Covid19 erklärt: Coronavirus, Ausgangsperre + kostenlose Bescheinigung für den Arbeitsweg

COVID-19, der sogenannte „Coronavirus“ ist und bleibt das zentrale Thema in der Welt. Alle Nachrichtenkanäle sprechen nur von dieser Pandemie, dem neuartigen Coronavirus oder „COVID-19“. In vielen Ländern gibt es Ausgangssperren, jetzt auch in Deutschland. Für viele Firmen und Arbeitgeber lassen sich Prozesse auf Home Office Aktivitäten umorganisieren, doch nicht für alle. Wir haben hier das wichtigste in Kürze. Das Ziel ist es jetzt, die „Kurve abzuflachen“, doch was heißt das? Was bedeutet die Ausgangssperre? Gibt es Ausnahmen bei der Ausgangssperren? Wo bekomme ich eine kostenlose Arbeitgeberbescheinigung für den Arbeitsweg zum Download?

Bitte wende dich an das zuständige Gesundheitspersonal, wenn du glaubst, dass du möglicherweise betroffen bist. Offizielle Informationen findest du immer aktualisiert hier: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Verbote – Ausgangssperre light zusammengefasst

Gerade trat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Kameras der Hauptstadt-Presse. Sie verkündete verschärfte Maßnahmen um die Infektionen mit COVID-19 einzudämmen.

  1. Personen dürfen sich nur noch allein draußen aufhalten für Spaziergänge, Sport, usw.
    Ausnahme sind 2 Personen oder Personen aus einem Haushalt
  2. Zusammenkünfte mit mehr als 2 Personen sind untersagt und aktuell sogar strafbar, im öffentlichen und privaten Raum
  3. Es gibt Ausnahmen wie der Weg zum Supermarkt, Apotheke oder auch der Arbeitsweg

Was ist der Corona-Virus (COVID-19)?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat COVID-19 zur Pandemie erklärt. Das Coronavirus ist die jüngste Pandemie, das heißt: Die gesamte Welt ist davon betroffen. Sie erreicht ein Niveau, dass es seit Jahrzehnten nicht gab. Der Virus hat Einfluss auf Milliarden Menschen und stört weltweit das soziale und ökonomische Leben. Das in der chinesischen Provinz Wuhan zuerst dekretierte COVID-19 bzw. Coronavirus hat sich inzwischen in mehr als 150 Ländern ausgebreitet, und die Zahl der Infizierten steigt täglich.

COVID-19 steht für Coronavirus-Krankheit 2019, bzw. in Englisch „corona virus disease“. Der Virus verursacht bei einigen infizierten eine schweres und akutes Atemwegssyndrom.

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Warum ist es so wichtig den Virus einzudämmen?

Die Gesundheitssysteme sind für viele Notfälle eingestellt, für solche Ausnahmesituationen aber nicht. In Deutschland gibt es beispielsweise 25.000 Beatmungsgeräte. In der Regel sind diese zu 80% besetzt. Das bedeutet, theoretisch blieben nur 5.000 Geräte für die Behandlung.

COVID-19 sorgt unter anderen dafür, dass in einigen Fällen die Lunge verklebt, dementsprechend wichtig ist es Patienten zu beatmen. Je mehr Patienten diese stationäre Behandlung benötigen, desto höher ist die Auslastung und die Gefahr, dass die Geräte nicht ausreichen.

Sollte dies der Fall sein, wie beispielsweise in Nord-Italien, müssen Ärzte entscheiden, wer eine Behandlung bekommt und wer nicht. Durch die Auswahl müssen einzelne Menschen abgewiesen werden, insbesondere die, deren Heilung unwahrscheinlicher ist. Diese Entscheidung will niemand treffen müssen.

Damit die Infektionskurve niedrig bleibt und damit die Gefahr, dass es in den Krankenhäusern zu einer Überlastung kommt, gibt es die derzeitige Ausgangssperren.

Bei 2 von 3 infizierten Menschen bricht der Coronavirus aus

Da tückische am Virus, selbst wenn der Virus im Verlauf bemerkt wird, braucht der Ausbruch von Aufnahme bis zur Auswirkung im Körper 7 Tage. Das heißt, ganze 7 Tage nach der Infektion weiß kein Übertrager, dass er längst Infiziert ist. Noch schlimmer, während es einige Infizierte extrem hart erwischt, bemerkten viele andere Infizierte keine spürbaren Auswirkungen. Dementsprechend wissen sie nicht, dass sie eigentlich längst Überträger sind.

Durch diese Maßnahmen gewinnen öffentliche Gesundheitsbehörden und die gesamte Infrastruktur der nationalen Gesundheitswesen weltweit wertvolle Zeit, um auf diese Krise zu reagieren.

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Tipps: Wie kannst du helfen?

Am meisten kannst du helfen, in dem du dein eigenes Verhalten anpasst:

  1. Du solltest oft wie möglich zu Hause bleiben. Das heißt vor allem persönliche Treffen mit älteren oder chronisch kranken Menschen einschränken – zu deren Schutz
  2. Verzichte auf Händeschütteln und Umarmungen
  3. Halte Abstand zu anderen

Die 3 Gefahren von COVID-19

  1. Gefahrenminimierung der Überlastung von Krankenhäusern (Absenkung der Infektionskurve)
  2. Bis der Virus im Körper ausbricht, dauert es 7 Tage. In diesen 7 Tagen weiß man selbst nichts von der bereits geschehenen Infektion
  3. Bei einem großen Teil der Infizierten entstehen auch nach den 7 Tagen keine Anzeichen für den Virus, sie bleiben also Überträger, ohne es zu wissen.Ausgangssperre

Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Ausgangssperren?

Zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten können auf der Grundlage des IfSG im Allgemeinen Gebote und Verbote erlassen werden. Für die Durchsetzung der draus geschlossenen Vorgaben sind die 16 Bundesländer verantwortlich.

Ausnahmen bei der Ausgangssperren

Die handelnde Behörde kann ihre Anordnungen mit Ausnahmen versehen, die wiederum möglichst bestimmt sein müssen. Die deutschlandweit erste Allgemeinverfügung des Landkreises Tirschenreuth sieht etwa u.a. die folgenden Ausnahmen ausdrücklich vor:

  1. Einkäufe und Grundversorgung innerhalb des Stadtgebiets
  2. Besuche von Arztpraxen, Sanitätshäusern, etc. sowie Apothekenbesuche
  3. Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers
  4. Besuche von Filialen der Post sowie Tankstellen
  5. Notwendiger Lieferverkehr

Bescheinigung für den Arbeitsweg

Hier findest du fürs erste eine Bescheinigung für den Arbeitsweg, kostenlos zum Download.

Kostenlos für Arbeitgeber – Download

Du braucht dringend ein Dokument für deine Mitarbeiter? Hier kannst du dir schnell und einfach einen fertigen Vordruck herunterladen:

COVID-19 – was ist das? Der Virus im Detail

Nach den wichtigsten Informationen haben wir hier noch viele weitere, wichtige Informationen zum Coronavirus und dessen Verlauf. Sind alle Coronaviren gefährlich für den Menschen? Gibt es vergleichbare Beispiele zu COVID-19? Wir haben die Antworten.

Sind alle Coronaviren gefährlich für den Menschen?

Coronaviren gehören zur großen Familie von Viren. Viren gehören zum ganz normalen Leben. Viren sind weit verbreitet, bei Menschen und vielen verschiedenen Tierarten, darunter Katzen und Fledermäuse Das gewöhnliche menschliche Coronavirus verursacht wie oben beschrieben, typischerweise eine Infektion der oberen Atemwege, wie eine Erkältung. Viele Infizierte bemerken oft gar nicht, dass sie bereits vom Virus betroffen sind.

Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben mit einem oder mehreren dieser Viren infiziert werden. Die Infektion mit dem menschlichen Coronavirus löst sich in der Regel von selbst auf, während sich andere extrem unwohl fühlen, bis hin zu wirklich starken Erkrankungen. Insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet.

Selten können sich Coronaviren, die Tiere infizieren, zu einem neuen menschlichen Coronavirus entwickeln.

COVID-19 – Was ist der Unterschied zur Grippe?

Quelle: Deutsche Familienversicherung

Saisonal bedingt steigt die Zahl der Neuinfektionen mit Grippe (Influenza) wieder an. Seit dem letzten Herbst erkrankten laut RKI (Stand 17.03.2020) über 145.000 Menschen in Deutschland an Grippe. 247 starben daran. In der Grippe-Saison 2017/18 starben 25.100 Menschen. Das sind laut dem RKI so viele, wie seit 30 Jahren nicht.

Aktuellen Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom 19. März 2020 zufolge sind in Deutschland 12.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 28 Menschen starben bislang an den Folgen. Weltweit sind 218.815 Infizierte bekannt und 8.810 Todesfälle aufgrund von COVID-19.

Gibt es vergleichbare Beispiele zu COVID-19?

Beispiele aus der näheren Vergangenheit war das schwere Atemwegssyndrom „SARS“ im Jahr 2003 und das auch als „MERS“ bekannte Atemwegssyndrom Coronavirus 2012 im Nahen Osten.

Der Ausbruch des Coronavirus begann in China, genauer in Wuhan.

Wo liegt Wuhan, China?

Der Ausbruch des Coronavirus begann in Wuhan (China). Der Virus breitete sich weltweit rasch aus. Am 11. März erklärte die WHO (Welthandelsorganisation) COVID-19 dann entgültig zur Pandemie. 2 von 3 Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, erleiden einen Ausbruch.

Was bedeutet CFR (Sterblichkeit)?

In China war der Gesamt-CFR in der Anfangsphase des Ausbruchs sehr hoch.

CFR steht im englischen für „Case fatality rate“, auch „Letalität“. Sie bezeichnet die „Tödlichkeit“ einer Erkrankung. Genauer bezeichnet sie die Erkrankung oder Vergiftung beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit, an einer Krankheit zu sterben. Die CFR berechnet also das Verhältnis der Todesfälle zur Anzahl der Erkrankten bzw. Vergifteten.

Insbesondere dadurch, dass hier keine Vergleiche vorlagen und es keine Vorlaufzeit gab. Anfangs lang die CFR bei 17.3%, das heißt im Schnitt ist 1 von 6 Menschen gestorben. Die CFR wurde dank besserer Ausrüstung, Tests, Vorsichtsmaßnahmen und einer allgemeinen Verbesserung des Behandlungsstandards bis zum 1. Februar auf 7% gesenkt.

Das bedeutet, dass mit der richtigen Kontrolle der Zustand stabilisiert werden kann.

Welche Personen sind am meisten gefährdet?

Es gibt insbesondere zwei Personengruppen, die gefährdet sind:

  1. Ältere Menschen über 60 Jahren
  2. Menschen mit Vorerkrankungen

Das Virus ist für verschiedene Altersgruppen unterschiedlich gefährlich. So liegt die Sterblichkeitsrate bei Personen unter 60 Jahren relativ niedrig. Auf der anderen Seite steigt die Sterblichkeitsrate bei älteren Menschen schnell an. Das höchste Risiko tragen also Personen über 60 Jahren. Neben dieser Personengruppe sind insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet. Personen mit Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen und Krebs sind im Vergleich zu gesunden Personen deutlich stärker gefährdet. Gefährlich wird es, wenn beide Faktoren zusammenkommen, hohes Alter und Vorerkrankungen. Leider leidet die Gruppe der älteren Menschen häufiger an einer oder mehreren  Erkrankungen. Das macht die Lage so persönlich, auch für jeden einzelnen: Die eigene Oma, der eigene Großvater, die Eltern.

Tipps fürs Händewaschen

Damit du so wenig Risiko wie möglich trägst den Virus weiterzugeben, achte drauf, dir die Hände zu waschen. So einfach es klingt, es bringt sehr viel. Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

  1. Halte deine Hände unter fließendes Wasser
  2. Seife die Hände gründlich ein
  3. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden
  4. Achte auf: Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen sowie Fingernägel, die von den meisten vergessen werden
  5. Hände unter fließenden Wasser abspülen
  6. Sorgfältiges abtrocknen

Wo bekomme ich Informationen, wenn ich infiziert bin?

Bitte wende dich an das zuständige Gesundheitspersonal, wenn du glaubst, dass du möglicherweise betroffen bist. Offizielle Informationen findest du immer aktualisiert hier: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Hotlines zum Coronavirus

Wende dich telefonisch an deinen Hausarzt oder wählen die 116117. Die 116117 ist die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland – 0800 011 77 22
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) – 030 346 465 100
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung – Behördennummer 115
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte – Fax: 030 / 340 60 66 – 07 info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie) – https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

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