Wohnung und Haus vermieten: Nützliche Tipps für private Vermieter – Bonitätsprüfung, Nebenkostenabrechnung, Wohnungsübergabe & Co!

Wohnung und Haus vermieten – Wohnraum zu vermieten ist lukrativ. Du baust Vermögen auf und erzielst dabei extra Einkommen – wer wünscht sich das nicht? Damit du deine Immobilie schnell, effizient und stressfrei vermieten kannst, findest du hier unsere Top 6 Tipps für private Vermieter von der Immobiliensuche über den Mietvertrag bis zur Wohnungsübergabe – inklusive Checkliste!

Tipps für Vermieter: Das solltest du vorab wissen!

Wie vermeidest du Leerstand, Mietrückstände und Nichtzahler? Was sollte in einem Mietvertrag stehen und welche Nebenkosten kannst du auf den Mieter umlegen? Das und mehr erfährst du hier in unserem Ratgeber!

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Richtige Immobilie finden: Lage, Lage, Lage

Wenn du also planst eine Immobilie zu vermieten, dann ist die Lage deines Objektes entscheidend. Vor allem bei Rendite Immobilien solltest du dich in sehr guten B- und C-Lagen umschauen. In anderen Worten: Investiere vor allem in Immobilien in beliebten Großstädten mit guter Infrastruktur und positiver Entwicklung. Auch Immobilien in den Speckgürteln etwas außerhalb des turbulenten Großstadttrubels eignen sich sehr gut als Rendite Immobilien. Wohnraum hier ist oft etwas günstiger als in der Stadt und der Arbeitsplatz über die Autobahn dennoch schnell erreicht. Hier kannst du also mit einer großen Nachfrage rechnen.

Tipp: Achte auf eine gute Lage deiner Immobilie, um Leerstand zu vermeiden

Solvente Mieter finden: Bonitätsprüfung & Einkommensbescheid

Um zukünftige Probleme und Stress zu vermeiden, musst do vorab außerdem alle Mietinteressenten prüfen. Wählst du deine Mieter nur nach Bauchgefühl und Sympathie aus, kann es später schließlich so zu einem bösen Erwachen kommen – stets verspätete Mietzahlungen, im schlimmsten Fall sogar Mietnormaden! Aus diesem Grund ist eine Bonitätsprüfung der Mietinteressenten so wichtig. Auch Einkommensbescheide oder die Schufa Selbstauskunft sollten vorab eingeholt werden.

Diese Unterlagen solltest du dir also vorab von den Mietinteressenten geben lassen:

  • Schufa-Selbstauskunft
  • Bonitätscheck
  • Einkommensbescheide

Nebenkosten vor Aufsetzen des Mietvertrags einkalkulieren

Die Besichtigung war erfolgreich und der richtige Mieter ist gefunden? Super! Dann muss nur noch der Mietvertrag aufgesetzt und unterschrieben werden. Ein typischer Anfängerfehler ist hier das Unterschätzen der Nebenkosten. Unser Tipp: Denke bereits vor dem Aufsetzen des Mietvertrages an deine zukünftige Nebenkostenabrechnung. Was Nebenkosten sind und was nicht, ist in der Betriebskostenordnung (§ 2 BetrKV) definiert. So können unter anderem folgende Kosten auf den Mieter umgelegt werden:

  • Grundsteuer
  • Abwassergebühr
  • Aufzug
  • Müllabfuhr
  • Schornsteinfeger
  • Beleuchtungskosten

Du überlegst Ende des Jahres einige Reparaturen am Haus vorzunehmen? Auch das gehört zu den umlagefähigen Nebenkosten:

Mietvertrag aufsetzen: Individuelle Vereinbarungen

Theoretisch sind auch mündlich vereinbarte Verträge rechtsgültig. Jedoch sollte auf einen schriftlichen Mietvertrag niemals verzichtet werden. Vorlagen hierzu findest du reichlich im Internet. Beachte jedoch, dass es sich hierbei nur um Standardverträge handelt. Individuelle Details musst du dann extra hinzufügen. Auch auf zulässige Formulierungen solltest du achten. Ansonsten kann der Vertrag später als unzulässig und unwirksam gelten. Lasse den Mietvertrag nach der Erstellung also sicherheitshalber von einem Experten prüfen – etwa von einem Juristen.

Folgende Punkte sollten (je nach Bedarf) unbedingt im Mietvertrag stehen:

  • Nebenkostenabrechnung
  • Tierhaltung
  • Untermiete
  • Zeitliche Begrenzung des Vertrags
  • Reinigungspflichten
  • Kostenübernahme bei Kleinstreparaturen

Wohnungsübergabe: Übergabeprotokoll

Der Mietvertrag ist unterschrieben und die Wohnungsübergabe kann statt finden? Damit es hier zu keinem Missverständnis kommt, sollte ein Übergabeprotokoll angefertigt werden. Hier werden die Anzahl der Haus- bzw. Wohnungsschlüssel vermerkt, so wie Zählerstände, Zustand der Immobilie & Co. Auch über die Hausordnung und Mietkaution kann bei der Wohnungsübergabe gesprochen werden.

Steuerlast senken: Steuerfreibetrag & Steuermindernde Faktoren

Auch Mieteinnahmen müssen versteuert werden, es sei denn die Mieteinnahmen liegen unter dem jährlichen Steuerfreibetrag. Als Grundlage wird hierfür die Nettokaltmiete genommen. Während die Nebenkosten nicht berücksichtig werden, können sich folgende Faktoren durchaus steuermindernd auf die Steuerlast auswirken:

  • Zinsbelastung des Immobiliendarlehens
  • Mietausfallversicherung
  • Reparaturen
  • Werbungskosten

Fazit: So vermietest du gekonnt deine Immobilie! – Checkliste

Mit unseren Tipps bist du also bestens auf die Vermietung deiner Immobilie vorbereitet. Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

  1. Richtige Immobilie finden: Investiere in Immobilien in B- und C-Lagen, um Leerstand zu vermeiden
  2. Solvente Mieter finden: Prüfe die Bonität der Mietinteressenten zum Beispiel anhand einer Selbstauskunft und Einkommensbescheiden
  3. Nebenkosten vor Aufsetzen des Mietvertrags einkalkulieren: Denke an zukünftige Betriebskosten und setze sich im Mietvertrag auf
  4. Mietvertrag aufsetzen: Individuelle Vereinbarungen festhalten & von Jurist prüfen lassen
  5. Wohnungsübergabe: Übergabeprotokoll anfertigen, um Missverständnisse vorzubeugen
  6. Steuerlast senken: Setze Reparaturen, Werbungskosten etc. von der Steuer ab