Corona Virus: Konsequenzen für die Reisebranche, Herkunft, Symptome, Verbreitung & Schutz

Corona – dieses Virus hält die ganze Welt in Atem. Viele Länder haben seit Beginn der Corona Krise einen Einreisestopp veranlasst, um die Verbreitung zu stoppen oder zu verlangsamen. Dadurch fallen viele Reisepläne für das Jahr 2020 ins Wasser. Wir erzählen euch alles über COVID-19, die Reisebranche vor Corona und die Auswirkungen des Virus auf die Tourismusbranche. Reiseportale wie TUI, Outdoor Camping Anbieter wie Campwerk aber auch Fluggesellschaften wie Lufthansa lassen einen Großteil ihrer Flotte auf dem Boden.

Reisebranche: Wichtige Fakten

Der im Jahr 2019 generierte Umsatz durch Pauschalreisen liegt bei 6.957 Mio. Euro und am meisten Umsatz weltweit wird in China generiert.

Prognose: jährlich 1,8% mehr Umsatz durch Pauschalreisen

Der Umsatz durch Buchungen von Pauschalurlauben sollte laut Statista im Jahr 2020 etwa 7.123 Mio. Euro betragen. Es war bis jetzt jedes Jahr eine Steigerung von Umsätzen durch Pauschalreisen, bzw. eine Steigerung der Urlaubsreisen generell zu beobachten. Immer mehr Menschen entscheiden sich, etwas von der Welt sehen zu wollen und legen dafür ihr Geld beiseite.

Steigerung der Urlaubsreisen in den letzten 10 Jahren: +9,46%

Reisebranche: Rückblick auf 2019

Um die Situation einschätzen zu können, muss man einen Blick auf die Reisebranche vor der Corona Krise blicken. Ein gutes Beispiel ist das Reiseverhalten im Jahr 2019. Im Jahr 2019 kam es mehr Umsatz durch Pauschalreisen als je zuvor.

Tipp! Lies hier mehr zu: Corona Virus Fakten

Anzahl der Urlaubsreisen in den letzten 10 Jahren

Reisen, egal ob als Pauschalreise oder Kurztrip am Wochenende mit dem oder der Liebsten, es wird immer beliebter. Seit Jahrzehnten steigen die Zahlen und es ist kein Ende in Sicht. Aktuelle Zahlen zum Einbruch der Buchungen unter COVID-19 liegen noch nicht vor. Doch nach der Krise ist vor der Krise, dementsprechend wird die Reisebranche schnell wieder an Fahrt gewinnen.

Steigerung in den letzten 10 Jahren: +9,46%

Hier siehst du die Anzahl der Urlaubsreisen der Deutschen in den Jahren von 2005 bis 2019 in Millionen.

  • 2019: 70.8 Mio.
  • 2014: 70.3 Mio.
  • 2009: 64.8 Mio.
  • 2005: 64.1 Mio.
  • Steigerung der letzten 10 Jahre (2009 bis 2019): +9,46%

Reisebranche: Aktuell

Die Corona Krise hat starke Auswirkungen auf die Tourismusbranche im Jahr 2020. Neben Stornierungen und Schließungen muss man auch mit einem viel niedrigeren Gesamtumsatz rechnen. Die verschiedenen Anbieter in der Reisebranche gehen vom Schlimmsten aus.

Was sind die aktuellen Auswirkungen?

Aufgrund der Corona Krise stornieren im Moment viele Personen ihre Reisen und ihre Kreuzfahrten. Viele Länder haben einen Einreisestopp veranlasst, welcher es unmöglich macht, trotz des Coronavirus in Urlaub zu fliegen. Die Stornierungswellen haben starke Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Statista vermutet im Jahr 2020 Umsatzeinbußen von etwa 17% für die deutsche Reisebranche und etwa 20% für die italienische. Eine andere Konsequenz ist, dass die Tourismusbörse ITB in Berlin dieses Jahr nicht stattfindet. Diejenigen, die einen Urlaub gebucht hatten, hoffen ihre Reise stornieren zu können, um nicht auf dem Geld sitzen zu bleiben. Manche Reiseveranstalter bieten die Möglichkeit, die Reise zu stornieren oder umzubuchen und haben deswegen nonstop besetzte Telefonleitungen. Außerdem bleiben Hotels größtenteils leer, Tagungen und Reservierungen werden storniert. Viele Angestellte in der Tourismusbranche werden entlassen oder müssen mit Kurzarbeit rechnen. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat bereits 95% der Flüge gestrichen.

Aida Cruises sagt alle Kreuzfahrten bis Mitte April ab

Die Einreisebedingungen an Häfen verschärfen sich im Moment stark. Dies führt dazu dass Kreuzfahrtschiffe in vielen Häfen gar nicht mehr anlegen dürfen. Aufgrund der zunehmenden Fälle des COVID-19 hat Aida Cruises am 20.3.2020 mitgeteilt, dass die Aida Reisesaison vorübergehend bis voraussichtlich Ende April 2020 unterbrochen wird. Auch Barcelona, einer der wichtigsten Kreuzfahrthafen im Mittelmeer hat seinen Hafen für Schiffe mit über 500 Personen geschlossen. Viele Kreuzfahrt Gesellschaften nehmen im Moment Routenänderungen vor, um die Reisen trotzdem zu ermöglichen.

Sinkende Kurse der Reiseanbieter

AIDA Cruises ist eine Marke des britisch-amerikanischen Kreuzfahrt-Unternehmens Carnival Corporation & plc für den deutschsprachigen Markt. Hier siehst du den aktuellen Kurs mit großen Minus.

Alle Disney Parks sind wegen des Corona Virus geschlossen

Sämtliche Disney Parks schließen vor erst wegen des Coronavirus. Auch das Disney Schiff bleibt erst mal im Hafen. Die Disney reagierte auf die Anweisung der Behörden und versucht mit den Schließungen eine Verbreitung zu verlangsamen, beziehungsweise zu stoppen. Die Disneyland Hotels bleiben aber geöffnet, genau wie die Geschäfte und Restaurants im Disney Village. Andere Freizeitparks mussten sich ebenfalls nach den Anweisungen der Behörden richten und schließen, wie etwa zum Beispiel der Europa-Park. Da Freizeitparks eine Ansammlung von mehr als 1000 Personen ermöglichen, ist es sinnvoll und eben sicherer sie vor erst geschlossen zu lassen.

Statistik: Konsequenzen des Corona Virus für den internationalen Tourismus

Das Corona Virus bedroht den internationalen Tourismus, weil viele Reisen und Kreuzfahrten nicht stattfinden können. Durch die Einreisebestimmungen und Einreisestopps weltweit ist es nicht möglich, so zu reisen, wie man es vor dem Virus konnte. Deswegen muss die Tourismusbranche mit viel weniger Umsatz rechnen, als sie es zuvor getan hatten. Die USA hatten für das Jahr 2020 mit über 170 Milliarden US Dollar Umsatz gerechnet, schätzen den Umsatz aber jetzt aufgrund der Corona Krise auf etwa 150 Milliarden US Dollar. China trifft die Corona Krise noch etwas schlimmer – dort wurde vor dem Virus mit etwa 125 Milliarden US Dollar Umsatz gerechnet, mittlerweile wird der Umsatz aber auf 75 Milliarden US Dollar geschätzt. Auch Deutschland und Italien müssen mit weniger Umsatz rechnen, sind aber nicht so betroffen wie China. Deutschland rechnete vorerst mit etwa 30 Milliarden US Dollar Umsatz und rechnet jetzt mit etwa 25 Milliarden. Italien rechnete vor der Krise mit 25 Milliarden, kann jetzt aber nur noch mit 20 Milliarden US Dollar Umsatz rechnen.

  • USA: etwa 11,76% weniger Umsatz
  • China: etwa 40% weniger Umsatz
  • Deutschland: etwa 16,67% weniger Umsatz
  • Italien: etwa 20% weniger Umsatz

Infografik: Covid-19 bedroht den internationalen Tourismus | Statista

Quelle: Statista

COVID-19 – Herkunft, Symptome, Verbreitung & Schutz

Das Corona Virus ist im Moment in allen Nachrichten – da wird es schwer echte Informationen von Fake News zu unterscheiden. Deswegen haben wir euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst, damit ihr wisst woher das Virus kommt, wie es sich verbreitet, welche Beschwerden die Infizierten haben und wie ihr euch vor dem Virus schützen könnt.

Herkunft des Virus

Wo kommt der Coronavirus und wie hat er sich verbreitet? Seinen Ursprung hatte COVID-19 (so die offizielle Bezeichnung) auf dem Huanan-Seafood-Großhandelsmarkt. Auf diesem Großmarkt geht es vor allem um Meeresfrüchte und wilde Tiere. Der Markt liegt mitten in Wuhan, China. Die genaue Herkunft ist noch unklar, aber wir wissen, dass es sich um ein neuartiges Virus handelt, welches zu 80% mit dem SARS-Coronavirus übereinstimmt. Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen und eine Ansteckung ist auch während der Inkubationszeit möglich.

  • Neuartiges Coronavirus mit dem Namen SARS-CoV-2
  • Beta-Coronavirus, stimmt genetisch zu über 80 Prozent mit dem SARS-Coronavirus überein
  • Übertragung passierte von Tier zu Mensch
  • Ursprung im Huanan-Seafood-Großhandelsmarkt, einem Markt für Meeresfrüchte in Wuhan
  • Genaue Herkunft des Virus noch unklar.
  • Übertragung von Mensch zu Mensch ist laut WHO nachgewiesen
  • Inzwischen gibt es laut der Infektiologin vermehrt Anzeichen, dass eine Ansteckung auch während der Inkubationszeit (meistens fünf Tage, bis zu 14 Tagen, in Einzelfällen länger) möglich ist

Symptome: Husten, Fieber, Atembeschwerden & Co.

Die Symptome des Corona Virus ähneln sehr den Beschwerden einer Grippe oder sogar einer harmlosen Erkältung. Mindestens 80% der Erkrankungen verlaufen mit milden bis moderaten Symptomen. Bei anderen kommt es oft zu den typischen Anzeichen einer viralen Lungenentzündung –  wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten, Muskelschmerzen und Müdigkeit. Selten kommt es bei Erkrankten auch zu Kopfschmerzen oder Auswurf. Die Risikogruppe, für welche das COVID-19 gefährlich ist, sind ältere oder vorerkrankte Personen. Bei diesen kann es aufgrund des Corona Virus auch zu Todesfällen kommen.

  • Eher harmlose Erkältung
  • Infekt der oberen Luftwege
  • Typischen Anzeichen einer viralen Lungenentzündung Fieber mit Husten, Kurzatmigkeit,Atemschwierigkeiten, Muskelschmerzen und Müdigkeit
  • Selten Kopfschmerzen oder Auswurf
  • Mindestens 80 % der Erkrankungen verlaufen mit milden bis moderaten Symptomen
  • Insbesondere bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen kann es auch zu Todesfällen kommen

Verbreitung und internationale Präsenz

Die Verbreitung des Virus erfolgt schnell und ist schwer kontrollierbar, da es eine lange Inkubationszeit gibt, in welcher die Erkrankten zwar noch keine Symptome des Virus haben, jedoch bereits ansteckend sind. Das Virus verbreitete sich aus China schnell weltweit aus. Mittlerweile gibt es in Deutschland 36.508 erkrankte Personen, in China 81.869 Infizierte, in Italien 69.176 Infizierte und insgesamt weltweit 416.686 Infizierte. Bisher sind weltweit 18.589 Menschen an dem Corona Virus gestorben.

  • Zunächst gab es das Virus nur in China, mittlerweile breitet es sich weltweit aus
  • Infizierte in China: 81.869
  • Infizierte in Deutschland: 36.508
  • Infizierte in Italien: 69.176
  • Infizierte weltweit: 416.686
  • Todesfälle weltweit: 18.589

Schutz vor dem Corona Virus

Um sich vor dem COVID-19 Virus zu schützen, gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen die man treffen sollte. In den letzte Wochen hat sich die Corona Situation verschlechtert, deswegen ist es so wichtig Menschenansammlungen zu meiden. Das Haus sollte nur verlassen werden, wenn es unbedingt nötig ist. Um unnötiges Rausgehen zu vermeiden, haben die meisten Geschäfte schon ihre Filialen geschlossen. Einkaufen und gegebenenfalls zur Apotheke muss man natürlich trotzdem. Wenn man das Haus verlässt, sollte man darauf achten sich nicht ins Gesicht zu fassen, keine Hände zu schütteln und einen gewissen Abstand von anderen Personen beizubehalten. Man sollte sind in die Armbeuge husten und niesen und nicht in die Hand. Außerdem sollte man auch versuchen so wenig Oberflächen wie möglich zu berühren und zum Beispiel die Knöpfe im Aufzug mit dem Knöchel und nicht mit der Fingerkuppe drücken. Zuhause angekommen sollte man sich sofort die Hände waschen, und das definitiv mit Seife und mindestens 20 Sekunden lang. Wer noch Desinfektionsmittel abbekommen hat, bevor es überall ausverkauft war, der sollte sich auch draußen zwischendurch die Hände desinfizieren. Außerdem sollte man die Räume zuhause regelmäßig lüften und sein Immunsystem stärken.

  • Regelmäßig die Hände waschen und zwar so: mindestens 20 Sekunden mit Seife, bis zum Handgelenk
  • In die Armbeuge niesen oder husten, nicht in die Hand
  • Keine Hände schütteln, stattdessen den Ellbogen geben
  • So wenig wie möglich ins Gesicht fassen, Schleimhäute im Gesicht (Mund, Augen, Nase) nicht mit dem Finger berühren
  • Knöpfe im Fahrstuhl nicht mit dem Finger drücken, lieber mit dem Knöchel
  • Gut lüften
  • Überfüllte Räume und Menschenansammlungen meiden
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