Franziska Dully über ihr Leben als Bloggerin, Fashion und Beautytipps!

Franziska Dully ist Fashionbloggerin und Youtuberin aus München. Mittlerweile zählt die symphatische Münchnerin zu den top Influencern. Ich habe mit ihr über ihren Alltag als Bloggerin, absolute Wintertrends und über ihre Zeit vor ihrem glamourösem Bloggerleben gesprochen!

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Authentizität ist das A und O

Franziska, auf deinem Blog, bei Instagram und auch bei Youtube teilst du dein Leben… ist das nicht auf Dauer anstrengend jeden Tag vor der Kamera zu stehen und deine Follower zu unterhalten?

Anstrengend ist es auf jeden Fall, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man wirklich niemals abschalten kann. Selbst wenn ich mir vornehme, mal einen Tag nicht zu arbeiten, denke ich nach spätestens 30 Minuten „oh, das muss ich unbedingt in meiner Story zeigen“. Dennoch macht es mir unglaublich viel Spaß und ich könnte mir keinen besseren Job vorstellen – da nimmt man die Anstrengung in Kauf.

Bei Instagram hast du verraten, dass dein Jahr 2018 schon komplett voll geplant ist mit Kooperationen und Projekten. Suchst du dir durch deine Selbstständigkeit wirklich nur Jobs aus die dir Spaß machen, oder beisst du auch mal in den sauren Apfel und machst Projekte oder Kooperationen die dir nicht so zusagen?

Generell steht Authentizität für mich im Vordergrund, da meine Glaubwürdigkeit ansonsten stark leiden würde und auf lange Sicht wäre das auch wiederum unwirtschaftlich. Ich versuche einen guten Mittelweg zu finden, sage jedoch täglich Jobs ab, wenn ich mich mit dem Kunden nicht einigen kann oder ich von dem Produkt nicht überzeugt bin. Das bin ich mir und meiner Community schuldig.

„Ich weiß, wer ich bin, was ich kann und was ich eben auch NICHT kann. Daran wird kein unliebsamer Kommentar jemals etwas ändern.“

Auf deinen sozialen Netzwerken machst du kein Geheimnis daraus, dass man als Influencer für ein gutes Foto mehrere Stunden und dutzende Versuche braucht. In deinem Blogpost über Selbstbewusstsein bist du sehr ehrlich, gibst zu, dich auch mal über Makel Prominenter zu freuen, zeigst ein unvorteilhaftes Foto aus deiner Jugend und sagst sogar du hättest mal darüber nachgedacht dich unter’s Messer zu legen. Fällt es dir nicht schwer, bei deiner Reichweite so private Einblicke in dein Leben zu zeigen und deine Unsicherheiten zu veröffentlichen?

Das ist definitiv Typsache und wenn man ein instabiles Selbstbild oder wenig Selbstbewusstsein hat, würde ich dringend davon abraten das eigene Leben im Internet zur Schau zu stellen. Ich habe mir das vorher gut überlegt und kann sehr gut mit Kritik und anderen Meinungen umgehen. Das ist denke ich der Grund, warum ich mir da nie Sorgen mache. Ich weiß, wer ich bin, was ich kann und was ich eben auch NICHT kann. Daran wird kein unliebsamer Kommentar jemals etwas ändern. Zugegeben gibt es nicht viele Blogger, die so tief in ihre Persönlichkeit blicken lassen und das sicherlich aus gutem Grund. Jedoch sehe ich es als meine Stärke und bekomme selten negatives Feedback, das motiviert mich natürlich.

„Man hat immer das Gefühl, den anderen in irgendeiner Weise zu belästigen, wenn man nach Fotos fragen muss.“

Bei deinem Blogpost “10 Sätze die jeder Blogger kennt und hasst” berichtest du auch von Freunden, die nicht besonders viel Verständnis für die viele Zeit die du für’s Fotos machen investierst, aufbringen. Ist es dir manchmal unangenehm jemanden zu fragen Fotos von dir zu machen oder auch vor bestimmten Leuten Stories zu veröffentlichen?

Oh ja das ist es jedes Mal. Man hat immer das Gefühl, den anderen in irgend einer Weise zu belästigen, wenn man nach Fotos fragen muss und ich bin froh, dass mein Freund das mittlerweile einigermaßen versteht. Ansonsten shoote ich eigentlich nur mit befreundeten Bloggerinnen, da beruht das Ganze ja auf Gegenseitigkeit und ist demnach unproblematisch. An die Stories gewöhnt man sich, jedoch habe ich immer noch manchmal ein beschämendes Gefühl, wenn ich alleine durch die Stadt laufe und mir alle dabei zusehen, wie ich mit meinem Handy spreche…

Farbenfrohe Winteroutfits dürfen bei Franziska nicht fehlen

Wie sieht es aus mit aktuellen Trends in der Mode, übernimmst du gerne aktuelle Trends und holst dir Inspirationen oder bleibst du lieber deinem Style treu?

Beides. Ich suche mir die Trends heraus, die ich mag und versuche dann sie in meinen Stil zu integrieren.

Im Moment ist es zwar noch kalt und grau, aber ich glaube wir alle freuen uns schon darauf wenn es endlich wieder wärmer und heller im Frühling wird. Was sind denn deine Fashion Must-haves für den Frühling?

Ich mag zurzeit Farben – ob knallig oder pastell; beides toll. Ansonsten möchte ich mir endlich mal einen richtig tollen Trenchcoat zulegen.

 „Jedes Mal wenn ich mir eine Winterjacke kaufen musste oder ein Friseurbesuch anstand, hat das ein riesiges Loch in mein Budget gefressen.“

Im letzten Jahr hast du dir zum ersten Mal eine Designertasche gekauft. Gehört es denn gerade für dich als Fashionbloggerin nicht dazu, Designermode zu tragen?

Doch, definitiv. Darüber habe ich auch schon einen Blogpost geschrieben, jedoch hatte ich schlicht und ergreifend kein Geld dafür. Meine Miete habe ich von einem Studienkredit bezahlt, meine Lebensunterhaltskosten von einem Nebenjob und jedes Mal wenn ich mir eine Winterjacke kaufen musste oder ein Friseurbesuch anstand, hat das ein riesiges Loch in mein Budget gefressen. Ich kam gerade so in München über die Runden, da war das letzte, woran ich gedacht habe, eine Designertasche.

Du bist doch in Sachen Beauty bestimmt auch Profi. Was sind deine Tipps um die letzten kalten Monate noch zu überstehen? Welche Beauty-Essentials dürfen bei dir im Winter nicht fehlen?

Ich kann nur jedem raten die Haut vor und nach dem Make Up ordentlich zu pflegen. Leider vergesse ich das in der Hektik total oft und habe sowieso schon trockene Haut – diese leider zurzeit ganz schön unter den Temperaturen und der Heizungsluft.

Wie man dich kennt, reist du sehr gerne. Welche Länder oder Städte sind deine Lieblingsreiseziele und wo wird es im neuen Jahr hingehen?

Bisher habe ich noch nicht allzu viel gesehen, jedoch haben mich Sevilla und Abu Dhabi nachhaltig beeindruckt. Ende Januar fliegen wir erst mal nach Rom und im Frühjahr dann für eine längere Zeit in die USA, davon träume ich schon mein Leben lang.

Wie wird man zur Bloggerin?

„Ich wollte das einfach und habe monatelang gegooglet, Make Up Tutorials geschaut, Blogs gelesen, Magazine gekauft, mich mit Fotografie beschäftigt.“

Auf deinem Blog beschreibst du dein früheres Ich in der Schulzeit als nicht besonders hübsch und eher als ein fünftes Rad am Wagen. Was war für dich ausschlaggebend dass du es zu dieser Veränderung zur Influencerin, bzw. Bloggerin geschafft hast? Hast du dir das bewusst vorgenommen oder war der Erfolg eher eine positive Überraschung für dich?

Dafür habe ich tatsächlich hart gearbeitet; jeden Tag unzählige Stunden. Ich wollte das einfach und habe monatelang gegooglet, Make Up Tutorials geschaut, Blogs gelesen, Magazine gekauft, mich mit Fotografie beschäftigt usw. Diese „Entwicklungphase“ dauert nun schon 3 Jahre und ich lerne immer noch täglich dazu. Eine Überraschung war es in meinem Fall deshalb nicht und hätte ich mein Studium nicht schleifen gelassen, hätte ich auch gar keine Zeit dafür gehabt. Bei mir geschieht wirklich kaum etwas zufällig – leider.

Auf Youtube teilst du Videos, in denen du Tipps gibst wie man eine erfolgreiche Bloggerin wird. Was sind denn für dich die besten Eigenschaften die man fürs bloggen mit sich bringen muss und wer kann denn überhaupt Blogger werden?

Theoretisch kann jeder Blogger werden, der es unbedingt und mit jeder Faser seines Herzens möchte. Davon bin ich überzeugt. Das klingt jedoch leichter, als es ist, denn man muss auf dem Weg dorthin sehr viel zurückstecken, arbeiten und etliche Male scheitern, bis einmal etwas zurückkommt. Ein Stück weit entscheidet natürlich auch die Persönlichkeitsstruktur, wer durchhält und wer nicht. Wichtig ist meines Erachtens dass man Spaß daran hat, selbstbewusst ist und nicht aufgibt – auch nicht, wenn man zum 10. Mal auf die Schnauze fällt.

Und zu guter Letzt, welche Vorsätze und Ziele hast du dir für das kommende Jahr vorgenommen? Was möchtest du in Zukunft noch gerne erreichen?

Eigentlich möchte ich auswandern (in den Süden!!) und die ganze „Blog-Sache“ mit meinem Freund gemeinsam managen. Da liegt noch ein ganzes Stück Arbeit vor mir aber ich bin überzeugt, dass man seine Ziele erreichen kann, wenn man bereit ist, (fast) alles dafür zu tun.

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