nur störend, sondern kann zu Flecken führen. Besser ist es, sich einen separaten kleinen Teller oder ein kleines Schälchen zu besorgen, um den Teebeutel stilgerecht zu entsorgen.

Tipp: Kleines Schälchen für den Teebeutel bestellen

Nachschenken: Ja oder Nein?

Das nächste Szenario: Das eigene Glas ist bereits ausgetrunken, die Geschäftspartner und Kollegen sind jedoch noch nicht soweit. Darf selbst nachgeschenkt werden? Tatsächlich gilt dies am Tisch als unhöflich, es sei denn, man ist selbst der Gastgeber. Bei einem Buffet hingegen lässt sich die Situation leichter lösen. Hier kann gerne die Initiative ergriffen werden – bestenfalls mit der Frage, ob noch jemand etwas trinken möchte.

Schnelle Hilfe und eine Entschuldigung sind Pflicht

Der Klassiker unter den Peinlichkeiten ist sicherlich das umgestoßene Weinglas oder ein verschüttetes Getränk – womöglich auf dem schicken Businessoutfit Ihres Gegenübers. Auch wenn die Tollpatschigkeit unbeobachtet blieb, ist es unangebracht, das Missgeschick zu vertuschen. Aufmerksames Catering-Personal ist immer bemüht, hier weiterzuhelfen. Ist auf Kleidung oder Tischwäsche ein Fleck entstanden, kann ein trockenes Tuch als erste Hilfestellung angeboten werden. Zudem ist eine Entschuldigung angebracht. Bei deutlich sichtbaren Flecken, die sich nicht so leicht entfernen lassen, sollte außerdem das Angebot ausgesprochen werden, für den Schaden aufzukommen und die Reinigungskosten zu übernehmen.

Wir empfehlen:

  • Entschuldigung aussprechen
  • Bei Bedarf: Reinigungskosten übernehmen

Jedes Land hat seine ganz eigenen Trinksprüche und Gepflogenheiten. Mehr dazu gleich:

Richtig Anstoßen in jeder Runde

Zusammenwachsende Märkte und internationale Geschäftsbeziehungen bringen es mit sich, dass wir oft auch mit anderen kulturellen Gepflogenheiten konfrontiert sind. Wer hier etwas Insiderwissen über die Bräuche anderer Länder mitbringt, kann bei Meetings schnell das Eis brechen und Sympathiepunkte sammeln.

Trinksprüche in Italien, Frankreich & Co.

Ein erfolgreiches Geschäftstreffen fängt bereits mit dem richtigen Empfang der Gäste an und setzt sich beim gekonnten Smalltalk und während des gemeinsamen Essens fort.
In versammelter Runde gebührt meist dem Gastgeber die Ehre, das Glas zu erheben. Ein „Zum Wohl!“ klingt zudem etwas stilvoller als „Prost!“. Die passenden Pendants in verschiedenen Ländern lauten wie folgt:

  • Salute! oder Cin Cin! (Gesundheit, Prost) – Italien
  • Salud! (Gesundheit) – Spanien
  • À vôtre santé! (Auf Ihre Gesundheit) – Frankreich
  • Sa sdarowje! (Auf die Gesundheit) – Russland
  • Cheers! – USA, Australien
  • Kanpai! (Auf Ihr Wohl) – Japan

Trinksitten weltweit: Tipps

Abweichungen gibt es zudem auch, was das Anstoßen der Gläser angeht: In Spanien ist es beispielsweise nicht üblich, mit alkoholfreien Getränken anzustoßen. In Italien hingegen wird das Glas nach dem Zuprosten noch einmal abgesetzt – ungeachtet des Inhalts. Mit Pappbechern wird dort allerdings nie angestoßen, stattdessen berühren sich nur kurz die Handrücken. In Russland ist es Brauch, dass jeder reihum einen Trinkspruch aussprechen darf. In Japan gilt es als sehr unhöflich, sich selbst nachzuschenken. Blickkontakt ist so ziemlich zu jeder Gelegenheit empfehlenswert, denn es zeugt von Respekt. Zuprosten über Kreuz sollte hingegen überall vermieden werden.

Das richtige Maß beim Trinken im geschäftlichen Umfeld

Schließlich wirft auch das Trinken an sich einige Fragen auf – vor allem, wenn es um das richtige Maß geht. Ist es überhaupt angebracht, alkoholische Getränke bei geschäftlichen Treffen zu konsumieren? Wenn ja, gibt es Ausnahmen? Und wo liegen die Grenzen? Zunächst ist es absolut in Ordnung, sämtliche Alkoholika abzulehnen, dafür müssen auch keine Gründe genannt werden. Ein Verweis auf die anschließende Heimfahrt mit dem Auto ist allerdings immer ein gutes Argument, falls doch einmal nachgefragt wird. Der wichtigste Grundsatz lautet ansonsten, seine Grenzen zu kennen und sich eher zurückzuhalten. Sie sollten stets darauf achten, sich noch unter Kontrolle zu haben. Wird auf einen Geschäftserfolg angestoßen ist es oft üblich, dies mit Sekt oder Champagner zu tun. Ein Glas mitzutrinken ist dann auch zu einer früheren Stunde absolut in Ordnung. Gegebenenfalls kann das Getränk mit einem Schuss Orangensaft „gestreckt“ werden.
Während es in anderen Ländern wie Frankreich oder Italien durchaus an der Tagesordnung ist, auch in der Mittagspause ein Glas Wein oder Bier zum Essen zu trinken, ist dies in Deutschland weniger verbreitet. Wer sich unsicher ist, sollte beim Bestellen zunächst abwarten. Ein nicht alkoholisches Getränk ist aber in jedem Fall die sicherere Alternative.

Alternative: Getränk mit einem Schuss Orangensaft strecken