Graft Architekturbüro: Unternehmen, Architektur, Immobilien und Planung – Interview (1/3)

Graft im Interview – Ob futuristischer Wolkenkratzer, VoloPort oder moderne Zahnarztpraxis: Graft verfügt über ein vielseitiges Immobilien-Projekt-Portfolio! Das weltweit erfolgreiche Architekturbüro wurde von den 3 deutschen Architekten Wolfram Putz, Lars Krückeberg und Thomas Willemeit 1998 in Los Angeles gegründet. Seit 2018 gehören Sven Fuchs, Dennis Hawner und Georg Schmidthals zur Partnerriege, die die Firma zukunftssicher weitertreiben und entwickeln. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 100 Mitarbeiter und hat Standorte in Berlin, Los Angeles und Shanghai. Ihre Projekt-Vielfalt ist umfangreich, von modernen Bürogebäuden über moveable Homebases aus Containern, oder auch Wohngebäuden wie die Villa M, bis hin zu Zukunftsprojekten wie E-Ladestationen oder Volocopter-Ports. Ihre moderne Umsetzung unterschiedlichster Projekte ist einzigartig, und ihre Passion zeichnet Graft aus. Mit uns haben die Gründer über ihre Passion, die Firmengründung und ihre zahlreichen Projekte gesprochen. Tauche ein in die Welt der Design-Immobilien!

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Graft Architekten – Immobilien aus Leidenschaft

Das Architekturbüro Graft aus Berlin wurde von drei deutschen Architekten gegründet, und ist mittlerweile ein renommiertes und sowohl national, als auch international erfolgreiches Unternehmen. Wir haben mit den Gründern ein umfangreiches Interview geführt, das wir in 3 thematische Abschnitte unterteilt haben, für die jeweils ein Artikel entstanden ist. Im ersten Teil sprechen die Gründer über Passion und Antrieb des Unternehmens. Der zweite Teil des Interviews beschäftigt sich vor allem mit Projekten des Wohnbaus und des Mixed Use. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den Zukunftsobjekten von Graft. Hier gelangst du zu den jeweiligen Interview-Teilen:

  1. Architekturbüro
  2. Wohnbau & Mixed Use
  3. Zukunft: E-Auto Ladestation & Co.

Gemeinsames Architekturstudium, Gründung und Firmen-Statement

FIV: Liebes Graft-Team, starten wir das Interview mit Ihnen als Architekturbüro. Bei den Gründungen von großen Unternehmen und Ideen beginnt oft alles abseits vom eigentlichen Geschehen. Die Gründer von Uber, einem der innovativsten Unternehmen der USA und mittlerweile auch in Deutschland, haben sich zufällig in Paris getroffen. Das Architekturbüro Graft, mittlerweile ja auch mit Standort in Shanghai (China), hat seine Wurzeln in Los Angeles. Aus welcher Idee, welcher Situation oder auch Zielsetzung entstand das Architekturbüro Graft?  Wie kamen Sie in LA zusammen?

Graft: Bei uns Architekten und Architektinnen ist es üblich, dass man sich an der Universität trifft. So war das auch bei uns. Wir haben alle im gleichen Semester Architektur an der TU Braunschweig studiert und uns dort kennengelernt. Ob man es glaubt oder nicht, wir haben damals auch zusammen klassische Musik und Acapella-Gesang gemacht.

Auf diese Weise haben wir uns gut kennengelernt und schnell gemerkt, dass wir sowohl gesanglich als auch menschlich harmonieren. Bei uns war das Ganze sogar recht professionell, wir sind getourt und haben auch ein paar CDs zusammen herausgebracht. Daraus ist eine intensive Freundschaft entstanden und rückblickend erscheint es fast schicksalshaft klar, dass daraus etwas Lebenslanges entstehen würde.

Warum wir das Büro in LA gegründet haben? Als junge Architektur-Absolventen haben wir Ende der 90er Jahr entschlossen in die USA zu gehen, da das damals der Ort des Aufbruchs und der Beginn der Digitalisierung innerhalb unseres Metiers war. In dieser Hinsicht war Deutschland einfach noch ein Entwicklungsland.

Bauen in Deutschland oder Amerika – Behörden machen den Unterschied!

FIV:  Eine kurze Zwischenfrage, für unsere Leser*innen, die vielleicht einmal in Amerika bauen wollen. Deutsches Baurecht ist wie Vieles hier, besonders bürokratisch. Daher ist freies, kreatives Planen für Sie als Architekten in Deutschland (z.B. Berlin) sicher schwieriger, als beispielsweise in Los Angeles (USA)? Macht das Land da einen Unterschied?

Graft: Ja, das kann man schon so sagen. Interessanterweise ist das Baurecht in Amerika genauso komplex und durchaus streng. Es ist die Mentalität der Menschen, in denen sich unsere Erfahrungen mit den zuständigen Ämtern unterscheiden.

In den USA herrscht der amerikanische Dienstleistungsgedanke auch in den Behörden, und es wird mit einem höheren Grad an Innovation und Dynamik gearbeitet. In Deutschland hält man an bestehenden Regeln fest und lässt neue Wege nur sehr zäh beschreiten. In den USA besteht bei den Behörden und den anderen Beteiligten eine viel größere Motivation, das Anliegen des Gegenübers gemeinsam zu lösen.

Eines der Flagship Projekte ist das Charlie Living Quartier in Berlin. Verschaffe dir hier einen Eindruck über den Gebäudekomplex, der zu einem Aushängeschild der Firma in Deutschland geworden ist.

© BTTR GmbH

Architekten als Experten: Innovation ist der Schlüssel

FIV: Für unsere Leser*innen, die Graft heute zum ersten Mal entdecken, wie würden Sie als Inhaber, Gründer und Ideengeber ihr Architekturbüro in wenigen Worten beschreiben, was macht Graft, als Firma, als Marke aus?

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Graft: Wir sind Innovatoren. Wir wollen Avantgarde, obwohl wir gleichzeitig Romantiker sind. Wir lieben die Herkunft und die lange Geschichte der Architektur genauso, wie die unbekannte Zukunft. Lars Krückeberg beispielsweise ist ein großer Renaissancekenner, und kommt gerade von einem einjährigen Aufenthalt als Stipendiat der Villa Massimo in Rom zurück. Man kann sagen wir sind Suchende mit starken Wurzeln. Diese Suche war es, die uns damals in die neue Welt geführt hat – in die akademische, zu dem Zeitpunkt interessantere Welt Amerikas. In die Aufbruchstimmung einer Start-Up Kultur in Kalifornien. Wir würden sagen wir sind Neugierige, Drängende, die an den Stäben des Käfigs, der da heißt „so hat man das schon immer gemacht“, rütteln wollen.

„Wir sind Suchende mit starken Wurzeln“.

Das ist das Eine. Und gleichzeitig sind wir auch typisch deutsch: Menschen mit einem gesellschaftlichen Gerechtigkeitssinn. Wir arbeiten nicht nur an High-end Projekten, sondern initiieren auch soziale Projekte, für die wir teilweise unentgeltlich arbeiten. Wir sind immer auf der Suche nach Problemen, um diese zu lösen und unsere Zeit bietet viele dringende Aufgaben.

Diese können das Thema Schönheit betreffen, dass man etwas erleben möchte, was man noch nie erlebt hat. Es kann aber auch sein, dass man ein Haus für Menschen baut, die sich sonst kein Haus leisten können. Das Ziel ist es dabei, sich möglichst nicht nur zu wiederholen. Als Gestalter auch Problemlöser zu sein, das ist was uns ausmacht.

Druck im Geschäft: Immer neu, immer anders? Mode & Architektur

Graft: Das gleiche gilt für das Thema Fashion, das ihre Leser*innen sicher interessiert. Nur ist das dort viel freier und unterliegt gleichzeitig schnelleren Veränderungen. Für den Modedesigner ist es ein Fluch und ein Segen zugleich, dass er sich ständig neu erfinden muss.

Die Leute wollen nicht jeden Tag das Gleiche anziehen. Nur wenn es um eine Investition und nicht um ein Konsumgut geht, ist das Verhalten viel behäbiger und vorsichtiger. Ein Wohnungskauf ist für viele eine Einmal-Investition im Leben. Deswegen ist die Sorge um den Werterhalt natürlich größer und es kommt die Frage auf, „Wie sieht das Ganze in 50 Jahren aus?“. Unser Anspruch ist gleichzeitig etwas Neues und einen Klassiker zu entwerfen.

Die ständige Suche nach Neuem ist der Antrieb

Auch hier gibt es Pioniere auf der Seite der Auftraggeber*innen, die wir „Early Adopters“ nennen. Menschen, die einen gewissen Kultur-und Kunstverstand haben, die im der Architektur etwas Neues anstreben. Und zu moderner Mode passt nicht nur ein modernes Auto oder eine interessante Kunst aus der Gegenwart, sondern auch Architektur aus der Gegenwart.

Auszeichnungen und Planung neuer Immobilien

FIV: Ideen aus dem Hause Graft sind eine Zusammenarbeit von 3 starken Gründern und ihren Partner*innen. Sie alle sind ausgezeichnete Architekten! Gegründet haben Sie 1998. Das sind über 20 Jahre Expertise, Erfahrung und Referenzen. Sie haben viele internationale Auszeichnungen gewonnen. Neue spektakuläre Ideen werden gerade umgesetzt, Ladestation für E.ON, der Flugtaxi Volo-Port.

Auch das Charlie Living Quartier in Berlin stammt aus Ihrem Unternehmen, mit dem Sie gerade sogar für den “Archdaily 2021: Best Building Award” nominiert wurden. Herzlichen Glückwunsch! Ist es für Sie, nach all den Jahren, immer noch aufregend, ein neues Projekte anzugehen, ein neues Gebäude zu planen, oder ist all das für Sie schon zur Routine geworden?

Graft: Es ist immer wieder spannend. Durch die gewonnene Expertise können wir unser Wissen zwar gut wiederverwerten. Das heißt aber gar nicht nur formal, gestalterisch oder erfinderisch, sondern auch im Handwerkszeug. Man kennt mittlerweile alle Kniffe beim Bauen.

Ab und an stehen wir sprichwörtlich vor dem weißen Blatt Papier. Vor kurzem haben wir zum ersten Mal ein Eisstadion gebaut und dabei viel Neues dazugelernt.

Besagtes Eisstadion, die „Schierker-Feuerstein-Arena“ steht in Wernigerode (Deutschland) und wurde 2017 fertiggestellt. Aufgabenstellung hier war die Reaktivierung eines historischen Eisstadions mit einer neuen Dachkonstruktion. Hier siehts du das Ergebnis des Graft-Projekts.

© Michael Moser

Erfahrung & Inspirationen führen Architekten zum Erfolg

Graft: Wenn der nächste Auftrag für einen Wohnungsbau oder eine Villa ansteht, haben wir schon so viele Ideen und Träume aus der Vergangenheit, die man bislang noch nicht umsetzen konnte, und mit denen die interne Bibliothek im Kopf gefüllt ist. Man blickt in Skizzenbücher und schaut nach vergangenen Entwürfen, dadurch befruchtet sich das Projekt auf eine komplexere Weise. Gleichzeitig ist jedes Projekt einzigartig und verlangt etwas Neues. Wir Drei empfinden den eigentlichen Moment der Idee als am spannendsten. Ein Entwurf braucht oft viele Ideen, Varianten um auszureifen und sich zu entwickeln.

Als Architekt*in sollte man bereit sein, zur Baukultur unserer Gesellschaft und den Problemen, die mit ihr gelöst werden, beizutragen. Der Beruf sollte mit Elan und Lust auf das Unbekannte angegangen werden.

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Entwicklungsprozess: Von der Idee zur fertigen Design-Immobilie

Graft: Am liebsten brainstormen und skizzieren wir gemeinsam und inspirieren uns gegenseitig mit Ideen. Dieser Flow in der Kreativität, in dem eine vage Idee zu einem konkreten Entwurf wird. Genau dafür leben wir, vermutlich wie jeder Kreative.

Deswegen ist auch jeder neue Auftrag die Chance, den Moment der Ideenfindung nochmals zu erleben, bevor man sich final festlegen muss, um das Projekt zu planen und zu bauen. Da investieren wir gerne verschwenderisch viel Zeit, um diesen Prozess zu genießen.

„Leidenschaft macht eine gute erst zu einer sehr guten Idee.“

Wir sind besonders dankbar dafür, dass wir unseren Beruf als Berufung empfinden und als solche leben dürfen. Man merkt wie bei guter Musik oder guter Mode, ob jemand Leidenschaft mitbringt und ob Passion in einem Ergebnis steckt. Ohne Leidenschaft kann diese letzte Meile, die eine Idee von gut zu sehr gut bringen kann, nicht passieren.

Projekte mit Stolz: Villa für Brad Pitt, Zahnarztpraxis und mehr

FIV: Ich würde jetzt gern über ein paar Ihrer Projekte sprechen, vorab aber: Wenn Sie als Architekten auf die über 20 Jahre Erfahrungen zurückblicken, auf welches Ihrer Projekte, in der ganzen Welt, sind Sie besonders stolz?

Graft: Die ersten Gehversuche sind uns immer in Erinnerung geblieben, auch wenn es nur kleine Projekte waren. Die erste Villa für Brad Pitt beispielsweise, oder die Zahnarztpraxis am Kudamm, die wir seit 20 Jahren immer weiter bauen.

Soziales Engagement in New Orleans: Wiederaufbau & Co.

Graft: Besonders stolz sind wir auf das erste, große soziale Engagement, bei dem wir 10 Jahre ehrenamtlich geholfen haben New Orleans nach der Zerstörung durch den Hurricane Katrina wieder aufzubauen. Wir haben viele Kolleg*innen eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Außerdem haben wir eine nachhaltige Kuration für den Prozess eines Wiederaufbaus der Stadt geschaffen.

Ein Highlight ist sicherlich auch, dass wir Kuratoren für den deutschen Pavillon der Architektur-Biennale in Venedig 2018 waren. Für Architekt*innen ist das ein großer Ritterschlag. In der Ausstellung haben wir darauf zurückgeschaut, was in 30 Jahren nach der Wiedervereinigung entlang des ehemaligen Mauerstreifens architektonisch und kulturell entstanden ist. Für mich (Wolfram Putz) sind die Projekte die tollsten, die gerade erst anfangen. Ganz einfach gesagt: Ich finde das Morgen viel, viel schöner als das Gestern.

„Das Morgen ist viel, viel schöner als das Gestern.“ (W. Putz, Gründer)

Ich (W.Putz) habe die Angewohnheit, nach einer Zeit nur noch selten zu den Projekten zurückzukehren, die wir gebaut haben. Ein Leben in der Bewegung oder in dem Moment der Erfindung, das ist im Grunde das Schönste.

Hier sieht man eines der Flagship-Projekte von Graft: Das Bricks in Berlin Schöneberg, direkt an der Hauptstraße. Als altes Postgelände war dieses Projekt besonders anspruchsvoll, und im Ergebnis sind sowohl Gewerbe- als auch private Wohnflächen entstanden. Mehr zu diesem spannenden Projekt kannst du im zugehörigen Artikel erfahren: Bricks Berlin.

© BTTR GmbH

Architekten als Bühnenbildner!? Über den Bauprozess

FIV: Ein schöner Zufall, Sie haben damit im Grunde meine nächste Frage schon vorweggegriffen. Die wäre nämlich gewesen, ob Sie sich nach Abschluss eines Projektes direkt dem nächsten widmen, oder ob Sie auch von Zeit zu Zeit die Gelegenheit nutzen, um nochmal an die von Ihnen erschaffenen Orte oder Projekte zurückzukehren?

Graft: Man besucht ab und an ein abgeschlossenes Projekt, aber es ist kein explizites Bedürfnis. Es gibt Architekten, die ein wirklich großes Meisterwerk gebaut haben. Zum Beispiel der Architekt der „Sydney Opera Hall“ – er hat in seinem Leben nur zwei Dinge gebaut, ein kleines Haus auf Mallorca und die berühmte Oper in Sydney. Natürlich ist er sein ganzes Leben immer zu diesem Haus zurückgekehrt. Es ist auch ein fantastisches Meisterwerk geworden, aber nach Schlüsselübergabe, nach dem Pressetermin stellt sich eine gewisse Entwicklung ein: Die Projekte werden dann wie von selbst „erwachsen“.

„Ein Projekt gehört dir nie lang“

Graft: Architekt*innen erschaffen im Grunde eine Bühne, auf der die Nutzer ihr eigenes Theaterstück aufführen. Das Gefühl, dass ein Projekt einem selber gehört, verblasst mit der Zeit, obwohl man so viele Tage daran gearbeitet hat. Es gehört dann jemand anderem. Manchmal dem privaten Nutzer, manchmal der Öffentlichkeit, die sich, wenn es „berlinerisch“ abläuft, dazu einen Spitznamen ausdenkt, und wieder etwas ganz Eigenes, eine neue Identität daraus macht.

Zusammenarbeit mit Architekten: Kennenlernen & Idee entwickeln

FIV: Wer seine Ideen mit einem Partner wie Ihnen verwirklichen will: wie können wir uns, als “Eigenheimbesitzer” die Konzept-Phase, die Planung, den Bau von solch spektakulären Immobilien vorstellen? Worauf kommt es an, wenn man ein Gebäude mit “Design-Elementen” plant?

Graft: Am liebsten haben wir im Gegensatz zu anderen bekannten Architekt*innen, die oft ihre eigene Handschrift durchsetzen wollen, eine „Learning Journey“, die gemeinsame Reise bis zum Ergebnis. Wir sind nicht so fasziniert von der klassischen Architekturwettbewerbsmechanik, wir lernen unsere Auftraggeber*innen am liebsten persönlich kennen. Wir gehen beispielsweise mit ihnen essen, schauen mit ihnen Fußball, träumen, diskutiere oder kochen gemeinsam. Das sehr intensive Kennenlernen ist uns wichtig.

„Den Menschen kennenlernen und in den Mittelpunkt der Erfindung zu stellen, das gefällt uns am allerbesten.“

Das geschieht noch weit bevor man einen Designansatz entwickelt, da man sonst Gefahr läuft zu schnell auf eine Schublade im Kopf zurückzugreifen. Es ist ein Prozess, „Design Thinking, user-centered“: den Menschen kennenlernen und ihn in den Mittelpunkt der Erfindung stellen. Das gefällt uns am allerbesten. Das geht nicht immer, und es betrifft auch nicht immer nur eine einzelne Person. Dieser Prozess des Ganz-nah-dran-seins, des Immersiven, das würde uns am allerbesten beschreiben. Dafür ist es essenziell, dass unser Gegenüber dieselbe Lust auf das Projekt mitbringt.

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Beispiel: Wave Wohngebäude in Berlin an der Spree

Ein mittlerweile abgeschlossenes Projekt des Architekturbüros ist beispielsweise auch das Projekt „Wave“ am Berliner Spreeufer. Hier entstanden zwei Wohngebäude, die dem Ufer besonderen Charme verleihen. Als konzeptionelles Leitbild des Neubaus dienten insbesondere die Qualitäten dieser besonderen Wasserlage.

© BTTR GmbH

Hier noch ein Blick in eine der vielen Wohnungen des Wohngebäudes mit malerischen Ausblick auf die Spree und das gegenüberliegende Ufer.

© BTTR GmbH

Virtual Reality als wichtiges Medium – auch bei Immobilien

FIV: Ein Bereich der immer interessanter wird ist VR, also Virtual Reality. Weltweit gibt es jetzt beispielsweise das erste Immobilienportal, das Neubauobjekte von einem virtuellen Immobilienmakler vorstellen lässt, genauer ein virtueller Avatar namens Ella. Das heißt, sie stellt neue Objekte vor, sieht immer gleich aus, spricht unzählige Sprachen, da alles digital. Alles erste Versuche aber, wie bewerten Sie die Zukunft von VR-Technologien zur Präsentation von Projekten? 

Graft: Wir finden die Technologien der Virtual Reality sehr faszinierend. Das war auch einer der Gründe, warum wir damals nach Amerika gegangen sind: um dort die Möglichkeiten der Zukunft weiter zu studieren. Es gab in Amerika mehr technologische Innovationen, die uns gereizt haben. Ob es eine Software oder eben diese Hardware der VR-Brille ist – die wir tatsächlich auch bei unseren Präsentationen benutzen – alles ist voller aufregender Möglichkeiten.

Erfindungsphase: Bauherren eine Vorstellung vermitteln

Graft: Architekt*innen haben schon immer bestimmte Techniken gelernt. Eines der aufwendigsten Dinge der Erfindungsphasen ist es, dem Gegenüber die eigene Vorstellung im Kopf zu verbildlichen. Früher haben die großen Architekt*innen dafür beispielsweise riesige Gemälde gemalt, die Wochen oder gar Monate in Anspruch genommen haben. Heute stehen uns ganz andere Technologien zur Verfügung, um die noch embryonalen Architektur-Ideen anderen Menschen zu zeigen – bis hin zur fast körperlichen Erlebbarkeit durch die VR Brille.

Bei den ersten Demos der VR-Technologie waren wir begeistert – es war klar, dass uns das gut weitertragen kann. Es macht Architektur besser, steigert die Kundenzufriedenheit, eliminiert Missverständnisse zwischen Architekt*in und Bauherr*in. Außerdem gibt es wie ein jedes Werk plötzlich auch ein Feedback dazu, wie Architektur entsteht. Als Architekt*innen können wir durch VR nun vorab Ideen besser beschreiben, bevor wir etwas in Beton gießen. Es hilft dabei Abläufe zu kontrollieren, sie zu verbessern, schöner zu machen. Das ist einfach fantastisch!

Wohnhäuser und Zukunftsprojekte – Interview Teil 2 & 3

Du hast noch nicht genug über die erfolgreichen Architekten und ihre Arbeit erfahren? Kein Problem, es warten noch weitere Interview-Teile auf dich! Neben ihrem grundsätzlichen Arbeiten haben wir Graft auch nach Zukunftsprojekten, sowie Wohngebäuden und Flagship-Immobilien befragt. In den folgenden Beiträgen kannst du noch tiefer in die Welt der modernen und innovativen Architektur eintauchen.

Wohnhäuser, Büros und beliebte Projekte der Architekten (2/3)

Im zweiten Teil des Interviews geht es um Flagship-Projekte und Wohn-, sowie Mixed Use-Objekte. Egal ob eine Zahnarztpraxis, ein Revitalisierungsprojekt mit Denkmalschutz-Faktor, oder eine moderne Villa für Privatbesitzer: Das Portfolio des Architekturbüros ist vielseitig und einzigartig. Keines der Projekte ist wie das andere, und es gibt stets neues zu entdecken! Schau dir hier die Projekte näher an und lass dir von den Gründern näheres zu Entstehungsprozessen, Ideen und Konzepten erläutern.

© Tobias Hein

Zukunft – moderne Architektur für Flugtaxis & E-Autos (3/3)

Elektroautos, Tankstellen für Strom und Lufttaxis – Zukunftsmusik? Keineswegs! Das moderne Unternehmen möchte als Vorreiter fungieren, Möglichkeiten schaffen und Probleme lösen! Mit den zukünftigen Projekten begibt sich Graft als Wegbereiter der Verkehrswende mit starken Partnern wie e.on auf die Suche nach innovativen Lösungen für moderne Problemstellungen. Erfahre hier alles rund um die spannenden Architektur-Projekte von morgen!

© Bloom Images

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