Beauty Retusche: Mit dem goldenen Schnitt zum perfekten Foto

Jeder Mensch ist strahlend schön. Das ist die optische Aussage jeder Beauty-Retusche. Überwiegend kommt diese Technik für Werbezwecke zum Einsatz. Allerdings ist die Kunst des Retuschierens weder neu noch perfekt. Selbst digital können die Werkzeuge dieser Technik durchaus eine an und für sich optimale Vorlage „verschlimmschönern“. Profis sollten also für das perfekte Ergebnis gut zwischen Ausdrucksziel und Übertreibung unterscheiden.

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Was ist Beauty-Retusche – Was versteht man darunter?

Als ganz simple Erklärung dieses Fachbegriffs kann der „goldene Schnitt“ dienen. Damit ist seit antiken Zeiten ein Verhältnis der Proportionen in einem Gesicht, einer Figur oder einer Gesamtansicht gemeint, das möglichst viele Menschen als schön empfinden. Aber vom goldenen Schnitt ist die Wirklichkeit in allen erfassbaren Dimensionen meist um viele Details entfernt. Eine Beauty-Retusche versucht also, kleine Abweichungen mit technischer Hilfe zu „vertuschen“, zu „retuschieren“. Der Betrachter eines solchen Objekts sieht seine unbewussten Schönheitsideale in der bearbeiteten Version erfüllt – und spricht zumindest in der Werbebranche besonders positiv auf eine solche Darstellung an. Vor allem die Symmetrie dieser Proportionen wird für die Erstellung einer Beauty-Retusche verwendet:

  • Haut sauber, prall, glänzend
  • Augen frisch und strahlend, motiviert, Blick aufmerksam und aufgeschlossen
  • Zähne blitzblank und möglichst weiß, symmetrisch, ohne erkennbare Lücken oder Größenunterschiede
  • Gesicht gemäß dem goldenen Schnitt symmetrisch
  • Lippen voll, fröhlich, glänzend

90 – 60 – 90 (die Maße der Statue einer Athene) zählen ebenfalls zu diesen Merkmalen für einen vollkommenen, goldenen Schnitt in der menschlichen Statur.

Je weniger, desto mehr – so kann eine Beauty-Retusche sparsam ausfallen

Je besser ein Fotoshooting seitens des Models vorbereitet ist, umso weniger Aufwand ist für die anschließende technische Beauty-Retusche nötig. Schminken und Eincremen sind solche Basics, die durch die Arbeit erfahrener Visagisten geschickt ergänzt werden. Es gibt allerdings Situationen, in denen nicht Perfektion, sondern Natürlichkeit gefragt ist. Genau dafür sind feine Unterschiede gut, die den Einsatz der anschließenden Beauty-Retusche erst sinnvoll machen:

  • Welche Aussage soll die Zielgruppe erhalten?

Kaum ein Normalbürger wird strahlend schön und perfekt zum Rasenmäher greifen. Anwender(innen) von Cremes, Makeups und weiteren Pflegeprodukten streben schon eher nach dieser surrealen Symmetrie.

  • Welche Altersgruppe wird mit der Beauty-Retusche angesprochen?

Alte Menschen wollen keine vollhaarigen Rentner mit vitalem Schritt und in glänzend praller Haut betrachten. Die Mittdreißiger möchten nicht durch Falten und Geheimratsecken an ihre nahende „Midlifecrisis“ erinnert werden. Es geht also bei dieser Technik vor allem um das Feingefühl in der optischen Kundenansprache. „Weil ich es kann“ rechtfertigt längst nicht mehr das Retuschieren jeglicher Makel, die laut Werbebranche mit Mitteln und Mittelchen ausgeräumt werden können. Aber der goldene Mittelweg zwischen der gewünschten Aussage und dem goldenen Schnitt bleibt weiterhin das gute Rezept für eine perfekt retuschierte Fotografie zu Werbezwecken oder aus künstlerischen Aspekten.

Eine Beauty-Retusche versucht mit technischer Hilfe, kleine optische Makel zu einem perfekten Bild zu verändern. Dabei kommen Kriterien des „goldenen Schnitts“ bei menschlichen Darstellungen zum Einsatz, die schon zu antiken Zeiten Vorbild und erstrebenswertes Arbeitsziel der Künstler waren. Allerdings gilt auch hier: Allzu viel ist ungesund. Der Trend des Retuschierens akzeptiert liebenswerte Unterschiede und spricht so ein Zielpublikum direkt aus dem unvollkommenen, unretuschierten Leben an.

Der goldene Schnitt in der Fotografie – einfach erklärt!

Photoshop: Haut und Beauty Retusche

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