Kapitalanlage Aktie: Kaufen, verkaufen, ETF und Direktbank

Aktien sind in vielen Ländern, wie den USA, das Anlageobjekt. Während man in Ländern wie Deutschland eher auf klassische Sparbücher und Sparguthaben zurück greift. Aktien werden im Allgemeinen als Risikohaft und Spekulativ angesehen. Doch gibt es auch im Handeln mit Wertpapieren unterschieden. Zum Beispiel aktive Anleger mit Einzelpapieren und zurückhaltende Anlager (passiv), die sich auf ETF (Indexfonds wie DAX, NASDAQ & Co.) fokussieren. Wir werfen heute einen Blick auf das Thema Aktie als Kapitalanlage. Wir beleuchten Vorteile, Nachteile und Risiken, werfen auch aber auch einen Blick auf die Händler-Typen sowie Zahlen und Fakten, wie die größten Aktien und die Steigerung der Dividenden, eine Tendenz die seit Jahrzehnten anhält. Wenn nicht jetzt, wann dann? Tipp! Du willst weniger spekulativ handeln? Schau dir hier auch unseren Artikel zum Thema Aktien Fonds (ETF) an.

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Risikobewertung Aktie: Vorteile und Nachteile

Zugang zu Aktien bekommt jeder ganz einfach, Online oder in der Bank Filiale. Jede Bank bietet solche Depots an, einige verlangen auch Depotverwaltungsgebühren.

Für Laien besteht immer ein Risiko, denn der Handel ist unübersichtlich. Börsenticker, Nachrichten, Tweets, vieles hat Einfluss auf Kurse und Entwicklungen. Der (tägliche) Handel mit Aktien erfordert Kompetenz und Erfahrung. Bei Spekulationen sind unmittelbar hohe Verluste möglich. Damit ist das Risiko aber auch der Verlust im Zweifelsfall mittel bis hoch. Wer sicherer im Handel starten will, der sollte auf ETFs zurückgreifen. Wo Schatten ist, da ist auch Sonne. So sind die Renditen von Aktien ebenso mittel bis hoch im Vergleich zu traditionellen Anlagen wie Sparbuch, Festgeld oder Tagesgeld. Mehr darüber gibt es auch auf unserem Artikel zu Indexfonds (ETF).

Fakten zu Aktien als Kapitalanlage

Die wichtigsten 3 Fakten zu Aktien als Kapitalanlage:

  • Know How erforderlich
  • Hohes Risiko (auch vollständiger Ausfall möglich)
  • Kaufgebühren müssen beim Volumen berücksichtigt werden

Aktien bietet großartige Erträge, wie wir auch in der Dividendenausschüttung im Beispiel auf unserem Artikel zeigen. Wichtig ist nur, dass du dich ausführlich mit dem Thema Aktie beschäftigst, bevor du deinen ersten Kauf tätigst. Wir sagen dir, was du in den ersten Schritten beachten musst.

Vorteile

  • Einfacher Zugang über Banken oder Direktbanken (Online)
  • Hohe Erträge sind möglich
  • Steuerliche Vorteile

Nachteile

  • Viele Banken verlangen Depotverwaltungsgebühren (Tipp: Direktbanken, hier sparst du oft viel Geld, auch beim Kauf. Mehr lesen: Aktien kaufen Direktbank)
  • Unübersichtlicher Handel, insbesondere für Laien
  • Kursschwankungen in Echtzeit

Aktien kaufen? Definitionen und Tipps

Bevor es an den Kauf der ersten Papiere geht, solltest du checken, welcher Anlagetyp du bist. Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Passiver Anleger (ETF, Indexfonds)
  2. Aktiver Anleger (Aktie)

Passiver (ETF) oder aktiver Anleger (Aktie)?

Beide Formen bieten Vorteile. Handel mit einzelnen Aktien sorgt für höhre Kursausbrüche, dementsprechend potenziell mehr Gewinn (und Verlust). Das Risiko steigt. Wer eher zurückhaltend handeln will, der kauft Indexfonds (ETF).

Passiver Anleger

Das Wort ETF-Portfolio steht im Englischen für „Exchange Traded Fund” und ist ein börsengehandelter Indexfond. Dieser Indexfond bildet die Wertentwicklung eines Index ab, so wie beispielsweise den DAX in Deutschland oder der NASDAQ in den USA. Das sind aber nur die aller bekanntesten Vertreter. Wie du gleich in der Liste der besten, größten und günstigen Fonds sehen wirst.

New York Stock Exchange

Im Kern vereinen ETFs die Vorteile von Aktien und Fonds in einem Produkt, so kann man durch ETFs direkt in ganze Märkte Geld investieren. Ein echter Vorteil.

Aktiver Anleger

Im Gegensatz zu Fonds mit überschaubarem Risiko, kannst du auch als aktiver Anleger im Handel agieren. Als aktiver Anleger investierst du in einzelnen Aktien. Das kostet dementsprechend Zeit, denn geht es darum einzelne Unternehmen zu analysieren um festzulegen, welches Papier du kaufen willst.

Als aktiver Anleger bist du dementsprechend schneller von Kursschwankungen betroffen. Schon eine schlechte Nachricht am Morgen über ein einzelnes Unternehmen, kann dein Kapital stark minimieren, wenn du nicht streust.

Quelle: IhrHausverkauf.de (Aktien kaufen)

Unterschied von Hausbank und Direktbank

Bei der Bank hast du zwei Möglichkeiten, entweder gehst du über die klassische Hausbank, wie Volksbank und Sparkasse. Hier kann man den Kauf direkt über den Banker abwickeln lassen oder deine zweite Option, die kaufst deine Aktien oder Fonds online, bei einer Direktbank. Direktbanken sind bekanntere Anbieter wie comdirekt oder degiro aber auch andere.

Wo liegt der Vorteil einer Direktbank? In der Regel sind sie deutlich günstiger, als in einer klassischen Filialbank. Direktbanken sparen am Filialnetz und Mitarbeiter. Der Unterschied zwischen einer klassischen Filialbank und einer Direktbank ist also klar: In der Filialbank hast du einen direkten Ansprechpartner und du bekommst Beratung, wenn du willst. Diesen direkten Ansprechpartner hast du bei einer Direktbank nicht.

Wenn du lieber in eine Bank vor Ort gehen willst, dann solltest du darauf achten, dass sie ein gut ausgebautes Netz hat. Insbesondere wenn du manchmal reist oder Geschäftstermine in anderen Städten hast. Welche Banken haben die meisten Filialen?

  1. Deutsche Bank AG (2.984 Filialen)
  2. Commerzbank AG (1.530 Filialen)
  3. Postbank AG (1.092 Filialen)
  4. Unicredit Bank AG (933 Filialen)
  5. Wüstenrot Bausparkasse AG (500 Filialen)
  6. Targobank AG (351 Filialen)
  7. Santander Consumer Bank AG (324 Filialen)

Quelle: IhrHausverkauf.de (Aktien kaufen, Stand 30.06.2019)

Aktionäre in Deutschland

Wie viele Aktionäre gibt es in Deutschland? Im Jahr 2018 konnten in Deutschland durchschnittlich rund 4,55 Millionen direkte Aktionäre verzeichnet werden. Die aktuellen Zahlen der direkten Aktionäre in Deutschland von 1996 bis 2018 (in Millionen):

Statistik: Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland von 1996 bis 2018 (in Millionen) | Statista

Quelle: Statista

Teuerste Aktien der Welt

  1. Berkshire Hathaway
    US Holding mit 242.784,90 € und einer Marktkapitalisierung von 399,02 Milliarden Euro.
  2. Lindt & Sprüngli AG
    Schweizer Schokolade mit 58.375,96 € und einer Marktkapitalisierung von 12,9 Milliarden Euro.
  3. Sika AG
    Schweizer Spezialchemie mit 6.363,68 € und einer Marktkapitalisierung von 6 Milliarden Euro.
  4. Zoologischer Garten Berlin
    Zoo mit 5.703,01 und einer Marktkapitalisierung von 62,73 Mio €.
  5. Sachsenmilch AG
    gehört zur Theo Müller Group mit 5.025,01 € und einer Marktkapitalisierung von 50,25 Mio Euro.
  6. Zuger Kantonalbank
    Schweizer Bank mit 4.592,51 Euro und einer Marktkapitalisierung von 62,73 Mio €.
  7. Hypothekarbank Lenzburg
    Schweizer Bank mit 3.852,89 € und einer Marktkapitalisierung von 277,3 Mio Euro.
  8. Metall Zug AG
    Schweizer Haushaltsapparate, Infection Control, Wire Processing und Immobilien mit 3.171,31 € und einer Marktkapitalisierung von 1,1 Milliarden Euro.
  9. SGS SA
    Schweizer Unternehmen für Tests, Inspektionen, Zertifizierung und Verifizierung mit 2.121,68 € und einer Marktkapitalisierung von 16,2 Milliarden €.
  10. A.P. Moeller Maersk B
    dänische Reederei, Gas- & Ölförderung mit 1.633 €. Marktkapitalisierung33 Milliarden €.

Quelle: Finanzen.net

Lohnt sich der Aktien Kauf?

Wer Aktien über längere Zeit hält, der bekommt am Geschäftsjahresende, bei entsprechenden Erfolg, Dividenden ausgeschüttet.

271.1 % Steigerung der Dividenden in 15 Jahren

In diesem Diagramm sieht man sehr eindrücklich, wie die Dividenden Jahr um Jahr, Milliarde um Milliarde steigen. Dies ist die Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen in den Jahren von 2003 bis 2019 (in Milliarden Euro). Allein der Sprung von 2004 auf 2019, das sind 15 Jahre, brachte jährlich eine zusätzliche Ausschüttung von 27.8 Milliarden Euro. Eine Steigerung von 271.15 % zum Vergleichsjahr.

  • 2003: 10.3 Milliarden
  • 2005: 15.2 Milliarden
  • 2007: 23.5 Milliarden
  • 2009: 22.1 Milliarden
  • 2011: 26.0 Milliarden
  • 2013: 28.0 Milliarden
  • 2015: 30.1 Milliarden
  • 2017: 32.1 Milliarden
  • 2019: 38.6 Milliarden

Statistik: Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen in den Jahren von 2003 bis 2019 (in Milliarden Euro) | Statista

Quelle: Statista

Wie viel kostet es Aktien zu kaufen?

Wenn du dich für den Kauf von Aktien interessierst, wirst du Online auf sehr viele verschiedene Preismodelle finden, jeder Broker hat sein eigenes. Hier sind die einzelnen Preise je Paketkauf von deinem Online Broker abhängig.

Die Standardgebühren beim Aktienkauf betragen in der Regel fünf bis acht, maximal zehn Euro. Dazu kommt eine vom Handelsbetrag abhängige Gebühr in Höhe von 0,25 %. Die Gebühr pro Kauf ist in der Regel auf einen oberen Maximalbetrag begrenzt.

Wer viel Online unterwegs ist, der findet schnell Alternativen über Suchmaschinen und Vergleichsportale. Attraktiv sind beispielsweise Flat-Fee-Angebote von verschiedenen etablierten Discount Brokern wie beispielsweise onvista.

Ebenso interessant sind Aktionsangebote, bei denen zu bestimmten Zeiten die volumenabhängige Gebühr bzw. die gesamten Gebühren komplett entfallen.

Gebühren und Kosten für den Aktienkauf zusammengefasst:

  • Kaufgebühr von 5 – 8 Euro, maximal 10 Euro
  • Handelsbetrag meist 0.25 % vom Kauf
  • Tipp! Flat-Free-Angebot wie bei onvista

Erster Aktien Kauf? Solltest du viel oder wenig investieren? Lies hier mehr zum Thema mit Aktien Kauf Beispielrechnung.

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