Pitch: Was ist ein Pitch? Marketing, Business & Werbung – Vorbereitung und Ablauf

Für Pitches bei Kunden, oder bei Projekten für Investoren und potenziellen Geldgebern kommt es heute immer mehr auf die Analyse sozialer Medien an, denn sie sind ein entscheidender Faktor  im Marketing. Egal, ob es um die Kooperation mit Bloggern oder Influencern und dessen Instagram-Kanalanalyse, unser mögliches Potenzial im Markt, Zahlen und Fakten geht, diese Dinge sollten in deinem nächsten Pitch auf keinen Fall fehlen!

Was ist ein Pitch? Definition & Hilfe

Größere Projekte werden in der Regel ausgeschrieben, sodass sich mehrere potentielle Kooperationspartner für den Job bewerben können. Die verschiedenen Teilnehmer bereiten dann ihr Konzept vor und präsentieren dieses dann. Dabei gibt es verschiedene Formen von Pitches und Darstellungsmöglichkeiten.

Pitches in Werbeagenturen: So läuft die Präsentation ab

Insbesondere für kreative Ideen holen sich große Unternehmen und Firmen gerne die Expertise von mehreren Agenturen ein. Egal, ob es um einen Werbefilm geht, die kreative Online Kampagne oder die virale Social Media Kampagnen. Für all diese Marketingmethoden braucht es immer eine Menge guter Ideen. Da Geschmäcker immer unterschiedlich sind, kommen auch die besten Ideen oft nicht beim Kunden an, genauso oft gibt es schlechte Ideen, von denen man wirklich nicht überzeugt ist. Deshalb ist es von Vorteil sich mehrere Kooperationspartner zu einem Pitch einzuladen. Hier stellen sie ihre Konzepte in einer kurzen und übersichtlichen Präsentation vor. Welche Ideen und Strategien stecken hinter unserem Konzept? Wie sieht das Medienpaket aus? Welche Ziele haben wir uns gesetzt und welche Erfolge versprechen wir uns davon? All das wird in einem Pitch präsentiert.

In der Regel gibt es für die Erarbeitungen von solchen ausführlichen Pitches ein gewisses Rahmenbudget. So ein Werbeagentur Pitch lohnt sich oft, da hinter einem Exemplar, mehrere große Jobs stehen. Wenn dann nur drei, oder vier Agenturen ihre Ideen mit einbringen dürfen, schließlich sind die meisten Pitches bezahlt und man kann nicht unendlich Agenturen beauftragen, hat man realistische Chancen die Ausschreibung zu gewinnen und Erfolge zu erzielen.

Neben den gesamten Erfolgsfaktoren und Kennzahlen, zum Beispiel zur potentiellen Verkaufsmenge, führen in der Regel Zahlen, die über Reichweite und Performance Auskunft geben. Hier kommt Social Analytics ins Spiel und die Möglichkeit Instagram-Kanäle ausführlich zu betrachten. Nicht nur in Konkurrenz-Analysen, um sich im Wettbewerb zu positionieren, auch für Werbung und Promotion durch Blogger und Influencer. Hier hilft es sehr aussagekräftige Zahlen und statistische Werte in die Präsentation mit einfließen zu lassen.

Pitches für Investoren: Vorbereitung für Start Ups

Auch Investoren erwarten bei ihren Pitches eine ausführliche Vorstellung des Projekts. In der Regel geht es darum, für ein neues Unternehmen das nötige Kapital zusammenzutragen. Wer Kapital bereitstellt, der möchte eine Rendite dafür bekommen. Die Rendite-Aussichten für einen Investor werden in einem Pitch vom Unternehmer oder von der Unternehmerin verdeutlicht. Auch hier spielt insbesondere die Reichweite eine große Rolle, denn je mehr Menschen von einem erfahren, desto mehr kaufen möglicherweise das Produkt. Die Analyse in sozialen Netzwerken, insbesondere Instagram, bekommt auch bei Investoren stärkeres Gewicht, denn auch sie treffen ihre Entscheidung aufgrund von Zahlen und Daten. Natürlich auch aus Glauben an den Unternehmer an sich, letztendlich müssen die Zahlen aber immer stimmen und überzeugen.

Social Analytics hilft dabei die Follower von Bloggern und Influencern auf Instagram zu analysieren, sodass sie aussagekräftige Daten darüber geben können, welches Potenzial in Ihrem Projekt steckt. Sie können aber auch durch Statistiken und Diagramme, sowie CSV-Exporte belegen, wie ihr Wachstum fundiert berechnet werden kann. Instagram spielt eine extrem wichtige Rolle in vielen Branchen, die sich mit dem Privatgeschäft an Personen beschäftigen.. Fast eine Milliarde Menschen nutzen täglich mehrmals ihren Instagram-Account. Marken die hier Präsenz zeigen, profitieren von einer unglaublichen Reichweite, die sich Gründer vor zehn Jahren nicht hätten träumen lassen. Damals musste man sich die Reichweite noch durch teure Aktionen erkaufen, für Start Ups war es meist der Flyer, sehr große Unternehmen schalteten Werbeanzeigen in Zeitungen zu hohen Preisen. Wer heute auf Instagram eine große Anzahl von Fans hinter sich stehen hat, die einen unterstützen, bekommt diese Reichweite jeden Tag kostenlos direkte und indirekte Werbung von Produkten vermittelt. Mit jedem Like der verteilt wird und mit jedem neuen Kommentar sehen neue Personen, die den Leuten folgen, die mit uns interagiert haben, unsere Beiträge. So können wir organisches Wachstum generieren!

3 Tipps für deine erste Präsentation auf einem Pitch

Hier haben wir noch drei praktische Tipps für deine erste Pitch Präsentation vorbereitet, die dir gewiss helfen werden.

Fasse dich kurz

Investoren sind zwar oft aus einer gleichen, oder ähnlichen Branche, aber haben meist jedoch nicht dieselbe Tiefe, die du für dein Projekt investiert hast. Du solltest also die wichtigen Kennzahlen mit einbringen, aber nicht zu tief in die einzelnen Prozesse einsteigen. Wenn du zum Beispiel eine Software Anwendung pitchst, solltest du auf den Nutzen für die User eingehen, die Einzigartigkeit und Unterscheidungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz und den wichtigsten Zahlen zu Wachstum und Rendite. Welche Büromöbel gekauft werden sollten, oder ob man sich für Mac oder Windows Computer entscheidet, spielt hierbei keine Rolle.

Halte deine Präsentation schlicht

Wer zu viele Farben oder Animationen verwendet, der wirkt schnell zu verspielt. Am liebsten sehen die Investoren gute alte Excel-Listen, die sauber und ordentlich strukturiert sind! Hier stehen klare Zahlen und Fakten, belegbar, berechenbar, kalkulierbar. Genauso sollte deine Präsentation aufgebaut sein, verzichte auf allen möglichen Schnickschnack und halte dich an Fakten und belegbare Informationen. Verzichte auf zu viel Farbspiel und Animationen. Viele wollen durch Animation zeigen, dass Sie kreativ sind, doch Investoren suchen Personen, die selber gut kalkulieren können und etwas von ihrem Job verstehen!

Nimm dein Publikum mit

Wenn du dein Publikum begeisterst, auch wenn es hier nur um wenige Personen geht, dann hast du schon viel geschafft. Die meisten, die in ein Projekt investieren, investieren nicht direkt in die harten Zahlen, sondern auch zu einem Großteil in das Vertrauen in den jeweiligen Kooperationspartner. Wer es also direkt zu Beginn schafft, seine eigene Idee mit Begeisterung zu vermitteln, der erfährt oft Begeisterung auf gleichem Weg auch zurück. Dabei hilft es zum einen kleine Techniken anzuwenden, z.B. sich kurz vor der Präsentation noch einmal aufzubauen und selbst zu motivieren. Wichtig ist auch, den Menschen mit denen du sprichst in die Augen zu schauen, damit sie sich angesprochen fühlen.Du wirst in der Regel immer eine Person finden, die dir relativ wohlwollend gesonnen ist. Schnapp dir diese Person, vergiss aber nicht die anderen, baue Augenkontakt auf, hole dir zwischendurch Bestätigung und Feedback. Vielleicht hast du sogar Glück und diese Person ist die entscheidende, die am Ende das ja oder nein gibt. Wichtig ist, sei nicht verschlossen, strahle Begeisterung aus, dass du dein Produkt selber liebst.

Wenn du all diese Punkte verinnerlicht hast, dann wirst du deinen Pitch auf jeden Fall gut über die Bühne bringen! Der nächste Schritt: Übung, Übung, Übung!

Darauf solltest du bei der Vorbereitung immer achten:

  1. Pitch – max. 10 Minuten
  2. Elevator Pitch – 15 bis 45 Sekunden
  3. Warum?
    Projekt Freigabe > Intern
    Investment > Extern
    Auftrag > Kunde

Do’s & Don’ts bei Pitches in Agenturen und vor Investoren

Viel Theorie – doch was sagt der Investor in der Praxis? Wie muss ein Pitch sein, damit man als Investor einsteigt? Die Kernaussagen eines sehr interessanten, wenn auch spontanen Interviews mit Investor-Ikone Frank Thelen, bringen es auf den Punkt. Frank Thelen selbst war Tech Gründer und ist jetzt Vollzeit Investor. Dementsprechend investiert er nicht nur in Unternehmen, er kümmert sich aktiv um die Interessen und Belange. Dementsprechend kritisch und selektiv ist er bei der Auswahl der richtigen Unternehmen, schließlich hat man eine ganz andere Verbundenheit, wenn das eigene Geld im Spiel ist! In diesem spontanen Interview am Flughafen beantwortet er zentrale Fragen sehr punktiert. Die wichtigsten Learnings und Kernaussagen solltest du dir unbedingt durchlesen.

Das vollständige Interview ist auf dem Kanal Start Up TV zu sehen, mit dem Titel: “Frank Thelen über: Investments, gute und schlechte Pitches & Die Höhle der Löwen”:

Frank Thelens zentrale Aussagen als Investor (Interview Aussagen)

Was ärgert Sie bei Pitches?

  • “Ich hab 1% Marktanteil und es ist eine Milliarden Geschäftsidee”
  • Buzzwords wie “Big Data mit Blockchain”, obwohl man nicht weiß, wovon man spricht (Buzzwords ohne Substanz).
  • Gründer bringen Idee nicht rüber (dabei nimmt man sich extra 3 Minuten Zeit). Ergo: Der Pitch muss vorbereitet sein.

Sollen Gründer Probleme ansprechen?

  • Ja, bspw. der CTO fehlt. Das ist viel besser als Defizite zu verheimlichen
  • Beeindruckend ist: “Das sind meine Stärken, dass sind meine Schwächen, so möchte ich das beheben, da kannst du mir helfen”

Was bringen Sie mit ein, wenn Sie investieren?

  • Cash ist der kleinste Teil. Finanzen bis Technik, Server-Skalierung, Design, Vertrieb.
  • Es helfen 6 Personen als Team plus Netzwerk (und eigene Start Ups; Erfahrungen).
  • Wir telefonieren 1x Woche, manchmal täglich (PS: Frank Thelen ist nur Investor, dass ist sein Kerngeschäft).

Worauf achten Sie, wenn Sie in ein Start Up investieren?

  • Schulden, offene Forderungen, Patente (beantragt oder erteilt), Markt
  • … Pitches sind Infos auf “Espresso Basis”
  • Ich will nicht 70% von einem “schlechten Gründer”. Ich will 20% haben, bei gutem Unternehmen, neues Kapital aufnehmen und am Ende gehe ich mit 10% raus

Was macht ein gutes Gründerteam aus?

  • Das Team ist die Basis – Geniale Idee, schwaches Team? Kein Investment
  • Sind die richtige Leute an Board um das Produkt voranzubringen?
  • “Unfairer Vorteil”, bspw. 20 Jahre Vertriebserfahrung, weil Vertrieb wichtig ist oder ein Technik-Genie, der den Algorithmus entwickelt, weil das Unternehmen davon lebt hohe Datenqualität zu genieren. Das Team muss zum Produkt passen!

Du kennst die Theorie. Du hast die Praxis gehört. Let’s pitch!

Elevator Pitch: 15 Sekunden für alle Fakten

Die schnellste Form der Eigenpräsentation ist der Elevator Pitch. Der Elevator Pitch lässt sich aber nicht nur hervorragend für Geschäftsmodelle anwenden, auch für die Präsentation der eigenen Person eignet sich diese schnelle Variante der Vorstellung, besonders nach dem Pitch, wenn es ins Persönlich geht oder als Komponente zur eigenen Vorstellung im vollständigen Pitch.

Für einen Elevator Pitch hast du 15 bis 45 Sekunden Zeit. Deine Aufgabe ist es also, so viele Kernaussagen, wie möglich, in einen begrenzten Zeitraum zu packen. Vergiss also Details, es geht um Aufmerksamkeit und deine USPs. Zunächst hier ein grobes Modell für den schnellen Elevator-Pitch: Aufmerksamkeit / Problem /  Geschäftsidee / Qualifikationen. In der aller kürzesten Form bringst du nicht einmal deine Geschäftsidee unter. Diese super kurze Elevator Pitch entsteht z.B. dann, wenn eine bestimmte Person gerade von deinem Geschäftsmodell gehört hat und zwischen Tür und Angel noch schnell erfahren will, wer du bist. Wenn dein Gegenüber schon weiß worum es sich bei deinem Projekt handelt, geht es jetzt nur noch um dich als Person. Die Chance (für dich), auf eine begehrte Visitenkarte, wenn es sich beispielsweise um einen potenziellen Business Agent, oder Investor handelt.

Elevator Pitch – Person (Karriere)

  1. Hole dir die Aufmerksamkeit (wer bist du? [Start der Konversation])
  2. Notiere dir vorher deine Karriere Schritte, Ziele und Erfahrungen (wie Photoshop bzw. Design)
  3. Hebe Qualifikationen hervor (wie Kaufmann / Kauffrau)
  4. Hebe (für die Aufgabe) besondere Qualifikationen hervor (wie Auszeichnungen oder 15 Jahre Mutter [bspw. bei Start Up-Onlineshop für Baby Bedarf])
  5. Schließe mit offenen Fragen ab, wie “Wenn Sie Zeit hätten, würde ich gern mehr über Ihr Unternehmen und die Möglichkeiten erfahren”

Und dann heißt es wieder: Übung, Übung, Übung. Das Training vor dem Spiegel lohnt sich. Jedes Training lohnt sich, auch mit Mitarbeitern, Freunden oder bereits den ersten potentiellen Interessenten oder Kunden zu sprechen: „Ach, Sie sind der Gründer von XY, wie kamen Sie auf die Idee?“

Elevator Pitch – Business (Projekt)

Wenn es um dein Geschäftsmodell geht, dann lohnt es sich auf Schablonen zurückzugreifen. Die Gefahr, dass du zu viel Zeit mit Details verlierst, ist ohne viel Erfahrung und Übung groß. Deshalb habe ich hier ausgezeichnete Templates (Englisch) für den schnellen, ersten Elevator Business Pitch. Such dir die Struktur, die für dein Geschäftsmodell am besten passt und wandle die Textbausteine dementsprechend ab.

In Pitches geht es darum, in jeder Situation zu überzeugen, je sicherer deine Elemente des Pitches sitzen, desto besser ist deine Live-Performance.

Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.

von Paige Arnof-Fenn, Founder & CEO, Mavens & Moguls

For (target customer) who (statement of the need or opportunity), our (product or service name) is (product category) that (statement of benefit). Unlike (our competitors), we offer (main point of differentiation).

von Adrian Salamunovic, Co-author, FREE PR Book

Sentence 1 (Your name, your title that everyone will understand/what it is you do, and your company affiliation) + Sentence 2 (Identify target client + Identify target client’s desired result + Identify the why, the unwanted or inconvenient steps you help the client avoid so he or she can achieve that desired result).

von Bridgett McGowen, Awarded International Professional Speaker, BMcTALKS Academy

Elevator Pitch – Beispiel

Damit wir direkt ein praktisches Beispiel haben, habe ich hier zwei Textbausteine an meinen Unternehmen angewandt. Sehen wir uns jetzt direkt am Beispiel an, wie eine solche Formulierung aussehen kann. Der simple Aufbau, plus eine Brise Entertainment machen dann den Pitch letztendlich aus. Hier das Best Practice nach Paige Arnof-Fenns: “Ask a question that identifies a pain point + introduce what you do + state your unique value proposition.”

Beispiel – Social Media One (Social Media / Influencer Agentur):

Wie erreichen Firmen eigentlich Jugendliche mit Werbung – in Zeiten von Social Media? Wir haben Deutschlands größte Instagram und Tik Tok Influencer Datenbank. Damit können Firmen und Multiplikatoren (Influencern) zusammen bringen und somit beiden Parteien zu Erfolg verhelfen. Die Unternehmen können so günstig Reichweite und Aufmerksamkeit bei Zielgruppen von 12-18 Jahren einkaufen.

Beispiel – Influencer Free:

Was kostet ein Influencer für Werbung? Keiner weiß es. Influencer Fee macht Preise für alle transparent. Influence Fee berechnet Preise für Postings auf Instagram mit Reichweite und Interaktion – 100% kostenlos. Firmen, Agenturen oder Influencer die häufiger Berechnungen braucht, kauft das Premium Modell.

Der Elevator Pitch war die kürzest mögliche Zusammenfassung deines Businessplans. Der Mix aus Elevator Pitch und Businessplan ist dann der ganz normale Pitch mit einer durchschnittlichen Dauer von ca 5 bis 10 Minuten. Die Inhalte des Pitches kennst du natürlich durch deine Arbeit am Businessplan. Jetzt geht es für dich darum, die Inhalte deines Businessplans so komprimierend aufzubereiten, dass du sehr viel Information in kurzer Form bringst und natürlich auch zusätzlich Entertainment. Jetzt kommen wir zum großen Finale, wie bereitest du deinen page auf? Die Erfolgsfaktoren für deinen sind der zeitliche Ablauf, das Storytelling und die Themen Fokussierung.

Wie viel Zeit habe ich für den Pitch?

Du hast in der Regel maximal 10 Minuten Zeit, aber auch hier gilt:“Weniger ist manchmal mehr“.

Viel wichtiger ist jedoch, in vielen Situationen musst du individuell und vor allem spontan reagieren. Vielleicht bringt dein potenzieller Investor viel Zeit mit und du hast 10, oder sogar 12 Minuten Zeit, um dein Geschäftsmodell und die Strukturen dahinter zu erklären. Vielleicht ist der Anschlusstermin aber auch sehr dicht hinter deinem und er oder sie hat nur ein paar wenige Minuten für dich Zeit. Je nachdem musst du dich spontan auf die Situation einrichten und auf dein Gegenüber anpassen, nicht gerade leicht! Eine zweite Chance gibt es bei viel beschäftigten Menschen aber eher selten, deshalb ist es so wichtig, deinen Pitch auf verschiedenen Ebenen, in verschiedenen Zeitfenstern vorzubereiten. Den Pitch solltest du außerdem üben, denn du weißt nie, wann spontan die nächste Situation mit sich bringt, in der eine relevante Person für einen Augenblick Interesse an deinem Geschäftsmodell entwickelt. Erst Regelmäßigkeit gibt dir die gewisse Sicherheit.

Beachte deshalb folgende Zeitfaktoren:

  1. Wenn du sagst, “ich brauche 10 Minuten”, sollte der Pitch 9 Minuten dauern; immer 1 Minute weniger als vorhergesagt
  2. Wenn dein Gegenüber sagt, “Sie haben 10 Minuten”, sollte der Pitch 5 Minuten dauern; nur die Hälfte der vorgegebenen Zeit
  3. “Zuletzt wollte ich noch sagen… “, danach muss dein Ende auch wirklich kommen, denn es wird erwartet
  4. Nicht hetzen, immer ruhig und angemessen in der Geschwindigkeit erzählen, sonst erzielt die gesamte Präsentation nicht seinen Zweck
  5. Bei der Verwendung von Slides, maximal 3 Minuten, pro Slide

Storytelling: Emotionen wecken und Aufmerksamkeit schaffen

Aufmerksamkeit erregen, das ist dein Ziel beim Pitch. Letztendlich geht es in dieser kurzen Situation niemals darum konkret alle Zahlen und Fakten auf Anhieb zu verstehen. Der Investor will sehen, dass du ein guter Geschäftsmann bist oder eine gute Geschäftsfrau und klar vor Augen hast, was relevant ist. Dementsprechend spielt auch Emotionalität bei der Entscheidung von Investoren eine Rolle. Storytelling kann dein Publikum dementsprechend fesseln. Am einfachsten geht es z.B. mit Geschichten aus der Kindheit, die jedem bekannt vorkommen und Sympatien wecken. Die Geschichte muss nicht unmittelbar etwas mit einem Produkt zu tun haben, sie gibt eine emotionale Einführung für die Personen, die spontan mit deiner Geschäftsidee konfrontiert werden. Die emotionale Bindung vereinfacht die Wahrnehmung und damit auch das Verständnis.

  1. Geschichten sorgen für Aufmerksamkeit und halten sie
  2. Nachempfinden viel einfacher möglich
  3. Investoren langweilen Excel-Tabellen und Statistiken
  4. Entwickeln Sie daraus auch den Spirit / Grundgedanken für Ihr Projekt
  5. Jeder liebt eine gute Geschichte

Nach dem Storytelling und der emotionalen Einleitung geht es zurück zu den Fakten. Deine Produkt, dein USP, dein Service, deine Zielgruppe, deine Vermarktung, dein Revenue Model. Revenue Model? Was das ist, erfährst du direkt nach den wichtigsten Stichpunkten zum Thema Fokussierung im Pitch.

Fokussierung auf Kernelemente: Die 6 wichtigsten Schritte

  1. Aufmerksamkeit erregen:
    Zeit ist ein knappes Gut, vor allem bei Investoren, deshalb leg den Fokus auf absolute Kernaussagen
  2. Erkläre ganz genau, was dein Produkt, oder Service ist, worauf abgezielt wird
    Halte dich an Kernaussagen, das Produkt ist im Endeffekt egal, wenn der Profit stimmt
  3. Erkläre ganz genau, was der USP ist
  4. Erkläre ganz genau, wer die Zielgruppe aussieht
  5. Erkläre ganz genau, wie du Kunden gewinnst
  6. Revenue Model (Geschäftsmodell) und Return of Invest
    Beantworte die Frage: “Wie macht meine Firma Sie reich(er)”

Exkurs: Revenue Model

Wie verdienst du Geld? Hier sind alle wichtigen Fachbegriffe für deinen Businessplan! Hier findest du das Revenue Model lediglich in Form von Stichpunkten erklärt. Warum nur so kurz? Das Thema Revenue Model ist sehr komplex, Einkommen aus Nutzungsrechten durch Bilder, Nutzungsrechte von Musikwerken, Verkauf im Einzelhandel oder auch Abonnenten-Produkte. Die einzelnen Modelle kannst du dir selbst schnell erschließen. Wichtig ist, dass du den ein oder anderen Fachbegriff für dein zukünftiges Leben als Unternehmer, Unternehmerin schon einmal gehört hast. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie genau verdienst du eigentlich Geld?

  • Commerce and Retail
  • Physikalische Produkte, Digital, Service in Einheiten (Freelancer), sowie Service in vielen Preissegmenten, Future Use Services, Daily Deals
  • Subscriptions And Usage Fee – Subscriptions, Usage Fee, Rentals (Vermietung)
  • Licensing – Licences Of Usage, Certifications
  • Auktionen und Wetten – Auktionen, Dynamic Pricing
  • Advertising (Werbung)
  • Advertisements (Banner, Text, etc.), Promoted Content (Sponsored), Sponsorships
  • Data – Databases
  • Transactions – Brokerage (Handel von Werten), Enablers, Affiliate, Marketplace
  • Freemium – Paid version ohne Werbung / Restriktionen, Features, etc.

Pitch Vorbereitung und Ablauf

Jetzt fassen wir alles auf 2 Fragen zusammen! So wie ein guter Elevator Pitch, vom Gründe, über die Finanzierung, bis hin zum Revenue Model und kommen so in unserem Fazit auf genau zwei Elemente, die jeder Businessplan, jeder Pitch und jeder Elevator Pitch beinhalten muss. Die mentale Komponente und die inhaltliche Komponente müssen angesprochen werden. Entertainment und Fakten. Egal, ob Businessplan oder Pitch, beantworte diese zwei zentralen Fragen für Mitarbeiter, Kunden, Banker und Investoren.

Wer gibt dafür Geld aus? – Mental

  1. Bereite dich gut vor
    Fakten zum Unternehmen + Fragen (Plan)
  2. Kenne dein Publikum, PS: Storytelling
  3. Prägnante Informationen
    Wer, was, warum? Keine technischen Details
  4. Unterhalte das Publikum
    Mix: Realismus und Übertreibung
    Kapital und Gewinnerwartung
  5. Vergleiche dich
    “Das Tinder für Hundebesitzer”
  6. CTA – Call to action
    “Wollen Sie die App testen?”
    “… zusammen den Markt aufmischen”

Wie verdienen wir Geld? – Inhalt

  1. Vorstellung des Gründerteams
  2. Beschreibung des Grundproblems
  3. Darstellung der Lösung für das Problem
  4. Produktvorstellung
  5. Alleinstellungsmerkmal
  6. Markt samt Wettbewerb
  7. Proof of Concept
  8. Geschäftsmodell
  9. Finanzierungsbedarf und Mittelverwendung

Let’s go. Du weißt jetzt alles. Viel Erfolg!

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