Vom Laufsteg in deinen Kleiderschrank Prêt-à-porter – Bereit zum Tragen

Es ist wieder so weit. Du wirfst einen Blick in deinen Kleiderschrank und findest einfach nichts Passendes zum anziehen. Entweder entspricht es nicht den aktuellen Trends, der Lieblingspulli passt nicht mehr oder du hast einfach mal wieder Lust auf etwas Neues. Die meisten Leute steuern dann Läden an, wie Zara, H&M, New Yorker, Vero Moda oder Bershka und statten sich für wenig Geld neu aus. Diese Kleidung gehört in die Modekategorie Prêt-à-porter. Doch was ist Prêt-à-porter eigentlich? Seit wann gibt es diesen Begriff? Wer hat sich den überlegt? Was sind Vorteile und was sind Nachteile?

+ AD + Do you know?

Prêt-à-porter: Die Definition – Aktuell, günstig und vielfältig

Prêt-à-porter, im englischen auch „ready to wear“, bedeutet übersetzt „Fertig zum Tragen“ und meint damit die Kleidung, die man in Geschäften kaufen kann, die in allen Größen zur Verfügung steht und die sich auch was die Kosten angehen in  Grenzen halten. Prêt-á-porter ist also nicht maßgeschneidert, sondern ist im Prinzip bereit für jeden möglichen Käufer.

Der Ursprung Paris

Genau wie auch die Haute Couture, tauchte der Begriff Prêt-à-porter das erste Mal im Jahre 1930 in Paris auf. Das Entstehen dieser Modekategorie wurde von Modeliebhabern anfangs als Ende der tollen Modewelt gesehen. Massenanfertigung von Kleidung klang wie der Untergang. Zuvor wurde nämlich nur Haute Couture als richtige Mode angesehen. Seit dem unterscheidet man heutzutage zwischen Prestigemode und Konsummode. Prêt-à-porter gehört eindeutig zu der Konsummode. Doch wie ist diese eigentlich entstanden? Jeder kennt ihn. Yves-Saint Laurent war der Erste, der Prêt-à-porter Kollektionen konfektionierte. Im Jahre 1966 eröffnete er seine erste eigene Prêt-à-porter Boutique. Ab dem Jahr 1960 begannen die bekanntesten Modedesigner regelmäßig Kollektionen zu entwerfen und zu präsentieren. So richtig los ging es mit den Prêt-à-porter Kollektionen in Italien.

Mailand im Mittelpunkt der Mode

Mailand wurde das Zentrum dieser Modekategorie und auch die ersten Modeschauen dazu fanden dort statt. Die neuen Kollektionen wurden nach dem Motto „See now, buy now“  behandelt. Kunden hatten die Möglichkeit Kleidung, die sie gerade auf dem Laufsteg präsentiert bekommen haben, direkt zu kaufen. Dieses Konzept begeisterte Marken wie Burberry, Tommy Hilfiger und Ralph Lauren sofort. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Jugendbewegung. Die Jugendlichen wollten Veränderungen, was die Mode betrifft.  Prêt-à-porter Kollektionen werden auch gerne an Models, die über den Laufsteg schweben, präsentiert. Das liegt daran, dass die Mode gesehen wird und dadurch Trends gesetzt werden. Natürlich setzt sich nicht jeder Trend durch, aber einen Versuch ist es immer wert. Auch heutzutage gibt es zweimal im Jahr Prêt-à-porter Fashion-Weeks in Mailand, Paris, London und New York. Einmal wird die Frühling-Sommer Kollektion vorgestellt und einmal die Herbst-Winter Kollektion.  Prêt-à-porter ist heute aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Einer der Mitbegründer dieser Modebranche ist Pierre Cardin. Er entwickelte seine eigene Damen und Herrenkollektion für diese Kategorie. In diesem Video sieht man eine Prêt-à-porter – Modenschau von Chanel, einer der bekanntesten Unternehmen aus der Mode- und Kosmetikbranche.

Prêt-à-porter – Nur gucken, nicht kaufen?

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Kategorien innerhalb dieser Modebranche gebildet. Es war alles mit dabei. Vom Folklore-Look mit süßen Mustern, androgyne Modestil über den Grunge – und Poorlook. Die vielfältigen Outfits sind nicht mehr nur noch zum Ansehen da, sondern können sogar von Interessenten erworben werden. Es gehören also keinesfalls nur Modeketten zu den Orten, in denen man solche Mode erstehen kann, sondern auch kleinere Boutiquen, die etwas außergewöhnlichere Stücke mit dabei haben. Da in unserer Zeit das Online-Shopping so groß und beliebt geworden ist, kann man Prêt-à-porter Mode auch ganz leicht im Internet bestellen. Wenn man in einem Online-Shop auf diese Kategorie klickt, kommt man nicht auf Alltags-Basic, sondern auch auf ausgefallenere Kleidung, die nicht jeder tragen würde. Dieses Bild ist ein Beispiel dafür, wie der Grunge Look umgesetzt wurde.

Fashion-Weeks Prêt-à-porter

Wie schon erwähnt, finden zwei Mal jährlich Fashion-Weeks zu dem Thema Prêt-à-porter statt. In New-York Mailand, London und Paris präsentieren die unterschiedlichsten Modetypen die neuen Ideen der berühmten Designer. Hier sieht man ein schönes Beispiel der Vorstellung einer Frühling-Sommer-Kollektion aus dem Jahre 2015 bei einer Fashion Week in Paris. Ein Mädchen schöner als das andere und alle präsentieren sie die neusten Kleider und Röcke. Auf der Fashion Week in Paris trifft man auf bekannte Gesichter. Wie man sieht, ist es nicht so, dass Berühmtheiten nur Interesse an Haute Couture haben. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Berühmtheiten Bill Kaulitz, Rihanna und Justin Timberlake.

Prêt-à-porter teilt sich auf in verschiedene Modekollektionen. Es gibt die Frühling, Sommer Kollektion namens Resort Modekollektion, die Herbst, Winter Kollektion namens Pre-Fall Modekollektion. Dann gibt es noch die Capsule Collection Mode, die sich keiner Jahreszeit so richtig zuordnen lässt. Sie erscheinen unregelmäßig und unerwartet.

+

+ AD + Do you know?

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.