Kapitalanlage Diamant: Karat & Zertifikat

Diamanten bieten Schutz vor Inflation, Bankpleiten, Börsenstürzen und Währungsreformen. Diamanten gelten als die edelsten Steine der Welt. Ihre Verarbeitung in Präzision um Schliff und Lichtbrechung beschäftigt die Menschheit seit ihren ersten Funden. Doch obwohl wissenschaftlich und historisch ein Vielfaches an Informationen über Diamanten zu Tage gebracht wurde, wissen außerhalb von Kenner- und Liebhaberkreisen nur wenige etwas über die Entstehung und Geschichte dieser wertvollen Steine. Vom Original aus dem Erdreich bis zum synthetischen Diamanten.

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Risikobewertung Diamant: Vorteile und Nachteile

Diamanten bieten Schutz vor Inflation, Bankpleiten, Börsenstürzen und Währungsreformen. Nicht nur das, auch Anonymität spielt eine große Rolle für viele Anleger. Es gibt für Diamanten keine Registrierung des Anlegers, kein staatlicher Zugriff. Diamanten sind nicht nur anonym für Käufer beziehbar, sie bieten zudem den unschlagbaren Vorteil, dass sie weltweit, einfach konvertierbar sind.

Schon gewusst? Diamanten sind die einzige international anerkannte Ersatzwährung, die in allen Ländern gleich bewertet wird.

Cartier Schmuck (selbst feinste Partikel werden verwendet):

Warum sind Diamanten so beliebt?

Es gibt exklusive Schmuckhändler und Produzenten wie Graff, Phillips aber auch De Beers. Nichts passiert Zufällig, vieles in unserem Leben unterliegt äußeren Einflüssen. Hier gibt Alex Fischer viele gute Beispiele. Zum Beispiel den Diamantring, für die Liebste.

De Beers ist weltweit bekannt für die Herstellung der feinsten Verlobungsringe, Eheringe und anderen eleganten Diamantschmuck. In den 60er Jahren stelle sich De Beers mit seinem Marketingteam die Frage, wie kann man mehr Diamanten verkaufen? Die Idee, eine Marketingkampagne mit folgenden Inhalt: „Wenn du etwas auf dir hältst und deine Frau wirklich liebst, schenkst du ihr einen Diamantring.“

Die Kampagne funktionierte extrem gut, so gut, dass es sogar noch eine zweite Auflage gab: „Wer wirklich etwas auf sich hält, investiert mindestens einen Monatslohn für seine Geliebte.“ Auch diese zweite Kampagne funktionierte hervorrankend. De Beers ging also noch einen Schritt weiter: „Wer seine Frau wirtlich liebt, sollte 2-3 Monatsgehälter investieren!“

Seither sind Diamanten in der Gesellschaft angekommen und gehören für so ziemlich jedes Paar dazu. Das trieb und treibt den Wert von Diamanten seither zusätzlich in die Höhe.

Wie wird der Wert bestimmt?

Jeder Diamant ist einzigartig. Sie können gleich groß sein, haben dennoch extrem unterschiedliche Werte. Die Qualität wird durch die 4C der Diamanten bemessen. Das bedeutet, durch „Carat, Color, Clarity und Cut“ werden Unterschiede formuliert. Sie bestimmen Qualität und Wert des Diamanten. Sobald du dich entscheidest, tatsächlich Diamanten zu kaufen, spielt auch der steuerfreie Wertzuwachs mit ein (schau dir später noch unsere Statistik zur Wertsteigerung an). Die Sachwertanlage ohne Unterhaltskosten ist frei von Unterhaltskosten, sofern die sichere Aufbewahrung gelöst ist.

Tipp! Diamanten eigenen sich hervornagend als Teil des eigenen Portfolios. Wie wir im Leitartikel Kapitalanlage XXL beschrieben haben, sollte ein gutes Portfolio je zu einem Drittel aus festverzinslichen Anlagen oder Wertpapieren bestehen, Immobilien und mobile Sachwerte, so wie Kunst, Designermode oder auch Diamanten.

Die Vorteile von Diamanten als Kapitalanlage:

  • Schutz (Inflation, Bankpleiten, Börsenstürzen und Währungsreformen)
  • Anonymität des Käufers
  • Weltweite Konvertierbarkeit
  • Ständig verfügbare Ersatzwährung
  • Steuerfreier Wertzuwachs
  • Sachwertanlage ohne Unterhaltskosten
  • Prestige

Wertermittlung & Diamanten Zertifikat

Beim Kauf von Diamanten solltest du immer darauf achten, dass die Anlagediamanten über ein Zertifikat verfügen, das von einem renommierten weltweit anerkannten und renommierten Institut ausgestellt wurde:

HRD Hoge Raad voor Diamant Antwerpen – Belgien, New York – USA, Ramat Gan – Israel, Vicenza – Italien, Madrid – Spanien, Istanbul – Türkei, Gaborone – Botswana, Dubai – Vereinigte Arabische Emirate, Hongkong – China, Shanghai – China, Mumbai (Bombay) – Indien, Surat – Indien
IGI International Gemmo­logical Institute Europa: Antwerpen – Belgien, Italien – Rom und 5 weitere Städte
Mittlerer Osten: Tel Aviv – Israel, Dubai – Vereinigte Arabische Emirate
Nordamerika: New York – USA, Los Angeles – USA, Toronto – Kanada
Asien: Hongkong – China, Shanghai – China, Bangkok – Thailand, Tokio – Japan
Indien: Mumbai (Bombay), New Delhi, Hyderabad, Kalkutta, Surat, Ahmedabad, Thrissur, Chennai, Jaipur, Bengaluru
GIA Gemological Institute of America Antwerpen – Belgien, New York – USA, Carlsbad – USA, Dubai – Vereinigte Arabische Emirate, Ramat Gan – Israel, Gaborone – Botswana, Johannesburg – Südafrika, Tokio – Japan, Bangkok – Thailand, Hongkong – China, Mumbai (Bombay) und Surat – Indien, Singapur
DPL Diamant Prüf Labor Idar-Oberstein in Deutschland, speziell für deutsche Anleger

Wertermittlung

Das Wertentwicklungspotential von Diamanten als Geldanlage wird in der Regel von den „4 C“ beeinflusst.

Colour

Farbe
Bei Diamanten als Geldanlage sollte auf die Farbe „River“ oder „Top Wesselton“ geachtet werden. Wichtig ist dabei die Klassifikation D, E, F oder G.
Carat

Gewicht
Da das Gewicht bei der Wertentwicklung von Anlagediamanten eine hohe Priorität einnimmt, ist es sinnvoller, in wenige große Diamanten zu investieren anstatt viele kleine Diamanten als Kapitalanlage zu erwerben. Experten empfehlen, den Fokus bei Anlagediamanten auf Steine ab 0,5 Karat zu richten.
Clarity

Reinheit
Diamanten, die als Geldanlage erworben werden, sollten im Idealfall lupenrein (IF) sein. Winzige Einschlüsse (VVS I oder VVS II) sowie kleine Einschlüsse (VS I oder VS II) eignen sich ebenfalls noch als Anlagediamanten.
Cut

Schliff
Diamanten mit exotischen Schliffformen eignen sich nicht so gut zum Wiederverkauf wie gängige Schliffformen. Experten raten, sich auf Diamanten mit Brillant-, Oval-, Princess.- oder Smaragdschliff zu konzentrieren.

Quelle: Wallstreet Online

Statistik: Diamantenproduktion bis 2020

Entwicklung und Prognose zur weltweiten Diamantenproduktion in den Jahren von 2005 bis 2020 (in Millionen Karat).

Statistik: Entwicklung und Prognose zur weltweiten Diamantenproduktion in den Jahren von 2005 bis 2020 (in Millionen Karat) | Statista

Quelle: Statista

Synthetische Diamanten: Im Labor erzeugt

Diamanten lassen sich künstlich herstellen, indem die natürlichen Gegebenheiten der Entstehung von Diamanten möglichst akkurat nachempfunden werden. Die so genannte Synthese erfordert extreme Temperaturen von  1.500 bis 3.000 Grad Celsius sowie eine Druckerzeugung von circa 55 bis 60 kilobar.

Der erste synthetische Diamant

Quelle: ImmoAO, Diamanten Anlage

Die erste erfolgreiche Synthese erfolgte in den 1950er Jahren, doch bereits kurz nach der Jahrtausendwende ließen sich Diamanten mithilfe eines Photonen-Plasmatrons erstmals auch aus der Luft züchten. Anfänglich war es aufgrund der Kostspieligkeit nur möglich kleine Diamanten zu züchten. Dank der heutigen Technik ist es mittlerweile allerdings auch möglich, auf diese Weise große Diamanten für kleines Geld herzustellen.

Meilensteine:

  • 1797: Der wissenschaftliche Durchbruch
  • 1926: Parson deckt wissenschaftlichen Irrtum auf
  • 1941: Neue Experimente und erste Erfolge
  • 1953: Der erste syntetische Diamant

In Stockholm waren die Wissenschaftler der Allmänna Svenska Elektriska Aktiebolaget, kurz: ASEA, unabhängig von Hall und General Electronic Company ebenfalls erfolgreich und konnten am 16. Februar 1953 nach etwa vier Jahren Arbeit ihren ersten synthetischen Diamanten vorweisen. Veröffentlicht wurde diese Errungenschaft jedoch erst in den 1980er Jahren.

Die Koreanische Firma Iljin Diamonds erschloss den industriellen Markt der Diamantensynthetik im Jahre 1988 dank eines koreanischen Mitarbeiters, der vormals bei GE gearbeitet hatte und deren Firmengeheimnisse mit Iljin Diamond und zahlreichen chinesischen Unternehmen teilte.

Unterschied: Natur und Synthetik Diamant

Quelle: ImmoAO, Diamanten Anlage

Allgemein lassen sich natürliche und synthetische Diamanten gut unterscheiden, denn natürliche oder auch „echte“ Diamanten weisen ein ungleichmäßiges Wachstum auf, die Wachstumsbedingungen der Diamanten im Labor hingegen sind überaus gleichmäßig. Mit Hilfe von künstlichen Verunreinigungen kann die Natur jedoch mehr und mehr nachgeahmt werden, sodass eine Unterscheidung heutzutage ohne spezielle Messgeräte für Laien wie Fachmänner kaum bis unmöglich ist.

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