Immobilie verkaufen: Wohnung & Haus – Tipps für Wertermittlung, Verkaufsablauf & Steuergestaltung
Immobilie verkaufen – Ob Haus, Wohnung oder sogar Mehrfamilienhaus: Beim Immobilienverkauf gibt es so einiges zu beachten. Ob Makler oder Off-Market, privat oder gewerblich, allein oder als Teil einer Eigentümergemeinschaft. Die Themen Steuern, Verträge, Notar und Makler wachsen einem als Verkäufer schnell über den Kopf. Deshalb haben wir hier für Dich einen ultimativen Überblick zusammengestellt. Von der ersten Checkliste, über die wichtigen Dokumente bis zur finalen Abwicklung. Außerdem: Die beliebtesten Städte und ihre Quadratmeterpreise findest Du am Ende. Willkommen in der Welt der Immobilien.
Haus, Eigentumswohnung & Co: Immobilie verkaufen
Der Ablauf des Immobilienverkaufs hängt stark vom Immobilientyp ab. So sind hier je nachdem unterschiedliche Schritte und Dokumente notwendig. Allgemein sollte man beim Immobilienverkauf immer zu erst überlegen, ob man einen Makler beauftragen will oder nicht. Auch Steigungs- und Wertminderungsfaktoren sollten im Auge behalten werden.
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Wertermittlung, Teilungserklärung & wichtige Dokumente
Besonders beliebt bei Berufseinsteigern und jungen Paaren sind Wohnungen. Sie sind preiswert, erlauben auch das Wohnen in den Innenstadt und bieten oft die perfekte Grundlage für das erste eigene Heim. Doch Wohnung ist nicht gleich Wohnung. Während in Großstädten wie Berlin und Hamburg vor allem Etagenwohnungen gefragt sind, bevorzugen Frischeluft Liebhaber eher eine Terrassenwohnung. Hohe Lager- und Industrieräume der Vergangenheit werden immer mehr zu Loftwohnungen der Moderne umfunktioniert und erfreuen sich aufgrund ihrer hohen Wände und großzügigen Grundrisse einer großen Nachfrage.
Die Königsklasse der Wohnungen stellen hier die zweistöckige Maisonette Wohnung und das exklusive Penthouse in der obersten Etage da.
Wohnung bewerten: Steigungs- & Wertminderungsfaktoren
Eine der wichtigsten Fragen mit denen du dich als Verkäufer auseinander setzen musst, lautet: Wie viel ist meine Wohnung eigentlich wert? Hier gibt es mehrere Faktoren, die den Wert deiner Immobilie letzten Endes beeinflussen. Für einen groben Verkaufswert, lohnt sich erst einmal ein Blick auf:
- Lage der Wohnung
- Infrastruktur
- Austattung
Die geographische Lage der Wohnung, also das unmittelbare Wohngegend, kann hier für dich eine Wertsteigerung bedeuten und beweist sich erfahrungsgemäß immer als gutes Verkausargument. Je besser die Lage der Wohnung, umso teuer ist sie auch in ihrem Wert. Dasselbe gilt für die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Nähe zu Krankenhäusern, Kulturstätten & Co.
Je näher dran am öffentlichen Leben, desto wertsteigernder wirken sich diese Faktoren aus.
Neben solchen weichen und harten Faktoren, die den Wert beeinflussen, ist auch die Kriminalitätsrate in der Wohngegend von Bedeutung. Auch hier gilt wieder das Prinzip. Je sicherer, umso besser. Bei der Kriminalitätsrate handelt es sich aber nicht nur um eine Zahl, sondern auch um das Gefühl der Sicherheit. Somit lässt sich dieser Faktor bei der Wohnungsbewertung als ‚Mischfaktor‘ definieren.
Vor allem Renovierungen und Modernisierungen sind wertsteigernd:
Kaufpreis berechnen: Kriterien bei der Werteermittlung
Nachdem du nun grob weißt, welche Faktoren die Wohnungsbewertung beeinflussen, gehen wir nun etwas ins Detail. Im zweiten Schritt musst dir nun die weiteren Kriterien bei der Ermittlung deines Immobilienwerts anschauen:
- Baujahr
- Wohnetage
- Anzahl und Größe der Zimmer
- Balkon, Terrasse und Wintergärten
- Gemeinschaftseigentum
Aufgrund der damaligen minderwertigen Bausubstanz, müssen Besitzer von Wohnung aus den 1960er und 70ern heute leider mit einem Preisabschlag rechnen. Wer jedoch eine sanierte Altbauwohnung (Baujahr vor 1945) oder eine moderne Neubauwohnung, kann sich eher über einen erhöhten Bauwert freuen.
Auch Lofts und Penthäuser lassen sich aufgrund ihrer großen Beliebtheit schneller verkaufen im Vergleich zu Erdgeschosswohnungen. Bei diesen gibt es oft eine Verkaufswertminderung von bis zu 30%. Ausgebaute Dachgeschosse und Fahrstühle bis in das oberste Stockwerk gelten ebenfalls als wertsteigender Faktor.
-30% für Erdgeschosswohnungen
Neben der Größe und Anzahl der Zimmer, sind auch Extras, wie Balkone, Terassen und Wintergärten bei der Wertermittlung ausschlaggebend. Je nach Gestaltung und Quadratmeter Anzahl können diese als weitere Wohnfläche berücksichtigt werden. Auch Gemeinschaftseigentum in Form von gepflegten Außenanlagen, Treppenhäusern und Aufzügen kann sich als Teil einer Eigentümergemeinschaft positiv auf den Verkaufswert auswirken.
- Mehr dazu: Wohnung verkaufen
Die teuersten Städte für Eigentumswohnung in Deutschland – Ranking
Ob du deine Wohnung verkaufst, oder als Käufer nach einer Eigentumswohnung suchst. Es ist immer gut sich mit dem aktuellen Immobilienmarkt deutschlandweit auszukennen. Diese Grafik gibt dir eine Übersicht über die Städte Deutschlands mit den teuersten Eigentumswohnungen.
Unterlagen für Wohnungsbewertung
Folgende Unterlagen sind für die genaue Werteermittlung deiner Wohnung von Bedeutung:
- Grundbuchauszug
- Teilungserklärung
- Grundriss
- Protokolle der Eigentümerversammlung
- Wohngeldabrechnung der letzten drei Jahre
- Übersicht über die Instandhaltungsrücklage
- Nachweis über Versicherungen
- Energieausweis
- Ggf. Kopie vom Mietvertrag, falls deine Wohnung vermietet ist
Haus- & Wohnungsformen im Überblick: Liste
Auf dem Immobilienmarkt gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bauformen. Sowohl im Bereich der Wohnung, als auch der Häuser gibt es viele Formen und Arten, nach denen eine Immobilie gestaltet ist. Diese teilt man in unterschiedliche Formate auf. Wir haben dir hier einige der gängigsten Haus- und Wohnungstypen übersichtlich aufgelistet. Nähere Infos zu dem jeweiligen Immobilientyp findest du im entsprechenden Artikel, indem du auf den zugehörigen Link klickst.
Haustypen im Überblick: Von Bungalow bis Fertighaus
Hier findest du eine Liste mit allen gängigen Hausformen im Überblick. Der jeweils verlinkte Artikel bietet dir noch mehr Aufschluss über die jeweilige Hausform, stellt dir Eigenheiten und Definitionen vor und du erfährst zudem, welcher Haustyp für wen geeignet ist und warum. Außerdem stellen wir dir in den zugehörigen Artikeln Vor- und Nachteile der jeweiligen Hausform vor.
- Bungalow
- Doppelhaushälfte
- Einfamilienhaus
- Fachwerkhaus
- Ferienhaus / Wochenendhaus
- Strandhaus
- Fertighaus
- Landhaus
- Massivhaus
- Reihenhaus
- Villa
- Niedrigenergiehaus
- Nullenergiehaus
- Passivhaus
Wohnungstypen im Überblick: Altbauwohnung bis Souterrain
Der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft und es gibt viele unterschiedliche Wohnungsformen, die mit bestimmten Eigenschaften einhergehen. In den zugehörigen Artikeln findest du Definitionen und Informationen zu der jeweiligen Wohnungsform, sowie eine Auflistung von potentiellen Vor- und Nachteilen der entsprechenden Wohnung.
- Altbauwohnung
- Apartment
- Dachgeschosswohnung
- Einliegerwohnung
- Etagenwohnung
- Loft
- Maisonette Wohnung
- Penthouse
- Souterrain Wohnung
- Terrassenwohnung
Haus verkaufen: Steuern, Kosten & Verkaufsablauf
Einfamilienhäuser gehören in fast allen Bundesländern zu den bevorzugten Immobilien der Deutschen. Wie es der Name schon sagt, werden sie von einer Familie, einem Paar oder von einer allein stehenden Person bewohnt. Einfamilienhäuser gibt es in allen Formen, Farben und Typen – von der modernen Stadtvilla über das romantische Massivhaus mit Garten bis zum umweltfreundlichen Effizienzhaus.
Off Market Deals: Luxusimmobilie verkaufen dank selbstständiger Akquise
Wenn deine Immobilie in den oberen Preisklassen angesiedelt ist, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob du sie Off Market verkaufen willst. Off Market bedeutet, dass der Verkauf nicht öffentlich stattfindet, sondern intern verkauft wird. Vor allem Personen des öffentlichen Lebens, wie Prominente, Politiker und so mancher Adel, bevorzugt diese Art von Akquise. Ob du dein Haus hier mit oder ohne Makler an den Mann bringen willst, ist dir überlassen. Wichtig ist hier nur ein gutes Netzwerk. Im Idealfall, solltest du hierfür einen Makler heranziehen, der sich auch auf Off Market spezialisiert hat und somit ein großes Netzwerk an potenziellen Käufern besitzt.
Hausverkauf ohne Makler: Ultimative Checkliste
Viele denken am Anfang, dass sie für ihren Hausverkauf auf einen Makler angewiesen sind. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Auch alleine ist es durchaus möglich, erfolgreich sein Haus zu verkaufen und bringt außerdem auch so einige Vorteile mit sich. Damit du aber schonmal abschätzen kannst, was bei einer maklerlosen Akquise auf dich kommt, ist hier schonmal eine Übersicht für dich:
- Festlegung des Verkaufpreises durch Wertermittlung
- Exposé – bzw. Anzeigenerstellung
- Zusammenstellung notwendiger Unterlagen
- Erarbeitung einer Verkaufsstrategie
- Kontaktaufnahme zu Interessenten
- Organisation und Durchführung der Besichtigungstermine
- Aufsetzung eines Kaufvertrags
- Wahrnehmung des Notartermins
Hausbewertung: Verkehrswert, Substanzwert & Co.
Die Hausbewertung dient letztlich dem Berechnen des Kaufpreises. Diesen musst du natürlich bevor du die nächsten Steps für den Verkauf deiner Immobilie angehst, festsetzen. Bei deiner Immobilienbewertung spielen mehrere Faktoren eine große Rolle. Dazu gehören zum Beispiel Mikro- und Makroanlagen, Geräuschkulisse, Standort und Ausblick.
Auch wird in diesem Zusammenhang von einem Verkehrswert und einem Substanzwert deines Hauses gesprochen, der in die Hausbewertung eingeht. Ersterer ist der Preis, der zu mehreren Zeitpunkten durch verschiedene Kriterien errechnet wird, während der Substanzwert von den Herstellungskosten der Immobilie und dem Bodenrichtwert beeinflusst wird.
Kaufnebenkosten im Blick behalten: Erbschaftsteuer & Notarkosten
Oft fallen beim Hausverkauf auch Kaufnebenkosten an. Diese werden meistens vom Käufer getragen. Während die Umschreibung im Grundbuch und die Notarkosten von beiden Parteien bezahlt werden, wird im Falle eines Erbes auch die Erbschaftssteuer fällig. Diese hängt unter anderem vom individuellen Freibetrag ab. Vergiss hier außerdem nicht, dass sich diese Regelungen von Bundesland zu Bundesland von einander unterscheiden.
Während diese Nebenkosten in Schleswig-Holstein bis zu 15 % des Verkaufspreises betragen können, sind es in Bayern lediglich rund 10 Prozent.
Ein weiterer Tipp: Falls ein noch unbezahlter Kredit auf das Haus läuft, lohnt es sich mit dem Käufer über eine Kreditübernahme zu verhandeln. Hier lohnt es sich nochmal die Meinung eines Experten einzuholen.
Bedenke auch, dass bei eigengenutzten Immobilien eine Zweijahresfrist gibt bei der du dann den Gewinn aus dem Verkauf nicht versteuern musst. Das bedeutet, dass zwischen den Beurkundungsterminen für den Kauf und Verkauf mindestens zwei Jahre liegen müssen.
Die wichtigsten Dokumente & Verträge im Überblick
Deine Entscheidung dein Haus zu verkaufen steht fest. Die Checkliste für den Hauskauf steht bereit und auch den Verkaufspreis hast du bereits festgelegt. Nun musst du nur noch alle wichtigen Dokumente zusammenstellen.
- Grundrisspläne
- Lageplan
- Grundbuchauszug
- Brandversicherungsurkunde
- Übersicht der Nebenkosten
- Auflistung aller Renovierungsarbeiten
- Fotos
- Aktuelle Energieausweis
- Die Angabe der Wohnfläche
- Eventuell vorhandene Mietverträge
- Bei mehreren Eigentümern die Angabe der Eigentumsverhältnisse
- Eine detaillierte Objektbeschreibung
Achtung bei bestehenden Mietverträgen
Falls dein Haus oder zumindest ein Teil davon vermietet ist, musst du das bei dem Verkauf mit einkalkulieren. Du kannst deine Immobilie zwar weiterhin verkaufen, musst dies aber begründen können. Auch wenn Sanierungs- oder Abrissarbeiten der Grund eines Hausverkaufes sind, muss dies dem Mieter gegenüber erklärt werden.
- Mehr dazu findest du unter Haus verkaufen
Ultimativer Preisvergleich: So viel kostet ein Haus in deutschen Städten – Statistik
Die Preise für Wohnungen, Häuser & Co. unterscheiden sich erheblich in der Bundesrepublik Deutschland. Sieh hier eine allgemeine Statistik zu den Kaufpreisen freistehender Einfamilienhäuser. Kaufpreise in Bremen, Rostock, Erfurt und Leipzig sind eher weiter unten angesiedelt. Städte wie Köln, Berlin und Hamburg sind preislich im Mittelfeld. An der Spitze der teuersten Kaufpreise ist hier die bayrische Hauptstadt München.
Mehrfamilienhaus: Mietverträge, Verkaufspreis & Co.
Da es sich bei dem Verkauf eines Mehrfamilienhauses immer noch um einen Haus Verkauf handelt, ist der Prozess hier ähnlich. Da hier aber natürlich mehrere Parteien beteiligt sind, fallen hier jedoch noch einige extra Schritte an. Diese musst du bei der Planung des Verkaufsablaufs natürlich beachten. Wie immer hast hier im Idealfall bereits eine Anschlussimmobilie in Aussicht und hast dir bereits Gedanken über den Verkaufspreis deines Mehrfamilienhauses gemacht.
Fragen, die du dir stellen musst: Mieter, Vorfälligkeitsentschädigung & Vorkaufsrecht
Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Dinge, über die du im Vorfeld bereits nachdenken musst, um böse Überraschungen beim Verkauf zu vermeiden.
- Hast du eine Anschlussimmobilie in Aussicht?
- Gibt es Renovierungs- / Sanierungsbedarf am Haus?
- Hast du alle nötigen Dokumente, wie zum Beispiel Teilungserklärung, Gebäudeversicherung, Protokolle Eigentümerversammlungsprotokolle, Hausgeldabrechnungen, Aufstellung der Mieten, usw?
- Sind Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen?
- Hast du eine Übersicht der Instandhaltungskosten?
- Planst du auch Inventar mit zu verkaufen?
- Gibt es ein Vorkaufsrecht?
- Wie schätzt du Hausbewertung ein?
Wertermittlung eines Mehrfamilienhauses: Verfahren & Kosten
Das Thema ist komplex. So spielen natürlich Mikro- und Makrofaktoren bei der Bestimmung des Verkaufspreises eine wichtige Rolle. Dazu gehören natürlich auch die Lage, Vergleichsimmobilien, Bausubstanz & Co. Welches Verfahren für die Wertermittlung herangezogen werden, hängt vom Immobilientypus ab. Allgemein jedoch gilt die Regel: Ein Kaufpreis muss stets fundiert, markorientiert und realistisch sein. Insgesamt gibt es hierfür fünf Verfahren:
- Vergleichswertverfahren
- Ertragswertverfahren
- Sachwertverfahren
- Residualverfahren
- Beleihungswertermittlung
Natürlich wird der Preis nicht direkt bis auf den letzten Cent kalkuliert. Der finale Kaufpreis folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt und orientiert sich vor allem am geschätzten Wert deines Hauses. Prinzipiell kannst du dir aber merken, dass die Wertermittlung einer Immobilie unter 150.000 Euro, ca. 1.500 Euro kosten wird. Wird deine Immobilie auf über 1 Millionen Euro geschätzt, kostet es schließlich 3.000 Euro.
Für die Kalkulation wird zunächst eine grobe Bewertung vorgenommen. Der Preis für die finale Bewertung orientiert sich demnach, in den meisten Fällen, am geschätzten Wert der zu bewerteten Immobilie.
Sachwert und Marktwert beeinflussen den Verkaufspreis
Die Wertermittlung und der letztliche Verkaufspreis können sich wie bereits erklärt, unterscheiden. Für die letztliche Preisbestimmung ist nämlich nicht nur der Sachwert entscheidend, sondern auch der Marktwert. Sachwert sagt dir aus welchen objektiven Wert dein Haus hat, hinsichtlich Baujahr, Ausstattung, Bausubstanz etc. Der Marktwert (oft auch Verkehrswert genannt) ist derjenige, zu dem der Verkaufspreis im Kontext steht. Umgebungsrelevante und marktspezifische Faktoren stehen hier im Zusammenhang. Wenn die Nachfrage hoch ist und die Angebote gering, liegt der Marktwert mittlerweile meistens über dem Sachwert.
Tipp: Renovationen und Modernisierungen steigern den Wert
Vor allem bei dem Verkauf eines Mehrfamilienhauses lohnt es sich außerdem auch über Renovationen und Modernisierungen nachzudenken. Diese wirken immer wertsteigernd. So sollten hier nun feuchte Flecken an den Wänden und Schimmel beseitigt werden. Auch beschädigtes Parket und alte Fensterrahmen machen einen bedeutenden Unterschied aus. Achte stets darauf, dass alle Schäden revidiert werden. Sonst kann im schlimmsten Fall ein Verkauf aufgrund von Vertuschung auch wieder rückgängig gemacht werden.
Wenn du auch dein Innen und Außenmobiliar verkaufen willst, ist auch dies ein wertsteigender Faktor:
Unterlagen für die Ermittlung des Verkehrswertes
Damit du weißt, welche Unterlagen hier bei der Ermittlung des Verkehrswertes wichtig sind, haben wir hier eine Übersicht für dich:
- Grundbuchauszug
- Baupläne, Grundrisse, Schnitte
- Baubeschreibung
- Lageplan und Flurkarte
- Wohnflächenberechnung
- Energieausweis
Bei Wohnungseigentum brauchst du zusätzlich auch noch folgende Dokumente:
- Protokoll der letzten drei Eigentümerversammlungen
- Wirtschaftsplan
- Teilungserklärung (Grundbuch)
- Wohngeldabrechnung
Gegebenenfalls brauchst du bei Ertragsobjekten außerdem:
- Bewirtschaftungskosten
- Mietaufstellungen
- Mietverträge
Einzusehen bei Rechten und Lasten sind:
- Notarielle Urkunden
- Besondere Eintragungen (Wegerechte, Wohnrechte u. ä.)
Immobilienpreise der beliebtesten Städte Deutschlands
Seinen Wohnort frei zu wählen – das wünschen sich viele. Doch wohin ist dann die Frage? Die einzelnen Bundesländer und Städte der Bundesrepublik bringen alle ihren eigenen Charm und Vorteile mit sich. Im Idealfall will man schnell einen Job finden können, die Immobilie sollte im Budget liegen und auch eine stabile Infrastruktur ist liegt den Meisten sehr am Herzen. Um Dir bei deiner Entscheidung deiner nächsten Heimat zu helfen, haben wir hier Städtepläne und Quadratmeterpreise für Berlin, Hamburg und München für Dich.
Berlin: Deutsche Hauptstadt beliebt bei Investoren
Als Hauptstadt der Bundesrepublik ist hier der Dreh- und Angelpunkt europäischer Politik. So ist hier der Regierungssitz zu finden, so wie eine Vielzahl historischer Denkmäler. Auch der Arbeitsmarkt ist seit Jahren stabil: In kaum einer europäischen Stadt werden regelmäßig so viele Start-Ups gegründet, wie in Berlin. Unterschiedliche Kulturen, Religionen und Einflüsse kommen hier zusammen und machen so den Berliner Flair aus. Weiter Pluspunkt:
Berlin erfreut sich immer größer werdender Popularität bei Immobilieninvestoren
Stadtplan: Pankow, Lichtenberg, Marzahn & Co.
Die deutsche Hauptstadt Berlin besteht aus 12 Stadtbezirken und 96 Ortsteilen. Außerdem bietet die Stadt durch seine reiche Historik und Rolle als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland viel Abwechslung und ist nicht nur bei außereuropäischen Touristen beliebt, sondern auch bei der jüngeren Generation.
Quadratmeterpreise: Von Hellersdorf bis Berlin Mitte
Mit knapp 2.100 Euro pro Quadratmeter kann man im Stadtteil Berlin Hellersdorf rechnen. Am teuersten wird es hingegen in Berlin Mitte und Dahlem. Hier ist die Übersicht:
- Hellersdorf: 2.100 Euro pro Quadratmeter
- Hohenschönhausen, Reinickendorf, Spandau, Tempelhof & Marzahn: 2.500 – 3.000 Euro pro Quadratmeter
- Berlin Mitte und Dahlem: 6.000 Euro pro Quadratmeter
Hier siehst du die Immobilienpreise für Berlin in der Entwicklung von 2005 bis 2020.
Hamburg: Hansestadt zieht vor allem junge Menschen an
Während Berlin als Knotenpunkt der Politik zählt, nimmt Hamburg eine wichtige wirtschaftliche Stelle für Deutschland ein. Die Speicherstadt ist gut verknüpft mit dem europäischen Ausland, was sich auch im vielfältigen Angebot der Gastronomie widerspiegelt. Eta 110.000 Neubürger nennen seit letztem Jahr die Elbmetropole ihre neue Heimat. Durch die wirtschaftliche Lage der Hansestadt und die exklusiven Wohngegenden zieht es auch hier Großverdiener und Investoren regelmäßig her.
Stadtplan: Altona, Bergedorf, Wandsbek & Co.
Hamburg besteht aus sieben Bezirken bzw. Kiezen:
- Altona
- Bergedorf
- Mitte
- Harburg
- Eimsbüttel
- Nord
- Wandsbek
Von romantischen Villen an der Elbe, bis zu modernen Wohnung im Zentrum der Stadt lässt Hamburg keine Wünsche offen und bietet für Jeden etwas. Kein Wunder also, dass sich die Hansestadt vor allem bei Studenten und Arbeitseinsteigern immer beliebter wird. Hier seht ihr einen groben Überblick über die Stadt:
Quadratmeterpreise: Eigentumswohnungen an der Alster gewinnen an Wert
Südlich der Elbe findest du eher günstige Preise (ca. 2.500 Euro pro Quadratmeter), wohingegen Spitzenpreise ab 7.500 Euro pro Quadratmeter vor allem an der Alster und in den luxuriösen Gegenden der Elbe vorzufinden sind.
Hier siehst du die Immobilienpreise für Hamburg in der Entwicklung von 2008 bis 2020.
München: Höchste Milliardärs Dichte der Bundesrepublik
Durch die Lebensqualität in der bayrischen Hauptstadt steht auch München auf der Liste der Top Städte Deutschlands. Die traditionelle Architektur, vereint mit dem metropolitischen Flair und der typisch bayrischen Gemütlichkeit erfreut sich vor allem bei Deutschlands Milliardären und globalen Unternehmern großer Beliebtheit.
Stadtplan: Kleine Bezirke mit hoher Lebensqualität
München besteht aus 29 Stadtteilen und 25 Stadtbezirken. Die drei beliebtesten Stadtteile der bayrischen Hauptstadt zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Lebensqualität aus und sind somit bei Wohnungssuchenden am beliebtesten:
- Neuhausen-Nymphenburg
- Trudering-Riem
- Schwabing West
Hier ist nochmal die Karte:
Quadratmeterpreise: München ist die teuerste Stadt Deutschland
In München leben bekanntlich die meisten Milliardäre der Bundesrepublik. Da ist es nicht überraschend, dass der Kaufpreis einer einzelnen Münchner Eigentumswohnung doppelt so teuer ist, wie sonst wo.
Hier siehst du die Immobilienpreise für München im Vergleich zu den Immobilienpreisen in ganz Deutschland.
Steuergestaltung beim Immobilienverkauf: Eigennutzung & Staatliche Förderung
Wie beim Immobilienverkauf Steuern sparen? Das Problem: Viele Eigentümer tappen hier in die Steuerfalle und bezahlen unnötig Geld. Die Lösung: Steuergestaltung. Immobilien Investor und Steuercoach Alex Fischer gibt hier sowohl auf YouTube, als auch auf seinem Blog regelmäßig Tipps für Verkäufer.
Tipp: Kosten des Immobilienmaklers steuerlich absetzen
In Teilen ist dies auch möglich. Wer nach seinem Verkauf eine neue Immobilie kauft, kann hier nun die Maklerkosten steuerlich absetzen. Aber nur, wenn das Haus oder die Wohnung im Anschluss auch vermietet wird. Bei Eigennutzung ist das lineare Absetzen der Gebühren leider nicht möglich.
Außerdem absetzbar: Maklergebühren, die bei der Mietersuche anfallen.