Amazing Osaka! Zwischen Samurai & Shopping in Japans #2 Metropole

Osaka ist eine der bekanntesten St├Ądte Japans und liegt in der Region Kansai, genauer in Keihanshin, dem zweitgr├Â├čten Ballungsraum Japans mit insgesamt 17,5 Millionen Einwohnern. Davon leben 2,7 Millionen allein in Osaka, dicht gefolgt von Kyoto und Kobe mit jeweils etwa 1,5 Millionen Einwohnern. ├ähnlich wie Tokio ist die Gro├čstadt Osaka in 24 Bezirke unterteilt, zu denen unter anderem auch Fukushima z├Ąhlt. Weiterhin zu Osaka geh├Âren die Bezirke Higashisumiyoshi mit seinen zahlreichen Schreinen, Denkm├Ąlern und Tempelruinen sowie Minato und Taish┼Ź.

Osaka in 4K: Fast so gut wie live!

├ťbrigens: Osaka erhielt seinen Namen offiziell erst 1868, obwohl es historisch belegt ist, dass die Stadt schon im Mittelalter „Ozaka“ genannt wurde. Ihr urspr├╝nglicher Name ist allerdings Naniwa und als „Kaiserliche Residenzstadt Naniwa“ bis zum Jahre 744 Japans Hauptstadt. Seither war Osaka ein wichtigerer Handelsknoten denn je, nicht zuletzt auch aufgrund der sehr guten Land- und Seeverbindungen. Zwischenzeitlich war Osaka die einwohnerreichste Stadt Japans, doch wurde mittlerweile von Tokio und Yokohama auf den dritten Platz verdr├Ąngt. In den 90er Jahren verlegten die meisten der vorher in Osaka ans├Ąssigen Gro├čunternehmer ihren Hauptsitz in das rasant wachsende Tokio, was die Wirtschaftsblase um Osaka platzen lie├č und zahlreiche Japaner in Insolvenzen und Arbeitslosigkeit st├╝rzte.

Ein bisschen Geschichte… und Tipps f├╝r deine erste Reise!

Aufgrund des stetigen Wechsel, dem die Stadt durch Kriege, Erbeben und andere Naturkatastrophen ├╝ber die Jahrhunderte immer wieder aufs Neue ausgesetzt war, hatte Osaka Gelegenheit, sich jedes Mal wieder neu zu erfinden. Heutzutage ist die Gro├čstadt ein Paradebeispiel an Modernit├Ąt und hocheffizient strukturiert. Das Transportnetzwerk beispielsweise ist durchdacht, verl├Ąsslich, engmaschig verkn├╝pft und f├╝r jeden finanzierbar. Dies macht Osaka zu einem Ort mit beeindruckend vielf├Ąltigen Transportm├Âglichkeiten. Es gibt zwei Flugh├Ąfen in bzw. bei Osaka – zum einen den Kansai International Airport, errichtet auf einer k├╝nstlichen Inselanlage, und zum anderen der kleinere Itami Airport f├╝r Inlandsfl├╝ge. Vom Kansai International Airport aus gibt es eine eigene Bahnverbindung, die den Flughafen mit den St├Ądten der Region, unter anderem nat├╝rlich auch Osaka, verbindet. Das innerst├Ądtische Bahnnetz von Osaka ist das zweitgr├Â├čte Schienennetz in Japan und im Aufbau fast identisch mit der Tokyo Metro. Sieben verschiedene Schienenverkehrsgesellschaften betreiben die Bahnen und Z├╝ge in Osaka, und die Besitzverh├Ąltnisse scheinen eher fragil. Dennoch funktioniert das gesamte Transportsystem einwandfrei – Versp├Ątungen werden hier, wie auch im restlichen Japan, nicht nur nicht geduldet, es gibt sie schlichtweg nicht!

Schon gewusst? In Osaka zahlst du in der Bahn nach Strecke

├ťbrigens: bezahlt wird in Osaka in Abh├Ąngigkeit zu der zur├╝ckgelegten Strecke, die k├╝rzeste Strecke kostet hierbei 200 Yen, also gerade einmal 1,53 Euro. Die JR Osaka Loop Line ist eine der beliebteren Strecken, da sie – wie der Name schon verr├Ąt – einmal um die komplette Stadt umkreist. So kommt man einfach und unkompliziert zu jedem Teil der Stadt und spart sich das Umsteigen in eine der anderen Bahnen. Die Bahnh├Âfe pro Linie pro Richtung sind n├Ąmlich einfach nur gigantisch – man sollte also auf jeden Fall ausreichend Zeit einplanen, um von A nach B zu gelangen. Wer sich den Aufwand lieber sparen will und stattdessen lieber ins Portmonee greift, kann sich als Alternative auch ein Taxi g├Ânnen. Zwar gibt es keine modernen Apps oder Automaten – noch nicht! – aber daf├╝r gibt es Taxis sprichw├Ârtlich an jeder Ecke – und die meisten Taxifahrer sprechen sogar ein wenig Englisch.

Tipps und Insights f├╝r deine Reise nach Osaka

Osaka – offizieller Partner von acht internationalen Gro├čst├Ądten

  • Chicago, USA
  • Hamburg, Deutschland
  • Mailand, Italien
  • Melbourne, Australien
  • San Francisco, USA
  • Sankt Petersburg, Russland
  • S├úo Paulo, Brasilien
  • Shanghai, China

Zwar hat Osaka seine Bl├╝tezeit als Handelszentrum Japans hinter sich, doch kulturell hat die Gro├čstadt dennoch einiges zu bieten. Sie ist beispielsweise die bedeutsamste Stadt im Bezug auf das klassiche japanische Theater. Zu den Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt z├Ąhlt der Ts┼źtenkaku, „der Turm, der zum Himmel reicht“ mit beeindruckenden 103 Metern H├Âhe. Der im Design lose an den Pariser Eiffelturm angelehnte Aussichts- und Sendeturm gibt anhand von Einf├Ąrbungen der Turmspitze ebenfalls die jeweils aktuelle Wettervorhersage f├╝r den nachfolgenden Tag an. Die im 16. Jahrhundert erbaute Burg Osaka mit ihrem innen liegenden Museum ist ebenfalls einen Besuch wert und wer die Unterwasserfeld mag, sollte einen Besuch im Kaiy┼źkan – einem der weltgr├Â├čten ├Âffentlich zug├Ąnglichen Aquarien – unbedingt einplanen!

Attraktionen in Osaka – La Santa Maria Cruiser, Owl Family Caf├ę, Dotonbori und mehr

Osaka versteht sich als die Anti-Hauptstadt – stolz, cool, selbstbewusst. Voller Gastfreundschaft und mit einer exquisiten K├╝che. Gerade die Leidenschaft f├╝r Lebensmittel hat hier einen weitreichenden geschichtlichen Hintergrund. Bereits vor hunderten von Jahren, als Tokio noch Milit├Ąrst├╝tzpunkt war und Kyoto als Kaiserliche Residenzstadt galt, war Osaka als ÔÇťdie K├╝che JapansÔÇŁ bekannt. Osaka ist die Heimat des Soul Food – in keiner anderen Stadt in Japan geben die Menschen mehr Geld f├╝r gutes Essen aus und die Qualit├Ątsanspr├╝che an Lebensmitteln und Restaurants sind extrem. Die Menschen hier sind quasi schon besessen von Speise und Trank und erfinden Gerichte saisonal neu. Street Food findet sich ├╝berall und es werden immer wieder auch neue und ungew├Âhnliche Kreationen angeboten, neben den traditionellen und lokalen Gerichten, f├╝r die Osaka bekannt ist. In manchen Restaurants gibt es beispielsweise die Option ÔÇťHow you like itÔÇŁ, die man zu jedem Hauptgericht extra ausw├Ąhlen kann – und tats├Ąchlich kann man sich eine Auswahl aus allen vorhandenen Zutaten und Garnierungen zusammenstellen und am Tisch selbst mischen, wie auch immer man mag. Der Kreativit├Ąt sind dabei keine Grenzen gesetzt – Pfannkuchen mit Schweinebauch und Shrimps in Sesamsauce? Kein Problem! Es gibt sogar einen eigenen Begriff f├╝r de kulinarische Kultur Osakas: ÔÇťkuidaoreÔÇŁ – was sinngem├Ą├č etwa ÔÇťIss bis du platztÔÇŁ bedeutet. Die ausgepr├Ągte Ess- und Genusskultur l├Ądt zum Verweilen ein und so ist es keine Seltenheit, Menschen bis sp├Ąt in die Nacht in Restaurants und Bars anzutreffen – in Osaka muss keiner alleine sein und die letzten Menschen torkeln in den Morgenstunden zur Arbeit oder nach Hause, je nach Job.

Kuidaore! Das beste Street Food in Dotonbori

Die besten lokalen K├Âstlichkeiten in Osaka

Takoyaki

Wortw├Ârtlich mit ÔÇťgegrillter OktopusÔÇŁ ├╝bersetzt sind Takoyaki kleine Oktopus-St├╝cke mit eingelegtem Ingwer und Fr├╝hlingszwiebeln in Teig – f├╝r die kugelf├Ârmige Struktur sorgt eine spezielle Takoyaki-Pfanne. Dazu gibt es noch die Takoyaki So├če oder alternativ Majonese, Seetang oder getrocknetes Bonito. Takoyaki gibt es an wirklich jedem Street Food Stand in Osaka und z├Ąhlt zu den beliebtesten Snacks dort.

Teppanyaki

Teppanyaki bedeutet ├╝bersetzt ÔÇťauf einer Metallplatte grillenÔÇŁ und beschreibt mehr eine bestimmte Kochtechnik denn ein bestimmtes Gericht. Das besondere an Teppanyaki ist, dass der Kunde dem Zubereitungsprozess komplett beiwohnen kann und es gibt sogar Restaurants, die sich einzig auf diesen speziellen Kundenservice spezialisiert haben. F├╝r Liebhaber guten Essens ist die Vorfreude ein wesentlicher Bestandteil und zudem sind K├Âche in Japan generell sehr angesehen und m├╝ssen eine vielj├Ąhrige Lehre durchlaufen, bevor sie sich wirklich Koch nennen d├╝rfen. Es gibt zwar keinerlei Einschr├Ąnkung bei Teppanyaki, aber ├╝blicherweise wird entweder hochwertiges Rindfleisch oder Meeresfr├╝chte verwendet.

Okonomiyaki

Okonomiyaki erinnert optisch an Pfannekuchen und ist ├╝berall in Japan verbreitet. Daher gibt es viele verschiedene Varianten dieses Gerichts. F├╝r Okonomiyaki in Osaka typisch ist der geriebene Kohl. Zusammen mit einer Vielzahl von anderen Zutaten, unter anderem Tintenfisch, Garnelen, Oktopus oder diversen Fleichsorten wird der Kohl in Teig gegeben und gekocht. Nat├╝rlich gibt es eine spezielle Okonomiyaki So├če und alternativ Majonese, Seetang oder Bonitos.

Kushikatsu

Als Kushikatsu bezeichnet man eigentlich alles, was in Teig ausgebacken und frittiert auf einem Spie├č serviert werden kann – Fleisch und verschiedene Gem├╝se sind oftmals Grundlage f├╝r dieses Gericht. Es gibt aber auch sehr kreative Varianten mit beispielsweise frittierten Erdbeeren. Essenstechnisch gibt es einfach nichts, was es in Osaka nicht gibt!

Kitsune Udon

Wer schon einmal beim Japaner essen war, dem sind Udon sicherlich ein Begriff. F├╝r alle anderen: Udon sind dicke, helle Nudeln – ├╝blicherweise aus Weizen – und Bestandteil vieler hei├čer Suppen. Kitsune Udon ist eine Variante dieser Suppen, bei der die Udon-Nudeln mit frittiertem Tofu erg├Ąnzt werden. Ein simples Rezept, aber nicht desto weniger sehr beliebt in Japan, da es einen mythologischen Hintergrund hat. Denn Kitsune ist ein anderes Wort f├╝r den japanischen Fuchs, welcher in Japan als Gl├╝cksbringer gilt und dessen Leibgericht angeblich frittierter Tofu ist. Der Fuchs wiederum ist das heilige Tier der Shinto-G├Âttin Inari, die f├╝r Fruchtbarkeit steht.

Streetfood Staffel 9 – Episode 8: Kitsune Udon in Osaka

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