Evento de lanzamiento de THE $KULL – Philipp Plein, Sophia Thomalla y CM Models

Ein Totenkopf-Flakon mit rund 1.500 facettierten Glaspunkten, Sophia Thomalla mit dem Satz „riecht nach Geld“ und Champagner mit Plein-Logo am Ku’damm – so inszenierte Philipp Plein den Einstieg in die Beauty-Welt. THE $KULL ist die erste Eau de Parfum-Kreation des deutschen Designers, lanciert über die Falic Group als Lizenzpartner, präsentiert in seinem Berliner Flagship-Store. Wir waren beim Launch dabei und ordnen ein, was hinter Duft, Flakon und Markeninszenierung steckt – jenseits der Society-Schlagzeilen.

THE $KULL im Dufttest: Notenpyramide, Sillage und Tragezeit

THE $KULL ist als Unisex-Eau-de-Parfum konzipiert, lehnt sich aber spürbar an die orientalisch-süße Männerduft-Tradition an. Die Komposition arbeitet mit einer klassischen Drei-Phasen-Pyramide, die auf Wiedererkennbarkeit getrimmt ist – Plein selbst nannte den hohen Wiedererkennungswert als oberste Prämisse bei der Entwicklung.

Die Notenpyramide im Detail

Phase Noten Charakter
Kopfnote Bergamotte, Kardamom, rosa Pfeffer frisch-würziger Auftakt, kurz
Herznote Bourbon-Vanille, Tonkabohne, Lavendel süß-cremig, dominanter Kern
Basisnote Patchouli, Leder, Ambroxan tief, leicht rauchig, lang anhaltend

In der Praxis trägt sich THE $KULL deutlich süßer als ein klassischer Herrenduft – wer Düfte wie Dior Sauvage oder die Linien von Christian Dior kennt, wird die Bourbon-Vanille schnell als Leitmotiv wahrnehmen. Die Sillage ist im Durchschnitt fünf bis sieben Stunden hoch, danach wird der Duft hautnah und behält die ledrig-warme Basis bis zu zwölf Stunden. Auf Kleidung ist er noch am Folgetag wahrnehmbar.

„Ich vermute, er riecht nach Geld.“ – Sophia Thomalla über THE $KULL beim Launch in Berlin

Diese Aussage ist mehr als ein Society-Spruch. Sie fasst das Marketing-Versprechen der Marke präzise zusammen: ein Duft, der nicht subtil sein will, sondern Statement. Wer dezente Eleganz sucht, ist bei Dior Beauty oder den klassischen Linien von Dolce & Gabbana besser aufgehoben.

Der Flakon: Warum der Swarovski-Skull zum ikonischen Markenzeichen wurde

Der Totenkopf ist seit der Spring/Summer-Kollektion 2010 das visuelle Leitsymbol von Philipp Plein. Was als provokantes Detail auf T-Shirts begann, wurde zum strukturellen Markenanker – und genau dieser Skull bildet die Form des Flakons. Die Glasstruktur ist nicht glatt, sondern dreidimensional facettiert, sodass der Eindruck eines Diamant-besetzten Schädels entsteht.

Material, Verarbeitung und Designdetails

Der Flakon wird aus dickwandigem Glas gefertigt, der Sprühkopf liegt zentral auf dem Schädel. Die Verpackung ist in mattem Schwarz mit Silberdruck gehalten – bewusst reduziert, um den Flakon selbst zur Bühne zu machen. Das ist Strategie: Der Flakon soll im Badezimmerregal sichtbar bleiben, nicht in der Schublade verschwinden. Wer Markenästhetik als Sammlerstück begreift, findet ähnliche Logiken bei Gucci und Prada, die ihre Flakons ebenfalls als Display-Objekte konzipieren.

Erhältlich ist THE $KULL in zwei Größen, die Preisspanne bewegt sich im oberen Mittelfeld der Designer-Düfte:

  • ✓ 50 ml Eau de Parfum – ca. 75 € UVP
  • ✓ 125 ml Eau de Parfum – ca. 110 € UVP
  • ✓ Aftershave-Linie und Showergel als Ergänzung
  • ✓ Limitierte Launch-Edition mit signiertem Karton

Das Launch-Event am Ku’damm: Inszenierung statt Produktpräsentation

Schauplatz war der Philipp Plein Flagship-Store am Kurfürstendamm 195, eröffnet im Jahr 2014 als zweitgrößter deutscher Standort der Marke nach München. Auf rund 400 Quadratmetern wurde der Store für eine Nacht komplett auf den Duft-Launch ausgerichtet – Bodentreppe, Spiegelfronten und schwarze Marmoroberflächen wurden mit überdimensionalen $KULL-Displays überlagert.

Ablauf, Gästeliste und PR-Choreografie

Am Eingang empfingen zwei Models die Gäste mit dem Duft auf Probierstreifen. Auf der Gästeliste standen unter anderem Verona Pooth, Sophia Thomalla und Plein selbst. Champagner mit Plein-Branding, Bodyguards, Pressewände – das volle PR-Programm. Auffällig: Viele Gäste trugen Plein-Looks, was kein Zufall ist. Die Marke stattet ihre engste Society-Bubble vor solchen Events bewusst aus, um das Bildmaterial in Klatschmagazinen zu maximieren.

Wir von CM Models waren als Modelagentur eingeladen – wer sich für die Welt hinter solchen Events interessiert, findet bei uns Hintergründe zu Modenschauen, Casting-Abläufen und Model-Jobs auf Premium-Events. Der Übergang zwischen Mode-Show und Beauty-Launch ist heute fließend: Die gleichen Gesichter, die Plein-Runways laufen, repräsentieren später die Duftkampagne.

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Plein als Lifestyle-Imperium: Wie Düfte ins Markensystem passen

THE $KULL ist kein Solo-Projekt, sondern Teil einer strategischen Erweiterung. Philipp Plein hat sein Geschäft längst über Mode hinaus aufgefächert: Hotels (Plein Hotel an der Côte d’Azur), Restaurants, Sportlinien und nun Beauty. Lizenzpartner für die Duftlinie ist die Falic Group beziehungsweise deren Tochter Perfume Holding – derselbe Player, der auch hinter Düften von Roberto Cavalli und John Galliano steht. Plein produziert die Düfte also nicht selbst, sondern lizenziert seinen Markennamen an einen spezialisierten Beauty-Konzern.

Was das wirtschaftlich bedeutet

Die Lifestyle-Sparte (Beauty, Hotellerie, Lizenzprodukte) macht laut Plein-Group-Veröffentlichungen unter zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus. Düfte sind also weniger Profitcenter als Markenverstärker – sie tragen den Plein-Skull in Drogeriemärkte und Parfümerien, die sich keine 3.000-Euro-Lederjacke leisten würden. Das ist klassisches Trickle-Down-Marketing, wie es auch Donna Karan / DKNY und Armani in den 90ern perfektionierten.

Wer in diese Welt eintauchen will, sollte folgende Kontextpunkte kennen:

  • − Plein-Skull seit 2010 etabliert, nicht erst mit dem Duft
  • − Lizenzmodell: Falic Group / Perfume Holding produziert
  • − Lifestyle-Sparte unter 10 % des Konzernumsatzes
  • − Berliner Flagship am Ku’damm seit 2014
  • − Zielgruppe: Lifestyle-Showcase, nicht Duft-Kenner
  • − Vergleichbar mit Cavalli, Galliano (selber Lizenzpartner)

Für wen lohnt sich THE $KULL – und für wen nicht?

THE $KULL ist ein Statement-Duft. Er ist süß, opulent, sichtbar. Wer im Büro dezent unterwegs sein will, greift besser zu klassischeren Eaux. Wer hingegen Mode als Markenuniversum versteht und Plein-Pieces ohnehin trägt, bekommt mit dem Duft das olfaktorische Gegenstück. Der Flakon allein rechtfertigt für viele Sammler den Preis – ähnlich wie bei Plein-Lederjacken, die ebenfalls als Sammlerstücke gehandelt werden.

Direkte Empfehlung

Greifen Sie zu, wenn Sie einen wiedererkennbaren Signature-Duft suchen, der süß-orientalisch funktioniert und im Regal als Designobjekt taugt. Halten Sie sich zurück, wenn Sie subtile Eleganz, frische Zitruskompositionen oder Nischen-Parfümerie bevorzugen – dort ist Plein nicht zu Hause. Eine sinnvolle Bezugsquelle ist neben den Plein-Stores die offene Designer-Auswahl bei Zalando, wo Plein längst gelistet ist.

Wer tiefer in die Welt der Luxusmarken einsteigen will, findet bei uns weiterführende Übersichten: die komplette Modemarken-Liste A bis Z, die Spezialseiten zu Modemarken mit D, Modemarken mit P und Modemarken mit N, sowie unsere Reportagen aus Mailand und zur Luxus-Shoppingmeile in New York. Für Mode-Quereinsteiger empfehlen wir den Guide Model werden mit Tipps zu Bewerbung und internationalen Märkten wie New York, London und Paris.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. THE $KULL ist Pleins erste Duft-Kreation, lizenziert über Falic Group
  2. Süß-orientalisches Eau de Parfum mit Bourbon-Vanille als Leitnote
  3. Flakon als 3D-Skull, ca. 75–110 € je nach Größe
  4. Launch-Event im Berliner Flagship am Ku’damm 195
  5. Statement-Duft, kein Alltagsbegleiter für leise Auftritte
  6. Markenstrategie: Plein-Skull in jede Parfümerie tragen
  7. Empfehlung: Plein-Fans greifen zu, Duft-Puristen lassen aus