Massivhaus: Materialien, Kosten, Dauer & Vorteile des Baus deines Traumhauses

Massivhaus – Du möchtest endlich Geld in dein erstes Eigenheim investieren und ein Haus kaufen? Dann bist du hier genau richtig! Massiv- oder Fertighaus, Doppelhaushälfte oder doch ein Reihenhaus? Zahlreiche Faktoren wie Kosten, Dauer des Baus oder die Materialien spielen hier eine Rolle und machen die Vor- und Nachteile eines Haustypen aus. Wir informieren dich über alles was es zum Massivhaus zu wissen gibt, damit du die richtige Wahl für deinen ersten Hausbau triffst! Merkmale, Bauweise und Vor-und Nachteile eines Massivhauses werden dir hier erläutert. Dabei geht es beispielsweise um Lebensdauer und Kosten. Erfahre, was du über ein Massivhaus alles wissen solltest!

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Was ist ein Massivhaus? Merkmale, Lebensdauer und Bauweise

Bei einem Massivhaus handelt es sich um die Bauweise eines Hauses, bei dem ein Haus nach dem Plan eines Architekten mit massiven Baumaterialien gebaut wird. Jedes Haus wird hier durch die individuellen Wünsche des jeweiligen Bauherren zu einem Unikat.

Gegenteil eines Massivhauses ist ein Fertighaus: Bei einem Fertighaus entsteht das Haus nach dem Baukastenprinzip und besteht aus einer Holzkonstruktion. Errichtet wird das Haus Stein-auf-Stein. Geliefert werden die Baumaterialien auf die Baustelle, wo sie von Fachfirmen zu einem fertigen Haus zusammengebaut werden. Verwendete Baumaterialien für Wände und Geschosse sind Porenbeton, Kalksandstein oder Ziegenstein. Die Treppen- und Dachkonstruktion hingegen besteht meistens aus Holz.

Durchschnittlich verfügt ein Haus dieser Bauform über eine Lebensdauer von 100-120 Jahren und gilt als die ältere der beiden Bauvarianten. Preistechnisch liegt man bei einem Quadratmeter eines Neubaus bei durchschnittlich 1.300 Euro. für die reinen Baukosten ohne das Grundstück. Kein Limit gibt es hier bei der oberen Preisgrenze.

Tipp! Du möchtest noch mehr über Risiken und Faktoren zum Thema Hausbau erfahren? Dann schau in unserem Beitrag Immobilie bauen vorbei! Hier findest Expertenvideos, in denen dir Tipps und Tricks und Infos zu wichtigen Themen wie Finanzierung, Eigenkapital & Co. gegeben werden.

Du bist auf der Suche nach dem richtigen Haus? Dann schau in unserem Guide vorbei! Hier findest du Definitionen, Bedeutungen und jede Menge Informationen: Haustypen von A-Z

Raumaufteilung: Zimmer, Platz & unbegrenzte Möglichkeiten

Da du dein Massivhaus ganz individuell planen kannst, ist dir auch die Raumaufteilung deines Hauses komplett selbst überlassen. Ob begehbarer Kleiderschrank, Musikzimmer, offene Küche oder ein Haus mit Sauna – deinen Wünschen sind keine Grenzen gesetzt.

Vor- und Nachteile: Lebensdauer, Individualität, Kosten & Co.

Auch heute noch entscheidet sich ein Großteil der Bauherren in Deutschland für ein Architektenhaus in der Massivbauweise. Welche Vor- aber auch Nachteile das mit sich bringt, erfährst du in den folgenden beiden Absätzen.

Vorteile: hohe Lebensdauer, Individualität & Eigenleistung

Wenn du dich beim Bau deines Hauses für ein Massivhaus entscheidest, bringt dies einige Vorteile gegenüber einem Fertighaus mit sich.

Der größte Vorteil und der Grund warum sich auch die meisten Bauherrn für ein Massivhaus entscheiden, ist das große Maß an Individualität, das dir gegeben wird. Größe, Grundriss, Materialien, Form und Ausstattung des Hauses können nach Belieben selbst gewählt werden.

Die massive Bauweise beeinflusst durch das Material (Beton oder Stein) das Raumklima und die Luft- und Feuchtigkeitszirkulation im Inneren des Raumes. Weitere Vorteile des Baumaterials sind ein hoher Schall- und Brandschutz.

Bis zu 100 bis 120 Jahre Lebensdauer – das verspricht dir ein das Massivhaus. Drei Generationen können hier im Schnitt in diesem Haus leben. Im Gegensatz zu einem Fertighaus ist dieses auch beständiger gegen Umwelteinflüsse wie Überschwemmungen oder Starkregen.

Massivität zahlt sich nicht nur in einer langer Lebensdauer aus, sondern auch bei einem möglichen späteren Verkauf: Auch nach einigen Jahren oder Jahrzehnten lässt sich mit einem Massivhaus ein höherer Preis erzielen als mit einem Fertighaus.

Ein Weg bei einem Massivhaus Kosten zu sparen, ist es viele Arbeiten, die das Haus betreffen selbst zu erledigen. Handwerkliches Talent kann somit Kosten der Handwerker senken und auch Kosten bei der Baufinanzierung. Die Eigenleistung kann dir bis zu einem gewissen Punkt auch als Eigenkapital angerechnet werden.

  • Hoher Grad an Individualität (Größe, Grundriss, Material, Ausstattung)
  • Besseres Raumklima & Luft- und Feuchtigkeitszirkulation
  • Hoher Brand- und Schallschutz
  • Hohe Lebensdauer
  • Geschützt gegen Umwelteinflüsse (Überschwemmungen, Starkregen)
  • Höherer Wiederverkaufswert
  • Eigenleistung

Quelle: Massivhaus (Lukinski.de)

Nachteile: lange Bauzeit, Verzögerungen & hohe Kosten

Trotz all der Vorteile, bringt ein Massivhaus auch negative Aspekte mit sich. Die Klärung der Finanzierung sollte vor dem Bau erfolgen. Bei Kreditinstituten kann ggf. ein mögliches Förderungsprogramm beansprucht werden. Da Finanzierung des Neubaus und die Miete der bisherigen Wohnung parallel gestemmt werden, könnte dies eine gute finanzielle Lösung sein. Durch längere Schlechtwetterperioden kann es zu Verzögerungen beim Bau kommen. Dies wirkt sich nicht nur als längere Wartezeit auf das Eigenheim aus, sondern wird auch zu einem zusätzlichen Kostenfaktor. Hier kann es über einen langen Zeitraum zu Bereitstellungszinsen kommen.

Viele Bauherren schrecken aufgrund der langen Bauzeit, die ein Massivhaus zur Fertigstellung benötigt, vor dem Bau eines solchen zurück. Verlängert wird diese Bauzeit oft noch durch lange Trocknungszeiten der Bauteile, dies führt dazu, dass das Datum der Fertigstellung sich noch weiter verzögert. Einige Bauabschnitte können nur wetterabhängig fertiggestellt werden wie beispielsweise Arbeiten am Dachstuhls des Hauses.

Für den Bau eines Massivhauses werden mehrere verschiedene Handwerker benötigt: Maurer, Dachdecker, Maler und Fliesenlieger bilden hier erst in den Anfang. Die Koordination dieser verschiedenen Handwerker kann sich als äußerst schwierig gestalten. Bauliche Fehler sowie Probleme bei der Einhaltung können leicht auftreten.

  • Hohe Investition
  • Lange Bauzeit
  • Verzögerung des Baues
  • Wetterabhängigkeit
  • Längere Trocknungszeiten
  • Viele verschiedene Gewerke

Für wen eignet sich ein Massivhaus? Familien, Kreative & Co.

Für wen ist das Massivhaus geeignet? Dieses Massivhaus eignet sich für große Familien, Individualisten und Menschen, die ihr Haus zukünftig auch gerne als Investition nutzen wollen. Wir zeigen dir hier, welche Zielgruppen von welchen Aspekten des Massivhauses profitieren.

Große Familien: Haus für mehrere Generationen

Eine große Familie findet in einem Massivhaus ein traumhaftes Eigenheim wieder. Da das Haus über eine lange Lebensdauer verfügt, kann dieses Haus auch wunderbar an zukünftige Generationen vererbt werden.

Individualisten und Kreative: Haus nach deinen Wünschen & Bedürfnissen

Ist ein Massivhaus die richtige Wahl für dich? Du bist der richtige Kandidat für ein Massivhaus, wenn das Individuelle eine große Bedeutung für dich beim Bau deines Hauses spielt. Statt einem Standardhaus kann hier ein Haus nach ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen geschaffen werden.

Bauherren, die eine Immobilie als Investition nutzen wollen

Da ein Massivhaus sich in einem deutlich teuren Preissegment bewegt als ein Fertighaus, ist ein Massivhaus eher etwas für Gutverdiener. Auch für Menschen, die nach einer Investition suchen und das Haus später als Wertanlage nutzen wollen, eignet sich ein Massivhaus.

Bau des Massivhauses: Was, Wann und Wie

Das Bauen eines Massivhauses kann durch drei verschiedene Arten erfolgen: Durch einen Bauträger, einen Generalunternehmer oder eigenständig.

Der Vorteil des Bauens durch einen Bauträger ist es, dass du dich nicht um die Koordination der Bauarbeiten kümmern musst, da diese komplett vom Unternehmen übernommen werden. Nach der Fertigstellung des Baus wird dir das Haus einzugsbreit übergeben.

Beim Bau mit einem Generalunternehmer wird dir die Koordination der Baustelle von dem Unternehmen abgenommen. Allerdings ist das Grundstück meistens nicht in der Leistung mit inbegriffen. Wie auch bei dem Bau mit einem Bauträger hast du hier auch einen Ansprechpartner. Dein Ansprechpartner koordiniert deinen Zeitplan und sorgt sich darum, dass eine korrekte Ausübung der Bauarbeiten von Statten geht. Die Verantwortung des Hausbaus gibst du somit in fremde Hände.

Die letzte Möglichkeit ist es, den Bau selbst in die Hand zu nehmen und Bauarbeiten sowie verschiedene notwendige Handwerker selbst zu koordinieren. Gerade unerfahrene Bauherren sollten wissen, dass sie sich hier einer großen Herausforderung stellen müssen, denn der Bau eines Massivhauses kann sich äußerst kompliziert und stressig gestalten. Daher wird zu einem eigenständigen Hausbau nur geraten, wenn man bereits Erfahrung im Baugewerbe hat. Fehlentscheidungen können sonst zu einem enormen Geldverlust führen.

  • Bauträger: Koordination wird komplett vom Unternehmen übernommen, Übergabe wenn das Haus einzugsbereit ist, konkreter Ansprechpartner
  • Generalunternehmer: Koordination der Baustelle, Grundstück nicht mit inbegriffen, konkreter Ansprechpartner
  • Eigenständiges Bauen: komplette Koordination auf eigene Verantwortung, Stress, Erfahrung von Nöten

Dauer des Baus eines Massivhauses: Vom Keller bis zum Dach

Ein Massivhaus zu bauen benötigt vor allem Zeit, Wartezeiten für die Aus- und Durchtrocknung zögern die Zeit heraus, bis der nächste Schritt von Statten geht. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Witterung. Meist wird die Haupt-Bauphase in den Sommer verlegt, so kann der Großteil des Baues im Warmen und möglichst ohne viel Regen erfolgen. Erster Schritt beim Bau eines Massivhauses ist der Guss der Bodenplatte und die Fertigung des Kellers. Als zweites machen sich die Handwerker an die Mauerung der Wände und an die Erstellung von Zwischendecken. Das Dach und der Innenausbau erfolgen als letzter Schritt.

Materialien richtig auswählen: Beton, Ziegel, Kalksandstein

Bei einem Stein auf Stein gebauten Haus musst du dich zwischen verschiedenen Materialien. Der Ziegelstein gilt als der Klassiker unter den Baumaterialien und der älteste Baustein der Welt. Vorteil dieses Baumaterials ist die gute Wärme- und Schalldämmung und die kurze Austrocknungszeit. Eine geringe Anfälligkeit für Schimmel sowie ein guter Brandschutz sind weitere positive Aspekte des Steines. Jedoch muss man bei dem Ziegelstein beachten, dass bestimme Typen nicht für tragende Wände geeignet sind.

Porenbeton überzeugt durch sein leichtes Gewicht mit hoher Dämmwirkung. Ein hoher Schallschutz ist hier allerdings nicht gegeben. Zudem nehmen die Steine leicht Feuchtigkeit auf und bedürfen einen guten Schutz vor Umwelteinflüssen.

Gut vor Lärm geschützt bist du mit den schweren Kalksandstein. Zusätzlich kommt noch die hohe Druckfestigkeit und die Unempfindlichkeit gegenüber den Witterungseinflüssen. Negative Aspekte sind die schlechte Wärmedämmung und die aufwändige Bearbeitung.

Bei Leichtbausteinen handelt es sich um eine Materialkombination, die die Vorteile verschiedener Materialen vereint. Hergestellt wird dieser Stoff aus Zement mit beigemischtem Bims oder Blähbeton. Robust und eine gute Wärme- und Schalldämmung – das sind die Vorteile des Leichtbausteines. Die mangelnde Frostbeständigkeit jedoch erfordert einen ergänzenden Schutz vor Witterungseinflüssen.

  • Ziegelstein: gute Wärme- und Schalldämmung, geringe Anfälligkeit für Schimmel, guter Brandschutz, nicht für tragende Wände geeignet
  • Porenbeton: leichtes Gewicht, hohe Dämmwirkung, hoher Schallschutz, benötigt Schutz vor Umwelteinflüssen
  • Kalksandstein: hohe Druckfestigkeit, unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen, schlechte Wärmedämmung, aufwendige Bearbeitung
  • Leichtbaustein: robust, gute Wärme- und Schalldämmung, mangelnde Frostbeständigkeit

Mischung aus Fertighaus und Massivhaus: Das Fertig-Massivhaus

Eine Alternative zu dem Massivhaus ist das Fertig-Massivhaus. Bei dem Fertig-Massivhaus handelt es sich um eine Zwischenform zwischen Fertighaus und Massivhaus. Ein Fertighaus mit Holzkonstruktion kann aus dem Katalog ausgesucht werden. Von einem Bauträger wird das Haus dann mit massiven Materialien nachgebaut. Kosten und Baudauer orientieren sich allerdings am Massivhaus und nicht am Fertighaus.

Individuelle Einrichtung ganz nach deinem Geschmack

So individuell wie du dein Haus von außen gestalten lassen kannst, kannst du auch im Innenbereich deinem individuellen Geschmack anpassen. Verschiedene Einrichtungsstile warten darauf von dir entdeckt zu werden und dein Haus mit Wohnung mit Leben zu füllen. In unserem Interior Marken Guide findest du zahlreiche Luxusmarken und ihre Homeware Kollektionen wie Dior MaisonFendi oder Armani Casa.

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