Selbstgemachtes verkaufen: So starten Sie durch in eine neue Karriere

Selbstgemachte Produkte sind auf dem Markt gefragt wie nie zuvor. Denn Mode, die nicht in Massenproduktion hergestellt ist, verleiht ihrem Tr├Ąger einen Hauch von Einzigartigkeit. Eine Prise Nostalgie an die Zeit, in der noch alles handgemacht war, schwingt ebenfalls mit. Wenn Sie selbst gerne Kleidungsst├╝cke und Accessoires anfertigen, k├Ânnte sich f├╝r Sie durch den Verkauf Ihrer guten St├╝cke eine interessante Zukunftsperspektive ergeben. Doch wie l├Ąsst sich Selbstgemachtes verkaufen?

Holen sie sich Feedback f├╝r Ihre handgemachten Dinge

F├╝r ein professionelles Gesch├Ąft reicht es leider nicht aus, wenn Sie die stylische Tunika einmal anfertigen. Sie m├╝ssen das Produkt in entsprechenden Mengen herstellen k├Ânnen – und daf├╝r auch die n├Âtige Zeit aufbringen. Die Materialien kosten Geld und brauchen Platz. Daher sollten Sie nicht nur ├╝ber ausreichend Stauraum verf├╝gen, sondern auch Ihre ben├Âtigten Stoffe und ├╝brigen Materialien so einkaufen k├Ânnen, dass Sie am Ende noch eine Gewinnspanne haben. Leider reicht es nicht aus, wenn die beste Freundin das selbstgemachte Kleidungsst├╝ck mag. Bevor Sie Ihr Gesch├Ąft professionell aufziehen, ben├Âtigen Sie unvoreingenommenes Feedback. Lob kann befl├╝geln, bringt Sie jedoch nicht weiter, wenn es noch Dinge zu verbessern gibt. Am besten stellen Sie eine Auswahl der Kleidungsst├╝cke oder Accessoires her, die Sie planen zu verkaufen, und verschenken diese an ausgew├Ąhlte Testpersonen. Bitten Sie um eine ehrliche R├╝ckmeldung bez├╝glich der verwendeten Materialien, der Verarbeitung, dem Design und dem Gesamteindruck. Dann haben Sie einen ersten Eindruck, wie Ihre Kreationen auf dem Markt ankommen k├Ânnten.

Kalkulieren Sie die Gewinnspanne

Viele sind Schritt f├╝r Schritt in den Verkauf von Selbstgemachtem hineingerutscht. ├ťber die Monate und Jahre, doch auch manchmal ├╝ber Nacht, wurde aus dem Hobby ein Beruf. Wenn Sie jedoch von Anfang an keine kleinen Br├Âtchen backen wollen, kommen Sie um einen Businessplan nicht herum. Sie ben├Âtigen nicht nur Materialien und Werkzeuge, sondern m├╝ssen ebenfalls Verpackungsmaterial und Versandkosten bezahlen. Beachten Sie, dass die Produktion Ihrer guten St├╝cke Kosten f├╝r Strom, Wasser und die Heizung in Ihrem Arbeitsraum verschlingt. Denken Sie auch daran, dass Sie in Etiketten, die der EU-Textilkennzeichnungsverordnung, Homepage, Logo, Drucksachen und Werbung investieren m├╝ssen. S├Ąmtliche Ausgaben auf Ihrer Liste sollten auf das einzelne handgefertigte St├╝ck umgelegt werden. Kalkulieren Sie die Verkaufspreise so, dass Sie nach Abzug aller Kosten noch etwas ├╝brig haben. Nun rechnen Sie, wie viel selbstgemachte Dinge Sie jeden Monat verkaufen m├╝ssen, um einen entsprechenden Gewinn zu erzielen oder gar vom Verkauf Ihrer Produkte leben zu k├Ânnen.

Nutzen Sie Onlineportale f├╝r Selbstgemachtes

So gut Ihre Produkte sein m├Âgen, von alleine verkaufen Sie sich leider nicht. Nat├╝rlich k├Ânnen Sie den klassischen Weg gehen und Ihre selbstgemachten Dinge auf Stadtfesten anbieten. Damit wird jedoch nur ein sehr kleiner Kundenkreis erreicht. Im Internet finden sich dagegen weltweit Abnehmer f├╝r Ihre Produkte. Mittlerweile gibt es mehrere nationale und internationale Plattformen, die sich auf den Verkauf von selbstgemachten Dingen spezialisiert haben. DaWanda ist in Deutschland der bekannteste Marktplatz im Bereich Do it yourself. Sie k├Ânnen schnell Ihren eigenen Shop er├Âffnen und loslegen. DaWanda verdient an der Einstellgeb├╝hr und den Verkaufsprovisionen. Etsy funktioniert ├Ąhnlich. Weitere Onlinemarktpl├Ątze f├╝r Handgemachtes sind muckout, vondir, palundu und ezebee. Unter Umst├Ąnden gibt es eine Nische f├╝r Selbstgemachtes auch bei Ebay. Noch relativ unbekannt ist die Option „Handmade by Amazon“. Um akzeptiert zu werden, m├╝ssen Ihre Produkte den Vorgaben von Amazon entsprechen und das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben. Alternativ k├Ânnen Sie auf Ihrer Homepage einen Onlineshop er├Âffnen.

Ohne Werbung funktioniert es nicht

Es reicht allerdings nicht aus, auf einem Do it yourself-Portal einen Shop zu er├Âffnen und auf die Kunden zu warten. Denn um potenzielle K├Ąufer aufmerksam zu machen, braucht es nun Marketing und Werbung. Die sozialen Medien helfen Ihnen, m├Âglichst viele Menschen zu erreichen. Sie k├Ânnen Facebook, Instagram, YouTube und Twitter nutzen, um die Werbetrommel f├╝r Ihre Kreationen zu r├╝hren. Wenn Sie auf Google Werbung schalten, erreichen Sie Ihre anvisierte Zielgruppe. Es fallen erst dann Kosten f├╝r Sie an, wenn Ihre Anzeige angeklickt wird. Achten Sie stets darauf, dass Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind. Informieren Sie sich zum Beispiel ├╝ber das Urheberrecht und lassen Sie sich steuerrechtlich beraten, damit es keine b├Âsen ├ťberraschungen gibt. Dank dem Internet ist es heute so leicht wie nie zuvor, mit Handgemachtem ein erfolgreiches Business zu starten. Wenn es nicht beim Nebenerwerb bleiben soll, m├╝ssen Sie allerdings viel Zeit, Energie und auch finanzielle Mittel beisteuern, um vom Verkauf Ihrer selbstgemachten Kreationen leben zu k├Ânnen.

 

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